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Ein Psychopath, der Jugendliche auf einem Roadtrip gefangen nimmt und foltert? Das ganze basiert natürlich auch noch auf einer "wahren Begebenheit" und ist eine Low-Budget Produktion? Keine guten Voraussetzungen für einen Horrorfilm der mit vergleichbaren Größen konkurrieren will. Weit gefehlt! Der ausgezeichnet besetzte Horror-Thriller nimmt sich viel Zeit mit der Einführung der charakterlich vielschichtigen und interessanten Protagonisten, die auf ihrem Trip einen Zwischenstop am Wolf-Creek-Krater (tatsächlich gibt es den "Wolfe-Creek-Krater" im Nord-Westen Australiens) machen, bis sie aufgrund ihres defekten Autos von einem im Outback lebenden Australier abgeschleppt werden müssen. An dieser Stelle (nach etwa 50 Minuten des Film) beginnt der Spannungsbogen steil in die höhe zu schnellen. Die darauffolgende zweite Hälfte des Films ist an authentizität kaum zu übertreffen. Die atemberaubend dichte Abfolge der Gefühle Hilflosigkeit, Verzweiflung und Panik, die der Film dem Zuschauer präsentiert, raubt einem fast den Atem. Nicht wie ihn vielen Horrorfilmen "verdienen" (aufgrund von Dummheit o.ä.) die Protagonisten nämlich keinesfalls den Tod, was den Grad der Empathie noch gewaltig steigert! Die ungewöhnlichen Schauplätze (sprich, nicht Hollywood), die suggstesive steigende Spannung und die beklemmende Atmosphäre machen diese Low-Budget Produktion zu einem der unterschätzten Retter des Genres. Daumen hoch und weiter so!
Hinzugefügt am 27.07.2011 um 19:34 Uhr Verstoß melden
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