Der ewige Gärtner
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    Jason Bourne
    Jason Bourne

    10 Follower | Seine 338 Kritiken ansehen |

      4 - Sehr gut

    Fernando Mereilles hat nach City of God einen weiteren großartigen Film geschaffen. Sein Thriller ist ein spannendes Werk über Liebe, Verrat, Lügen und Kapitalismus. Er fügt alle Themen zu einem stimmigen ganzen zusammen und reiht eine Wendung an die nächste. ''Der ewige Gärtner'' verpasst der Handlung eine eigene Note und bleibt dennoch fesselnd und überzeugt als stimmungsvolle Romanadaption. Cecar Charlone legt wieder einmal eine umwerfende Kameraarbeit hin. Neben Oliver Wood und Rodrigo Prieto beherrscht wohl kaum einer die Kunst so gut, Dynamik zu kreieren, ohne, dass es in Hektik ausartet. Auch wenn es manchmal kurz davor ist, muss man doch sagen, dass man mit jeder Einstellung, wenngleich manchmal extrem schnell und rasant, merkt, dass es der Mann beherrscht, stimmungsvolle Bilder zu kreieren. All dies macht ''Der ewige Gärtner'' zu einem ausgezeichneten Politthriller. Aber er hätte auch noch besser sein können. Denn mitunter prescht er zu stark voran. So fällt es dem Film in der zweiten Hälfte zur Last, dass er in den ersten 45 Minuten einfach viel zu schnell ist. Die zwei Themen dieser Zeit - die Romanze zwischen Weisz und Fiennes sowie das aufkeimende Misstrauen gegenüber den Pharmakonzernen - werden sehr schnell und in wenigen Szenen behandelt. Vielleicht hätten die Protagonisten ein paar mehr Szenen am Anfang gebraucht, um ihre Liebe ausdrücken zu dürfen. Und wahrscheinlich wäre es auch besser gewesen, wenn der Politplot in Verbindung mit Tessa gleich zu Beginn mehr Akzente bekommen hätte. Damit hätte man nicht nur die emotionale Tragweite der Story besser ausgedrückt. Man hätte auch die Gefährlichkeit und Skrupellosigkeit der Konzerne besser herausstellen können, damit die Lage für Justin noch schwieriger wird. So sind die oft sehr hellen Bilder einer düsteren Stimmung logischerweise nicht sehr zuträglich, obgleich sie eine spannungserzeugende Dynamik erschaffen. FAZIT: Der Film ist stark. Aber er hätte auch brillant sein können. Fiennes und Weisz zeigen, dass sie zur Schauspielelite gehören und inszenatorisch ist der Film ausgesprochen gut. Nur - und das muss man wirklich selten sagen bei den ansonsten so schwerfälligen Romanadpationen - etwas mehr Ruhe hätte dem Film gut getan. Also ein unbedingt zu empfehlender Film: dynamisch, schnell, komplex.

    Hinzugefügt am 17.08.2011 um 22:40 Uhr
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      1 - Sehr schlecht

    Wie bereits erwähnt, handelt der Film von einem gesellschaftskritischen Thema. Das allein sollte nicht abschrecken, sich diesen Film anzuschauen. Es gibt auch vereinzelt gute sehr unterhaltsame sozialkritische Filme. Leider trifft das auf "Der ewige Gärtner" nicht zu. Die Story liest sich auf den ersten Blick gut und vielverheissend, ist aber ziemlich langweilig umgesetzt worden. Das bezieht sich leider auch auf die Zeitsprünge. Zeitsprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit usw. können sehr reizvoll sein, retten aber diesen Film nicht. Die Dialoge erinnern an Unterhaltungen zwischen Derrick und Harry. Ein hervorragender Schauspieler wie Ralph Fiennes wird zum Miuntenschreck. Immer wenn er gezeigt wird, wird´s noch langweiliger. Er spielt leider eine Rolle, die geradezu lächerlich für ihn wirkt. Genauso kommt sein Spiel auch rüber. Rachel Weisz ist mal wieder zuckersüß und spielt die forsche Kämpferin für die ausgebeuteten "freiwilligen" Opfer. Die Rolle passt für sie, nur ist alles handeln von ihr so sehr vorhersehbar wie in der Lindenstraße. Die Kameraführung ist mal wieder zumindest zeitweise "modern" gehalten. Ich will damit sagen, das Bild wackelt. Wer Wackelbilder mag, bitte. Es ist ja seit Teil 3 der Bourne-Filme sehr hip. Alles in allem ist der Film von Anfang an todlangweilig und das leider auch bis zum Schluss. Schade.

    Hinzugefügt am 09.02.2009 um 14:19 Uhr
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    8martin
    8martin

    1 follower | Seine 171 Kritiken ansehen |

      4 - Sehr gut

    Es ist einer jener Filme, die man mehrmals anschauen muss, weil man das Gefühl hat, noch nicht alles mitbekommen zu haben oder wie hier auch die Erzählweise nicht ganz einfach nachzuvollziehen ist. Ein spannender Polit-Thriller, in den eine ungewöhnliche Love-Story eingebunden ist und außerdem noch von einem brisanten Thema handelt, dass uns alle angeht. Die Aktivistin Tessa ist den Mauscheleien eines großen Pharmakonzerns auf der Spur, an deren Aufklärung auch die Regierung ihrer Majestät kein Interesse hat. Sie ist mit einem britischen Diplomaten verheiratet, der von den Recherchen seiner Frau nichts ahnt und erst durch ihren mysteriösen Tod stutzig wird und eigenen Nachforschungen anstellt. Obwohl es kein echtes Happyend gibt, hat man am Ende doch das Gefühl, die Bösen in der Welt erkannt zu haben, die skrupellos und geldgierig nur auf ihren eigenen Vorteil aussind und dabei über Leichen gehen. Mit diesem Wissen kann man sich irgendwie in die Front ihrer Gegner einreihen, weil einem gerade das alles vorgeführt wurde, was man ja eigentlich schon immer gewusst hat. Der Regisseur hat die Romanvorlage von John LeCarré sehr dicht am Original in beeindruckende Bilder recht spannend umgesetzt.

    Hinzugefügt am 12.10.2008 um 15:51 Uhr
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      0.5 - Null

    Trotz aller weitläufig positiven Kritiken und auch mit etwas Abstand muss ich feststellen, dass mir der Film leider gar nicht gefallen hat. Meiner Meinung nach ist es dem Regisseur nicht gelungen der an sich interessanten Thematik auch nur ein wenig Spannung einzuhauchen. Allein die Neugier auf des Rätsels Lösung hat mich dazu gebracht, bis zum Ende durchzuhalten. Die zeitversetzte Darstellung ist anstrengend und erfordert ein etwas zu hohes Maß an Konzentration. Zudem empfand ich den Schnitt und die Kamera auf meiner Leinwand so unerträglich, dass ich mir die zweite Hälfte des Films auf dem Fernseher ansehen musste. Die ruckeligen Bilder, die schnellen Schnitte und die zeitversetzten Handlungsstränge mögen für viele einen kunstvollen und oscarreifen Einsatz bestimmter Stilelemente sein, mich hat es jedoch eher an einen unerträglichen MTV-Musicclip in Spielfilmlänge erinnert. Nicht alles was außergewöhnlich ist, muss für außergewöhnlich gut gehalten werden... Abgerundet wurde mein schlechter Gesamteindruck durch eine etwas dröge Hauptfigur, mit der ich mich als Zuschauer kaum identifizieren konnte.

    Hinzugefügt am 24.01.2007 um 08:31 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    der film war stark, filme sind dann stark wenn ich heulen muß! morgen werde ich mal nachsehen ob das ein film aus hollyschutt war ( bestimmt ?!) und trotzdem war das ein film, der einem zeigt wo die eigentlichen gefechte dieser welt ausgetragen werden und wie erbärmlich es ist darüber nachzudenken, ob man sich .... leisten kann. wir sind viel zu verwöhnt, darüber nachzudenken, was es bedeutet, in europa zu leben

    Hinzugefügt am 19.09.2006 um 01:26 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Zweifelsohne einer der besten (wenn nicht der beste!) Filme des Jahres 2006. Die aussagekräftige und atemberaubende Fotografie untermalt Le Carré's Geschichte perfekt, eine Adaption par excellence. Als Thriller "getarnt" (das erwartet man wohl bei einer Carré-Adaption), überzeugt der Film vor allem durch seinen dramaturgischen Tiefgang. Die intensiv erzählte und fabelhaft gespielte Liebesgeschichte stellt das Herzstück des Films dar, nichtsdestotrotz ist der Film auch als Thriller ein Volltreffer - zeitweise kommt mehr Spannung auf, und man wird tiefer in die Story hineingesogen, als in den jüngsten James Bond Filmen. Das soziopolitische Element ist geschickt eingearbeitet, steht dem Film aber zum keinem Zeitpunkt im Wege. Anerkennung verdient auch der Soundtrack - die afrikanischen Klänge harmonieren super mit dem klassischen Thriller-/Dramascore. Fazit: Anspruchsvoller Thriller, bewegendes Drama und auf höchstem Niveau dokumentarisch gefilmte Gesellschaftskritik - alles verpackt in einem makellos perfekten Film. Wegen dem nichtlinearen Plot, die höchste Aufmerksamkeit erfordert, und der ernsten Thematik eher unverdaulich fürs Fast-Food-Kinopublikum. Für alle anderen: Pflichtprogramm!

    Hinzugefügt am 30.08.2006 um 13:23 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Mal abgesehen dass nie wirklich Spannung aufkommt ist der Film an sich nicht schlecht gemacht. Allerdings gibt es einiges das mich doch sehr stört. Zwei aus der britischen High Society ziehen aus nach Afrika um dort jeden einzelnen zu retten (irgendwo muss man ja schließlich anfangen), den man hat ja sonst keine Sorgen im Leben. Der Bogen mit Arbeitsplätzen in GB und Diplomaten in Kenia funktioniert auch nicht so recht, oder ist etwa die Kolonialzeit noch gar nicht vorbei? Was aber dem ganzen noch die Krone der Unlogik aufsetzt ist, was sollte es bringen die Erprobungsphase eines Medikaments hinzutricksen würde es doch auch in der späteren Verwendung Probleme geben. Tolle Wurst!

    Hinzugefügt am 19.08.2006 um 23:40 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    ..ist er schon der Ewige Gärtner schon allein wegen des herrlich fotografierten und einfühlsam dargestellten Afrikaportraits. Dennoch blieb auch bei mir der Eindruck haften, dass man sich nicht so richtig entscheiden konnte zwischen tragischer Liebesgeschichte und Politthriller. Etwas mehr Eindeutigkeit hätte dem Film sicher gutgetan.

    Hinzugefügt am 09.08.2006 um 01:51 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von John LeCarre, erzählt der preisgekrönte Regisseur Fernando Meirelles die Geschichte des englischen Diplomaten Justin Quayle, der in Nairobi skrupellose Machenschaften eines Pharmakonzerns aufdeckt. Zunächst ein introvertierter Mann mit konservativem Anschein, wandelt Justin sich zu einem tragischen Helden, hin und hergerissen zwischen Todessehnsucht und dem aussichtslosen Kampf um eine bessere Welt. Angetrieben von dem unerschütterlichen Glauben seiner ermordeten, großen Liebe Tessa. Kein anderer Film, dessen Handlung in Afrika angesiedelt ist, vollbrachte je das Kunststück, welches dem " Constant Gardener " eindrucksreich gelingt. Nämlich den Status Quo des Landes treffend zu erfassen. In den faszinierenden Bildern, welche die gefühlsgeladene Geschichte begleiten, spiegelt sich nicht nur die Schönheit Nairobis wieder, sondern auch die Schattenseiten. Das Sterben, die Slums, das Leid und das Unglück. Die Visualisierung mutet dabei fast schon dokumentarisch an, und all das erweist sich als ein absolut genialer Schachzug. Denn erst inmitten dessen kann sich die fiktive Thrillerhandlung hundertprozentig glaubwürdig und überzeugend entfalten - und darüber hinaus als Möglichkeit dienen, mutige politische Kritik zu vermitteln. Eine weitere Ebene stellt die Liebesgeschichte zwischen Tessa und Justin dar. Voller unverfälschter Emotionen, entwickeln beide Figuren erst durch ihre intensive Beziehung überaus komplexe und handlungsweisende Züge. Und das sogar über den Tod hinaus, was den Film um berührende, bedrückende Melodramatik bereichert. Ralph Fiennes bekommt damit nach mehreren zweitklassigen Rollen wieder die Chance, sich als talentierter Darsteller zu etablieren. Und diese nutzt er auch. Seine feine englische Zurückhaltung ist der Rolle überaus dienlich, und die Wandlung seiner Figur im Laufe der Story zum traurigen Kämpfer beschreitet er sowohl flüssig wie auch nachvollziehbar. Dennoch bleibt Rachel Wesz der eigentliche Star des Films. Mut, Melancholie, Enthusiasmus, Lebensfreude, Verzweiflung, Manipulation, Stärke und Zerbrechlichkeit, alles was die wunderbar vielschichtige Tessa ausmacht, vereint sie zu einem ausdrucksstarken Schauspiel. Jedes Gefühl, das sie zeigt, ist mit Händen zu fassen. So war nicht nur der Golden Globe, sondern auch der Oscar als beste Nebendarstellerin die logische Konsequenz. " Der ewige Gärtner " ist somit mitreissendes, anspruchsvolles, kritisches Kino auf höchstem Niveau. Ein wichtiger und ambitionierter Film um Liebe und Courage, welcher den Zuschauer aufrütteln möchte. Dazu bedient sich der Regisseur einer vielseitigen und atmosphärisch dichten musikalischen Untermalung, komplizierter Schnitte, konsequenter Farb- und Lichtdramaturgie, eines doppelbödigen, verschachtelten Drehbuches, innovativer Kameratechnik und subtiler Metaphorik in der Bildsprache. Dabei ist nie etwas plakativ, sondern immer eine sinnvolle Symbiose, die zur Verdichtung der unterschiedlichen Ebenen dient.

    Hinzugefügt am 02.08.2006 um 11:29 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Nachdem ich die Kritiken vorher auf der Seite gelesen habe, habe ich vom Film nicht mehr so viel erwartet, wurde aber auch nicht enttaeuscht. Mir ist die Struktur des Films zu einfach gewesen, die Guten waren immer gut, die Boesen immer boese (erinnert an amerikanische Filme)und die Geschichte blieb maessig tiefgruendig und wenig spannend. Der Hauptdarsteller hatte meiner Meinung nach zu wenig eigene Persoenlichkeit, es geht einzig um seine Frau, die einen unendlich guten Menschen darstellt. Gut gespielt allerdings haben die beiden Hauptdarsteller! Alles in allem ein durchschnittlicher Film, der aber zu sehr an der Oberflaeche bleibt.

    Hinzugefügt am 23.03.2006 um 11:30 Uhr
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