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Home > Kino > Film-Archiv > Tragikomödie > Alles ist erleuchtet > Userkritiken
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1 - 7 von 7 Treffern
Mitglied seit 1.126 Tagen | 41 Userkritiken
Kritik: .......Langweilig! Die erste Stunde zieht sich wie ein Kaugummi. Der langweiligste Roadmovie den ich je gesehen habe. Witzige Szenen sind Mangelware, das einzige worüber man schmunzeln kann ist der Hund. Keine Spannung, keine Menschen ausser die 3 zu sehen.. man fragt sich nur was soll das Ganze, worauf wollen die hinaus. Die durchweg russische Sprache trägt dazu noch bei.. Dann noch diese amerikanischen Klischees vom primitiven Ukrainer, der Trabi fährt oder noch nie in nem Auto gesessen hat, bzw. noch denkt dass der Krieg noch nicht zu Ende ist. Einfach nur langweilig.. schade um die ZEIT.
Kritik: ich habe das buch gelesen, ein wirklich ungewöhnlicher roman mit mehrern erzählperspektiven, vielen charakteren, erstaunlichen ereignissen und wunderschönen Allegorien (ich erinnere mich nur zu gern an die stelle als unser planet durch geschlechtsverkehr erleuchtet wird und hoffe allegorie ist das richtige wort dafür). Schwer konnte ich mir vorstellen, wie das im film umgesetzt werden konnte. dem entsprechen vorsichtig bin ich an den film herangegangen. die filmstarts-kritk beschreibt die sachlage richtig. der drehbuchautor musste sich entscheiden was reinkommt und was nicht, allerdings scheint mir das falsch entschieden wurde. die unglaubliche kreativität froers, welche das buch zu etwas besonderem gemacht hat, ist im film kaum zu erkennen. es ist nur ein netter roadmovie mit einem dritten reich-hintergrund geworden. wood macht seine sache gut, allerdings dürfte das bei dem charakter seiner rolle kaum schwierig gewesen sein, aber in den wenigen szenen in denen jonathan gefühle zeigt, bringt wood die sache gut rüber. der tatsächliche star ist für mich der darsteller des alex. es macht spaß im zuzuschauen. er ist unglaublich erfrischend. auch sein großvater ist klasse. der film lässt mich etwas traurig zurück, weil dermaßen viel potential verschenkt wurde. ich könnte mir aber gut eine art 2. teil vorstellen in dem die geschichte des dorfes trachimbrod erzählt wird. sehenswert wäre dieser teil des buches auf jedenfall. sehenswerter als dieser gewöhnliche, wenn auch gute roadmovie.
Kritik: Unterm Strich kann ich "Alles ist erleuchtet" durchaus positiv bewerten. Es ist ein Film jenseits üblicher Massenunterhaltungsware aus Hollywood. Dennoch empfinde ich die Kehrtwende der Grundstimmung der Geschichte (anfangs schrullig, amüsant und heiter dann traurig, nachdenklich, und still) als etwas zu krass und nicht wirklich gut gelungen. Ich beziehe mich dabei ausschließlich auf den Film, da ich die Vorlage nicht kenne. Woods Spiel ist ganz in ordnung auch wenn er hier wahrlich keine neuen schauspielerischen Fasseten von sich preisgibt.
Kritik: Gerade weil die Musik so eingesetzt worden ist wie sie eingesetzt wurde! Gerade darum hat ( für mich ) der Film an Dramaturgie, Tiefe, Weite, Gefühl, Absurdität, Dramatik GEWONNEN! Nicht jedes Buch muss gelesen sein um Filme "empfinden" zu können! Auch Filme sollten Interpreationsraum, überhaupt Raum für die Seele des Betrachters, lassen! Wem soll ich danken? Danken, dass es solche Filme gibt! Ich kann ihn nicht hoch genug loben gegen all den anderen Driss! Hast Du schon mal etwas von gelungenen Ensembles gelesen oder hängst du der traurigen Meinung nach, dass alles so perfekt sein muss, dass der Genuss an der Sache weg ist, weil er jetzt von gar niemandem mehr wahrgenommen werden kann vor lauter Perfektionismus!? Ich gebe dem Film schon deshalb eine 6plus weil er erfrischend anders ist als der für Durchschnittsmenschen greifbare Filmeeinheitsbrei ( bin keine Fernsehbesitzer )! Herzlichst Alex Hauenstein
Kritik: Am Anfang ist der Film wirlich ziemlich amüsant, das Prinzip "clash of cultures" funktioniert einfach an sich gut. Doch mit der Zeit lernt sich das Trio besser kennen und der Film wird nachdenklicher, ruhiger und schlägt ernsthaftere Themen an, so dass das Ende schön aber doch traurig ist. Besonders gelungen finde ich es, dass vieles untertitelt ist, also nicht synchronisiert, somit erscheint alles noch authentischer. Es finden sich meiner Meinung auch viele wunderschöne Lanschaftsaufnahmen und Momentaufnahmen, die oftmals wie etwas abstrakte Fotos wirken, die man am liebsten einrahmen und an die Wand hängen würde. Der Film ist in Kapitel unterteilt und während Alex zu Beginn noch lebhaft von seinem Leben, seiner Familie und seinem Vorhaben erzählt, ist er gegen Ende hin nur noch vereinzelt zu hören. Seine Rolle als Übersetzer findet sich also nicht nur im Film selbst, sondern hilft den Zuschauern auch, das Geschehen einzuordnen. Zuletzt noch zu den Schaupielern: alle spielen durchweg gut und überzeugend, so dass man mitfühlen kann. Da es zum Großteil noch unbekannte Gesichter sind, ist man nicht ständig an andere Filme erinnert, was recht positiv ist. Die deutsche Synchronarbeit ist an manchen Stellen etwas "harkig", da sie oftmals nicht lippensynchron ist, ansonsten aber top. Ich würde jedem diesen Film empfehlen, denn man findet so vieles von sich selbst wieder, zwar in übertriebenem Maße aber man erkennt sich selbst manchmal in den Situationen, wie z.B den Sprachschwierigkeiten ( wie erkläre ich "verkehrt herum"?)
Kritik: Der Film sagt viel darüber aus, wie sich Amerikaner die Ukraine vorstellen: Natürlich fahren Ukrainer Trabi. Natürlich fährt man Ewigkeiten durch die Ukraine, ohne auf Menschen zu stoßen, "russische Weiten" eben. Auf den Bahnhöfen - keine Menschen, außer dem Folkloreorchester. Amerikaner fahren zu Hause nicht Zug. Also steigt auch niemand aus einem Zug aus. Amerikaner haben oft keine Vorstellung von Geographie und Geschichte. So muß das jüdisch-ukrainische Mütterchen noch weniger wissen, damit auch Amerikaner bedauernd über sie lächeln können: "Ist der Krieg schon zu Ende?" Und im Auto ist sie auch noch nie mitgefahren. Da fragt man sich doch gleich, wer das gigantische Sonnenblumenfeld rund um ihr Haus angelegt hat. Das wird sie ohne technische Hilfe kaum selbst getan haben. Das Ukrainebild, das dieser Film vermittelt ist einfach ärgerlich. Damit die Filmemacher ihre Ukrainevorstellungen nicht an der Realität überprüfen mußten, drehte man vorsichtshalber lieber gleich in Tschechien. Und so stimmen die Details gleich tonnenweise nicht. Sie alle aufzuzählen wäre müßig. Ärgerlich wird es bei der Darstellung der Juden vorm deutschen Erschießungskommando: Juden tragen in amerikanischen Vorstellungen anscheinend immer den gelben Stern, bevor sie erschossen werden. Da die Deutschen, als sie in die Sowjetunion einfielen, aber kamen, sahen und erschossen und sich nicht die Mühe machten, ihren Opfern vorher noch Sterne aufzunähen, muß der Schluß wohl lauten, daß der gelbe Stern eine Modeerscheinung in der westlichen Sowjetunion war. Wie ein sowjetischer Jude kurz vor Ankunft der deutschen Truppen (von einer Woche Abstand ist die Rede) in die USA ausreisen konnte, wäre allerdings wirklich Stoff für einen spannenden Film - im Genre der Science Fiction. Die deutschen Untertitel geben die russischen und ukrainischen Gespräche nicht immer gut wieder. Besonders schlecht ist die Übersetzung des russischen "Zhyd" als "Jude" - "Zhyd" im Russischen ist stark pejorativ belegt und müßte als "Saujude" o.ä. übertragen werden, um etwas von seiner Massivität zu erhalten. (Das neutrale Wort "Jude" heißt auf Russisch "Evrej".) Jonathan wird als anstrengender Harry Potter/Frodo-Verschnitt präsentiert. Schauspielerische Leistung vermag ich da kaum zu erkennen. Das wird zum Glück durch andere Figuren wieder ausgeglichen. Zitate aus anderen Filmen (bspw. Erde aus dem Beutel ins Grab - Land & Freedom; Ringgeschwätz - Schindlers Liste) sind tränendrüsig ausgewalzt und reichen nicht annähernd an die Kraft der Originale heran. Die teils mit Mutterflüchen (russkij mat) durchsetzten Liedtexte wirken befremdlich in diesem Film. Gute Worte zum Schluß: Die Idee für den Film ist ganz nett, wer wenig von Geschichte und der Ukraine weiß und immun gegen US-Filmkitsch ist, bekommt etwas hübsch Senitimentales geboten.
Kritik: Alles ist erleuchtet Everything is illuminated Ich habe den Film im September 2005 auf der Biennale in Venedig sehen dürfen. Ein traumhafter Film mit einem traurigem Hintergrund (3. Reich). Und trotzdem so liebevoll und tragisch-komisch erzählt, mit wunderschönen Bildern, dass man danach das Kino mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt. Das Zusammentreffen dieser zwei total unterschiedlicher Kulturen, Ukrainer und verschrobener Amerikaner, ist besonders köstlich. Meiner Meinung nach sehr, sehr empfehlenswert, habe allerdings nicht das Buch gelesen und kann somit keine Vergleiche dazu ziehen.
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