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Tom Cruise, Jack Nicholson, Demi Moore und Kevin Bacon. Bei dieser erstklassigen Besetzung läuft wirklich jedem Cineasten das Wasser im Munde zusammen. Und zwar vollkommen zurecht, denn dieses Drama glänzt gerade durch seine außerordentlich guten Darstellerleistungen, die jeden Moment zu einem Ereignis sondergleichen werden lassen. Auf den ersten Blick erscheint die Story recht simpel. Zwei Soldaten auf dem amerikanischen Stützpunkt in Guantanamo wenden einen sogenannten ''Code Red'' an, der in seiner ungeheuren Brutalität zur Disziplinierung der Rekruten dient. Jedoch stirbt das Opfer dabei, da die beiden Männer mehr tun als nur ihren Job und deswegen nun vor Gericht stehen, wo sie Kaffeevertreten muss. Darüberhinaus jedoch offenbaren sich interessante Feinheiten, die den Fall stets weiter verkomplizieren und ihn in eine neue Richtung treiben. Schließlich funktioniert ''Eine Frage der Ehre'' auch auf einer weiteren Ebene, die die Handlungen der Protagonisten hinterfragt und dabei Themen wie Ehre, Kodex, Recht, Unrecht, Moral und Unmoral aufgreift und subtil in den Plot einbindet, worin letztendlich das Geheimnis dieses erstklassigen Dramas liegt, denn dieses funktioniert gerade wegen seiner Qualitäten unter der Oberfläche eines klaren Falles so hervorragend. Dennoch, ungeachtet der zweifelsohne vorhandenen starken Story, sind es erst die Schauspieler, die den Film zu dem machen, der er ist: Großes Kino. Insbesondere Tom Cruise, der auch schon mit ''Rain Man'' und ''Geboren am 4.Juli'' sein enormes Talent unter Beweis gestellt hat, fasziniert als junger, energischer, leicht naiver, aber auch aufrechter Perfektionist: seine Darstellung sprüht vor Energie und Ausstrahlung, die den Zuschauer von Beginn an fesselt, nicht zuletzt wegen des hervorragenden Drehbuchs, welches ihm einige ordentliche One-Liner in den Mund legt und ihm auch in den anderen Szenen durch deren geschickte Ausarbeitung viel Raum zur Entfaltung seines Charakters bietet. Bemerkenswerterweise fügen sich eben jene ''Gags'' hervorragend in das eher ernste Gesamtwert ein, welches auf diese Art noch besser unterhält. Ein weiterer Goldschatz in diesem überragenden Cast bleibt Jack Nicholson, der mithilfe seiner enormen Wandlungsfähigkeit überzeugend den konservativ-patriotischen Colonnel gibt, dabei super als Gegenpart zu dem jungen Cruise agiert und folglich die finale Szene zu einem der besten Momente der Kinogeschichte werden lässt. Einsame Spitze! Abgerundet wird dieses Bild von der durchweg stilsicheren Inszenierung, die aufgrund einer soliden Kameraarbeit und eines interessanten Soundtracks punkten kann. FAZIT: Ein von den hervorragenden Charakterdarstellern getragener Thriller, der formal wie inhaltlich zu fesseln weiß.
Hinzugefügt am 06.11.2010 um 17:14 Uhr Verstoß melden
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