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Nach dem Review zu "Haus der 1000 Leichen" nun zu "The Devil's Rejects". Wenn ich eine Top 10 meiner Lieblingsfilme erstellen würde, würde dieser auf jeden Fall dazu gehören. Es ist einfach genial, wie Rob Zombie die Filmart hier wechselt. Gleich am Anfang wird klar: Man hat es hier nicht mehr mit dem ersten Teil zu tun. Dieser spielte fast ausschließlich im Dunkeln, es wurde viel Wert auf Masken und surreale Effekte gelegt. Hier ist es ganz anders: Das ganze Geschehen spielt fast nur bei Tag. Statt mit einem Horrorfilm, hat man es hier eher mit einem Roadmovie der härtesten Gangart zu tun. Mängel gibt es bei diesem Film für mich kaum. Ich möchte nun nach für nach auf die Kriterien näher eingehen, die für mich ausschlaggebend sind für diesen Film: Atmosphäre, Inszenierung, Darsteller, Score und last but not least Splatter. Wieder schafft Zombie es eine geniale Atmosphäre entstehen zu lassen. Diesmal ist es keine düstere, surreale Atmosphäre, sondern eine richtig gelungene, fiese, dreckige Südstaaten-Atmosphäre. Einfach super! Auf solch Experimente, die er im ersten Teil anwendete (z.B. Negativperspektiven und so weiter) verzichtet er hier auch, viel mehr hat er es auf eine gradlinige Inszenierung angesehen und diese funktioniert auf grandios. Zu den Darstellern: Diese spielen echt wieder Klasse. Sid Haig ist mehr präsent und nicht nur mehr als Clown zu sehen. Wieder spielt er einfach toll und hat auch erneut ein paar Lacher auf seiner Seite. Bill Moseley bekommt auch eine viel wichtigere Rolle. Mit seinem Bart und seinem fast schon "Dackel-artigem" Blick kommt er richtig gut rüber und diente für mich sogar als Sympathiefigur. Sheri Moon Zombie hat hier nicht mehr so die Rolle des Psychos wie im ersten Teil, spielt aber ebenfalls toll. Ebenfalls haben mir William Forsythe als der Rächer und Ken Foree, den so manch Genrefan vielleicht noch aus "Dawn of the Dead" kennt, gefallen. Mother Firefly wird zwar leider nicht mehr von Karen Black verkörpert, hat aber in Leslie Easterbrook eine würdige Nachfolgerin gefunden. Der Score, den Rob Zombie diesmal nicht selbst gemacht hat, ist wieder famos. Diese Country- und Rocksongs passen einfach genial ins Geschehen. Die Szenen zu denen Terry Reid mit "To be treated" oder Lynyrd Skynyrd mit "Free Bird" laufen, haben sich mir einfach ins Gedächtnis gebrannt und dort gehen sie auch nicht wieder weg. Hier beweist Zombie erneut was für ein Gespür er dafür hat, wenn es um Filmsequenzen und Musik geht. Man kann "The Devil's Rejects" zwar nicht als reinen Splatterfilm ansehen, aber dennoch geht es noch brutaler und blutiger als im ersten Teil zu Gange. Hier haben zarte Gemüter echt nichts verloren. Was ich zum Schluss noch loswerden möchte: Vielleicht bin ich ja krank im Kopf oder vielleicht liegt es an Zuschauermanipulation, vielleicht geht es aber auch noch anderen so wie mir. Ich finde die Bösewichte hier einfach nur total sympathisch, egal wie grausam, abartig und abscheulich sie doch eigentlich sind, sie werden von den charismatischen Darstellern so toll verkörpert, werden als verletzlich und familiär dargestellt und haben mich einfach auf ihre Seite gezogen. Gerade das macht den Reiz des Films für mich aus. Fazit: Es wurde alles gesagt was gesagt werden musste. Geile Atmosphäre, geile Inszenierung, geiler Score, super geile Darsteller, viel Brutalität, was will man mehr? Intelligente Geschichte, Spannung? Nö, braucht hier keiner. Ein absolut sehr guter Film!
Hinzugefügt am 03.08.2010 um 14:56 Uhr Verstoß melden
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