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Home > Kino > Film-Archiv > Fantasy > Wächter der Nacht - Nochnoi dozor
Kinostart:
29. September 2005
Regie: Timur Bekmambetov
Mit Konstantin Khabensky, Vladimir Menshov, Valeriy Zolotukhin,
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Originaltitel: Nochnoy Dozor
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Russland
.
Genre:
Fantasy
,
Action
Laufzeit: 114 Minuten.
Produktionsjahr:
2004
Verleiher: Fox Deutschland
Inhalt: Die Mächte des Lichts haben mit den Mächten der Dunkelheit einen Waffenstillstand geschlossen, der seit hunderten von Jahren besteht. Auf jeder der beiden Seiten wacht eine spezielle Organisation - die "Wächter des Tages" und die "Wächter der Nacht" - über die Einhaltung des Abkommens. Für jede schlechte Tat auf der einen muss eine gute auf der anderen Seite folgen und umgekehrt. Diese Balance der Kräfte bewahrt den Frieden - bis heute. Anton (Konstantin Khabernsky) hat vor zwölf Jahren versucht, das ungeborene Kind seiner ihn betrügenden Frau von einer Hexe ermorden zu lassen. Doch ein Team von Wächtern um Tiger Cub und Bear verhaftete die Hexe in letzter Sekunde und zeigte Anton, dass er selbst über außergewöhnliche Kräfte verfügt. Seitdem arbeitet er für die Wächter der Nacht, auch wenn sein bester Freund Kostya (Alexey Chadov) ein Vampir ist und für die Gegenseite das gleiche tut. Sein neuester Auftrag führt Anton in Moskaus Untergrund. Er soll den Teenager Yegor (Dima Martynov) beschützen, der von Vampiren verfolgt wird. Nachdem die Mission fast fehlschlägt und Anton ohne Erlaubnis einen Vampir tötet, wird ihm Olga (Galina Tunina) als Partner zugeteilt. Gemeinsam finden sie heraus, dass die dunklen Mächte unter der Führung von Zervulon (Viktor Verzhbitsky) planen, mit dem Fluch über eine Jungfrau das Gleichgewicht zu ihren Gunsten zu verändern...
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel
(3,3)
User-Wertung(3295 Bewertungen)
(2,9)
Wer an russisches Kino denkt, hat meist noch Klassiker wie „Panzerkreuzer Potemkin“ im Kopf. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden wesentlich weniger Filme produziert als vorher, was zum Teil auch daran liegt, dass die Anzahl der Kinos vor sechs Jahren auf unvorstellbare 70 Lichtspielhäuser gesunken war. Heute hat sich die Kinowirtschaft etwas erholt und legt mit „Wächter der Nacht“ (int.: „Night Watch“) auch gleich den ersten Kandidaten für einen internationalen Erfolg vor.
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Mitglied seit 838 Tagen | 99 Userkritiken
Kritik: Das hier ist nicht die märchenhafte Fantasywelt, die sich Menschen in ihren Träumen erhoffen. Das ist keine Antwort auf "Der Herr der Ringe", wie der Film manchmal fälschlicherweise bezeichnet wird, alleine vom Genre her nicht. Das ist höchstens eine Antwort auf "Harry Potter" und zwar nicht nur eine einfache Antwort vom Typ "Das kann ich auch!" Das ist die dreckige Beleidigung, für all diese wundervollen Märchenwelten da draußen, mit Gut und Böse und dem strahlenden Helden, der nichts anderes im Sinne hat, als die Welt und seine Freunde zu retten, und wenn er dafür sterben muss. Das ist das böse Monster aus dem schmutzigen Hinterhof, welches in seiner rechten Hand eine blutige Schere und in seiner linken eine Nescafé-Dose hält und sich nicht um Logik oder die Erwartungen des Mainstreams kümmert. Welches sich schöne Kleider anzieht, ohne dass ein Sinn dahinter steckt und welches sich gerne in Zeitlupe bewegt, weil es andere auch machen. Das ist Neo-Trash der allerbesten Sorte. Ein russischer Schriftsteller sagte einst zu diesem Film, er würde keine Aktionen und keine Schauspieler zeigen, sondern einzelne Werbeclips für die Aktionen und die Schauspieler. Kein Wunder, stammt doch der Regisseur, Timur Bekmambetov, ursprünglich aus der Werbebranche. Und das, was er hier auf die Leinwand bringt, ist als "Schleichwerbung" auch kaum noch zu bezeichnen, so offensichtlich ist manches Product Placement, sowohl in direktem als auch im indirekten Sinne. Der ganze Film scheint zu schreien: "Hey, ich habe CGI und Zeitlupen und coole Schnitte!", ohne dass hinter den meisten Spielereien ein wirklicher Sinn steckt, sie verkommen hier meistens zum Selbstzweck. Aber dafür macht er etwas anderes ganz anders und - in meinen Augen - richtig. Er gibt sich keinen glattgebügelten Charakteren, keiner offensichtlichen und vorhersehbaren Story und keinen Klischees hin, sondern stellt seine Fantasywelt als dreckig, unfair, stellenweise wirklich unsympathisch dar. Auch der Protagonist ist von Anfang an nicht der tolle Held von nebenan, sondern allem Anschein nach ein junger Loser, der selbst vor Kindesmord nicht zurückschreckt, um seine Freundin zurückzugewinnen - eine Entscheidung, die später noch eine gewaltige Rolle spielen wird. Der Film ist dreckig, blutig, teilweise einfach nur ungemütlich aufgrund des ständigen Rumgeschreies der Figuren. Aber gerade damit stellt er eine sehr angenehme Alternative zu Mainstream-Fantasyfilmen dar, er erschafft eine ganz eigene Atmosphäre, die in ihrem Schmutz dennoch auf ihre Art und Weise faszinierend wirkt. Doch das beste an dem Film sind immer noch seine kranken Einfälle, die weit über das hinausgehen, was man von anderen Fantasyfilmen geöhnt ist: Der Oberbösewicht spielt in der Mitte des Film auf seiner PlayStation einfach mal die Schlussszene nach, das Händeklatschen einer Hexe wird stärker stilisiert als manche anderen Weltuntergänge und durch eine heiße Pfanne neutralisiert, die Einleitungssequenz ist in ihrem Pathos kaum zu überbieten und zu guter Letzt wird ein Vampir auf die brutalste Art und Weise verletzt, nämlich indem ihm seine Zähne herausgetreten werden. Doch die Komik wirkt hier nicht immer unfreiwillig, sondern besitzt manchmal gar eine angenehme ironische Note, die den Spaß noch einmal steigen lässt. Logik, Physik oder andere Langewiler werden schlichtweg ignoriert, stattdessen regiert oftmals das reine, lustvolle Chaos um des Chaos willen. Der Film macht einfach nur Spaß mit seiner verquerten Art, mit seinen oftmals unglaublich trashigen Sequenzen, mit seinen epischen Überstilisierungen, mit seinen ständigen Aufnahmen von Artikeln von Sponsorenfirmen. Es ist ein Vergnügen, welches nicht einmal durch eine langweilige Story geschmäht wird, denn diese hier ist 1.schön wirr, 2.schön düster und bietet 3.ein wunderbar pessimistisches Ende, welchem man beinahe eine Aussage abgewinnen kann. Es ist Trash in seiner ungeschliffensten, plakativsten und unterhaltsamsten Form, es ist der Augenblick, in welchem ich jegliche dummen Dialoge und alle Überstilisierungen verzeihe und mich einfach nur an der grandiosen Optik sattschaue und mir an den genial-kranken Einfällen einen ablache.
Mitglied seit 1.226 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Es ist ein intelligenter, technisch recht aufwendig gemachter Fantasy-Streifen mit Anleihen aus der Vampirszene. Es wird mit dem ganzen virtuellen und digitalisierten Schnickschnack des Genres gearbeitet und mit schnellen Schnitten Tempo gemacht. Man sieht dem Film das Herkunftsland Russland wirklich nicht an. Er kann mit jeder Hollywood-Produktion mithalten - bisweilen übertrifft er noch manches Erzeugnis aus der Traumfabrik. Hier ist noch Platz für ein Märchen, das mit dem Daumenkino erzählt wird, auch für gut in die Handlung eingepasste Killerspiele und hin und wieder lassen Einblicke in den sowjetischen Alltag sogar komische Szenen zu. Und für diejenigen, denen der ewige Kampf zwischen Gut und Böse doch zu flott daherkam, wird am Ende alles nochmals protokollmäßig zusammenfassend wiederholt.
Presseschnitt:
(3,3) bei 3 Pressewertungen.
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Rolle: Anton Gorodetsky
Rolle: Geser
Rolle: Kostyas Vater
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