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Home > Kino > Film-Archiv > Abenteuer > Duell > Userkritiken
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1 - 8 von 8 Treffern
Mitglied seit 119 Tagen | 1 Kritik
Kritik: So einfach und banal die Story auch ist, so ist es doch überraschend, wie sich die Spannung permanent steigert. Ich finde auch, dass es keine Ungereimtheiten gibt. Da der Truck dauernd auf den PKW wartet und sogar umkehrt, denkt sich der PKW-Fahrer sicher, dass der Truck ihn auch jagen würde, wenn er umkehrt. Dass er mal einschläft, ist auch verständlich, denn diese Jagd zehrt nicht nur an den Nerven, sondern belastet auch körperlich. Dass Mr. Mann am Bahnübergang vorm schiebenden Truck nicht einfach seitlich links weiterfährt, verstehe ich auch. Denn einerseits ist er in Todesangst, dann kann man nicht so rational handeln. Andererseits stand er nicht wirklich seitwärts und ich denke auch nicht, dass er da wirklich soviel Platz zum Fahren und Lenken hatte. Jedenfalls ist das in der Situation kaum umzusetzen. Andere Seitenstraßen, zum Entkommen, gibt es in der Einöde auch nicht, so dass er keine Chance hat dem Duell zu entgehen.
Kritik: Auch wenn Spielberg erst ganz am Anfang seines Schaffens stand, so ist "Duell" doch in meinen Augen sein bestes Werk. Es mag noch an dem einen oder anderen Detail mängeln, aber er hat eines, was allen folgenden im großen und ganzen fehlt: er ist ungeschliffen, "pur". Man muss nichts großartiges über den Reisenden erfahren, erst recht nicht über den Fahrer des Trucks. Und es niemand schreibt dem Zuschauer vor, wie die Motivationen beider zu interpretieren hat. Es funktioniert einfach, gerade weil keine Erklärung oder Bewertung vorgesetzt wird. Leider hat nahezu niemand mehr den Mut, etwas einfach im Raum stehen zu lassen, auch Spielberg nicht
Kritik: Ein Meisterwerk! Ich habe den Film nun schon mehrmals gesehen und gäbe was dafür, zu erfahren, wer der Fahrer im Truck sein sollte(Motive? Warum diese Wut auf einen harmlosen Autofahrer, der doch nur überholen wollte? Warum diese unversöhnliche Art?). Und doch hat der Film gerade dadurch eine enorme Tiefe, dass diese Figur im Dunkeln bleibt, und vielmehr die Machtmachinerie "der Truck" im Vordergrund steht. Der Truck ist ein Symbol für eine überlegene Macht, die nicht zu greifen ist, nicht zu packen ist, sich nicht erklärt und somit alles und jeder sein kann, der in einer überlegenen Position ist: Ein faschistischer Staat, eine gestörte Persönlichkeit, ein Machtapparat in Form eines Unternehmens "The Firm". Gnadenlos und kompromißloss, wenn man seine Regeln bricht oder der auch aus reiner Willkür bei nichtigem Anlaß seine überlegene Macht demonstriert und die Opfer nicht mehr "vom Haken läßt". Nach meiner Interpretation hat Spielberg (streng orthodoxer Jude)das Ausgeliefertsein der Juden vor der Machtmachinerie der Nazis dargestellt. Sie konnten einfach nicht entkommen obwohl sie doch nur ihr Leben leben wollten. Der Apparat hatte sie zum Feind erklärt und egal was sie versucht haben, diesen Apparat zu versöhnen, sie hattten keine Chance auf Vergebung und Mitleid. Nur ein ausgeklügelten System (die Atombombe) konnte dieses Monster letztlich stoppen.
Kritik: Ein Film, der hauptsächlich von seiner Spannung leben sollte, nur leider kaum solche erzeugt. Dabei ist die Inszenierung von Spielberg fantastisch. Die Kameraperspektiven lassen das Geschehen zu Beginn noch sehr gewöhnlich wirken und handeln die Ereignisse der Handlung eher Beiläufig ab. Das ändert sich im Verlauf des Films. David Mann und der LKW rücken immer mehr in den Mittelpunkt und somit verkommen auch alle Nebenfiguren nur zu Statisten. Doch das Problem des Films liegt eindeutig im Drehbuch. Die gesamte Grundidee des Plots ist zwar gut, aber nicht richtig durchdacht. Warum David auf Teufel komm raus nicht aufgeben will, wird nie plausibel erklärt. Selbst als er merkt, dass es um sein Leben geht, kommt er nicht auf die Idee umzukehren, sondern fährt einfach immer weiter. Dass die Leute, denen er von dem LKW erzählt, ihn für verrückt erklären und ihm keinen Glauben schenken ist dann auch eine Sache, die einem aus vielen anderen Filmen bekannt vorkommt. „Duel“ bietet bei der Entwicklung seiner Story einfach so gut wie keine Überraschung. Das verhindert zu jeder Zeit das aufkommen von Spannung. Es ist schon schade, wenn so gute schauspielerische Leistungen und eine wirklich fantastische Inszenierung durch ein so lahmes und Ideenarmes Drehbuch kaputt gemacht werden.
Kritik: Also ich finde das Verhalten von Mr. Mann schon nachvollziehbar. Er will nicht umkehren, weil er sich einerseits nicht unterkriegen lassen will und andereseits mehrmals glaubt, dem Trucker entkommen zu sein. Auf alle Fälle glaubhaft gespielt meiner Meinung nach. Auf jeden Fall super gefilmt die Fahrten mit dem verrosteten dreckigen LKW, der aber eigenartigerweise 100 m/ph = 160 km/h fahren kann.
Kritik: Der Film lebt, wie man sich denken kann, von der Spannung. Dabei wird auf Stilmittel wie Effekte oder am Anfang sogar auf musikalische Untermalung verzichtet. Trotzdem - oder gerade deswegen - wird eine fesselnde Spannung aufgebaut, zu der die wüstenhafte Umgebung auch beiträgt. Meistens sind außer den zwei Fahrern keine Menschen anwesend, und wenn David Mann jemanden wegen der Bedrohung anspricht, glaubt ihm niemand oder er wird gar für verrückt erklärt. Die von meinem Vorredner erwähnten Ungereimtheiten sind jedoch sehr merkwürdig. Man fragt sich warum David nicht einfach umkehrt nachdem er sich der Gefahr bewusst ist. Die dazukommenden Selbsgespräche, in denen er sich einredet, dass die Gefahr nun gebannt sei, tragen auch zu den Ungereimtheiten bei. Trotzdem ist der Film wohl eine Art "Mutter" aller Road-Movie-Thriller.
Kritik: Keine Frage, die Inszenierung ist ein Meisterwerk, die Spannung hoch. Darüber braucht gar nichts weiter gesagt zu werden. Trotzdem sollte man ein paar Worte über die Ungereimtheiten verlieren, denn die schweben sozusagen permanent mit und kratzen an der Glaubwürdigkeit. So steht der Wagen schräg zur Bahnlinie, links ist frei. Mr. Mann hätte bloß nach links auszuscheren brauchen. Dass er angsichts der Bedrohung befürchtet, in alten Trott zu verfallen (und einmal tatsächlich wegschlummert), ist nicht glaubwürdig. Auch dass er, als er längst kapiert hat, dass es um sein Leben geht, immer noch denselben Weg wie der Truck nimmt. Er hat IMMER eine Alternative, nämlich die andere Richtung.
Kritik: Erstaunlich, wie wenig man für solche Spannung benötig - gerade Szenen in denen gerade nichts passiert fesseln den Zuschauer. Keine Explosionen, kein Kugelhagel, keine aufwendigen Special Effects... Spielberg zeigt (ob freiwillig oder nicht sei dahingestellt) dass das bei Weitem keine Pflichtzutaten für einen guten Actionfilm sind. Eindrucksvoll ist auch der "Bösewicht" des Films, dieses Monster von einem Truck mit seinem Namen- und gesichtslosen Fahrer, dessen Motive völlig verschleiert bleiben. Ein außergewöhnlicher Film, mit dem Spielberg schon früh seine Klasse bewies.
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