Kritik:
"Der verbotene Schlüssel" ist einer von diesen Filmen, die einfach nur sinnlos sind. Einer von diesen, die von den Produzenten nur noch in die Kinos gebracht werden, um den Verlust nicht allzu groß zu halten. Einer von denen, den man heute gesehen, und morgen schon wieder vergessen hat.
Eine gelernte Altenpflegerin nimmt eine Stelle als Hospiz in einem verlassenen Haus in den Südstaaten an, in denen der vom Schlaganfall gezeichnete zu Pflegende und seine Frau wohnen. Nach und nach erkennt sie, dass mit dem stummen Patienten irgendetwas nicht stimmt und hinter der Fassade des Hauses etwas sehr merkwürdiges vor sich geht...
Die Story an sich ist mehr als dürftig. Die vielen Logikfehler und merkwürdigen Handlungen der Protagonisten geben einem Rätsel auf. Beispielsweise forscht die Hauptprotagonistin gerade auf dem Dachboden, als sie die Hausherrin hochkommen hört. Sie packt schnell alles beiseite, alles sieht aus, als wäre nichts gewesen. Doch anstatt der Hausherrin einfach zu sagen, dass sie etwas gesucht habe, versteckt sie sich, vielleicht der Dramaturgie wegen, hinter einem Regal?!
Auch, dass die geheimnisvolle Hausherrin nie etwas über sich oder das Haus erzählt und auf einmalige Nachfrage der Hauptprotagonisten plötzlich ungeniert vor Informationen sprudelt wie ein Vulkan, ist äußert komisch.
Der Film hat mich teilweise wirklich amüsiert. Beispielsweise gibt es im Hintergrund modernen HipHop zu hören, als die Hauptprotagonistin zum Haus fährt. Plötzlich hört die Musik auf, nach fünf Sekunden sieht man, dass die Dame beim Haus angekommen ist und dann wird schauriges Glockenspiel eingespielt. Oder die Szene, in der der Patient flüchten will: Neben der typischen, hektischen Thrillermusik hört man auf einmal Saxophonklänge?! Auch, wenn die Produzenten wahrscheinlich damit argumentieren, dass sie den "Südstaaten-Flair" hervorheben wollten - Das ist einfach nur lächerlich.
Auch, wenn der Schlusstwist noch einigermaßen überraschend ist - Dieser Film hat es nicht verdient, für sich mit "Vom Writer von The Ring" zu werben. Schock-Momente gibt es so gut wie keine, auch Atmosphäre und spannung mag wegen den vielen Fragen, die sich der Konsument über die Logikfehler stellt, nicht aufkommen.
"Der verbotene Schlüssel" sollte besser seine Dachkammer und deren Schlüssel verboten werden.