Lemming
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      5 - Spitzenklasse

    gibt kein Tadel, nur Lob! der Film lässt dem Zuschauer sehr viel Phantasie offen, so etwas zu realisieren kenne ich nur von Pulp Fiction oder Filme von Alfred Hitchcock. Geniale Kameraführung. der Film ist ein Muss!

    Hinzugefügt am 19.04.2009 um 11:58 Uhr
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      0.5 - Null

    Oh mein Gott kotz würg was soll den die S..... schlechtester Film aller Zeiten wer denkt sich so einen Müll den nur aus also ich fand nichts positiv an dem Film 2 Stunden Zeit verschwendet. Thriller also bitte ich bin fast eingeschlafen . Dieser Film ist absolut nicht zu empfehlen es sei den man ist Professor oder Lehrer und kriegt bei anderen Filmen einen Herzinfakt dann viel Spaß beim Grußeln ;-)

    Hinzugefügt am 01.10.2006 um 21:45 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Eigentlich dachte ich ich komme auch bei anspruchsvollen Filmen ganz gut mit. Diesen habe ich ich nicht ganz verstanden. Wer dreht hier durch? Gibt es eine "Auflösung" die ich verpasst habe? Trotzdem war der Streifen spannend und ich kann der Bemerkung, dass hier stilmäßig ein asiatisch-hitchcockisch'er Film vorliegt nur zustimmen. Danke für Antworten.

    Hinzugefügt am 31.08.2006 um 16:02 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    ein unheimlich fesselnder und beklämmender Thriller der einen auf ganz andereart den wahnsin zeigeiner der spanndensten filme die ich je gesehen habe

    Hinzugefügt am 26.08.2006 um 23:01 Uhr
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      0.5 - Null

    Das einzige Interessante an diesem Film ist zu erfahren, woher der Lemming in den Abfluss kam. Nicht zu empfehlen. 2 Stunden vergeudete Zeit. Note: 1

    Hinzugefügt am 24.07.2006 um 09:27 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Die Leerstelle in der Struktur (Fragmentarisches über soziale Theorie) nachzulesen in www.film-und-politik.de “Die Geschichte dieser anderen Art des Wahnsinns ist zu schreiben, in der die Menschen miteinander in der Haltung überlegener Vernunft verkehren, die ihren Nachbarn einsperrt.” (Michel Foucault, “Wahnsinn und Gesellschaft”, Vorwort) Wo der Deutsche schweigt, beim Lesen, beim Betrachten, noch wo er zu reden zwanghaft nicht aufhört, fängt der Franzose an zu reden, um Kopf und Kragen, wenn’s sein muss. Im Film “Lemming” von Dominik Moll, der im Jahre 2005 die Filmfestspiele von Cannes eröffnete, steht ein hübsches Paar im Zentrum. Von Paris kommend, ist es gerade dabei, sich am Rande einer Stadt im Süden Frankreichs ein neues Zuhause zu schaffen – aufgepumpt mit Lebenslust, voller Optimismus. Denn hier bekommt Alain (Laurent Lucas) als Ingenieur die Gelegenheit, federführend an der Entwicklung einer fliegenden Überwachungskamera zu arbeiten. Ein merklicher Karrieresprung. Seine Arbeit nötigt nicht nur seinem neuen Chef Richard (André Dussolier) Bewunderung ab. Seine Frau Bénédicte (Charlotte Gainsbourg) mag es überdies, mit einem Mann verheiratet zu sein, der in seinem Verhalten so gar nichts von Karrieregeilheit mit sich führt. Ist es nicht putzig, wie er als Techniker mit zwei linken Händen im Haushalt herumläuft, sich an einem verstopften Abflussrohr zu schaffen macht und dabei eine Zange zu Bruch gehen lässt? So einer ist formbar, mag sie vielleicht denken und begnügt sich ihrerseits mit einem Dasein als Hausfrau, vernunftgründig aus freien Stücken, scheint gar glücklich dabei, vorerst, wo es doch in ihrem neuen Heim noch so viel zu tun gibt und ihr Beruf als Pharmavertreterin ohnehin so gar keine Freude mehr macht. Sagt sie. Alain weiß gar nicht wie ihm geschieht, als er ihr abends im Bett kurz vor dem Einschlafen ausmalt, wie er gerade eben einen im Abflussrohr der Spüle verendeten Hamster herausoperiert hat, um ihn sorgfältig auf dem Küchentisch auf einer Plastiktüte zu betten. Ein Berglemming, wie sich später herausstellen wird, der plötzlich am nächsten Morgen unter Bénédictes großen, dunklen Augen ganz leise zu quieken anfängt, die ausschauen, als wüssten sie um ihre wiederbelebende Wirkung: offenherzig und kindlich, in sich ruhend interessiert, wiewohl ihnen durch ihre in sich ruhende Ausgeglichenheit zugleich etwas Beschwörendes anhaftet, als sei die Welt dazu da, dass man sich für sie interessiere. Als würde schon das Interesse alles zum Guten wenden. Der Lemming tollt denn auch alsbald wieder ganz quietschvergnügt in einem bereitgestellten Käfig herum. Wie gesagt, Alain, ein wenig schläfrig vor sich hin redend, wie um eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen, weiß nicht wie ihm geschieht, denn während er den merkwürdigen, noch so gar nicht bedrohlichen Sachverhalt um den verstopften Abfluss ausmalt, machen sich in Bénédicte sexuelle Begierden bemerkbar, die ausgelebt werden wollen, zunehmend, während er immerzu weiter malt, als wohne der Geschichte von einem verendeten Vieh aphrodisischer Zauber inne. Natürlich kann so ein Gerede auch schief gehn. Vielleicht dass die Geschichte für unser Pärchen so gar nichts Nekrophiles an sich hat, selbst für Bénédicte nicht, obwohl sie es war, die sexuell sofort reagierte, so bestraft gemäß der antiken Überlieferung das Schicksal auch den, der von seinen Sünden nichts weiß oder sich zur Sünde verführen lässt. Nicht mit der sündigen Tat, sie mag unschuldig sein, nein, schon mit der Neugier fängt alles an: die Sünde und der Fluch, denn, einmal angestachelt, läuft das “Wissen-Wollen” Gefahr, sich in Maßlosigkeiten zu verlieren (Hybris), weil ihm das natürliche Maß abgeht, das allen Dingen der Natur anhaftet. Der Zuschauer mag sogleich ahnen, dass der Lemming, nachdem Alain ihn aus dem Abfluss gezogen, einen Fluch markiert. Die Figuren ahnen nichts, dafür ihr Leben zu nah an der Realität orientiert ist, wie um nicht wissen zu wollen, dass durch diesen Lemming auf ihrem Leben ein Fluch lastet, der es in seine Einzelteile zu zerlegen droht. So steht es geschrieben im Brockhaus unter dem Stichwort “Lemming”: “Gattungsgruppe der Wühlmäuse, kleine, bodenbewohnende Nagetiere Eurasiens und Nordamerikas. Der bis 15 cm lange skandinavische Berglemming (Lemmus lemmus) unternimmt nach periodisch alle 34 Jahre auftretenden Massenvermehrungen Wanderungen infolge Nahrungsknappheit und mangelnder Unterschlupfmöglichkeiten, bei denen viele Tiere den Tod finden.” Und im Film ist ergänzend dazu von einem Experten zu hören: “Zuweilen treibt es sie ins Meer. Dort finden sie den Tod, nicht weil sie nicht schwimmen können. Nein, sie sind sehr gute Schwimmer. Sie gehen zugrunde aus Erschöpfung.” Ach, – so ist das also. Fehlt noch die Erklärung, wie der Lemming in das Abflussrohr gelangen konnte. Sie wird, Gott sei Dank war der Experte fleißig, am Ende des Films geliefert, und siehe da, als sei mit dieser Erklärung der Fluch aufgehoben, fügt sich das Leben, als sei nicht viel passiert, wieder zusammen. Wie das metallischen Leben des monströs bösen Terminators (II), der als Bedrohung aus einer zukünftigen Welt die Gegenwart heimsucht und sich immerzu wieder zusammenfügt, der gute Terminator mag ihn noch so oft vernichten. Das Böse ist und bleibt präsent. Warum? Weil es das Böse gibt. Allerdings der Terminator so gar nichts Rätselhaftes an sich hat. Schließlich weiß der Zuschauer, dass er im Film ist. In ”Lemming” bleiben für den Zuschauer die Dinge bis zum Ende rätselhaft, gleichwohl er unentwegt mit Erklärungen in genau bemessener Dosierung gefüttert wird – nicht nur über den Lemming. Das Bedrohliche scheint aber mit jeder zusätzlichen Erklärung zu wachsen in geometrischer Progression. Wobei der Film den Zuschauer an keiner Stelle in hoffnungslose Orientierungslosigkeit treibt. Was bleibt, ist Unbehagen, das sich bis zum Schluss steigert, aber durch humorige Sequenzen erträglich bleibt. Allein für die Figuren, nicht so für den Zuschauer, löst sich am Ende alles in Wohlgefallen und zur Zufriedenheit auf. Zumindest ihr Minenspiel und ihre gelassenen Bewegungen machen den Eindruck, als ruhten sie wieder in sich wie zu Beginn des Films, als hätte sich die Realität wieder zusammen gefügt, als hätte sie die Realität wieder, als wären sie wieder eins mit ihr. Wiewohl einfache Erklärungen, die der Film dem Zuschauer die ganze Zeit angedeihen lässt, sich bis kurz vor dem Ende des Films der Froschperspektive der Figuren entziehen, um sie zutiefst zu verunsichern: kleinere bis immer weniger nachvollziehbare Verhaltensstörungen hervorbringend, wobei Fiktion, Traum und Realität zunehmend ineinander übergehen, bis hin zum Wahn: Grauenhafte Dinge, die Alain erlebt, werden von der Außenwelt nicht verifiziert, gleichwohl stets gut erklärt. Gott sei Dank. Und doch wissen die Figuren bald nicht mehr, was sie voneinander haben, was sie voneinander erwarten können, warum sie (wie) miteinander umgehen. Da kommt alles auf einmal zusammen. Zugespitzt. Der Wahn mag Alain in Mitleidenschaft ziehen, nicht so die Welt um ihn herum. Aus seiner Froschperspektive heraus scheinen die Menschen um ihn herum immerzu im Bilde. Die Strukturen lassen sich nicht ankränkeln. Menschen handeln, haben Erklärungen und Verlautbarungen parat, während Alain sich ihnen ausgeliefert fühlt. Die Realität entbindet ihn tatsächlich an keiner Stelle und zu keinem Zeitpunkt von der Verpflichtung, sich in ihr zu verhalten. Wie auch immer, der Sozius ist gehalten, sich damit abzufinden, die Folgen seiner Handlungen und Sprechakte nicht – im Film immer weniger – einschätzen zu können, sich zu ver-rücken bis zu einem Punkt, wo ihm seine Unwissenheit selbst, nicht zuletzt im Interesse erfolgreicher Therapie, zur übermächtigen Erklärung gerinnt, die alles zuscheißt: das Ungesagte, die Leerstelle in der Struktur, im Gestus von Offenherzigkeit, der bei aller Naivität nichts entgeht. Die großen, dunklen Augen von Benedicte betrachten den toten Lemming, als wollten sie etwas beschwören. Mit einem Blick, der in sich ruht, weil er die Dinge nimmt wie sie sind. Und sie da, der tote Lemming, er steht tatsächlich wieder auf. Doch ist die Ruhe im Blick trügerisch. Der Fluch lässt sich nicht überlisten. Die Figuren lassen sich im Gestus in sich ruhender Vernunft zunehmend zu unüberlegten (Sprech)Handlungen: Verhaltensstörungen, Verletzungen aller Art bis hin zum (Selbst)Mord hinreißen, ohne dass die Struktur, das glatt opake Mienenspiel, auch nur im geringsten in Mitleidenschaft gezogen würde, bis zu einem Punkt, wo menschlich Verletzendes, Verletzungen buchstäblich nicht (mehr) wahrgenommen, einfach so hingenommen werden, mag die einzelne Kreatur in und für sich auch noch so leiden. So begegnet Richard seinem Ingenieur Alain, nachdem er gerade seine Frau gefickt hat, worüber dieser sich letzte Gewissheit mit Hilfe der Überwachungskamera verschaffen will. Schließlich dürfen Erklärungen nicht in der Luft hängen. Alles will verifiziert sein. Welch eine Lust. Ja, Alain geht den Dingen ganz und gar auf den Grund. Als es denn zum Fick kommen soll, stürzt die Kamera ab. So ein Pech. Am nächsten Morgen schmeißt Richard ihm den Schrott auf den Schreibtisch: “Noch nicht ausgereift. Alain, sie enttäuschen mich.” Ein Satz, der jede weitere Frage, jede weitere Erklärung, jeden zusätzlichen Satz erübrigt, überhaupt jede Verifizierung, denn er beschreibt Realität umfassend. Alain bleibt sprachlos zurück. Keine Leerstelle in der Struktur, die er besetzen könnte. Punkt aus. Ja, der Sozius scheint immerzu getrieben, der Wirklichkeit in genialen Eingebungen mit Sätzen und Erklärungen beizukommen, die ihre Logik in sich mitführen: soziale Sachverhalte jeglicher Art werden denknotwendig akzeptiert, weil es sie gibt. Im Zweifel gibt es (Rechts)Prinzipien, wenn gar nichts mehr hilft. Das gerät im Film zuweilen zur humoristischen Groteske, damit der Zuschauer auch mal lachen kann, um dann spannungsaufbauend mehr zu wissen als die Figur, der ganz und gar nicht zum Lachen zumute ist. So wie das wirkliche Leben natürlich nicht zum Lachen ist. Überall hält unsere Struktur Erklärungen in sich bereit, die sie unantastbar macht. Die Öffentlichkeit, sozusagen das Gehirn unserer Gesellschaft, bewahrt die Ruhe. Oh Wickert, was bist du putzig. Auch von LPDS und WASG hört man nichts aus Rücksichtnahme gegenüber Oskar, im Interesse einer einigen Linken, wenn BND-Präsident Fromm Informationen zur Bekämpfung des Terrors nutzen will, auch wenn sie durch Folter erpresst worden sind, selbstverständlich aus Ländern, in denen Folter die Regel. Wie im Film liefert er eine einfache Begründung gleich mit, die möglichen Widerspruch von vorn herein mit dem Makel des Irrationalen versieht. Wörtlich sagte er vor einigen Tagen, einer Information vom Nachrichtendienst eines Landes, das nicht den deutschen Rechtsprinzipien entspreche, könne man nicht ansehen, wie sie gewonnen worden sei. Der Satz besticht durch seine mitgeführte Logik, die alle Differenzierungen, das, was Wirklichkeit ausmacht, buchstäblich zuscheißt, zur glatt-opaken Oberfläche gerinnen lässt. Auf diese Weise werden Sätze um ihren (sozialen) Gehalt und Menschen um ihren Verstand gebracht: Strukturelles löst sich auf im Nebel von Indifferenz und anschließender Sprachlosigkeit, wenn Sätze so formuliert werden, dass sie der Kritik nicht zugänglich sind, aufgrund ihrer mitgeführten Logik auf sich selbst zielen und nur für sich sprechen. Sie sind ohne jeden theoretischen Gehalt. So redet die Öffentlichkeit, sogenannte Eliten, auch unsere Leute aus WASG und LPDS, man möchte sagen ausnahmslos, wenn sie über Programmatisches: soziale Sachverhalte reden, noch während sie unentwegt die Worte Pluralität und Pluralismus im Munde führen.

    Hinzugefügt am 15.07.2006 um 18:19 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Der Regisseur arbeitet die verschiedenen Themen dieses Films auf mehreren Ebenen in hervorragender Weise auf. Seine Protagonisten helfen ihm hierbei natürlich: eine ausgezeichnete Besetzung der Rollen. Die Schnitte halten den Betrachter in Spannung, die Längen sind gelegentlich nicht fördernd, aber auch nicht sehr störend. Von den Einstellungen und Dialogen ganz zu schweigen. Die komischen Einmischungen kommen vermutlich erst beim zweiten Besuch richtig ins Bewusstsein.

    Hinzugefügt am 14.07.2006 um 14:36 Uhr
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