The Proposition
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      4.5 - Großartig

    Dieser Film ist für mich einer der besten nicht-amerikanischen Neo-Western überhaupt! Die Story ansich ist interessant und mitreißend, mit sehr passenden Charakteren besetzt. Entgegen einiger Kritiken betrachte ich die Umsetzung als überaus gelungen. Ein sehr atmosphärischer und zeitgeschichtlich überwiegend authentischer Western mit tollen Bildern und einem emotionalen Score, der nicht nur Genre-Fans gefallen dürfte. Die Filmstarts-Bewertung kann ich demnach nicht teilen und frage mich ernsthaft, was hier eigentlich Maßstab bzw. Vergleichsgröße ist, da es meines Erachtens überhaupt nur sehr wenige vergleichbare Werke gibt, was Storyline, epochalen Zusammenhang und Authentizität von Gesellschaftskritik angeht - all das bei einem Western, der nicht in Nordamerika spielt! Vielleicht steckt hinter der schwächeren Kritik/Bewertung aber auch einfach der Kapitalfehler, eine Frau einen Western rezensieren zu lassen. Der letzte Satz deutet jedenfalls auf mangelnde Seriösität hin (welcher Western ist nicht gewalttätig?). Von mir gibts 9/10

    Hinzugefügt am 07.05.2011 um 01:58 Uhr
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      2 - Nicht gut

    „The Proposition“ ist einer dieser Film, der trotz guter Vorraussetzungen nicht überzeugen kann, da die vielen guten Ansätze nicht konsequent genug ausgearbeitet wurden. Aber erst einmal zu den positiven Aspekten: Der Film hat eine schöne, dreckige Atmosphäre und eine wirklich tolle Kulisse vorzuweisen. Die Inszenierung von Regisseur John Hillcoat führt zu einigen großartigen Bildern, was vor allem durch die toll gefilmte Landschaft kommt. Der tolle Soundtrack unterstützt die Wirkung der Aufnahmen immer wieder und lässt sie noch gewaltiger wirken. Auch die Schauspieler wissen allesamt zu überzeugen. Besonders stechen Guy Pearce und Ray Winstone hervor, wohingegen John Hurt in einer völlig sinnlosen Nebenrolle verschwendet wird und da fangen die Probleme des Films auch schon an. Denn sinnlose Szenen, wie die Auftritte von John Hurt, gibt es in diesem Film öfter. Die Handlung dümpelt ohne Höhepunkt vor sich hin und folgt immer den üblichen Strickmustern. Sie ist dadurch völlig vorhersehbar und verliert jegliche Spannung. Die inneren Konflikte der Hauptfiguren werden nur oberflächlich behandelt und kommen nie richtig zur Geltung. Durch die daraus entstehende emotionale Bindung zu den Figuren fehlt dem Film jegliche Dramatik, da man sich nie für das Schicksal der Charaktere interessiert. Diese fehlende Tiefe bei Story und Charakteren scheint der Film dann auch noch mit viel harter Gewalt ausgleichen zu wollen, was aber auch misslingt. „The Proposition“ ist somit ein nett gemeinter Versuch, einen guten Neo-Western abzuliefern, kann aber aufgrund des katastrophalen Drehbuchs nicht überzeugen.

    Hinzugefügt am 02.02.2009 um 21:12 Uhr
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    Bolanov
    Bolanov

    1 follower | Seine 403 Kritiken ansehen |

      3 - Nicht schlecht

    "The Proposition" ist ein generell recht ordentlicher Western geworden, dem es allerdings etwas an der Entwicklung seiner Geschichte hapert. Die Story selbst klingt zwar recht vielversprechend, schafft es aber nicht so richtig, den Zuschauer wirklich zu fesseln. Die Erzählweise lässt etwas an Tempo vermissen und dadurch plättschert der Film teilweise einfach nur so vor sich hin. Die letzte Konsequenz scheint ein wenig zu fehlen. Die Atmosphäre ist Regisseur John Hillcoat dagegen nahezu brillant gelungen. Das australische Outback der 1880er-Jahre wird mit einer fast schon erschreckenden Authentizität und faszinierenden Bildern dargestellt. Die Atmosphäre ist durchgehend dreckig und düster und wirkt dadurch sehr authentisch. Aber auch die Figuren sind dreckig, ausgelaugt und ausgezerrt und untermauern die harte damalige Zeit. Gewalt wird hierbei sehr offen und äußerst brutal dargestellt, die Szenen haben es wirklich in sich. Die Darstellerleistungen sind insgesamt wirklich stark, so können vor allem Ray Winstone und Emily Watson besonders überzeugen. Aber auch die anderen Darsteller wissen zu gefallen und verleihen ihren Rollen problemlos die nötige Glaubwürdigkeit und Tiefe. Alle in allem ist "The Proposition" ein Film, der es aufgrund seiner großartigen Atmosphäre und Darsteller über das Mittelmaß hinaus schafft, deren aber etwas zu unausgereifter Geschichte leider mehr verhindert. Für Western-Fans und Freunde des etwas anspruchsvolleren Kinos ist dieser Film aber dennoch durchaus zu empfehlen!

    Hinzugefügt am 02.11.2008 um 22:50 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Der Film ist einfach von seiner Atmosphäre und von der schauspielerischen Leistung der Darsteller ein klasse Film. Also ich bin einer der sich Filme einmal anschaut, aber diesen habe ich mir 2 mal innerhalb einer Woche ausleihen müssen, weil er mich total faziniert hat. Allein die Folterszene von einem der Brüder wo gleichzeitig ein anderer aus der Bande das alte irische Volkslied "Peggy Gordon" singt, geht sowas von unter die Haut, daß ich immer noch Gänsehaut bekomme, wenn ich nur dran denke. Der Film ist schon manchmal sehr brutal aber ich glaube der Regisseur hat das nicht gemacht um ein Splatterfilm zu drehen um ein breiters Publikum anzusprechen, sondern wollte nur mit dieser Itensität der Gewalt zeigen wie es halt so abging damals in Australien. Also ich kann diesen Film nur empfehlen. Man muss kein Western-Fan sein (ich bin auch keiner)um diesen Film zu mögen.

    Hinzugefügt am 02.01.2008 um 13:12 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Eine Weihnachtsgeschichte, zur Zeit als der Colt noch locker und das Gesetz noch auf einem hohen Roß saß. Mit einer kleinen Änderung: das Ganze spielt im tiefsten Outback in Australien. Es begab sich zu der Zeit, als zwei Outlawbrüder in die Hände der Justiz fielen. Für den aus England importierten Gesetzeshüter, ist Australien die Hölle - und eigentlich alles um ihn herum sowieso. Der fehlende dritte Bruder der Gesetzlosensippe ist es, der ihm Kopfzerbrechen bereitet. Und da sich bislang jeder eine Abfuhr abholte, bei dem Versuch Buder Nummer 3 habhaft zu werden, vernimmt der mittlere Bruder (Guy "Memento" Pearce) folgenden Deal vom Gesetzeshüter: "Bring mir den Kopf (im übertragenen Sinne) deines ältern Bruders und der Jüngste wird leben. Du hast Zeit bis Heiligabend!" Und so reitet er - gegen die Zeit, gegen seine Überzeugung, gegen seinen Widerwillen... Ein wunderbarer melancholischer Western, voller Bilder aus dem australischen Niemansland, untermalt von einem wunderbar schwermütigen Soundtrack aus der Feder von Nick Cave. Es ist schon eine wirkliche Schande, daß dieses Werk nie über deutsche Leinwände flimmern durfte - denn der Streifen schreit mit seinen bestechend schön ausgeleuchteten Bildern förmlich nach der großen Leinwand! Und Ray Winstone (King Arthur/ Departed) als Gesetzeshüter mit Prinzipien ist ein Titan in diesem Film. Wie er seine Ohnmacht und Verzweiflung in diesem Niemansland - sowohl gesetzlich, moralisch und vegitativ- versucht im Zaum zu halten - und sei es nur, um seiner zerbrechlich wirkenden Ehefrau (Samantha Morton - ebenfalls zum Niederknien ) ein Fels zu sein, daß hat schon Klasse. Danny Huston - als Obervampir mit ganz ganz schrecklichen Speisemanieren in "30 Days of Night" in Kürze schrecklich unterfordert - bietet als Oberoutlaw mit Kultur UND wilder Rohheit gleichermaßen eine Bereicherung auf der Liste sehenswerter Bösewichte. Die Sequenz, wenn der Jüngste der Outlaw-Sippe vor der angetretenden Dorfgemeinde ausgepeitscht wird, schafft in ihrer Intensität - und Mitleidslosigkeit seitens der Zuschauer dieses Spektakels - mühelos, daß einem dabei die Luft wegbleibt. Und John Hurt als britischer Kopfgeldjäger dessen Intellekt in einem Spagat zwischen Intoleranz, Rassismus und Feingeistigkeit für die schönen Dinge des Lebens mäandert - obwohl man sich als Zuschauer vor allen Dingen ein langanhaltendes Schaumbad für ihn wünscht, weil man ihn förmlich riechen kann (Urrgs!) - ist das letzte Sahnehäubchen in der illustren Darstellerriege. Der Film ist all das für mich, was ich in dem mehrfach ausgezeichneten und hochgelobten "Erbarmungslos" vergeblich gesucht habe: Groß, Erbarmungslos (!), getragen von der Liebe zu seinen Charakteren und würdevoll. Kurz: Großartig! Und bietet sich an, zusammen mit "Ist das Leben nicht schön" und "Scrooged - Die Geister die ich rief" ein wunderbares Weihnachtstriple abzugeben. Versuchts mal - und zwar genau in dieser Reihenfolge. Frohes Fest!

    Hinzugefügt am 28.10.2007 um 00:36 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Guy Pearce spielt in einem Film, zu dem Nick Cave das Drehbuch geschrieben hat? Mir war gleich klar, dies ist ein Muss für mich. Kommt der Film vordergründig als dreckiger und brutaler Western mit sehr schönen Bildern daher, stellt sich beim Nachdenken darüber auch die bedrückende Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts in den Vordergrund, vor allem in Bezug darauf, wie die Briten mit den Aboriginals umgegangen sind. Nicht nur dies macht den Film zu einem brutalen und schockierenden Erlebnis. Manchmal ist es schwer, ruhig im Stuhl sitzen zu bleiben. Der Film wird im Gegensatz dazu getragen von ruhigen Bildern und der wunderschönen, ruhigen, aber sehr intensiven Musik von Nick Cave. Schauspielerisch wird eine Menge geboten, allen voran Guy Pearce, dem man seine Rolle zu jeder Sekunde abnimmt. Selbst mit langen, fettigen Haaren und schmutzigen Fingernägeln sieht er noch unerhört sexy aus. Unglaublich. Der Film gehört für mich zur absoluten Oberliga.

    Hinzugefügt am 13.12.2006 um 23:01 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Dies ist das perfekte Pendant zu Klassikern wie Spiel mir das Lied vom Tod oder die alten Eastwood Western. Nur das dieser Film eben noch dreckiger, noch fieser und vor allem atmosphärisch-beklemmender daher kommt als seine ganzen Mitstreiter - Ein wilder Ritt den JEDER Western Fan gesehen haben muss.

    Hinzugefügt am 21.07.2006 um 02:19 Uhr
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