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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Tsotsi > Userkritiken
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1 - 10 von 14 Treffern
Mitglied seit 1.486 Tagen | 12 Userkritiken
Kritik: Als ich mir diesen Film ausgeliehen habe, muss ich sagen habe ich mich doch sehr auf die vielen Auszeichnungen die auf dem Cover versehen waren verlassen (Bester nicht europäischer Film usw.). Anfangs ist mir auch die ähnliche Kameraaufnahme wie von City of God positiv aufgefallen und habe mich daraufhin auch schon sehr auf das weitere Geschehen gefreut. Insbesondere dann als Tsotsi das kleine Baby entwendet hat, hatte ich mich auf eine tiefsinnige Beziehung zwischen ihm und dem Kind erhofft. Leider kam das für mich nicht so zustande, da mir ein wenig zu viel " Hin und Her " Getue war. Erst bietet die Nachbarsfrau noch an alles für ihn zu erledigen dann schlägt er ab geht wieder zurück in dieses Haus... War mir nachher zu unübersichtlich geworden, so dass ich den Film mit weitaus weniger Konzentration und Lust anschaute. Das Ende fand ich zudem etwas einfallslos, dafür das so viel "Hin und Her" war. Da mir aber die Grundidee und die Beziehung zwischen Tsotsi und dem Obdachlosen Rollstuhlfahrer gut gefallen hat kriegt er von mir 6 Punkte.
Mitglied seit 1.302 Tagen | 1 Kritik
Kritik: Ich habe den Film in einer Videothek stehen sehen und mich anhand von cover und Beschreibung dafür entschieden ihn einfach mal mitzunehmen. Doch was ich dann zu Gesicht bekommen habe war einer der bewegendsten Filme die ich seit langem gesehen hab. Diese Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit die von Presley Chweneyagae unglaublich authentisch rübergebracht wird lief mir eiskalt den Rücken runter. Ich kann den Film wirklich nur weiterempfehlen, wieder ein gutes Beispiel für: "Aus wenig mach mehr".
Kritik: Schade eigentlich, daraus hätte wirklich was werden können. Nach der ersten halben Stunde denkt man nur, wow der hat genau so viel Tempo wie City Of God. Danach, wo Tsotsi das Baby findet bricht die Geschwindigkeit ein, was ja erstmal nicht schlecht ist. Es passt, dass das Baby endlich Ruhe in sein Leben bringt und er anfängt über sich und sein Leben nachzudenken. Aber leider dümpelt er ab da bis zum Ende nur noch vor sich hin. Alle 10 Minuten wird man mehr gelangweilt. Dazu kommen Sinnlosigkeiten (warum bricht er in dem Haus der Familie ein um Kuscheltiere zu klauen und um wenig später das Baby wieder dorthin zurückzubringen?) und ein phänomenal schlechtes Ende. Der Film hatte Potenzial, definitiv! Aber so nicht! Was mir Positives an ihm in Erinnerung bleiben wird, sind die Bilder, die wirklich sehr schön sind und von der Grundstimmung her an City Of God heranreichen...
Kritik: der film war gut,, für manche nicht weil die mehr action oder unechte schnitte sehen wollten,, das ist eine erzählung wie es in den Gehttos ´so abgeht und keine extra eingeführten stellen die nicht realistisch sind oder so nicht inder realität passieren,, der film ist die reinste realität..
Kritik: Ersteinmal muss man wie schon zuvor erwähnt fethalten, dass es sich hierbei um ein schwieriges Thema handelt, dass der Regisseur brilliant gemeistert hat. Denn in diesem Film wird nicht gleich Gangstersein als böse und verachtenswert dargestellt, sondern es wird an die kognitive Eigenschaft der Person appeliert. Dies hilft sehr Tsotsi von der Menschlichen Seite kennenzulernen. So wird einem in diesem Film explizit und ohne Effekthascherei auch das Milleu schonungslos präsentiert, was zum Verstehen der Charakterentwicklung Tsotsis unabdingbar ist. Ebenfalls wird hier auf die Tatsache eingegangen, dass Menschen nie böse zur Welt kommen und der auschlaggebende Grund für deren Entwicklung die Sozialisationsinstanzen sind, die dem Kind in seinen prägendsten Jahren widerfahren. So denke ich, dass Tsotis Entwicklung unter Berücksichtigung seiner Vergangenheit nachvollziehbar dargestellt wurde. Selbst den Schluss finde ich gar nicht mal so schlecht, da er mit der Verhaftung Tsotsis, der jetzt weiss was "decency" bedeutet einen moralischen Diskussionsportal schafft. Denn hier könnte man sich fragen ob Tsotsi die "decency" geholfen hat, denn wäre er einfach untergetaucht hätte er sich der Verhaftung entziehen können. Jedoch ist dies ein zu weites Feld, dass ich an dieser Stelle nicht näher erläutern kann, da dies den Rahmen sprengen würde. Alles in allem ist der Film ein gelungenes Porträt des Slumlebens als Folge der Apartheit, der einem doch etwas Hoffnung bezüglich der Menschlichkeit im Alltag von Mord und Gewalt spendet ohne zu kitschig zu sein á la Hollywood.
Kritik: Ich weiß gar nicht, ob wir alle den gleichen Film gesehen haben; die Mehrheit der vorrangegangenen Kritiken ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich fand den Film bestechend durch seine emotionale Dichte und seine Authenzität, sehr berührend und voller spannender Wendungen. Die Figur des Tsotsi ist absolut glaubhaft in ihrer Entwicklung und einfach genial gespielt. Dieser Film hat durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient, als er bislang in Deutschland bekommen hat. Dem Vergleich mit "City of God" hält er durchaus stand.
Kritik: Diesen Film mit "City of God" zu vergleichen grenzt an Blasphemie. Den Charakteren fehlt die Tiefe und die Handlung strotzt von Ungereimheiten. Vor allem das Ende hat mich sehr gelangweilt, da dem Regisseur nicht besseres eingefallen ist, als dass sich Tsotsi (der doch nicht auf den Kopf gefallen zu sein scheint) so plump von der Polizei fangen lässt. Ist dem Drehbuch-Autor denn nichts besseres eingefallen, als den Tsotsi am Zaun auf die Polizei warten zu lassen? Ich mein, das sich David absichtlich fangen lässt, davon ist nur schwer auszugehen, nachdem er endlich das schöne am Leben kennenlernte. Da wird dem Zuschauer plötzlich ein Ende ins Gesicht geklatscht, als wäre plötzlich dem Produzenten das Geld ausgegangen. Als Zuschauer sehnt man sich jedem Strohhalm, der einem zwischen den Zeilen serviert wird, um den Charakteren mehr Tiefe zu geben. Leider wartet man meist umsonst. Was den Film meiner Meinung nach rettet, sind die Schauspieler und die Kameraeinstellungen. So sieht man zum Beispiel das Township in Perspektiven, die nicht an einen Slum sondern an eine Kleinstadt erinnern. Alles in allem hatte ich mehr von dem Film erwartet und war gerade zu erschrocken, wie oberflächlich er doch dahindümpelt. Als Europäer, der mit Sicherheit schon den ein oder anderen in Soweto oder Johannesburg gedrehten Film gesehen hat, ist man maßlos enttäuscht.
Kritik: Meine Meinung zu dem Film: gut, aber schwer verdaulich! Der Film zeigt schonungslos wie Tsotsi verlorengeht. Er ist ein Heimatloser, und weil er selbst keine Heimat hat muss er dies durch Gewalt kompensieren. Und dann findet er einen Rettungsanker: Das Baby! Nun hat er einen Sinn gefunden! Er verliert in am Ende wieder! Es geht wieder um nichts weiter als um Finden und Verlieren, Schuld und Neuanfang. Solche Themen kann man gar nicht verfilmen. Vieles bleibt unausgesprochen und es gibt keine eindeutige Aussagen, man muss oft zwischen den Zeilen lesen. Fazit: Der Film ist eine Geschmackssache entweder top, oder flop
Kritik: Ballade vom mütterlichen Gangster - Der südafrikanische Film “Tsotsi setzt seine Hoffnung auf kindliches Mitgefühl. Am Anfang steht das pure Grauen. Eine ausgemergelte Frau liegt auf einer verschlissenen Matratze. Sie stirbt an Aids. Ihre im Todeskampf geweiteten Augen richten sich auf den sechsjährigen Sohn David. Flehend streckt sie ihre Hand aus, um das Kind zu sich zu rufen. Ihr betrunkener Mann stellt sich dazwischen: Du wirst ihn anstecken! Der Haushund kommt hinzu. Mit einem Tritt bricht ihm der Mann das Rückgrat. David flieht. Die Szene wird zum Trauma seines Lebens. Wir sind in der Township von Johannesburg. Die 3,3 Millionenstadt gehört zu den gefährlichsten Orten der Welt. Dort gibt es mehr Morde als tödliche Autounfälle. Aus dem kleinen David ist der Gangster Tsotsi geworden. Ein schöner junger Mann, doch von Gefühlen keine Spur. Wer ihn nach seiner Vergangenheit fragt, bekommt seine rücksichtslose Faust zu spüren. Gnadenlos sticht er in der U - Bahn einen Geschäftsmann ab. Er demütigt einen Behinderten, weil er an die Schwäche seiner Kindheit nicht erinnert werden will. Heimlich jedoch kehrt er immer wieder zu den Betonröhren am Rande der Stadt zurück, die ihm einst als Wohnung dienten und jetzt anderen Kindern ein Zuhause sind. Der Regisseur Gavin Hood hat mit vielen Townshipkindern Filme über ihr Leben gedreht und den Roman Tsotsi des Autors Athol Fugard aus den sechziger Jahren mit seinen Erfahrungen verknüpft. Wenn Gavin Hood über seine Arbeit redet, versucht er mit geradezu verzweifelter Prophetie für den Glauben an die Mitmenschlichkeit zu werben. Man könnte seinen Film als kitschige Legende ansehen, sagt er beschwörend, aber er sei eine Möglichkeit. Nun, sehen wir uns den Silberstreif am Horizont des Schicksals von Tsotsi an: Er überfallt eine reiche schwarze Frau, schiesst sie zum Krüppel, stiehlt ihren Wagen - und entdeckt darin ein Baby! Seine eigene Kindheit wacht auf und das Urkindchenschema der Menschheitsgeschichte. Wie der junge Mann versucht, die vollgemachten Windeln des Babys zu säubern und das schreiende Balg zu beruhigen - das gehört zu den fröhlichen Szenen des Films. Letztlich muss eine gerade Mutter gewordene Nachbarin aushelfen, die das Kind stillt. Aber - Tsotsi will Vater und Mutter zugleich sein! Die Erlösung von seinem Kindheitstrauma! Auch er war einmal schwach und wollte geliebt werden. Doch die Last der Verantwortung, die der junge Mann so leichtfertig übernommen hat, wird für ihn zu schwer. Der Einbruch in die Villa der Familie des Kindes bringt die Wende. Tsotsi erblickt staunend das Kinderzimmer: Ein Paradies, grösser als seine Hütte. Er erkennt, dass ihn von der Welt der neuen schwarzen Reichen Welten trennen. Doch der Abschied von dem Kind wird zu einer Qual. Mit Tränen in den Augen übergibt Tsotsi das Baby dem Vater, in Schach gehalten von Polizeiwaffen, angefleht von der Mutter. Eine Szene der Versöhnung in einem Jammertal. Vielleicht trügerisch, vielleicht aber auch Ausblick auf eine neue Zeit.
Kritik: schliesse mich in der Beurteilung "alles unklar" an. mit relativ hohen Erwartungen, angesichts der vielen Auszeichnungen, bin ich in den Film gegangen und von vollständig enttäuscht worden. Eine schwache, vorhersehbare Story, völlig überzeichnete Charaktere (der Intelektuelle, der dumme Dicke, der Skrupelose Mörder und der zweifelende Protagonist)und einfallslose Filmmusik (nichts gegen SA-HipHop, aber ein wenig mehr dürfte es dann doch sein). Ganz schlimm sind die biographischen Rückblenden um den HAndlungen des Protagonisten ein wenig "Legitmität" einzuhauchen, den Zuschauer "verstehen" zu lassen. Unnötig und banal. Der Film hat es nie geschafft mich in seinen Bann zu ziehen, einziger postive Aspekt waren die Totalen des kamaramanns in den Townships.Die grau, braunen Farbfilter vermittelten eine besondere Stimmung.
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