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Rühmann mal ganz anders! Der Komödiant hier einmal in einer ernsten Rolle, die er aber ebenso bravourös meistert wie die des "Pfeiffer mit drei F" in der legendären Feuerzangenbowle. Gerade die Szene, in der er den verdächtigen Hausierer Jacquier vor der lynchbereiten Meute rettet, mit einer Mischung aus Autorität und Humor, finde ich beachtenswert. Ebenfalls überzeugend Michel Simon als Hausierer, der die Verzweiflung des unschuldig Vorverurteilten einfach genial rüberbringt. Auch Gert Fröbe als Kindesmörder Schrott bietet eine beeindruckende Leistung - und eine gewagte, denn damals in den 50ern und 60ern war das Publikum eher bereit, die Rolle auf den Schauspieler selbst zu projezieren. Es hätte ihm leicht ähnlich ergehen können wie Fred MacMurray nach seiner unsympathischen Rolle in "Das Apartement", der danach Schwierigkeiten hatte, akzeptable Rollen zu bekommen. Insgesamt ein packender Film, trotz seines Alters überhaupt nicht verstaubt wirkend. Das einzig Störende ist für mich, dass einige der Aussenaufnahmen deutlich erkennbar im Studio nachsynchronisiert wurden. Warum das nötig war, habe ich leider nicht in Erfahrung bringen können.
Hinzugefügt am 05.02.2007 um 03:22 Uhr Verstoß melden
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