Ein gutes Jahr
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    32 User-Kritiken

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    Jimmy V.
    Jimmy V.

    1 follower | Seine 150 Kritiken ansehen |

      5 - Spitzenklasse

    Regisseur Ridley Scott steht normalerweise für schwergewichtige Filme mit mehr oder weniger scharfsinnigen Untertönen. Nach dem Mittelalter-Epos 'Königreich der Himmel' im Jahre 2003 setzte sich Scott erneut mit Russel Crowe zusammen um Gladitor 2- Nein, weit gefehlt! Man lies es ruhiger angehen und filmte die romantische Kömodie 'Ein gutes Jahr', die sich um das süße Leben mit Wein, Weib & Gesang dreht. Dieses Genre bietet eine Menge belanglose Werke. Wenn es nach den Kritiken geht, macht dieser Film hier keine Ausnahme. Für mich ist es trotzdem einer meiner Lieblingsfilme. Wie passt das nur zusammen? Mir persönlich sind in Filmen die Charaktere und deren Entwicklung am liebsten. Bei ersterem sorgt 'Ein gutes Jahr' für schickes Schmunzeln, bei zweiterem ist es irgendwie blass und unglaubwürdig. Die Story spinnt sich um den Broker Max, der an der Londoner Börse das typische, erfolgsverwöhnte Schwein mimt und dabei herrlich arrogant herüberkommt. Seine Untergebenen nennt er "Laborratten", das Grinsen immer herrlich fies und seine Sekretärin behandelt er in obskurer Mischung mal wie eine Geliebte, dann wieder wie eine Chefin. Crowe's Präsenz ist hier für den Film ausschlaggebend. Nur das er sich durch die Magie der Provence zu schnell zum Gutmenschen entwickelt wirkt etwas befremdlich. Doch auch alle anderen Charaktere sind sehr gut geraten und haben trotz allem Platz in der Geschichte. Die Geschichte spinnt sich dann um den Nachlass von Max' Onkel Henry (Albert Finney). Bei diesem war der Broker in Kindertagen oft auf dessen Anwesen in Frankreich zu Besuch, wie einige Rückblenden zeigen. Albert Finney spielt den netten Onkel mit einer wunderbaren Lakonie und Weisheit, das man sich nur freuen kann sich hier nicht an die Romanvorlage gehalten zu haben. Diese stammt nämlich vom Briten Peter Mayle in Form von "Ein guter Jahrgang", der Onkel Henry nur zu Beginn des Romans erwähnt. Erwähnter Nachlass ist nun das Anwesen samt Weingut in der wunderschönen Provence im südlichen Frankreich. Da es keine anderen leiblichen Erben gibt, bleibt Max über, der jedoch schon lange den Kontakt abgebrochen hat, obwohl er gar nicht recht weiß warum. Reist er anfangs nach Frankreich um das Gebäude zu renovieren und dann zu verkaufen, trifft er mit dem (eigentlichen) Winzer Francis Duflot (herrlich: Didier Bourdon) bei erfolgreichem Verkauf ihn als Winzer weiterzuempfehlen. Mit den Arbeiten dann tauchen immer wieder Erinnerungen in Form von Rückblenden auf, in denen Onkel Henry seine Weisheiten mit Witz und Charme zum besten gibt. Hinzu kommen noch eine uneheliche Tochter Henrys, die als potenzielle Erbin eine Gefahr für Max werden könnte, der sagenumwoben gute Wein "Le Coin Perdu" und noch eine Romanze mit der örtlichen Dorfschönheit (dargestellt von der bekannten französischen Schauspielerin Marion Cotillard, jüngst Oscar-Gewinnerin). Der Beschreibung sieht das nach viel aus. Und mit einer Dauer von fast 2 Stunden ist 'Ein gutes Jahr' ausgesprochen gewichtig für eine Komödie geworden. Doch viel passiert eigentlich nicht auf dem Chateau La Siroque welches abgesehen von einigen Abstechern in den nahegelegenen Ort den großen, romantischen Schauplatz darstellt. Genau daraus zieht der Film seine Magie. Es ist die Mischung, die's macht. Zum einen die erwähnten Bilder, dann die einfachen, aber wunderbar gespielten Charaktere und ein famoser Soundtrack, der zu den Bildern passt. Dieser mischt von französischen Chansons aus den 30ern und 40ern, leichter Rockmusik (gleich dreifach vertreten mit dem Stil-hüpfenden Harry Nielson und der "Hey Joe"-Version von Johnny Hallyday) sowie modernem (französischen) Pop. Dazu gibt es dann noch das überaus schöne eigens komponierte Titelthema mit sanften Streichern. Nun bleibt die Entscheidung: Entweder gefällt einem das ganz nett für einen Abend, man mag es gar nicht oder man lässt sich in den Bann ziehen. Fazit: 5/5 Punkten?! Unglaublich was sich dieser Tester erlaubt! Alles in allem ist 'Ein gutes Jahr' doch eher als eine Art Fehltritt von Ridley Scott zu werten? Die Antwort darauf lautet: Vielleicht. Sicherlich werden sich die meisten nicht so sehr für diesen Film erwärmen können und dürfen daher getrost 1 bis 2 Punkte abziehen. Das sollte es dann aber schon sein. Vom Fachwerk das gute Stück nämlich auch so in Ordnung. Das Herr Scott nun kein neues Epos aufstellt ist höchstens verwirrend. Aber ankreiden kann man es ihm doch nicht mal eine Feel good-Kömodie zu machen, oder? Ich kann nur nochmal empfehlen sich einfach auf diesen Film einzulassen. Passionierte Weintrinker werden noch ein ganzes Stück mehr Freude daran haben.

    Hinzugefügt am 14.12.2011 um 23:11 Uhr
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    Michael H.
    Michael H.

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      5 - Spitzenklasse

    Toller Soundtrack, tolle Stimmung, tolle Darsteller

    Hinzugefügt am 03.09.2011 um 10:57 Uhr
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    Ehemaliger User
    Ehemaliger User

      4.5 - Großartig

    So ganz ausmachen kann ich nicht, was den Film von herkömmlichen 'Liebesschnulzen' abhebt: vielleicht ist es seine lockere Art, vielleicht die ironischen Wortspielereien, vielleicht das französische Flair, vielleicht einfach, dass er sehr, sehr gut gemacht ist. Letztlich ist es schwierig herauszukristallisieren, was den Film so sympathisch macht, ich habe mich allemal prächtig amüsiert.

    Hinzugefügt am 28.12.2009 um 19:19 Uhr
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    8martin
    8martin

    1 follower | Seine 171 Kritiken ansehen |

      1.5 - Schlecht

    Ein leichter Film für den Sommerurlaub, der nebenbei noch für die Provence Reklame macht. Regisseur Ridley Scott setzt auf das Cliché vom Gegensatz des geldgierigen, arroganten Bankers in London und dem paradiesischen Leben auf einem Weingut im Süden Frankreichs. Wofür würden sie sich wohl entscheiden? Russell Crowe versucht sein Bestes bis an die Grenze von albernen Slapstickeinlagen. Nur die Rückblenden mit einem überzeugenden Albert Finney als altem Onkel Henry und dem unheimlich sympathischen jungen Freddie Highmore, der uns kurze Zeit später in August Rush bezauberte, ist es zu danken, dass es keine reine Schmonzette wurde. Allein wegen den beiden lohnt es sich den Film anzuschauen oder man mag einfach zusehen, wie das vorhersehbare Happy End in der goldenen Abendsonne versinkt.

    Hinzugefügt am 24.08.2009 um 09:30 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Ja, ich habe auch "A beautiful mind" mit Russell Crowe gesehen. Das ist zweifellos ein hervorragender Film. Und dies ist auch einer: Leicht wie eine Feder, voller Klischees, die Spaß machen, vorhersehbar, alles richtig. Aber zwei Stunden herrlich leicht gespielt, ironisch, ein Film, der ohne Gewalt auskommt, Unterhaltung wie sie sein kann, wenn Schauspieler mit einem "gefühlten" Augenzwinkern spielen (wie Russell Crowe den Bösewicht hinlegt und mit welchem Spaß, ist allein schon sehenswert.) Für jüngere Leute ist das wohl eher nichts, die verwechseln mangels Erfahrung wohl schon mal Action und Leben. Ein alter Mann, der von der Leinwand herab humorvoll einem Kind Lebenweisheiten mit auf den Lebensweg gibt, muß wohl heftig provozieren in einer Welt, in der Lehrer Feinde sind, da diese einen von den wirklich interessanten Dingen im Leben, z.B. dem nächsten GTA-Level, abhalten. Kurz: Ein Film, wie er im Mainstreamkino leider kaum noch vorkommt. Wohlfühlkino m besten Sinne für eine Altersgruppe, in der Testosteron und Adrenalin nicht mehr den überwiegenden Teil der Hormonausschüttungen ausmachen. Und für junge Leute, die Blockbusterkino als Monokultur langweilig finden. Davon gibt es auch nicht wenige.

    Hinzugefügt am 12.07.2009 um 03:17 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Ich war wiklich gespannt auf den Film, hatte mich auf das vielzitierte Feel-Good-Movie gefreut, extra eine gute Flasche Wein aufgemacht, um am Ende mit einem beschwingten "Naja" den Filmabend zu beenden. Zu bekannten Höhen schwingt sich Ridley Scott in diesem Film wahrlich nicht auf. Dazu ist der Plott viel zu vorhersehbar und bieder geraten. Die Geschichte wird nicht ansatzweise originell erzählt. Darüber hinweg trösten einzig der durchweg gute Cast und die wunderbaren Landschaftsaufnahmen. Hier wär mehr drin gewesen. Mit einem guten Wein - schnell getrunken! - kanns dennoch ein ganz kurzweiliger Abend werden.

    Hinzugefügt am 26.01.2009 um 12:34 Uhr
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      0.5 - Null

    Londoner Heuschrecke (Oskarpreisträger Russel Crowe) entdeckt auf einem französischen Weinberg erst den Menschen in sich und am Ende die Liebe seines Lebens. Wie schön. Auch Finanzmakler sind Menschen. Den Film hält doch nicht einmal der hartgesottenste Dreigroschenroman-Fanatiker aus. Scotts rührselig blutrünstiger Sandalenfilm “Gladiator” war schon nicht zu ertragen, auch mit dem farblosen Crowe in der Hauptrolle. Diesmal meint der Filmemacher vielleicht, einen von Humor getragen Film zu präsentieren. Das lässt sich zwingend aus den Dialogen und Bewegungen der Darsteller ableiten. Nur agieren diese noch nicht einmal unfreiwillig komisch. Übliche Klischees werden auch nicht bedient. Kurzum, nur Training für den Sitzmuskel. nachzulesen in: www.film-und-politik.de

    Hinzugefügt am 04.07.2008 um 18:13 Uhr
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      3.5 - Gut

    zugegeben: die story dieses streifens bietet schon ein recht üppiges klischeefeuerwerk auf. für den einen kann es dann aber gar nicht ungeschönt genug zugehen und für den anderen war das ende der fahnenstange hier lange noch nicht erreicht. beschaut man den unbeschwerten zweck und den film als ganzes, gehört dieses mass an schönungen und plattitüden jedoch zwangsläufig in die weichgespülte story und die herrlich verfilterten landschaftsaufnahmen. wer natürlich auch die ökologischen folgen des klimawandels, die problematik der hohen ländlichen arbeitslosigkeit und weitere disaster behandelt haben möchte, wird an diesem film sicherlich keine allzu grosse freude haben. ab und an muss man dann auch noch über die eine und andere weichspülspitze himwegrudern können, ohne dabei die lust an einer eher märchenhaft dargestellten geschichte über die liebe zu land und landsfrau zu verlieren. ganz nebenbei geht es auch noch um wein, doch da habe ich dann doch schon wesentlich schönere filmische auseinandersetzungen mit mehr kultur und geschmack gesehen. das eine oder andere mal lief mir jedoch schon das wasser im mund zusammen. wer papiere jongliert und wer wein anbaut, der darf über die darstellung seines berufs hier herzlich lachen. wem danach nicht zumute ist, der wird mit dem übrigen humor dieses films auch seine argen schwierigkeiten bekommen..mir hats gefallen! im ganzen stück betrachtet und weniger aufs detail bedacht, ist dieser film für mich eine grundsolide und wenig gewöhnungsbedürftige unterhaltung in märchenmachart mit tatsächlich tollen landschaftsaufnahmen. serviert werden überraschend souverän schmachtende hauptdarsteller und ein süffiges ende ohne pelzigen abgang..prost!

    Hinzugefügt am 03.09.2007 um 17:49 Uhr
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      4.5 - Großartig

    ein film voll wunderbarer leichtigkeit, der genauso sein muss, wie er ist. mit tiefgang für die, die hinhören (können), dabei ohne jeden zeigefinger. "sorry, i have no time to ignore you" ist ein beipiel für seine zahlreichen intelligenten wortspiele. und sicher arbeitet er mit klischees, das allerdings ganz bewusst und in einer liebenswürdigkeit, dass es nie nervt und die klischees ihren punkt machen können. genauso wie der soundtrack. wer das alles nicht versteht, hat den film nicht verstanden, und wäre er so gemacht, dass vielleicht auch die hiesigen kritker ihn "verstanden" hätten, wäre er nicht der außergwöhnliche film, der er ist. danke den herren scott/crowe und dem restlichen ensemble für ein selten gewordenes filmerlebnis.

    Hinzugefügt am 18.06.2007 um 16:50 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ein wirklich guter Film, der eine andere Sicht auf das Leben hat. In der heutigen Zeit wirkt so ein Film schon fast Surreal auf mich. Technisch einwandfrei, gute Regie, gute Kamera, ein passender, stimmiger und umschmeichelnder Soundtrack der die guten Schauspieler einfach perfekt unterstützt. Wer sagt, dass er aus dem Film gegangen ist, und das dieser langweilig wäre, der tut mir wirklich leid, dass sind nämlich Menschen die beim Vorspann direkt in den Film spulen. Ich kann den Film wirklich jedem empfehlen, der sich ab und zu selbst Zeit nimmt um die kleinen aber feinen Dinge des Lebens zu genießen oder es sich zumindest wünscht, dies mal wieder tun zu können.

    Hinzugefügt am 23.03.2007 um 16:15 Uhr
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