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Seine 1 Kritik ansehen
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3 - Nicht schlecht
Ganz so hart und desaströs wie die meisten hier sehe ich das Ganze nicht.
Der Film kann vieleicht nicht mit dem Prequel mithalten, das liegt aber wenn, dann alleine schon daran, daß sich der Anspruch der Leute seit den 90ern enorm verändert hat.
Auch wenn ich dafür jetzt von subjektiv Verblendeten Schläge kassieren sollte: So ein Film wie der erste Teil würde heutzutage auch noch kaum jemanden begeistert aufjubeln lassen. Dafür ist einfach zu viel in den letzten 10 Jahren auf und abseits der Kinoleinwand passiert.
Zur Äußerung Sharon Stone würde in Teil 2 ihre eigene Karikatur spielen kann ich nur sagen, daß sie im ersten Teil aus heutiger Sicht ebenfalls extrem gestellzt daherkommt. Der Männerverschlingende Vamp ist eben eine Modeerscheinung aus den 90ern, hat damals den Nerv der Zeit getroffen, zieht aber heute nicht mehr.
Und so wirkt der gesammte Film wie aus einer anderen Zeit. Den Vorwurf die Verantwortlichen hätten einfach versucht bewährtes wieder neu aufzuwärmen müssen sie sich wohl oder über gefallen lassen.
Dennoch bin ich der Meinung was einmal als herrausragend gekürt wurde, kann zu einer anderen Zeit nicht katastrophal sein. Und Fakt ist, daß der Film nicht viel anders ist als sein Vorgänger.
Gut, daß der Zahn der Zeit offensichtlich nicht nur an den Vorstellungen der Zuschauer, sondern auch am Aussehen von Sharon Stone genagt hat, kann man nicht übersehen. Das tut ihrer Präsenz auf der Leinwand allerdings keinen Abbruch.
Die kühl kalkulierende und Intrigen spinnende KrimiAutorin ist ihr nunmal auf den Leib geschrieben, das machen ein paar Jahre mehr auf dem Buckel nicht so einfach zunichte. Und so kann sie auch hier wieder voll überzeugen - wenn man sich durch ihr verändertes Äußeres nicht ablenken lässt.
Was die Hauptrolle angeht, für mich ist sie die Hauptrolle. Basic Instinct ist wie ein Tornado, dessen Auge Sharon Stone ist. Egal wer oder was am Rande aufgewirbelt wird, sich aneinander reibt oder kollidiert, sie als Zentrum und Catherine Tramell bleibt immer kontrolliert und ruhig. Das war in Teil 1 so und ist auch in Teil 2 so.
Von daher ist es gar nicht von Interesse ob die angebliche Hauptperson gegen das Spiel von Stone nicht ankommt, da eh jeder weiß, daß er von ihr nach und nach "aufgefressen" wird. Von daher wäre es eher hinderlich, wenn man ihr einen zu starken Partner an die Seite gestellt hätte, wäre dadurch doch ihre Glaubwürdigkeit als Alles Kontrollierendes Supergenie in Frage gestellt.
Da Stone in ihrem Spiel im Vergleich zu 1992 etwas den Thrillfaktor verloren hat, musste also ein ebenfalls schwächerer Counterpart gefunden werden. Ob da nun David Morrissey der Richtige ist, gehört wohl eher an die Pinnwand der Geschmacksachen geheftet.
Alles in Allem vermag der Fim durchaus 90 Minuten für Spannung zu Sorgen, auch wenn jeder von Anfang an weiß wie es endet. Die vielen kleinen Verästelungen die während der Zeit ihren Weg bahnen sorgen für ausreichend Stoff um die FAntasie anzuregen, wenn man sich nur darauf einlässt. Und darum geht es schließlich, grade bei einem Sequel mit solch schwerem Stand.
Die Frage ist: Kannst du Teil 1 vergessen und Basic Instinct 2 objektiv betrachten oder nicht.
Ich für meinen Teil habe es zumindest versucht, und sehe keinen Grund nur 3 von 10 Punkten zu vergeben, daher 3 von 5!
Hinzugefügt am 02.06.2006 um 05:58 Uhr
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