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Home > Kino > Film-Archiv > Thriller > Lady Vengeance > Userkritiken
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1 - 10 von 30 Treffern
Mitglied seit 840 Tagen | 99 Userkritiken
Kritik: Ein wahrer cineastischer Hochgenuss in erlesenen Bildern, welche, unterlegt mit grandioser (teilweise klassischer) Musik, eine Geschichte voll Leid und Gewalt erzählen. Park Chan-Wooks Abschluss seiner Rachetrilogie erreicht zwar nicht die Wucht und die Überraschungseffekte von "Oldboy", bietet dennoch viel psychologischen Tiefgang, eine Menge an seelischer Gewalt und ganz ganz viel Poesie, selbst in den blutigen Sequenzen. Trotz der meist doch recht subtilen Gewaltdarstelllung trifft der Film mitten in den Zuschauermagen, verstört, rüttelt auf, fasziniert. Wer einen zweiten "Oldboy" erwartet, wird sicherlich eher enttäuscht, setzt der Film doch mehr auf eine ruhigere Erzählweise. Dennoch ist der Film in meinen Augen beinahe perfekt, vielschichtig und anspruchsvoll und von einer so nur selten erlebten audiovisuellen Brillianz, ein würdiger Abschluss der Rachetrilogie, wenn auch etwas schwächer als der zweite Teil, so dennoch ein modernes Meisterwerk: Dieses schockierende Gewaltdrama ist eine klare Empfehlung für alle anspruchsvollen Filmfans und die, die es werden wollen.
Mitglied seit 855 Tagen | 41 Userkritiken
Kritik: bei diesem film hat es mich doch sehr gejuckt, mich nach einem jahr mitlesen endlich mal hier anzumelden. oldboy konnte ich einiges abgewinnen. die bilder haben mir sehr gefallen und ich wurde immer neugieriger nach einer art auflösung, die es dann ja auch gab - aber was für eine! aber mit lady vengeance ist das nun ganz anders. die bilder sind größtenteils recht beeindruckend, bloß versickern im selbstzweck und machen die irrfahrt durch diese perverse geschichte insgesamt auch nicht angenehmer. ab einem gewissen punkt konnte man den rest der geschichte im prinzip vorausahnen, und vorher bestand der film nur in einer konfusen, anscheinend willkürlichen und teilweise für den weiteren verlauf viel zu schnellen aneinanderreihung von szenen. es gibt viele filme mit einer unchronologischen vorgehensweise, wo dies eine interessante perspektive eröffnet, aber hier ist das nicht der fall. die allermeisten charaktere waren absolut abstoßend, unerträglich und trotz ihrer achso verrückten geschichten uninteressant. ganz zu schweigen von den widerlichen szenen, die wir hier zu sehen bekommen. um nur drei beispiele zu nennen: der wohl emotionsloseste geschlechtsverkehr, der jemals auf einem küchentisch ausgetragen wurde; die selbstmorddrohung eines kindes vor seinen eltern; und das füllen eines eimers voll mit blut. das soll nun dazu dienen, dass man über eine rechtfertigung von rache differenziert reflektiert? ich denke doch, dass jeder mensch, der sich wie einer fühlt, das nicht von einem solchen film abhängig macht und schon vorher geklärt hat? noch ein paar worte zur filmstarts-kritik: es hat den anschein, dass egal was in diesem film passiert oder an mitteln benutzt wird, als die beste und modernste filmkunst schlechthin definiert wird. wo bleibt da der zuschauer? so kommen dann eben 10 punkte zustande, die nicht wirklich mit dem allgemeinen meinungsbild hier übereinstimmen. nun, ich gebe dem film aufgrund des virtuosen einsatzes der formalen elemente und der schon mehrfach genannten entwickelten themen (siehe z.B. jebens, 09.09.07) noch 5 punkte. überhaupt habe ich das gefühl, dass heutzutage der künstlerische oder zumindest ästhetische aspekt in kinofilmen immer eine größere rolle spielt und dadurch ein immer größer werdenes storyloch wettgemacht werden soll: paradebeispiel sin city. hoffentlich wird das loch nicht noch größer.
Mitglied seit 1.166 Tagen | 723 Userkritiken
Ihre Kritik: Ein Film der mich sehr überrascht hat. Habe mir den Film nur durch zufall angesehen und wurde nachher sehr überzeugt. Ein sehr spannendes und gutes Drama, bei dem man richtig mitfühlt. Krasses und erschreckendes Ende. Kann nur jedem Raten sich den Film einmal anzusehen. 7/10
Kritik: Poetische Bilder die man so selten gesehen hat. Ich als Koreaner möchte ein altes Sprichwort zitieren: "귀하의 어머니는 절도에 KIK"
Kritik: Als ich mir den Film bestellt hatte, war die Erwartung zugegebenermaßen sehr hoch, was natürlich auf die beiden genialen Vorgänger von Parks "Sympathy for Mr. Vengeance" und "Oldboy" zurückzuführen ist. Als dann der Abspann von Lady Vengeance über den Bildschirm flimmerte, war ich doch recht enttäuscht. Es mag am Mangel von Action und Unterhaltung gelegen haben, doch das hatte mich bei Sympathy for Mr.Vengeance nicht gestört. Lady Vengeance ist zu langatmig. Die Laufbahn der herzensguten Lee Geum-ja wird umständlich dargelegt und streckt sich ewig. Die Rückblenden wirken teilweise stark eingesetzt und machen es dem Zuschauer schwer, der Anfangs ohnehin recht verstrickten Handlung zu folgen.Der Film wäre ohne Probleme um 40 Minuten gekürzt deutlich besser anzuschauen gewesen. Bewährt gut sind hingegen Bildtechnik und Kamera. Man kann ohne weiteres sagen, dass Lady Vengeance der Bildgewaltigste aller drei Teile ist, was vielleicht auch daran liegen kann, dass die Protargonistin nie wirklich in ein Schema zu packen ist. Der Zuschauer findet es schwierig, sie in eine bestimmte Kategorie zu stecken, eindeutige Merkmale für den eiskalten Racheengel fehlen ebenso wie für die Herzensgute Lee Geum-ja. Da dem Film im Gegensatz zu z.B. Oldboy Actionszenen und witzige Dialoge fehlen, wird versucht an anderen Stellen den Zuschauer zu fesseln. Z.b. wie bereits erwähnt an der Schönheit der Bilder, die oft symbolisch mit der Story im Einklang schwingen. Bei mir hat diese Technik nicht angeschlagen, vielleicht bin ich auch einfach nicht zugänglich für eine Solche Art von Film. Ich fand es jedenfalls ziemlich enttäuschend und langweilig. Er gehört nun für mich zur Kategorie :"einmal gesehen und nie wieder angerührt."
Kritik: Der ehemalige Philosophiestudent Chan-Wook Park vollendet mit Lady Vengeance seine Rachetrilogie, deren ersten beiden Teile (Sympathy for Mr. Vengeance & Oldboy) ihn international berühmt machten. Wie schon in den ersten Teilen geht es in Lady Vengeance um die Rache als solche. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern setzt dieser Teil jedoch weniger auf Action und trivialen Unterhaltungswert, als auf tiefsinnigere Reflexion der Thematik. Auch wird die Protagonistin Geum-ja Lee, anders als in den Vorgängern, nicht direkt als Opfer dargestellt. Sie ist schwer einzuordnen, wirkt eiskalt und emotionslos. Man hat kein Mitleid, aber auch keine Antipathien. Zutrauen könnte man ihr alles. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Stattdessen ein Grau. Deshalb erscheint einem der Film zunächst wie eine Art Vakuum, und ist für den Zuschauer schwer zugänglich. Wo dramatische Handlung, witzige Dialoge oder klare Charaktere in anderen Filmen das Interesse wach halten, versucht Chan-Wook Park mit anderen Mitteln zu arbeiten. Dies führt dazu, dass viele mit dem Film nichts anfangen können. Doch wer sich darauf einlässt, vor dem entfaltet sich eine Schönheit und Poesie in Form von ästhetisch komponierten Bildern, und mitreißender klassischer Musik, die kombiniert mit den minimalistischen Dialogen, der kompromisslosen Gewaltdarstellung und der oft morbiden Atmosphäre dem Film eine unverwechselbare theatralische Wirkung verleihen. Inhaltlich ist dabei die Rache Dreh- und Angelpunkt jeglicher Handlung, und somit immer für den Zuschauer präsent. Die Wirkungen und Folgen für die Geschichte und somit vor allem für die Psyche Geum-ja Lees zeigen sich so als erschreckende, und doch gleichsam zu erwartende Kausalität, die die Rache als philosophisches Objekt in Frage stellen. Die Aussage des Films ist dabei, verpackt in einem großartigen Ende, eindeutig: Die Rache verzehrt, macht rastlos und nimmt den Menschen ein. Nach ihr bleibt keine Genugtuung, keine Befreiung; es bleibt nichts. Diese Aussage wird sehr erwachsen behandelt, und geht weiter als die auch präsentierte Frage nach der Selbstjustiz. Am Ende wird sie wird durch den Film dennoch nur in den Raum gestellt, nicht als Imperativ, nicht als Mahnmal, sondern als Tatsache, verpackt in einer wunderbaren Geschichte über dieses menschliche Dilemma.
Kritik: Ein visuell grandioses und poetisches Werk an die mehrdimensionale Rache einer von Schuld, Sühne und Zweifel durchsetzten Seele. Bedrückend, kraftvoll und schockierend wird dem Zuschauer die verschiedenen Facetten einer zerstörten Person und ihr Rachefeldzug gezeigt und lässt am Ende die weiße Unschuld siegen - doch ohne Verluste geht auch dies nicht. Park ist ein kleines Meisterwerk voller reiner und weißer Symbolik mit der Poesie des Leidens gelungen. Ein Muss für jeden, der eine emotionale Fahrt in die Abgründe eines jeden geplagten Menschen wagen möchte - und am Ende mit rasendem Herz zurückgelassen wird. Ob man dann ein gutes oder schlechtes Gefühl hat, ist individuell. Wer hier einen actionreichen, geradlinigen und schwarz-weiß-malerischen Film über Rache erwartet, wird weder bedient, noch befriedigt sein. Am Besten die Finger davon lassen, wenn man sich mit asiatischer Filmkunst nicht auseinandersetzen will. Allen anderen sei dieser Film jedoch wärmstens zu empfehlen. MFG : nothing
Kritik: Es gelang weder Spannung, noch Empathie für einen Charakter aufzubauen. Über die Hälfte der Story, oder besser gesagt, Zeit, die der Streifen verbraucht, hat gar nichts mit der Rache zu tun, sondern zeigt voyeuristisch irgendwelche lächerlichen Tarrantino Fantasien, die doch irgendwie immer nur darauf aus sind, die Blutzirkulation eines Mitwirkenden in einem Eimer enden zu lassen. Ich wollte unbedingt wissen, ob nach der Schächtung noch einer drunter gesetzt werden kann und da bin ich doch noch auf eine nachvollziehbare Äußerung gestoßen: Die Protagonistin erhielt nicht die Genugtuung, die sie wollte. Ging mir genau so. Auf Wiedersehen.
Kritik: ich habe ein wenig überlegt, ob ich zu dem film überhaupt meinen senf abgebe, nach all den streitbaren gastkritiken hier. aber für einen menschen, der unbedarft an den film herangeht(so wie manche es fordern, aber selbst nicht getan haben) helfen die meisten kritiken nicht weiter, entweder ist alles "sch..." oder es wird beispielos über den grünen klee gelobt. dieser film polarisiert hier sehr stark, ist schließlich kein mainstream, aber die mundzumundpropaganda hat wohl zu einer zu hohen erwartungshaltung auch beim mainstreampublikum geführt. ich war nicht komplett begeistert, muß aber sagen, daß es ein "filmisch" gutes werk war, mit einer guten hauptdarstellerin, schönen bildern und ein wenig witz. am besten und als einer der wenigen hat es vulgor im januar beschrieben, man fiebert mit ihr und den schönen bildern mit. überhaupt wahr seine kritik sehr schön, er hat es sachlich zur sprache gebracht und schön definiert. trotzdem keine höchstwertung, nur weil es ein kunstprodukt ist, da gab es einiges was neben tollen bildern und guten schauspielern auch noch eine gute story lieferten (von den neueren filmen hat mich "water" sehr berührt), von daher 7 punkte.
Kritik: Wer soetwas erwartet ist hier total falsch. Lady Vengeance ist eine Tragödie wie sie kaum besser gemacht werden kann. Konnte man Oldboy noch getrost am Wochenende mit seinen Kumpels gucken, ist Lady Vengeance ein Film den man sich am besten alleine anschaut. Und wenn man sich dann noch auf diesen Film einlässt, kann man Kino der Spitzenklasse erwarten. Wie mein Vorredner sagte: Die Musik, die Cinematographie und die Erzählweise sind einfach phantastisch. Und als ob das nicht schon reichen würde, schafft es Park Chan-Wook wie schon bei Oldboy einen wirklich zu berühren, zu fesseln und zu hypnotisieren. (während des Films mussten 10 Zigaretten dran glauben, 8 in der zweiten Stunde) In Zeiten wo im Kino bei Gewaltszenen lauthals gelacht wird und Popkornkino so stumpf, so voll von Special Effects ist, dass es den Zuschauer wirklich als nur als Zuschauer behandelt, schafft Chan-Wook es tätsichlich den Zuschauer zu berühren und zum denken zu bringen. Als kleine Richtlinie: Die Filme die ähnliches bei mir erreicht haben sind: Das Fest (T. Vinterberg), Dogville (L. von Trier) und Oldboy. 10 von 10 von mir, aber für viele Oldboy-Fans wahrscheinlich eine Enttäuschung
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