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4 - Sehr gut
hab mir diesen film ausgelihn, weil ich mal wieder was fürs herz gebraucht habe.
damit ist die art von film gemeint, die einem auf auf eine "schöne" art und weise ein doch mehr oder weniger tragisches thema näherbingt.
wie die genrebezeichnung "tragigkomödie" schon sagt, spiegelt dieser film weder die absolute "realität" noch eine farce derer wider.
er steht nämlich irgendwo dazwischen.
das doch ernste thema der ehescheidung wird hier von der perspektive aller beteiligten (d.h. der beiden söhne sowie des vaters und der mutter)durchleuchtet, soweit es in diesem, doch begrenzten, zeitramen eines ca. 90 minuten langen films möglich ist.
klar, diese verschiedenen perspektiven wirken teilweise überzogen
(der kleine bruder fängt an schnaps zu trinken und schmiert sein sperma überall ins schulhaus; der übermäßig egozentrische vater spricht andauernd von den nichtintelektuellen als "menschen 2. klasse"; der ältere sohn ist ein äußerst komischer, überaus vom vater geprägter kauz usw...)
aber ich denke, hier wird, wie schon gesagt, kein 100iger authentizitätsanspruch gestellt, sondern alles ein wenig ins überspitzte und komische gezogen.
wer nur familienkömodie will, soll zu "einer schrecklich netten familie" greifen und wer eine (u.a. familein)tragödie will, der soll sich "21 gramm" ansehen...
also ist der film für mich eine doch gut gelungene, tragische komödie...
an den film "sideways" kommt dieser aber leider nicht ganz heran.
Hinzugefügt am 04.12.2006 um 16:14 Uhr
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