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5 - Spitzenklasse
Äußerst beeindruckend, was Greengrass da gelungen ist: Der letzte Teil einer Trilogie ist gleichzeitig ihr Höhepunkt und Glanzstück, das die Reihe perfekt beendet. Der erste Teil war bereits ein herausragender Agententhriller, der durch die Fortsetzung getoppt wurde. Da lag die Hürde wirklich hoch. Eine kontinuierliche Steigerung von Teil zu Teil; im Filmgeschäft ganz klar die Ausnahme von der Regel.
Was Inszenierung und Dramaturgie angeht, bleibt das Ultimatum den beiden Vorgängern treu, legt jedoch nochmal eine ganze Schippe an Action und Spannung obendrauf. Atempausen kennt DBU nicht, mit Hochgeschwindigkeit erkämpft sich Bourne die Klärung seiner Identität. Wer da glaubt, der Vorgriff auf die Geschichte im zweiten Teil könnte der Spannung abträglich sein, wird eines besseren belehrt: Bis zu der besagten Szene in Manhattan hat der Film bereits derart viele Höhepunkte überwunden, das man gar nicht weiß, wie einem wirklich geschieht. Die (Film-)Zeit rast nur so dahin. Schwächen hat der Film nicht (nun gut, das Ende überrascht nicht ganz so sehr, es wurde halt schon eine Menge in den beiden Vorgänger erklärt oder angedeutet), vollkommen schnörkellos. Der Film ist rasant wie eine Achterbahnfahrt, aber nie so platt wie xXx. Der Agententypus Bourne ist hart und verletzlich zugleich. Diese Ambivalenz des Protagonisten wirkt jedoch nicht so künstlich und kitschig wie die des James Bond in "Casino Royale", sondern jederzeit glaubwürdig, was auch ein großer Verdienst von Damons Schauspielkunst ist.
Alles in allem, ein Agententhriller, wie es ihn schon sehr lange nicht mehr gegeben hat, wenn überhaupt. Ein rundherum perfekter Film mit einer beachtenswerten Stringenz in puncto Action, Spannung und Dramatik. Bleibt zu hoffen, dass diese Ausnahmetrilogie durch Bourne 4 keinen Schaden erleiden wird.
Hinzugefügt am 06.06.2009 um 19:23 Uhr
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