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Ich denke, dass dieser Film trotz seiner gewissen, ihm zugestandenen Längen hier und da (es braucht z.B. recht lang, bis Harold auf die Erzählerin trifft) dennoch als kleines Meisterwerk bezeichnet werden darf. Marc Foster ist als Regisseur, dessen Werke ich irgendwie sehr genial Finde (ebendieser Film, dazu Stay) oder eher als viel zu überbewertet empfinde (Monster's Ball, Ein Quantum Trost). Hier aber zeigt sich, dass sein Inszenierungsstil erfrischend und hipp, gleichzeitig aber auch sehr einfühlsam wirkt, was perfekt zum Film passt. Dazu hat er Klasse Darsteller an die Hand bekommen (wer übrigens Will Ferrell in dieser Rolle mag, sollte Miranda & Miranda von Woody Allen heranziehen). Schräger als Fiktion ist einfach so herzerfrischend, weil er wie eine kleine Kampfansage an das rationalisierte, entzauberte Denken (die Soziologie lässt grüßen) unserer Welt ist und wir hier mit dem Erzählen von Geschichten an sich konfrontiert werden. Wie cool ist es bitte Medikamenten der Psychologin zu entsagen, die in so einer Situation doch jeder nehmen würde und viel mehr mit einem Literaturprofessor Erzähltheorien durchzugehen? Wer diese Botschaft verstanden hat, wird zufrieden lächeln können. So wie ich. Und darum liebe ich den Film.
Hinzugefügt am 10.02.2012 um 00:46 Uhr Verstoß melden
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