primavera
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4.5 - Großartig
„Are you watching closely?“
"The Prestige" ist ein wahrlich magisches Filmvergnügen. Nolan gelingt es meisterlich, den Zuschauer in eine Welt der Illusionen zu entführen, ohne dabei den Boden unter den Füssen zu verlieren. Er zeigt, verzaubert, täuscht und hat dabei auch noch eine hochinteressante Story zu bieten.
Der Film selbst ist eine Illusion und getreu der in den ersten Minuten eingeführten „Zaubertrickstruktur“ (The Pledge – The Turn – The Prestige) aufgebaut. Wer „genau hinsieht“ und Nolan-Erfahrung mitbringt, kann zwar schon etwas vor dem Showdown, oder hier passender, dem „Prestige“, hinter das Geheimnis kommen. Langweilig wird es aber dennoch nicht, denn dank Nolans fulminantem Erzählstil wird man immer tiefer und tiefer in die Geschichte hineingezogen, die Schreckliches über uns Menschen offenbart. Wozu wir fähig sind und wohin unsere Obsessionen uns treiben. Borden hat schon Recht, wenn er sagt: „Total devotion to the art. Utter self-sacrifice.“
Beginnt man, nach dem Genuss des Filmes, tiefer zu graben um Logik-Ungereimtheiten zu finden, kann es gut sein, dass man Erfolg hat. Auch an anderen Stellen gibt es kleine Kritikpunkte. Beispielsweise hätte die Figur der Olivia und deren Beziehung zu Bordon meiner Meinung nach noch mehr zu bieten gehabt, als das Ganze „optisch aufzuwerten“. Der perfekte Film ist „The Prestige“ für mich nicht.
Doch eigentlich denke ich, dass man keinesfalls auf solch winzigen Makeln herumreiten sollte. Dafür ist der Film zu stark, zu intelligent, zu faszinierend und zu berührend. Und, wie sagt Cutter so schön: „Now you’re looking for the secret…but you won’t find it...because you don’t really want to know...YOU WANT TO BE FOOLED.”
Hinzugefügt am 07.08.2010 um 15:58 Uhr
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