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Home > Kino > Film-Archiv > Thriller > Caché > Userkritiken
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1 - 10 von 22 Treffern
Mitglied seit 1.827 Tagen | 207 Userkritiken
Kritik: stark geschnitten, starke Schauspieler.....aber sehr sehr verwirrend da man nie weiß was Fiktion ist und was echt.......auf jeden Fall ein Film den man noch mal sehen muss
Mitglied seit 840 Tagen | 99 Userkritiken
Kritik: Der Film ist auf eine sehr subtile Art und Weise sehr verstörend und manchmal gar schockierend. Das schlechte Gewissen einer spießigen bürgerlichen Existenz kommt hier nicht mit einem anklagenden Schrei, sondern ganz still und leise, es klagt nicht an, sondern sagt nur: "Hey, ich bin noch da." Die Anklagen und die Schreie, sie kommen von dem Menschen, der seine Vergangenheit schon längst verdrängt hat, sie als eine Störung seiner heilen Welt auffasst, der sich zu seinen alten Sünden nicht bekennen will. Auf dieses Werk muss man sich tatsächlich erstmal einlassen: Schon die erste Einstellung ist nahezu quälend lange, der Film ist langsam und manchmal auch langatmig, aber seine Nachwirkung kann dieses Manko im Nachhinein doch ausgleichen. Ein subtiler, böser und tiefgründiger Film, der ganz nebenbei eine der schockierendsten Szenen, die ich je erleben durfte, enthält.
Mitglied seit 1.228 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Wie so oft zeigt uns Haneke ein intellektuelles Konstrukt, das Schockeffekte enthält. Es geht ihm dabei gar nicht so sehr um die Aufklärung der Hintergründe und Motive des oder der Täter, denn die letzte Szene sieht man nur aus der Ferne und kann die handelnden Figuren nur schlecht erkennen. Haneke führt uns lediglich eine etablierte Familie vor, bei der alles im grünen Bereich liegt und die plötzlich durch beobachtende Videoaufzeichnungen auf eine harte Probe gestellt wird. Misstrauen und Verdächtigungen kommen auf. Selbst die Kommunikation der Eltern (Juliette Binoche und Daniel Auteuil) gerät ins Stocken. Viele dunkle, kaum ausgeleuchtete Szenen verdeutlichen den Gemütszustand der beiden und schaffen eine bedrückende Atmosphäre, die eigentlich nur im dunklen Kinosaal richtig entstehen kann. Daher wird dem Publikum vom Regisseur nahegelegt, während der Vorführung den Saal nicht zu verlassen. Ist also eigentlich nichts fürs Fernsehen.
Kritik: Haneke bekämpft seinen liebsten Feind weiterhin von innen. Nachdem mich gerade "Die Klavierspielerin" fertig gemacht hatte, kam mir dieser eigenwillige Thriller des Österreichers anfangs fast schon zugänglich vor. Dafür zeigt der Film, weil für mich persönlich als Parabel immer nachvollziehbarer, um so mehr Nachwirkung. Nun bin ich von jeher kein nervöser Kulturkonsument und weiss es sehr wohl zu schätzen, wenn ein Filmemacher Zeit einräumt, um sich ein paar eigene Gedanken machen zu können. Die Menschen handeln (auch hier) nur oberflächlich betrachtet unlogisch. Wie Georges scheinen viele Meschen von ihrer Angst/ Schuld so überwältigt, dass sie mehr oder weniger bewusst von Fehler zu Fehler stolpern, um letztendlich in der, durch das eigene Handeln/Nichthandeln eingefädelten Katastrophe unterzugehen. Der sich zum eigenen Gott aufgeschwunge Mensch straft sich selbst via 'self-fulfilling prophecy'. Denn Gott sprach: Richtet nicht, auf dass nicht ihr auch gerichtet werdet.. *SPOILER* Schön mal darüber nachgedacht, ob Sohn Pierrot die Videos gedreht hat? Er bezichtigt die Mutter des Ehebruchs, hat er was auf den Bändern entdeckt? Zudem wirkt es nicht so, als seien Pierrot und Majids Sohn, die sich zum Schluss auf der Schultreppe unterhalten, Fremde. Haneke selbst bezeichnet die Schule hinsichtlich der Schlusseinstellung im Interview als Metapher für "Zukunft".
Kritik: Die dem Film zugrunde liegende Story ist eigentlich sehr tiefgründig und spannend. So hätte ein guter Regisseur aus diesem Film auch ein wahres Meisterwerk erschaffen können. Michael Haneke gelingt dies leider zu keiner Zeit. Der Regisseur langweilt den Zuschauer mit endlosen Standbildern, die bei der DVD-Fernbedienung die Vorspultaste suchen lassen (nach den ersten drei oder vier teilweise minutenlagen Standbildeinstellungen hat's mich wirklich im Finger gejuckt). Auch die hervorragenden Schauspieler können es bei unfassbar drögen Dialogen nicht herausreissen. Der eine überblutig und unrealistisch gezeigte Schockmoment ist einfach zu wenig Würze für diesen grottenschlecht gemachten Film. Mein großer Wunsch wäre, daß Herr Haneke die an sich gute Geschichte einem befähigten Regisseur überlässt, der mit interessanteren Dialogen ein Remake interessant aufzieht. Dieser Film war mit seinem sinnlos verschenkten Potential in meinen Augen einfach nur ärgerlich.
Mitglied seit 1.646 Tagen | 14 Userkritiken
Kritik: Kein Zweifel, "Caché" ist, wie eigentlich jeder Film Hanekes, kein Film des Mainstream-Kinos. Man erlebt keine Schockmomente, keinen wirklich geradlinigen Spannungsaufbau, keine spannenden, pointenreichen Dialoge, sondern eher welche, die aus dem Alltag stammen könnten: Sie laufen manchmal irgendwie ins Leere. Überhaupt hat man über weite Strecken das Gefühl, einer Durchschnittsfamilie beim Alltag zuzuschauen. Doch genau dieser geregelte Alltag wird sukzessive ins Wanken gebracht, als die Familie Videos erhält, die zuerst lediglich das Haus der Familie zeigen, ihr aber damit das Gefühl des Beobachtetwerdens gibt. Durch die langen Einstellungen des Films macht sich beim Zuschauer von Anfan an ein Unbehagen, ein Gefühl der Bedrohung breit. Und mehr noch: erneut, ähnlich wie bei Hanekes meisterlichen Medienkritik-Schocker "Funny Games", fühlt man sich als Voyeur. man schaut einer Familie, insbesondere der Person des Vaters (hervorragend von Daniel Auteuil verkörpert) zu. Allmählich kommen Dinge der Vregangenheit, die längst vergessen waren, wieder zur Geltung und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart werden deutlich. "Caché" ist ein Film über soziale Verantwortung eines Jeden und über die sprichwörtliche "Leiche im Keller". Eine Inszenierung so unterkühlt und distanziert, dass das Gegenteil beim Zuschauer erreicht wird und man sich noch lange nach Ende des Films mit den im Film aufgeworfenen Fragen beschäftigt. Denn: Eine Antowrt auf diese Fragen, geschweige denn eine Auflösung, gibt es nicht. Ein interessantes Filmexperiment, das man gesehen haben sollte.
Kritik: Ich weis nicht was alle Kritiker an dem Film so toll fanden. Sind es die minutenlangen Standbilder (da ist ja ein Testbild spannender) oder die faden Dialoge ? Ich weiss nicht wie ich diesen Film überlebt ohne an Langeweile zu sterben. Am meisten ärgert mich das, das ich für diesen Film 2x Geld ausgeben musste (Kinokarte und ORF-Filmförderung)
Kritik: Ich fand den Film ärgerlich. Bis auf die Frau verhalten sich die Figuren äußerst unrealistisch. Insbesondere der Ehemann, der doch so intellektuell und analytisch ist (Literaturkritiker). Erst denkt man noch, er hätte weiß Gott was zu verbergen, und dann ist diese Auflösung so lapidar. Warum verheimlicht er diese Angelegenheit so dermaßen? Warum analysiert er sie nicht zusammen mit seiner Frau? Das soll verstörend sein, das ein pathologisch nachtragender Mann das Leben eines Mannes zerstören will, der ihn als Sechsjähriger (!) verraten hat? Warum bringt der Algerier sich um? Hat er nicht einen Sohn, der ihn offensichtlich liebt? Mit diesem Sohn gibt es dann ja auch den besonders ernüchternden "Schlüsseldialog". Er wirft dem Protagonisten allen Ernstes vor, dieser sei aufgrund seines Verhaltens als kleines Kind verantwortlich für das verpfuschte Leben seines Vaters. Schade. Denn die Schauspieler agieren gut und der Film baut eine gewisse Spannung auf. Die Bedrohnung wirkt äußerst realistisch, nicht aber ihr Hintergrund, er ist leider zu konstruiert.
Kritik: Der Film war zu Ende und nach einer Denkpause brummte mein Partner unzufrieden: "Hhmm, und wer hat jetzt die Botschaften geschickt?" Ehrlich gesagt, ich musste eine zeitlang überlegen bis ich zu dem Schluss gelangte: „Sein Unterbewusstein!“ Die Dämonen der Vergangenheit bahnen sich als Videokassetten getarnt, den Weg ins Bewusstsein. So wird das Unsichtbare sichtbar gemacht. Der Held versucht, seine erschienenen Geister mit Verdrängen und Aggressionen zu bändigen. Doch es gelingt ihm nicht. Er findet nicht den richtigen Weg. Gibt man ein Kind wegen eines toten Hahns ins Heim? Was war der Mutter unangenehm? Wer hatte Schuld? Fragen werden nicht gestellt und so gibt es auch keine Antworten. Cache zeigt wie sehr die Vergangenheit unser Leben prägen oder sogar zerstören kann. Eine Lösung oder Erlösung von ihr gibt es in Cache nicht.
Kritik: wie der titel des films bereits suggeriert: vieles liegt im verborgenen. nicht nur in der handlung des film selbst, sondern auch auf der metaebene der machart: keine klaren ergebnisse, kein gut-böse, kein einleitung-hauptteil-auflösung: weg vom aristotelischen hin zum brechtschen theater. keine befriedigenden dialoge, gespickt mit schlagfertigkeit und vernünftigen argumenten. stattdessen oft leere, sprachlosigkeit und schweigen. verstörende, raffinierte einstellungen, die naheliegenderweise nur aufgehen, wenn man sich darauf einlässt, wenn man nicht von reizüberflutetem mainstream abhängig ist. die dialoge sind eben NICHT unnatürlich, nur ist man halt schon typische filmdialoge gewöhnt. ruhe, sprachlosigkeit, "unnatürliche" und "unlogische" reaktionen der protagonisten sind im "echten leben" - abseits von flott geschnittenen mit soundtrack untermalten hollywood-sequenzen - eben doch logisch und natürlich. und diese realitätsnähe lässt den film so wirken. offenes ende? uiuiui, böse! das will man doch nicht, dann müsste man sich ja gedanken machen, pfui! realistisch betrachtet, gibt es in meinem alltag nun beispielsweise allerdings auch nicht immer abgeschlossene schwänke. dieser film handelt so grundlegende wie banale fragen wie schuld und verantwortung, elitäres kleinbürgertum und vertrauen in nüchternem, schnörkellosem stil ab, er geht einem nicht mehr aus dem kopf - sofern man einen solchen für ein derartiges genre von film hat. kurz: er bewegt und verstört einen, er rüttelt einen auf, er raubt einem den schlaf - oder man kann gar nichts mit dieser art des filmemachens anfangen; dazwischen wird es wohl nicht viel geben...
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