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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > NaPolA > Userkritiken
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1 - 10 von 12 Treffern
Kritik: ich fand den film einfach klasse grossen lob an die regie und alle schauspieler. es gab szene wo ich echt weg schauen musste. dieser Film kann ich nur weiter empfehlen(geschichtsunterricht)alsNeuverfilmung so ist der unterricht nicht kang
Mitglied seit 1.524 Tagen | 30 Userkritiken
Kritik: Zunächst einmal muss man sagen, das gegen die Kritikpunkte Hans Münchebergs (siehe weiter unten) im Grunde nichts eingewandt werden kann und der Film somit historische Tatsachen verfälscht und falsch darstellt. Das ist tragisch, aber trotzdem konnte und kann "Napola" durch die soliden schauspielerischen Leistungen und Sympathieträger, die halbwegs ordentlich ausgestattete Inszenierung und die Dialoge überzeugend unterhalten. Die historische Richtigkeit und Tatsächlichkeit wird zu vielen Zwecken in zahlreichen Filmen verfälscht und manipuliert (siehe z.B. Las Samurai, Braveheart, Der Patriot oder Apocalypto), was wahrscheinlich anders möglich wäre, aber wohl oft zu beispielsweise dramaturgischen Zwecken eben gemacht wird. An einigen Stellen ist das Verhalten der Protagonisten nicht ganz nachvollziehbar: Wieso rettet Friedrich Albrecht nicht vor dem suizidalen Ertrinken, indem er in eines der Löcher springt und ihn hochholt? Warum unternimmt kein anderer Napolianer etwas? Wieso bleiben alle Jungmannen stehen, als der eine Jungmann die Granate fallen ließ und der andere sich auf sie wirft um die anderen zu retten? Wieso geht niemand in Deckung, obwohl der Ausbilder das noch lauthals schreit, bevor er selbst die Leiter aus dem Graben hinaus hochsteigt und sich rettet? Können wirklich alle vor Schock kristallisiert worden sein? Diese beiden Szenen wirken etwas unglaubwürdig und unlogisch, sind aber dramaturgisch und storytechnisch umso wichtiger und bestechender für den Zuschauer! Eine weitere Szene wäre noch zu nennen: Friedrich schlägt Albrecht im Keller seines Vaters (der seinen Geburtstag feiert) beim Boxen nieder und k.o. Weshalb ist Albrecht auf Friedrich danach so sauer? Albrecht hat Friedrich doch die ganze Zeit angespornt und aufgefordert ihn zu schlagen und richtig zu boxen. Friedrich war derjenige, der das eigentlich nicht wollte und dem es schwer fiel, der aber dann nach den Aufforderungen Albrechts zuschlägt. Dieses Verhalten ist nicht verstehbar... Die im Mittelpunkt des Films stehende Freundschaft zwischen Albrecht und Friedrich hätte noch besser ausgebaut werden müssen, präsentiert sich aber solide, glaubhaft und dem Zuschauer sympathisch und ist durchaus gelungen. Die Psychologie des Charakters Albrecht kommt sogar sehr subtil daher und die Gründe seines Suizids sind gar nachvollziehbar. Er wurde immer von seiner Familie ignoriert, denn er war eben nicht wie der Vater der Pragmatiker, sondern eher ein Schöngeist und moralischer Theoretiker, der die Szene, in der die Jungmannen die unbewaffneten russischen Jugendlichen erschießen, aufgrund seiner Sensibilität und Verletzlichkeit nicht verkraftet, sondern große Schwäche und Menschlichkeit offenbart, was so ziemlich das Gegenteil einiger Teile der nationalsozialistischen Ideologien ist. Der zunächst von den Nazis überzeugte Friedrich fängt nach Albrechts Suizid, der den dramaturgischen Höhepunkt des Films darstellt, an, am Nationalsozialismus zu zweifeln. Diese Zweifelei hätte man durchaus auch noch besser darstellen können und müssen. Nur die Szene am Ende, wo Friedrich sich niederschlagen lässt, reicht hier einfach nicht aus. Loben muss man wirklich das Casting der Darsteller: Vom asozialen und sadistischen Ausbilder, den Schülern, dem Herrn Gauleiter, dem Boxtrainer und den anderen Nazi-Schergen sind alle Rollen bestens und passend besetzt. Dementsprechend können auch alle Rollenschauspieler überzeugen und erfüllen den jeweils für sie charakterlichen und schauspielerischen Part auf höchstem Niveau. Auch der hohe Naziwert der Kameradschaft wird im Film meisterhaft porträtiert. Auf einige wichtige ideologische Grundlagen wird auch eingegangen (z.B.: der einzelne Körper gehört nicht mehr dem Individuum, sondern der Volksgemeinschaft; etwas Rassenkunde und nationalsozialistische Menschenphilosophie). Negativ stößt wirklich die absolute Vernachlässigung des Kriegsgeschehens an der Front auf, die vollkommen nicht gezeigt, erwähnt, genannt oder dargestellt wird. Nicht in einer Szene! Man hätte wenigstens mal etwas von der deutschen Wochenschau oder einer Goebbels oder Hitlerrede einspielen können... dieser Kritikpunkt ist wahrhaft am durchschlagensten. So wirkt die Festung und Burg, in der die nationalpolitische Erziehungsanstalt haust so wie eine etwas abgeschlossene Einheit. Nur am Ende wird mal eben die Ostfront erwähnt... vom schleichenden Niedergang des dritten Reiches (oder auch Erfolgen) hört man hingegen tatsächlich gar nichts während des gesamten Filmerlebnisses! Das kann eigentlich nicht sein, wie auch Hans Müncheberg treffend anmerkt. Die anderen historischen Tatsachen, die entweder abgeändert, verfälscht oder weggelassen wurden sind da eher noch verkraftbar und tolerierbar, denn anders hätte die Story rund um die Jungmannenfreundschaft und die Charakterisierung der Charaktere vielleicht nicht hingehauen. Die falschen geschichtlichen Begebenheiten im Film muss man ihm einfach verzeihen, denn allein schon der Fakt, das sich jemand (Dennis Gansel) des Themas annimmt und es auf die große Leinwand bringt, und dann so unterhaltsam, teilweise abschreckend und informierend, müsste eigentlich schon als durchschlagendes Argument gelten, um dem Film seine Legitimation (so wie er nunmal ist) zu verpassen. Denn es ist zweifelsohne ein sehr gutes Nazidrama geworden... Fazit: Ein sehr sehenswerter und dramaturgisch unterhaltsamer Film, der leider mit historischen Schwächen und Verfälschungen daher kommt, aber durch eine romantische Jungenfreundschaft und dramatische Szenen einen bleibenden Eindruck hinterlässt und sicherlich einige Zuschauer begeistern konnte, sich mit dem Nationalsozialismus und den Napolas näher und eindringlicher historisch zu beschäftigen. Wenn der Film allein schon dieses Interesse bei vielen Publikumsteilnehmern geweckt hat, dann hat er seinen Zweck erfüllt. Der Film reiht sich somit nahtlos in die historischen Filme über die Zeit des Nationalsozialismus (z.B.: Der Untergang (das absolute Meisterwerk aller Filme über das dritte Reich), Sophie Scholl, Die Brücke, Stalingrad) gut ein und ergänzt diese um wichtige Informationen und Hintergründe.
Kritik: Zunächst einmal muss man sagen, das gegen die Kritikpunkte Hans Münchebergs (siehe weiter unten) im Grunde nichts eingewandt werden kann und der Film somit historische Tatsachen verfälscht und falsch darstellt. Das ist tragisch, aber trotzdem konnte und kann "Napola" durch die soliden schauspielerischen Leistungen und Sympathieträger, die halbwegs ordentlich ausgestattete Inszenierung und die Dialoge überzeugend unterhalten. Die historische Richtigkeit und Tatsächlichkeit wird zu vielen Zwecken in zahlreichen Filmen verfälscht und manipuliert (siehe z.B. Las Samurai, Braveheart, Der Patriot oder Apocalypto), was wahrscheinlich anders möglich wäre, aber wohl oft zu beispielsweise dramaturgischen Zwecken eben gemacht wird. An einigen Stellen ist das Verhalten der Protagonisten nicht ganz nachvollziehbar: Wieso rettet Friedrich Albrecht nicht vor dem suizidalen Ertrinken, indem er in eines der Löcher springt und ihn hochholt? Warum unternimmt kein anderer Napolianer etwas? Wieso bleiben alle Jungmannen stehen, als der eine Jungmann die Granate fallen ließ und der andere sich auf sie wirft um die anderen zu retten? Wieso geht niemand in Deckung, obwohl der Ausbilder das noch lauthals schreit, bevor er selbst die Leiter aus dem Graben hinaus hochsteigt und sich rettet? Können wirklich alle vor Schock kristallisiert worden sein? Diese beiden Szenen wirken etwas unglaubwürdig und unlogisch, sind aber dramaturgisch und storytechnisch umso wichtiger und bestechender für den Zuschauer! Eine weitere Szene wäre noch zu nennen: Friedrich schlägt Albrecht im Keller seines Vaters (der seinen Geburtstag feiert) beim Boxen nieder und k.o. Weshalb ist Albrecht auf Friedrich danach so sauer? Albrecht hat Friedrich doch die ganze Zeit angespornt und aufgefordert ihn zu schlagen und richtig zu boxen. Friedrich war derjenige, der das eigentlich nicht wollte und dem es schwer fiel, der aber dann nach den Aufforderungen Albrechts zuschlägt. Dieses Verhalten ist nicht verstehbar... Die im Mittelpunkt des Films stehende Freundschaft zwischen Albrecht und Friedrich hätte noch besser ausgebaut werden müssen, präsentiert sich aber solide, glaubhaft und dem Zuschauer sympathisch und ist durchaus gelungen. Die Psychologie des Charakters Albrecht kommt sogar sehr subtil daher und die Gründe seines Suizids sind gar nachvollziehbar. Er wurde immer von seiner Familie ignoriert, denn er war eben nicht wie der Vater der Pragmatiker, sondern eher ein Schöngeist und moralischer Theoretiker, der die Szene, in der die Jungmannen die unbewaffneten russischen Jugendlichen erschießen, aufgrund seiner Sensibilität und Verletzlichkeit nicht verkraftet, sondern große Schwäche und Menschlichkeit offenbart, was so ziemlich das Gegenteil einiger Teile der nationalsozialistischen Ideologien ist. Der zunächst von den Nazis überzeugte Friedrich fängt nach Albrechts Suizid, der den dramaturgischen Höhepunkt des Films darstellt, an, am Nationalsozialismus zu zweifeln. Diese Zweifelei hätte man durchaus auch noch besser darstellen können und müssen. Nur die Szene am Ende, wo Friedrich sich niederschlagen lässt, reicht hier einfach nicht aus. Loben muss man wirklich das Casting der Darsteller: Vom asozialen und sadistischen Ausbilder, den Schülern, dem Herrn Gauleiter, dem Boxtrainer und den anderen Nazi-Schergen sind alle Rollen bestens und passend besetzt. Dementsprechend können auch alle Rollenschauspieler überzeugen und erfüllen den jeweils für sie charakterlichen und schauspielerischen Part auf höchstem Niveau. Auch der hohe Naziwert der Kameradschaft wird im Film meisterhaft porträtiert. Auf einige wichtige ideologische Grundlagen wird auch eingegangen (z.B.: der einzelne Körper gehört nicht mehr dem Individuum, sondern der Volksgemeinschaft; etwas Rassenkunde und nationalsozialistische Menschenphilosophie). Negativ stößt wirklich die absolute Vernachlässigung des Kriegsgeschehens an der Front auf, die vollkommen nicht gezeigt, erwähnt, genannt oder dargestellt wird. Nicht in einer Szene! Man hätte wenigstens mal etwas von der deutschen Wochenschau oder einer Goebbels oder Hitlerrede einspielen können... dieser Kritikpunkt ist wahrhaft am durchschlagensten. So wirkt die Festung und Burg, in der die nationalpolitische Erziehungsanstalt haust so wie eine etwas abgeschlossene Einheit. Nur am Ende wird mal eben die Ostfront erwähnt... vom schleichenden Niedergang des dritten Reiches (oder auch Erfolgen) hört man hingegen tatsächlich gar nichts während des gesamten Filmerlebnisses! Das kann eigentlich nicht sein, wie auch Hans Müncheberg treffend anmerkt. Die anderen historischen Tatsachen, die entweder abgeändert, verfälscht oder weggelassen wurden sind da eher noch verkraftbar und tolerierbar, denn anders hätte die Story rund um die Jungmannenfreundschaft und die Charakterisierung der Charaktere vielleicht nicht hingehauen. Die falschen geschichtlichen Begebenheiten im Film muss man ihm einfach verzeihen, denn allein schon der Fakt, das sich jemand (Dennis Gansel) des Themas annimmt und es auf die große Leinwand bringt, und dann so unterhaltsam, teilweise abschreckend und informierend, müsste eigentlich schon als durchschlagendes Argument gelten, um dem Film seine Legitimation (so wie er nunmal ist) zu verpassen. Denn es ist zweifelsohne ein sehr gutes Nazidrama geworden... Fazit: Ein sehr sehenswerter und dramaturgisch unterhaltsamer Film, der leider mit historischen Schwächen und Verfälschungen daher kommt, aber durch eine romantische Jungenfreundschaft und dramatische Szenen einen bleibenden Eindruck hinterlässt und sicherlich einige Zuschauer begeistern konnte, sich mit dem Nationalsozialismus und den Napolas näher und eindringlicher historisch zu beschäftigen. Wenn der Film allein schon dieses Interesse bei vielen Publikumsteilnehmern geweckt hat, dann hat er seinen Zweck erfüllt. Der Film reiht sich somit nahtlos in die historischen Filme über die Zeit des Nationalsozialismus (z.B.: Der Untergang (das absolute Meisterwerk aller Filme über das dritte Reich), Sophie Scholl, Die Brücke, Stalingrad) gut ein und ergänzt diese um wichtige Informationen und Hintergründe.
Kritik: Ohne Zweifel ein Meisterwerk! Einer der besten deutschen Filmen, oder DER beste deutsche Film. Es waren harte Szenen dabei, aber sie waren mehr als beeidruckend. Der Film war spannend, erschütternd und traurig. Ich habe ihn bisher sehr oft auf DVD angesehen. Dieser Film lohnt sich auf jeden Fall.
Kritik: wir haben den Film am Montag von der Schule aus geguckt.Ich wurde zum Glück vorgewarnt das es mehrere sehr harte Szenen gibt und konnte daher rechtzeitig weggucken.Der beste Schauspieler war die Person die den Friedrich Weimar gespielt hat!!! Ein dickes Lob an ihn!!Die härteste Szene war mit der Handgranate wo sich der ,,Bettnässer´´ draufgestürtzt hat.
Kritik: Napola ist nicht die eindringliche Charakter- und Systemstudie die ich mir nach der Vorschau erhofft hatte aber die (überwiegend) guten Darsteller u. einige wirklich bedrückende Momente machen den nicht gerade perfekten Film (einige kleinere Schlampereien) doch zu einem lohnenden Erlebnis.
Kritik: Ich habe "Napola" inzwischen mehrmals auf DVD gesehen und kann nur sagen, dass der Film sehr gut ist. Nicht nur schauspielerische Leistungen, Musik, Atmosphäre und Handlung sind gelungen, sondern auch die Art und Weise, mit der Dennis Gansel die Weltanschauung der Nationalsozialisten im Allgemeinen und im Besonderen (im Hinblick auf die Verführung Jugendlicher als Fundament des Dritten Reichs nach dem "Endsieg") hat mich tief beeindruckt: Traurige, dramatische und (mehr oder weniger) brutale Szenen kritisieren das Denken der Nazis und die Funktion von Hitler-Jugend bzw. Napolas. Die Hauptfiguren sind auch sehr gut charakterisiert. Albrecht, der sich von Anfang an gegen den Nationalsozialismus wendet, und Friedrich, der erst im Verlauf des Films, langsam aber sicher, zu dem Schluss kommt, dass es ein Fehler war, in die Napola zu gehen. Natürlich gab es sehr viele Jugendliche, die keine schlechten Erinnerungen an ihre Zeit in der Napola oder der Hitler-Jugend haben. Da es sich bei "Napola" um einen Antikriegsfilm handelt, beleuchtet er vor allem diejenigen, die (bewusst) unter dem NS-System und der Napola zu leiden hatten. Trotzdem kommt, meiner Meinung nach, heraus, dass viele der Jungen auch ihre Freude in der Napola hatten. Allein der Boxlehrer (nicht der Sportlehrer!) hat auf mich eine sehr freundliche und sympathische Wirkung. Außerdem muss man beachten, dass der Film aus der Sicht Friedrichs bzw. Albrechts gedreht ist, nicht aus der eines begeisterten Nationalsozialisten (was sich bei "Der Untergang" genauso verhält, der aus Sicht von Traudl Junge gedreht ist und Hitler deshalb anfangs sehr menschlich darstellt). Außerdem ist wohl kaum zu bestreiten, dass unzählige Menschen (vor allem viele Deutsche!) während des Dritten Reichs litten, warum also nicht in einem Antikriegsdrama zeigen, was sich teilweise hinter den Mauern einer Napola abspielte? Ich war über Herrn Münchebergs Kritik sehr überrascht, weil mir nicht bewusst war, welche historischen Fehler "Napola" aufweist. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Sie in der Napola gemacht haben, Herr Müncheberg. Aber der Schwerpunkt im Film "Napola" liegt neben der Verführung wohl auf dem Schlimmen, was viele deutsche Jungen und Mädchen durchmachten. Ich erinnere nur an Vorgänge aus der Hitlerjugend: Nichtschwimmer, die vom Fünfmeterbrett springen und durch Seen schwimmen mussten, die vielen Hitlerjungen und Napola-Schüler, die in den letzten Kriegstagen gegen die vorrückenden Alliierten kämpften. Die Jagd auf die russischen Kriegsgefangenen, die im Film dargestellt ist, stand tatsächlich statt, nämlich in Norddeutschland! Mein Fazit ist: "Napola" ist ein Film, der sich auf Verführung und den Schrecken des Nationalsozialismus konzentriert. Diese beiden Schwerpunkte dürften korrekt dargestellt sein. Das ist die Hauptsache.
Kritik: Als Lehrgangsteilnehmer habe ich die Sportschule der Bundeswehr in Sonthofen / Allgäu kennengelernt - eine der beiden ehemaligen Ordensburgen - und ich muss sagen, dass mich die schiere architektonische Wucht der Anlage sehr beeindruckt hat...bis heute habe ich keinen vergleichbaren profanen Zweckbau gesehen. Ich denke, wenn es dem Regisseur dieses Films um das Thema "Verführung" geht, so hätte man dies dort großartig in Szene setzen können - die Begeisterungsfähigkeit der Jugend für große Aufmärsche, Fahnen, Fanfaren, Burgfeuerwehr, Besuch des Reichsjugendführers, Kampf um das Leistungsschwert etc. hätte in Sonthofen einen darstellerichen Rahmen finden können, der mit Sicherheit noch den ein oder anderen Zuschauer mehr fasziniert und die Verführung noch greifbarer gemacht hätte...Friedrichs Begeisterung wird im Film ja doch ziemlich auf das Boxen beschränkt, wobei der weltanschauliche Aspekt der Ausbildung m.E. einseitig plakatiert und die allgemeinbildende bzw. musische Seite des Unterrichts zu kurz kommt...z.B. die Aussage von Hardy Krüger, dass an AH-Schulen über Marx oder die Bibel diskutiert wurde, die man nachts im Heizungskeller gelesen hatte...oder Berichte, dass die ganze Schulklasse zusammen mit ihrem Erzieher "Radio London" abgehört und mit dem offiziellen Wehrmachtsbericht verglichen hat...oder dass z.B. in Sonthofen auch schon mal der Reichsorganisationsleiter ungestraft von einem AH-Schüler als "Trunkenbold" verunglimpft werden durfte... Herrn Münchebergs Bedenken angesichts einiger historischer Unstimmigkeiten kann ich gut nachvollziehen...die Eislochszene scheint mir dem Roman "Junge Unrast" von Hardy Krüger entnommen zu sein...doch all dies dürfte wohl unter "künstlerischer Freiheit" zu verbuchen sein, mit Hilfe derer in diesem Film das Hauptthema zu Lasten der historischen Faktentreue transportiert wird. Es wäre sehr schön, wenn dieser wirklich sehenswerte Film zu einer Diskussion anregen könnte, in der sich vor allem ehemalige Schüler der NPEAs und AHS zu Wort melden, um ein bisher doch stark tabuisiertes Thema näher zu beleuchten und uns Jüngeren zu vermitteln...
Kritik: Ich fand den Film wirklich sehenswert. Es gibt keinen Moment, in dem die Geschichte von Friedrich und seiner Freundschaft zum Sohn des Gauleiters Albrecht langweilig wird. Die Veraenderung der beiden unter dem Druck der Eliteschule und der immer enger werdenden Freundschaft ist gut dargestellt. Die Unmenschlichkeit der NS-Zeit erlebt durch die Charakterentwicklung der beiden Jungmannen ein kleines Gegengewicht und der Film konnte gut aufzeigen, wie versucht wurde, die Menschen mit allen Mitteln nicht nur in den breiten Bevoelkerungsmassen zu manipulieren, sondern inbesondere auch in den eigenen Reihen, durch das Zuechten einer Elite. Natuerlich schade, dass der Film etwas von geschichtlichen Fakten abweicht, aber als jemand, der diese Zeit selbst durchlebt hat, betrachtet man diesen Film klarerweise kritischer als der herkoemmliche Kinobesucher. Die Kampfeinsaetze der Jungmannen im Wald gegen die russischen Kinder sollten verdeutlichen, dass damals auch nicht vor den unmenschlichsten Methoden zurueckgeschreckt wurde und diente nachhaltig der Handlung. Das Ereignis im Wald war ausschlaggebend fuer Albrechts Aufsatz und die spaetere Wende im Film. Insgesamt fand ich den Film also ziemlich gut und auf jeden fall Sehenswert, wenn man ueber kleine inszenierte Darstellungsvarianten fuer die damalige Grausamkeite, die nicht 1:1 der Realitaet stattgefunden haben, hinwegsehen kann.
Kritik: Ich bin der Meinung das der Film "Napola" ein durchaus gelungener Film ist, der die Zuschauer/Betrachter ein Film erleben lässt der bis ins Mark geht.... Ich finde man sollte den Film nich nach der historischen echtheit untersuchen sondern eher nach der Freundschaft zwischen Friedrich und Albert. MAn muss dazu sagen das es ein Film ist und nicht eine Dokumentation die das Leben zur damaligen Zeit beschreibt, insbesondere zur zeit der Napola`s. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich kann ihn jedem nur empfehlen, auch wenn er nich unbedingt der wahrheit entspricht, die schauspielerischen Leistungen allein sind meines Erachtens nach ein Grund ihn sich anzuschauen...
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