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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > München > Userkritiken
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1 - 10 von 48 Treffern
Kritik: ich kann mich noch genau an "münchen" erinnern und welches rauschen im blätterwald begann als spielbergs film sich anschickte in die kinos zu kommen. noch bevor der film überhaupt veröffentlich wurde gab es befürworter und gegner, vorhaltungen und gleichsetzungen und eine riesige politische diskussion die sich immer weiter vom eigentlichen film entkoppelte. das zeigt einmal mehr die komplexität des nahost - konflikts, der gerade dadurch so verflucht diffizil ist, wei beide seiten israelis und palästinenser gute gründe für ihr handeln vorbringen können. und so ist es eine der größten leistungen in spielbergs karriere, dass er nicht wie bei dem grauenvollen "baader meinhof komplex", die taten der terroristen einfach verurteilt, sondern sich für ihre motivation interessiert und beide seiten in einen metaphorischen dialog treten lässt. das drama dieses konflikts betrachtet spielberg als ein drama der menschheit überhaupt. und genau das ist das geniale an spielbergs film: seine kindliche naivität, "warum können wir nicht einfach friedlich miteinander leben?" verleiht dem film genau die position und neutrale perspektive die sich jenseits von hass und schuldzuweisungen bewegt und die zutiefst humanistisch ist und in jedem zustimmung entfacht. auch inszenatorisch ist "münchen" phantastisch: spielberg wechselt virtuos zwischen unerträglicher brutalität und an dem an den french noir genre angelehnten agententhriller. die dialoge sind nachdenklich, kritisch und sehr pointiert. besonders die wenigen actionsequenzen sind sehr logisch und räumlich aufgebaut und vermitteln großes unbehagen man könnte auch sagen; sie sind einfach ein musterbeispiel filmischer intelligenz. ich erinnere mich an eine szene in der ein mann liqudiert werden sollte und stattdessen ein kleines mädchen die szenerie betrat. wie spielberg hier mit dem zuschauer spielt ist nahezu grausam. aber auch, wie er das unschuldige kind durch einen ihm vertrauten ort wandeln lässt kurz bevor sich dessen leben für immer verändert. sehr gut gelingt es spielberg auch archivmaterial und originalaufnahmen in seinen film zu integrieren. "münchen" ist spielbergs schwierigster film. doch es gelingt ihm nicht position zu beziehen und beide seiten anzuhören. "münchen" bleibt im gedächtnis haften und verändert die sicht des zuschauers. angesichts eines konflikts solcher tragweite und der seit fast einem halben jahrhundert dermaßen erbittert geführt wird ist es schon eine beachtenswerte leistung sich von all dem balast frei zu machen.
Kritik: Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an den Film. Diese konnten leider nicht erfüllt werden, da mich der Film einfach überhaupt nicht richtig gepackt hat. Die Besetzung war zwar super, aber Spannung oder Dramatik hat der Film fast gar nicht geboten. Hier und da gab es zwar mal eine interessante Stelle, aber sonst hat mich der Film in seinen 164 Minuten fast nur gelangweilt. Für mich leider nur Mittelmaß, aber seht selbst... 5/10
Mitglied seit 572 Tagen | 19 Userkritiken
Kritik: Steven Spielbergs "München" besticht vordergründig durch eine intelligente Handlung, die den Zuseher zum Denken anregt. Die Geschichte des Israeli Avner, der auserwählt wird das Attentat von München 1972 zu rächen, verlangt von allen Beteilgten alles ab. Sowohl dem Regisseur Spielberg, dem es gelingt, die entscheidende Botschaft am Ende des Films noch einmal kräftigst zu unterstreichen, indem er den Wandel des Hauptprotagonisten Avner zu der Geisel seines Gewissens und seiner Furcht mit dem eigentlichen Attentat von München gegenüberstellt, wie auch den Hauptdarstellern selbst, allen voran Eric Bana, der Avner gekonnt und höchst überzeugend verkörpert, bis zu dem Publikum, das verstehen muss, dass Gewalt niemals mit Gegengewalt vergolten werden kann. Wenn man so tut, wird jeder innerlich zu einem eigenen Avner. Brilliant!
Mitglied seit 1.040 Tagen | 12 Userkritiken
Kritik: Steven Spielberg hat schon durch viele Filme sein Können als Regisseur unter Beweis gestellt, neben der Tatsache, dass er diesen Film gedreht hat, hat mich das Interesse am Thema dazu bewegt ihn anzuschauen. Zuerst das Positive, welches zum Glück den ganzen Film über dominiert. Spielberg und seinen Assistenten gelingt es eine beeindruckende Atmosphäre aufzubauen, wie immer die "Mittendrin"-Kameraführung, gute Schauspieler, intelligenter Spannungsbogen und diese Momente, in denen einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Warum also nicht 10 Punkte? Es sind nicht die kleinen Logikfehler (Protagonist denkt an Attentat zurück, welches er selbst nicht erlebt hat) die mich gestört haben. Ich hatte teilweise das Gefühl zu wenig wissenswertes über den geschichtlichen Hintergrund zu erfahren und wie die Presse darauf reagierte, wie es der Bevölkerung nahegebracht wird und wie die Reaktionen aussahen. Außerdem muss ich hinzufügen, dass der Film teilweise zu langatmig war, die Dialoge waren an manchen Stellen zu flach und einfach, als dass sie wirklich wichtig und ausschlaggebend für den Handlungsverlauf waren. Dieser Film ist eben genau das, was Spielberg wie kein anderer beherrscht: Großes Unterhaltungskino!
Mitglied seit 1.773 Tagen | 403 Userkritiken
Kritik: "München" ist ein insgesamt gelungenes Terror-Drama geworden, das jedoch aber auch die ein oder andere kleinere Schwäche besitzt. Regisseur Spielberg fixiert sich bei der Story hauptsächlich auf die Geschehnisse nach dem Anschlag und geht nur ganz kurz auf den Anschlag selbst ein. Dennoch entwickelt er einen überaus spannenden Rache-Thriller, der allerdings in manchen Szenen wie beispielsweise in der Vorbereitung und Ausübung der einzelnen Anschläge etwas zu monoton wirkt. Die Atmosphäre der 70er-Jahre wurde dagegen hervorragend getroffen und schafft es tatsächlich, den Zuschauer um knapp 30 Jahre in der Zeit zurückzuversetzen, einfach klasse! Auch die Leistungen der einzelnen Darsteller sind sehr gut, wobei natürlich vor allem Eric Bana als Hauptfigur sein Können unter Beweis stellen kann. Hier liegt allerdings auch das nächste kleine Manko, der Film konzentriert sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr auf die Hauptperson und vernachlässigt dabei teilweise etwas die anderen Protagonisten. Auch die Länge des Films ist mit über 2,5 Stunden Laufzeit etwas zu lang ausgefallen - hier wäre vielleicht weniger etwas mehr gewesen. Aber alles in allem ist "München" ein wirklich guter Film geworden, der die Ereignisse nach dem Münchner Anschlag sehr gut auf die Leinwand bringt. Seine großartige Atmosphäre und tolle Darstellerleistungen lassen über die vorhandenen kleineren Schwächen problemlos hinweg schauen. Für einen spannenden und unterhaltsamen Filmabend ist "München" also ohne weiteres zu empfehlen!
Kritik: Spielberg ist schon ein Name aber leider auch eine Gratwanderung. In Sachen Optik wird meistens überzeugende Arbeit geboten, in Sachen Inhalt und Absicht jedoch weniger gute. Was bei anderen Filmen gerne bemängelt wird, erntet hier Lob dabei ist es geradezu grotesk dass hier israelische Killer mit einem Herz für Kinder gezeigt werden. Mit offenen und bekannten Fakten (ist ja kein Historienfilm) nimmt es Spielberg nicht so genau. Was auch interessant ist, ist die Tatsache das die Araber keine Gewissensbisse haben, aber die Israelis haben zwischen den verschiedenen Morden Skrupel. Die unnötige Sexszene spricht auch Bände dafür das nicht gerade Qualität über die Pupillen flatterte. Was positiv gewesen ist, waren die Vorbereitungen auf die Attentate, die mit der nötigen Angespanntheit von statten gingen sowie extreme Szenen wie die Geiselnahme am Anfang. Sicherlich dürfte auch die Geschichte selbst ein Faktor sein der den Film interessant erscheinen lässt. Die Ausarbeitung der Figuren fand ich misslungen aber die Schauspielerei von allen Beteiligten gut.
Kritik: ich bin mit einigen vorbehalten in diesen film gegangen, da ich befürchtete, er würde sehr einseitig in israelischer richtung ausgelegt sein. außerdem war mir noch ein spielberg-werk wie der schnarchfilm terminal negativ in erinnerung. doch ich wurde positiv überrascht: sofern man sich für die materie interessiert, bekommt man einen sehr spannenden und anspruchsvollen thriller geboten, der sich bemüht, die gewaltspirale (gewalt/ gegengewalt) als solche in frage zu stellen, ohne partei zu ergreifen. schließlich kommt auch der israelische geheimdienst mossad alles andere als positiv davon. spielbergs jüdische wurzeln werden sichtbar, da er sich auf die israelische seite konzentriert - nicht aber glorifizierend, sondern vieleher kritisierend. fazit: einer der besten filme der letzen jahre! respekt! PS: wenn man sich solche reaktionären kommentare wie jenen von gizeh da unten durchliest, kann man nur den kopf schütteln. es geht diesem typen gar nicht um irgendwelchen film, sondern nur darum, hass zu schüren. ein film soll als solcher interpretiert werden, nicht dazu benutzt werden, seine hirnlosen aggressionen loszuwerden.
Kritik: münchen ist ein äußerst kontroverser film, doch genau das wollte spielberg schließlich. ihm ist gelungen, eine geschichte fesselnd und optisch herausragend zu erzählen. ich erkenne in dem film weder besondere pro-israel-propaganda, oder gar ein subtile drohung gegen die arabische welt.. der film erzählt von der menschlichen tragödie und einer höchst fragwürdigen racheaktion. stellenweise verkommen details aber zum selbstzweck, beispielsweise in der telefonbombenszene (kenner werden wissen was ich meine, will niemandden spoilern) aber das tut dem film nicht wirklich viel abbruch. k fazit zum film: 8/10 hochspannung mit realem hintergrund, nicht unbedingt ein wichtiger, aber ein sehenswerter film! zu herrn gizeh: ohne für eine seite partei ergreifen zu wollen, aber ist es nicht dumm und kindergarten-niveau zu sagen: 'die haben angefangen, deshalb ist es legitim die gewaltspirale munter weiter zu drehen? der sache dienlich sind solche aktionen (beiderseits) nicht gewesen. aber wenn man sich diesen film so vorurteilbehaftet ansieht, und dann so eine kritik (die keine ist, sondern einfach nur heiße luft ohne inhalt) abgibt, ist das lächerlich und peinlich.
Kritik: also der film is eigentlich nicht so schlecht, aber ich bin der meinung, dass er ein bissl zu gut bewertet worden is. der film selbst, also von der idee her und wie sie ihn gemacht haben, is ziemlich gut, er is aber leider ein bissl langweilig. es sind einige (unnötige) langweilige monotone dialoge drinnen. das war der grund, dass ich beim ersten mal schauen eingeschlafen bin. beim zweiten mal hab ich es durchgehalten ;) also von mir gibt es 7/10 --> film gut, aber bissl langweilig
Kritik: Vielleicht sollten wir uns darüber mal Gedanken machen - und wie ungleich Israel und Araber in Hollywood davon kommen. Ersteres darf gerne Symphathien ernten - letztere haben keine Lobby. Ich verstehe Spielbergs jüdischen Patriotismus - will ihn aber, angesichts der Tatsache das Israel eine unrechtmäßige Besatzungsmacht ist und bleibt, gerne nicht mehr im Kino sehen. Die Gewaltspirale ist für mich eine Pseudo-Aussage: Wir wollen doch nicht vergessen, dass immer noch an Israel das allererste Blut klebt, seitdem dieser Staat mit Gewalt innerhalb eines fremden Landes errichtet wurde. Ich selbst verstehe den Film fast als eine subtile Drohung. Denn: Die Kernaussage des Filmes - statt hier seltsam darüber zu philosophieren - läßt Spielberg doch in meinen Augen einen der Protagonisten in seinem Film schon wortwörtlich selbst vortragen: "Juden verarscht man nicht!" Warum sehen wir nicht einmal einen Film aus gänzlich arabischer Perspektive? Über ein SOLCH heikles Thema macht man einfach keinen Film, der nur eine Seite der Geschichte und die Motivationen einer von beiden Seiten wiederspiegelt!
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