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Vergiss mein nicht
Durchschnitts-Wertung
4,1
592 Wertungen - 45 Kritiken
67% (30 Kritiken)
16% (7 Kritiken)
7% (3 Kritiken)
4% (2 Kritiken)
4% (2 Kritiken)
2% (1 Kritik)
Deine Meinung zu Vergiss mein nicht ?

45 User-Kritiken

Spike Spiegel
Spike Spiegel

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4,5
Veröffentlicht am 26.03.14
Ich mag Liebesfilme nicht, weil 98% von ihnen belanglos sind. Was kümmert es mich, ob zwei Meschen zusammen kommen oder nicht? Sie sind vorhersehbar und beschäftigen sich meistens mit den Problemen von Leuten, denen es ansonsten viel zu gut geht. Eternal Sunshine Of The Spotless Mind (esotsm) ist anders, und deswegen der perfekte Film für Leute, die ,wie ich, nichts mit romantischen Komödien anfangen können.____________________ Hier geht es nicht darum, ob zwei Charaktere zusammenkommen oder sich trennen. Hier wird beobachtet, welchen Einfluss die Liebesbeziehung auf zwei Charaktere hat; und noch wichtiger: welchen Einfluss die beiden aufeinander haben. Die Regie und die schauspielerische Leistung in "esotsm" sind meisterhaft. Obwohl Schlüsselszenen aus der Beziehung in keiner chronologischen Reihenfolge gezeigt werden, weiß man als Zuschauer, dank der Stimmung in der jeweiligen Szene, sofort, in welchem Stadium sich die Beziehung zu diesem Zeitpunkt befindet. Der Science-Fiction- Einschlag der Story wird nicht jedem zusagen, aber er verleiht dem Film Originalität und Kurzweil. die Tatsache, dass die Charaktere in ihren eigenen Erinnerungen herumrennen (nichts Ungewöhnliches in einer Charlie Kaufman- Geschichte) beschert dem Film einige optisch sehr beeindruckende Szenen, die alptraumhaft herausstechen. Darüber hinaus liefert die Story um Gedächtnisauslöschung interessante Denkanstöße. Wenn man sich gegenseitig vergessen würde, wäre es da möglich, sich noch einmal ineinander zu verlieben? Die Nebencharaktere Tom Wilkinson und Kirsten Dunst sind nicht nur Plot- Devices, sondern haben ihre eigenen relevanten Geschichten im Film. _____________________"esotsm" ist definitiv der beste Film, um dem Thema "Liebe" auf den Grund zu gehen, und das, ohne allzu philosophisch zu werden. Viele Leute werden den Film wegen Jim Carrey anschauen, aber so (gut) wie hier hat man ihn noch nie gesehen. Wer nichts mit Arthouse oder Charlie Kaufman (-->Being John Malkovich, Adaption...) anfangen kann, sollte lieber zum ähnlich guten "Truman Show" greifen.
Dmitrij Panov
Dmitrij Panov

User folgen 5 Follower Lies die 99 Kritiken

4,5
Veröffentlicht am 21.11.09
Der Mensch definiert sich unter anderem durch seine Erinnerungen. Durch das Wissen und die Empfindungen seiner Vergangenheit, durch Erlebnisse, die seine Persönlichkeit geprägt haben. Durch die Gedanken an gute Zeiten und nicht so gute Zeiten. Was vergessen ist, ist wertlos und deshalb fürchtet man sich davor, vergessen zu werden. Einen Menschen, den man einst geliebt hat, komplett aus dem Gedächtnis zu streichen, ist somit wohl die schlimmste Tat, die man einem solchen Menschen antun kann. Und genau das passiert hier, einfach so, wahrscheinlich sogar, wenn man den Charakterer von Clementine (Kate Winslet) bedenkt, aus einer Laune heraus. Schwere Zeiten für Joel (Jim Carrey), ein ganz übler Schicksalsschlag. Aber gut, wenn sie mir so etwas antut, denkt sich der gute alte Joel, dann werde ich auch mit derselben tat darauf antworten. Alles knallhart durchziehen und nie mehr wieder daran denken. Pech nur, wenn man es sich mitten im Löschprozess anders überlegt und eigentlich keine Möglichkeit dazu hat, diesen abzubrechen...

Auch wenn der etwas blöde deutsche Titel es anders vermuten lässt: Hier hat man es nicht mit einer typischen schmalzigen Liebeskomödie zu tun. Vielmehr mit einem durchgedrehten Arthouse-Hirn- und Seelentrip, verwirrend berauschend, skurill, aber auch herzerwärmend und wirklich sehr schön. Die leicht versetzte Erzählweise sorgt für einen wirklich grandiosen Aha-Effekt und beschert einem genau die Hoffung, die man benötigt, um nicht an Liebesgewirren und -kummer zu verzweifeln. Joels Kampf in seinen eigenen Erinnerungen gegen die Vernichtung eben dieser ist nicht nur eine visuelle Achterbahnfahrt, die mit teils theatralischer Beleuchtung eine unglaubliche, traumartige Atmosphäre erschafft, es ist ein Trip durch die Gedanken, de Wünsche, die Vorstellungen eines Menschen, eine unmögliche Flucht vor etwas Unvermeidbaren, etwas unglaublich Surreals inmitten von etwas sehr Irrealem. Der Film vermischt stilistisch gekonnt wackelige Arthouse-Dramen-Einstellungen mit vor Fantasie übersprudelndem surrealem Stil, mixt storytechnisch eine simple Liebesgeschichte mit Sci-Fi-Elementen und wirkt dabei stets wie aus einem Guss. Die Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz und werden auch toll gespielt, einige Wendungen sind sowohl verstörend als auch faszinierend und das Ende passt auch perfekt.

Der Film ist eine echte Ode an die Liebe, eine zuweilen etwas melancholische Studie darüber, ob man irgendwann zerbrochene Beziehungen wirklich vergessen möchte, auch wenn man das gerne mal in seinen Gedanken behauptet. Eigentlich wird hier den Figuren genau die Möglichkeit gegeben, die sich so viele Menschen wünschen, sich aber über deren tatsächlichen Folgen nicht im Klaren sind. Menschen wollen oft vergessen, vergessen dabei aber, dass selbst die vermeintlich chlimmsten Erinnerungen immer ein Stückchen von etwas Schönem tragen, von etwas, was man eigentlich niemals vergessen möchte. So auch Joel, der bei all seiner Verachutng für Clementine dennoch merkt, wie viel an Positiven er doch mit ihr verbindet, wie viele schöne Momente es in ihrer Beziehung gegeben hat. Eine wunderbare Aussage, so voll von Versöhnung und Hoffnung, wie man sie so nicht oft in einem Film findet. Ein Gefühl des Glückes, wenn der Film zu Ende ist, ein Gefühl der Sehnsucht, der Freude, der Hoffnung.

So haben echte Liebesfilme auszusehen.
Koyaanisqatsi
Koyaanisqatsi

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5,0
Veröffentlicht am 15.11.09
ein film, der so schön wie das leben ist. die kreativen settings voller eigenleben erinnern an "science of sleep" (vom selben regisseur michel gondry), die verwirrung aus erinnerung, erlebnis und täuschung an "the jacket" und "the butterfly effect". und die geschichte, dass man eine gezielte erinnerung durch die wunder der medizin löscht, ist auch jahrzehnte alt. trotzdem ist "vergiss mein nicht" ein einzigartiger film, der auf dramatische weise zeigt, wie sich joel (jim carrey) während eines geplanten eingriffs in seine scheinbar schmerzlichen erinnerungen an seine freundin (kate winslet) bewusst wird, wie wertvoll diese doch sind und diese bewahren möchte. eine auswegloser kampf des unterbewusstseins beginnt ...

das ende wartet mit zwei überraschenden wendungen auf. einerseits sind sie verstörend, andererseits zeigen sie aber auch, dass es immer die möglichkeit eines neuanfangs gibt. und hier fängt der richtig interessante punkt an; man kann sich nämlich fragen, wie diese wendungen zustande kamen und was das für das menschliche verhalten bedeutet. die schauspielerischen leistungen von jim carrey (der nicht nur den schrägen ace ventura, sondern alles spielen kann) und kate winslet sind klasse; sie machen den film authentisch. die nebendarsteller wissen auch zu überzeugen. einziger kritikpunkt sind einige wiederholungen im mittelteil, die man hätte straffen können. außerdem war nicht wirklich die zeitspanne der beziehung deutlich geworden, es kam also etwas schnell und unmotiviert zu joels eingriff. andererseits wird das im laufe des filmes ja nachgeholt.

mehr als nur eine romanze, wie der deutsche im gegensatz zum originaltitel andeutet, sondern ein tiefbewegender und tiefgehender film!
RearWindow
RearWindow

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5,0
Veröffentlicht am 29.10.09
Ein fantastischer Film und eine Ode an das Erinnern als etwas, das unser Leben erst reich macht.
Leider wurde der Film in Deutschland aus Marketinggründen als einfache romantische Komödie verkauft, schon allein durch die Wahl des Titels. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.
kayjay
kayjay

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5,0
Veröffentlicht am 06.07.09
Dieser Film fesselt den Zuschauer von der 1. bis letzten sekunde. Die Geschichte wird von Jim Carrey absolut phänomenal rübergebracht und ist einfach unglaublich gut durchdacht. Wahre Liebe zeigt das die Erinnerungen nie vergessen werden können und vllt. auch nicht vergessen werden sollen weil man seine Gefühle zu einer Person nur verdrängen kann..

Ich kann den Film nur jeder Person ans Herz legen da er einem die Augen öffnet.
Pato18
Pato18

User folgen 11 Follower Lies die 934 Kritiken

1,5
Veröffentlicht am 17.12.12
"Vergiss mein nicht" ist ein film mit einer anspruchsvollen story,die dann leider sehr langweilig erzählt wird! ich finde die story wirklich gut,aber die dramaturgie,die in diesen film gezeigt wird wirkt auf mich stellenweise nicht ernst leider....schuld daran ist auch wenn das hart klingt Jim Carrey,weil ich bei ihm immer an komödien denken muss! er ist ein guter schauspieler,aber die falsche besetzung in diesem film!
Eric
Eric

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5,0
Veröffentlicht am 06.02.19
Was macht das Leben aus? Nur eine der Fragen, die der Film in unglaublicher Schönheit klärt. Dazu eine geniale Abschlussszene (Stichwort: Okay...)
Thomas Z.
Thomas Z.

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5,0
Veröffentlicht am 25.04.18
Wow... ein Film, der das Unmögliche versucht, der Tiefe und Komplexität von Liebesbeziehungen gerecht zu werden... und: Überraschung, er schafft es spielend leicht und vollumfänglich. Unsicherheit, Selbstzweifel, Annäherung, hormoneller Ausnahmezustand mit Synapsenexplosionen, Vergänglichkeit, Vergessen und die Bewahrung der Erinnerung im Herzen. Alle Gefühlszustände in einem zeitlich vertrackten surrealen Konglomerat vorgetragen von zwei Künstlern, die über sich hinauswachsen. Jim Carrey, der bereits in der "Truman Show" andeutete und im "Mondmann" eindrucksvoll untermauerte, was für ein begnadeter Schauspieler er ist, muss man spätestens nach diesem Film jeden Lapsus in drittklassigen Komödien nachsehen, der Mann muss auch mal Geld verdienen, es sei ihm gegönnt. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die von vielen männlichen Rezensenten vorgetragene Abneigung gegenüber Clementine.... durchgeknallt, psycho, anstrengend, unerträglich. Ich habe Kate Winslet selten besser gesehen  (Das Leben des David Gale, Little Children) und finde sie in ihrer Rolle absolut bezaubernd und ganz besonders. Charlie Kaufman und Michael Gondry haben ein Pladoyer für die Magie und die Erhaltenswürdigkeit von Liebe verfilmt, eine Ode an den Wert der Erinnerung. Absolut sehenswert, aber Vorsicht! Charlie Kaufman-Drehbücher sind jenseits der landläufigen Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsvorlieben anzusiedeln.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

User folgen 17 Follower Lies die 4 017 Kritiken

2,0
Veröffentlicht am 26.12.17
Na ok, Jim Carrey hat das Kalauern ein wenig hinter sich gelassen und versucht sich hier einmal mehr als „richtiger“ Schauspieler – und macht das wieder einmal alles andere als schlecht. Neben ihm in der Rolle des verklemmten Joels gibt es noch eine ganze Handvoll Prominenter Gesichter: „Titanic“ Star Kate Winslet als impulsive Freundin, „Frodo“ Elijah Wood als zwiespältiger Techniker, „Hulk“ Darsteller Mark Ruffalo als liebenswürdiger Gehirnbastler, „Ganz oder gar nicht“ Stripper Tom Wilkinson und natürlich „Spiderman“ Star Kirsten Dunst als zwar total kaputte, aber durchweg erotische Sprechstundenhilfe. Keine Frage, das sind echt gute Leute und in Schauspielerischer Hinsicht ist der Film echt gigantisch – nur leider erschließt sich mir der Rest nicht wirklich. Die wirre Erzählweise die aus verrückten und vielen Zeitsprüngen besteht und erst am Ende Sinn ergibt strapaziert enorm und ab dort wo der „Löschprozess“ eingesetzt hat wird der Film zu einem verrückten, durchgedrehten Bildersturm in dem die Szenerien schneller wechseln als Carrey das früher mit seinen Grimassen tat. Ok, fairer weise muß man sagen daß in all diesem Chaos so einige emotionale Momente enthalten sind die durchaus berühren, trotzdem aber alles weitere wird zu einem übermäßig strapaziösen Wechselbad der Szenen und der Gefühle, zwar toll gemacht, aber völlig verrückt und durch die tieftraurige Stimmung zermürbend und deprimierend.Fazit: Anstrengendes und wirres Drama das eine wirkliche Körperliche Anstrengung darstellt und mehr verwirrt als alles andere – dafür an einigen Stellen bewegt und mit phantastischen Darstellern punktet!
Bernd S.
Bernd S.

User folgen Lies die 5 Kritiken

1,0
Veröffentlicht am 10.03.17
Nach einer halben Stunde haben wir den Film abgeschaltet, weil er uns zu belanglos und langweilig war. Das Verhältnis zwischen den beiden Hauptdarstellern war nicht stimmig und ließ beim Zuschauer kein Interesse auf ein diesbezügliches Happy Rnd aufkommen. Es wird alles recht indirwekt erzählt, ohne Interesse oder gar Sympathie erwecken zu können. Ein weiterer Film, der verunglückte im Versuch,weder charmant, noch lustig, noch tragisch, noch melancholich zu sein. Was war er eigentlich? Uns fehlt jedenfalls der Glaube, dass sich im weiteren Verlauf des Streifens noch irgendeine Spannung hätte einstellen können.
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