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''Was vom Tage übrig blieb'' ist ein starker Film geworden. Man merkt seiner ruhigen Inszenierung stets an, dass hinter der Kamera Regiegrößen wie James Ivory und Mike Nichols stehen. Ihr Stil, die Story zu reduzieren und vielmehr mit Atmosphäre zu punkten, zahlt sich voll aus und unterstützt die Botschaft der Films. Ohne weitere Verwicklungen der Geschichte gelingt den Autoren damit ein wahrlich beeindruckendes Werk um verpasste Gelegenheiten und unterdrückte Gefühle, deren Umsetzung durch die Schauspieler schlicht grandios ist. Alle fügen sich in ihre Rollen und auch wenn es keinen einzigen Ausraster oder intensive Konflikte gibt, verstehen es Titanen wie Anthony Hopkins und Emma Thompson, mit den kleinen Gesten oder gar nur Blicken ihre Gefühle zu artikulieren. Bald spürt man die seltsame Sympathie, die beide füreinander hegen, was einzig der großartigen Chemie der Hauptdarsteller zu verdanken ist. Emma Thompson gibt sich als toughe, aber disziplinierte junge Frau, während man Hopkins zu jeder Sekunde seine Starre und Gleichgültigkeit abnimmt, die an der Oberfläche ist. Doch zeigt er ebenso seine zarte Verletzlichkeit und seine Sehnsucht nach Liebe. Für mich die beste Sequenz des Films war das Wiedersehen beider Charaktere kurz vor Ende des Films. Wie sich beide in Einverständnis unterhalten und man ihre gemeinsame Vergangenheit spürt, ist stark und berührend. Dabei ist das beeindruckende, dass der Film immer extrem subtil bleibt und sich - genau wie die Charaktere - nie wirklich ausspricht. FAZIT: ''Was vom Tage übrig blieb'' ist ein anspruchsvoller Genuss. Ein Werk, dessen Nuancen von meisterhaftem Können zeigen. Gut inszeniert, subtil gespielt und ebenso emotional wie intellektuell berührend. Sehr zu empfehlen.
Hinzugefügt am 29.09.2011 um 10:20 Uhr Verstoß melden
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