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Es ist sehr lange her, dass ich die "Superman"-Filme gesehen habe. Ich konnte mich kaum noch an den ersten Teil erinnern. Deshalb wollte ich mal wieder anfangen, mir die alten vier Teile anzugucken. "Superman" ist auf jeden Fall eine gute Comicverfilmung, welche von Richard Donner ordentlich aufbereitet und passend serviert wurde. Die Story um Clark Kent alias Superman, der aus weit entfernten Galaxien kommt, wird wohl den Meisten bekannt sein. Anders als bei anderen Comicverfilmungen wie zum Beispiel "Spider-Man" oder "Batman Begins" setzt "Superman" natürlich nicht auf Realismus. Er ist nun mal kein Mensch, der seine Kraft durch irgendwelche Spinnenbisse oder sonst wie bekommen hat. Er ist so gesehen ein Außerirdischer, welcher aber bei den Menschen aufgewachsen ist. Gefühle wie Einsamkeit und Isolation sind ihm nicht fremd. Der Anfang des Films spielt sich auf dem Planeten Krypton ab, welcher kurze Zeit darauf sein tragisches Ende findet. Danach sieht man Superman kurz als Kleinkind und danach als Teenager. Hier macht er sich dann auf die Suche nach dem Sinn seiner Existenz und wird fündig. Erst danach gibt es ihn mit dicker Brille als Clark Kent zu sehen. Lange hält er es nicht aus, nicht Superman zu spielen, und ist am Ende eigentlich selbst Schuld, dass sein Gegner so viel über ihn weiß und seine Schwäche herausbekommen hat. Die Story ist insgesamt recht simpel. Wie sehr sie dem Comic ähnelt, weiß ich nicht. Mir hat die Geschichte um Superman aber gut gefallen, weil sie sehr abwechslungsreich ist. Die Darsteller machen einen weiteren Reiz an diesem mittlerweile schon über 30 Jahre alten Film aus. Für Christopher Reeve war es eine der ersten Rollen und er spielt den Superman wirklich sehr gut. Er ist sympathisch genug um dieses Saubermann-Image richtig rüberzubringen und es nicht allzu kitschig werden zu lassen. Marlon Brando gibt es leider nur in einer Nebenrolle zu sehen, doch er hat mir in seiner Rolle sehr gut gefallen. Gene Hackman darf den Bösen spielen. Er verkörpert den Lex Luthor äußerst gut. Außerdem finde ich diese Figur irgendwie gelungen, weil sie überhaupt nichts Übernatürliches hat und ziemlich abgedreht ist. Margot Kidder spielt als Louis Lane auch recht ordentlich und insgesamt lässt sich sagen, dass jeder hier seinen Part gut erfüllt. Mit der Charakterisierung ist das natürlich so eine Sache, weil Superman in Wirklichkeit ja gar kein Mensch ist und auch nicht sonderlich viel Tiefe besitzt. Allerdings trotzdem genau die richtige Menge um nicht belanglos zu wirken. Die restlichen Figuren sind auch eigentlich nur alle so da, bekommen wenig Charakterisierung, haben aber durchaus eine Persönlichkeit und so geht das alles in Ordnung, zumal man es ja auch mit einer Comicverfilmung zu tun hat. Die Umsetzung, wie sollte es anders sein, ist gekonnt. Richard Donner ist für mich eigentlich immer ein Garant für ordentliche Unterhaltung. Und so ist es auch hier. Die Inszenierung ist auf jeden Fall gut und auch die Kameraarbeit kann sich sehen lassen. Mit der Action hält sich "Superman" dabei eigentlich noch ziemlich zurück. Erst gegen Ende gibt es doch noch etwas mehr Action. Spannend ist das ganze Treiben nicht wirklich, aber das Aufeinandertreffen von Luthor und Superman hatte schon irgendwie etwas Spannendes. Komödienelemente gibt es da schon reichlich mehr. Der ganze Film ist nie zu ernst gemeint und kommt immer mit etwas Ironie daher. Das weiß zu gefallen. Der Unterhaltungswert ist bei knapp 150 Minuten (Director's Cut) auf jeden Fall ziemlich weit oben und langweilig wurde es für mich nie. Nun noch zu einem weiteren wichtigen Punkt der Comicverfilmungen, zu den Effekten: Wenn man mal bedenkt, dass "Superman" schon recht alt ist, dann können sich diese auf jeden Fall sehen lassen. Zwar sind viele Effekte, gerade wenn Superman durch die Gegend fliegt, veraltet, doch auch heute wissen sie noch zu überzeugen. Die meisten Special-Effects sind noch von Hand gemacht und das sieht man ihnen an. So etwas gefällt mir. Der Score von John Williams ist hervorragend geworden, sehr eingängig und die Titelmelodie verbindet man sofort mit Superman. Sehr gelungen! Fazit: "Superman" ist nicht perfekt, aber eine gelungene Comicverfilmung. Die Darsteller spielen sehr gut, die Inszenierung ist toll und die Effekte größtenteils auch heute noch ansehnlich. Der Unterhaltungswert ist Dank einer guten Mischung aus Emotion, Komödie, Action und Effekten ziemlich hoch. Mir gefällt dieser recht alte Film immer noch gut und freue mich auf die anderen drei Teile, auch wenn ich weiß, dass wahrscheinlich keiner mehr an den ersten herankommen wird.
Hinzugefügt am 03.08.2010 um 21:35 Uhr Verstoß melden
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