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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Capote > Userkritiken
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Mitglied seit 1.090 Tagen | 335 Userkritiken
Kritik: ''Capote'' ist ein sehr ruhiger, stiller Film, der sich ganz darauf konzentriert, den Protagonisten so facettenreich und plastisch wie möglich zu zeigen. So gibt das subtil angelegte Drehbuch Philip Seymour Hoffman in vielen, hervorragend ausgearbeiteten Szenen die Möglichkeit, die Nuancen seines Charakters zu offenbaren. Auf diese Weise schwankt Truman Capote zwischen den Allüren des exzessiv feiernden Entertainers un der innerlichen Zerrissenheit des ermittelnden Journalisten. Hier finde ich insbesondere die Darstellung des Verhältnisses zu den beiden Mördern aus Kansas ausgezeichnet. Capote ist einerseits abgestoßen von der ungemeinen Brutalität der ''unnötigen'' Morde, erkennt aber auch, dass sich hinter dieser Fassage lebendige Menschen verstecken. Teils kann er gut mitfühlen, da er selbst persönliche psychische Probleme hat, die auch mit seiner Vergangenheit zusammenhängen, sodass er sich emotional immer weiter in die Sache hinein steigert. Aber Philip Seymour Hoffman begeht nicht den Fehler, zu plakativ und überspitzt vorzugehen, sondern lässt die charakterlichen Veränderungen nur ganz leicht durchschimmern und weiß so die Szenerie durch sein subtiles Spiel in jeder Sekunde an sich zureißen. Hoffman versinkt körperlich, mit seiner Haltung, seinem Gang, seiner Gestik, seiner Stimme und - wichtiger - ebenso geistig in Capote, indem er die psychischen Belastungen seiner Figur unterschwellig zur Geltung bringt. FAZIT: ''Capote'' ist meine persönliche Lieblingsbiografie. Er erstellt das großartige Porträt eines vielschichtigen, ambivalenten Menschen. Es gelingt ihm das Kunststück, das ganze Leben an dem Schlüsselereignis festzumachen und dabei die Charaktere unglaublich komplex aufzuziehen. Angefangen von den Dialoge, über die perfekten Schauspieler bis hin zu der einzigartig atmosphärischen Musik und Kameraführung. Dieser Film ist ganz großes Kino. Insbesondere die erste und die letzte halbe Stunde sind großartig. Wer die Ruhe des Films nicht mag, wird sich langweilen. Wer sich hingegen auf den Film einlassen kann, wird mit einem Kunstwerk entlohnt.
Mitglied seit 965 Tagen | 7 Userkritiken
Kritik: Alleine schon wegen der einfach nur unfassbar großartigen Schauspielleistung von Philip Seymour Hoffman sehenswert.... eine der wenigen, bei der man bei der Oscarverleihung mit voller Überzeugung sagen kann: Die anderen haben einfach keine Chance (wie zb bei Daniel Day-Lewis für There Will Be Blood)
Kritik: Totaler Müll dieser Film. Der Hauptdarsteller ist omnipräsent, mir wurde stellenweise schlecht. Diese tuntige Darstellung, diese widerlichen Laute die er von sich gibt. Klar dass das perverse Hollywood da applaudiert. Langweilig, öde, eine Belanglosigkeit reiht sich an die andere. Wem das gefällt ist auch nicht mehr zu helfen!
Kritik: Bei der Oscarverleihung hat sich das große Duell Phoenix vs Hofmann angebannt, dass Hofmann ganz klar für sich entschied. Hofmann hat eine unglaubliche Leinwandpräsenz, auch wenn sie nicht an solche wie Marlon Brando, Audrey Hepburn oder Klaus Kinski heranreicht, was für mich aber nur daran liegt, das es heutzutage viel zu viele "Stars" gibt. Dennoch überragt Hofmann alles was im Oscarjahr gezeigt wurde. Obwohl die Nebendartseller allesamt bestens Spielen, kommen sie einfach nicht an Hofmann heran, und schaffen es somit auch nicht die Ein-Mann Show des Phillip Seymour Hofmann zu "stören" (sowie es z.B. Ken Watanabe in Last Samurai geschafft hat). Ein besonderes Plus gilt auch der deutschen Synchronisation, schon lange habe ich keine derat sehenswerte Synchro mehr gesehen (ich glaube die letzte war Cassablanca). Fazit: Ein noch nie dagewesener Philip Seymour Hofman dominiert den gesamten Film.
Kritik: Endlich mal wieder ein Film, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Zerissenheit zwischen echter und verlogener Zuneigung, falschem Ehrgeiz und extremen Gewissensbissen wird mit jeder Minute spürbarer. Die deutsche Synchronfassung ist exzellent, vor allem gefiel mir die Gegenüberstellung der Stimmen beider Hauptdarteller sehr gut... Absolut Sehenswert!
Kritik: Gestern habe ich den Film gesehen und war eigentlich enttäuscht. Ich weiß zwar nicht so genau was ich erwartet habe, jedoch hat mich der Film überhaupt nicht gefesselt und ich konnte mit keiner der Figuren sympathisieren. Natürlich war Capote super dargestellt, da kann man nicht meckern, aber ich bin doch tatsächlich fast eingeschlafen, was mir bei eher langweiligen Filmen öfter passiert. Also, ich bin nicht beeindruckt. Allerdings werde ich mir das Buch nochmal zulegen, ich habe es vor ca. 20 Jahren schon einmal gelesen und erinnere mich, dass es furchtbar spannend war. Müsste ich zwischen dem Film und der Lektüre des Buches wählen, die Wahl wäre einfach.......
Kritik: Immer wenn ich oscarprämierte Filme sehe frage ich mich, ob das wirklich alles war und was ich nicht alles im abgelaufenden Kinojahr so verpasst habe. Natuerlich sind die entsprechend bepreisten Akteure immer speziell unter dem Brennglas, sieht man sie nicht mehr unvoreingenommen als Teil eines Films, aber ich lasse mir trotzdem nicht nehmen ein Urteil zu sprechen und ganz ernsthaft, weder musste man diesen Film fuer den Besten Film nominieren noch Herrn Hoffmann ( bei aller Sympathie ) den Schauspieleroskar verleihen in einer Rolle, in der er sich, passend aber zum portraitierten Truman, hinter einer Maske aus Gesten verstecken kann, was vielleicht auf der Buehne ein wenigstens physisch beeindruckender Akt waere, so aber nur einen homosexuellen Dandy skizziert, wie man ihn sich eben vorstellt, ohne das mir spuerbar geworden waere, wieso sich Capote so lange mit diesem Fall herumschlaegt und warum er dann nichts mehr schreiben konnte...irgendwie hat mich das alles eher kalt gelassen, auch wenn der Film sicher nicht schlecht ist, aber die zentralen Aspekte dieser Bio sind mir zu wenig eindringlich. Das Wieso Weshalb Warum bleibt unklar. Formal gut, wenn auch nicht spektakulaer. "Walk the Line" ist da die bessere Wahl und die Hauptdarsteller haben wenigstens gesungen...
Kritik: Herausragende schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Philip Seymour Hofmann, einfach brillant! Im Original besonders emfehlenswert; die unnachahmliche und den Film beherrschende Sprachmelodie, maniriert, gespreizt und gedehnt passt sagenhaft gut zu der Charakterrolle. Guter Spannungsbogen, die Spannung wird erzeugt durch den sich über die Jahre steigernden inneren Konflikt Capotes zwischen echter und falscher Zuneigung zu einem der Täter, dem selbstverliebten Wunsch, das große Buch doch nun endlich beenden zu können (nur wirklich mit dem Tod der Täter erreichbar), und einer mir dem Täter verspürten Seelenverwandschaft. Ganz großes Kino.
Kritik: Nachdem ich jetzt auch noch das Original mit UT angeschaut hab, gibts eine Ergänzung zu meinem ersten Beitrag. Wer meint, bei der dt.synchronisierten Fassung geht etwas verloren, kann den Film beruhigt in der dt.Version ansehen. Finde die sogar besser als das Original!! Verstehen tut die engl. Version wegen dem Nuscheln auch nur komplett, wer ein gutes Gehör für englische Sprache hat. Und englisch mit UT ist gerade bei dem Film ganz schlecht, weil man wenn man liest, kaum auf Gesten und Mimik achten kann. Ein Problem bleibt: Wohl kaum ein Zuschauer wird emotional mit der Hauptfigur besonders verbunden sein, und die meisten den ganzen Film damit ziemlich distanziert sehen.
Kritik: Wer das Capote's Kaltblütig Buch kennt und/oder wenigstens eine der Verfilmungen gesehen hat, weiß oder hat sogar bereits gesehen, hinter was Capote her ist/was er rausfinden wird. So bleibt nur der Weg dorthin offen, und das fördert nicht gerade die Spannung. Daran ist der Film aber nicht Schuld - das Problem konnten die Filmemacher wirklich nicht umgehen. Dank der Leistung aller Schauspieler bleibt Capote aber für jeden Zuschauer sehenswert, hat allerdings zurecht nicht den Oscar für den besten Film gewonnen.
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