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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Bobby > Userkritiken
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1 - 7 von 7 Treffern
Mitglied seit 1.773 Tagen | 403 Userkritiken
Kritik: "Bobby" ist ein insgesamt recht gutes (Episoden-)Drama geworden, das allerdings gegen Ende hin vielleicht ein wenig zu pathetisch ausgefallen ist. Dennoch kann die Story um Robert "Bobby" Kennedy und den Abend seiner Ermordung überzeugen und weiß zwischenzeitlich auch richtig zu gefallen. Da mehr oder weniger gleichzeitig die 22 Hauptpersonen stückweise eingeführt werden, schafft man es als Zuschauer nicht, sich wirklich mit der ein oder anderen Person zu identifizieren, dafür haben sie auch einfach teilweise zu wenig Leinwandpräsenz. Dennoch ist es sehr amüsant dem ganzen Treiben zuzuschauen und man ist gespannt darauf, wie sich die einzelnen Geschichten am Ende zusammenfügen. Doch leider fügt sich nicht jede Geschichte am Ende zu einem Ganzen zusammen, so dass das ein oder andere Ereignis im Nichts verpufft. Die Atmosphäre der späten 60er-Jahre wurde von Regisseur Emilio Estevez dagegen wunderbar eingefangen. Als Zuschauer kann man den Flair und die Stimmung von damals wahrlich spüren und nachvollziehen. Ebenfalls gut gelungen ist auch der Soundtrack, der viele Szenen gekonnt untermalen und sogar noch intensivieren kann. Auch das Schauspielerensemble ist einfach großartig und liest sich wie das Who-Is-Who von Hollywood. Doch eben leider können hier auch nur wenige ihr wahres Können aufgrund der begrenzten Leinwandpräsenz zeigen, so spielt z.B. Anthony Hopkins weit unter seinen Möglichkeiten. Alles in allem ist "Bobby" ein insgesamt recht ordentlicher Film geworden, der durchaus seine Stärken und Reize hat. Wenngleich das Ende etwas zu pathetisch ausgefallen ist (Bobby Kennedy wird dabei fast einer Gottheit gleichgestellt), kann der Film für knappe 2 Stunden gute Unterhaltung sorgen!
Kritik: Es ist mir immer wieder ein Rätsel, mit wie wenig Herz manche Menschen einen Film anschauen. In jeder Szene dieses Filmes ist die Leidenschaft von Estevez und den Darstellern zu spüren. Man möge sich vorstellen, wie die Welt heute aussehen könnte, wenn "Bobby" damals die Wahl gewonnen hätte. Ein wunderbarer, empathischer Film, ich jedem empfehlen kann. Kluges amerikanisches Kino. Mehr davon!
Mitglied seit 1.810 Tagen | 13 Userkritiken
Kritik: Anscheinend habe ich den Film anders verstanden, als die anderen hier. Man fragt sich zuerst, wieso in dem Film soviele hochkarätige Hollywood-Stars mitspielen. Wegen einer Millionengage, der Aussicht auf einen Oscar oder weil der Emilio Estevez(Drehbuch/Regie) so´n netter Kerl ist, höchstwahrscheinlich nicht! Es geht um die Message, die Kernaussage dieses Films und um den Politiker Robert F. Kennedy(Bobby). Der Film ist dialoglastig und man muß hinhören und sich Gedanken über das Erzählte machen. Auf der einen Seite wurden viele Originalaussagen von Kennedy in den Film geschnitten, auf der anderen Seite wird die Film-Message in den einzelnen Episoden dargestellt. Beides zusammen ergibt ein Gesamtbild. Kennedy redet u.a. über Umweltverschmutzung und will mit seiner Politik den Rassenhass beenden. In den Episoden versuchen junge Leute durch ihr Engagement in der Politik den Vietnamkrieg zu beenden, um nicht in einen sinnlosen Krieg geschickt zu werden. Oder sie versuchen sich auf andere Weise vorm Krieg zu drücken(Wood/Lohan). Alkohol und Drogen spielen bei Stars eine große Rolle, dass zeigt die Diva(Demi Moore) im Film und gibt in ihrem Dialog mit der Stylistin(Sharon Stone) einen schönen Seitenhieb auf Hollywood. Ein Börsenmakler(Martin Sheen) und seine kunstschaffende Frau(Helen Hunt) zeigen, dass es auf die inneren, menschlichen Werte ankommt und nicht auf die Kleidung die man trägt, oder wieviel Geld man hat. Die Mexikaner in der Hotelküche wollen amerikanisch sein und endlich gleichberechtigt werden. Ihr Vorgesetzter(Christian Slater) ist Rassist(wenn auch kein schlimmer ;-)) aber der Oberchef(Macy) ist widerum ein Kennedyfan und für Gleichberechtigung. Fasst man nun alles zusammen, Umweltverschmutzung, Rassenhass, sinnlose amerikanische Kriege auf Kosten der eigenen Landsleute, Stars die sich mit Drogen selbst zerstören... kommt man am Ende des Films zu dem Fazit, dass es eigentlich genau so in Amerika gerade ist. Der Film spielt aber im Jahre 1968!!! Es hat sich praktisch in den letzten 40 Jahren, bei den angesprochenen Themen nichts(!) geändert. Die Namen der Charaktere sind in diesem Zusammenhang nur Schall und Rauch. Küchenchef, Köche, Hotelbesitzer, Diva, Braut, Wahlkampfhelfer... das reicht, die Message ist das Ziel. Wenn man es zulässt, taucht man nach einer gewissen Zeit in den Film ein. Kurz vor dem dramatischen Finale, gibt es einen kurzen Durchhänger, aber das Ende hat es dann wieder in sich. Wer sich für die amerikanische Politik und amerikanische Ansichten interessiert und Spaß daran hat, ständig div. Hollywoodstars in den einzelnen Episoden neu zu entdecken, sollte sich den eher ruhigen Film anschauen und genießen.
Mitglied seit 1.844 Tagen | 49 Userkritiken
Kritik: ich habe den film zufällig gesehen und wusste daher auch nicht um was es geht. ok - es ist ein episodenfilm und es gibt bestimmt andere produktionen dieser art, die wesentlich origineller in der struktur sind, aber ich möchte das diesem film nicht wirklich ankreiden. ein ausgefallenen und raffinerten plot braucht dieser film nicht. die geschichten der personen sind durchaus interessant auch wenn nicht unbedingt was neues, aber man kann ihnen gespannt folgen, weil durch die vielzahl der geschichten genug abwechslung herrscht. die einführung in die einzelnen handlungsstränge hat spaß gemacht, weil immer neue bekannte darsteller aufgetreten sind. zwei szenen sind mir besonders im gedächtnis geblieben: 1. die friseuse (sharon stone) zusammen mit der Sängerin (demi moore). es ist schon sensationell diese zwei schauspielerinnen in einer szene zusammen zussehen, besonders in diesen rollen. 2. der ehemalige empfangschef (martin sheen), der wie zufällig kennedy begrüßt, nach dem er seinen freund verabschiedet hat (am anfang des films hat er ihm erzählt wieviel tolle leute er schon im hotel begrüßen durfte). ich muss zugeben, dass auch mir die namen der protagonisten nicht merken konnte (s.o.), allerdings empfinde ich das nicht als stören. es interssiert wirklich nicht wie die leute heißen. es geht um die geschichten. die minuten vor dem attentat waren für mich sehr spannend, da ich bis dato nicht wusste, wann kennedy genau erschossen wurde und die minuten bzw. die bilder nach dem attentat waren so mitreißend, dass ich der off-stimme nur schwer folgen konnte. Rummäkeln muss ich an ALLEN szenen mit dem Koch (lawrence fishburne): zuviel ist zuviel (das gleiche pseudo-tiefsinnige geseiere wie in seiner matrix-rolle) und dem absolut ausdruckslosen spiel des mannes der sängerin. auch die episode des frischvermählten paares war arg "schlicht". FAZIT: gute sieben punkte für einen recht ruhigen, aber gut unterhaltenden film
Kritik: mit dem Titel werden Leute in die Kinos gelockt doch erst in den letzten 10 min ist was von dem Attentat zu sehen. Man denkt man sieht einen Film wie JFK,aber dabei ist dies eine Episodengeschichte in dem alles gezeigt wird nur nicht das was man denkt. Hier wird das Kinopublikum ganz schön an der Nase rumgeführt. Hab lang schon nicht mehr so was schlechtes gesehen wie diesen Film. Kann nur jedem raten sich das Geld zu sparen. Hier gehts nur um die Gäste und Mitarbeiter die an dem Abend des Geschehens in dem Hotel waren. Da wird jedes Drama gezeigt nur das eigendliche Geschehen ganz zum Schluss. Der Film hat nix mit dem Titel zu tun,rein gar nix
Kritik: 3/4 des Films sahen aus wie eine besonders schlechte Folge der ohnehin schon schlechten Serie "Hotel". Viele mehr oder minder lang(weilig)e Szenen mit allen möglichen Stars, die sich offenbar permanent fragten, was sie da eigentlich tun. Der übliche Hotel Schmus samt Ehebruch, Berufs- oder Beziehungskrisen, drogensüchtigen (Alt)stars etc. Mit Kennedy hatte das Null zu tun. Auch das Zeitkolorit, um das es ja eigentlich gehen soll, kam nur ab und zu zum Vorschein. Im letzten Viertel, wo man Originalaufnamen von Kennedy und dem Attentat recht geschickt mit nachgedrehten Szenen zusammen geschnitten hat, wurde es etwas besser, aber da war schon nichts mehr zu retten. Fazit: gut gemeint heißt leider noch lange nicht gut gemacht....
Kritik: Hurra, endlich mal wieder ein pathetischer Film aus den USA. Kaum gibt es solch ein Drehbuch gibt es auch besonders viele Stars die meinen sich dazu entsprechende Lorbeeren verdienen zu können. Das beste am Film ist dann auch immer wieder weitere bekannte Schauspieler zu entdecken. Diesen Film auch noch mit Short Cuts gleichzusetzen erscheint dann wohl als absoluter Hohn. Nach Dreamgirls dem "typischen" amerikanischem Traum jetzt auch noch das glorifizierte Amerika. Ich hoffe das meine nächste Sneak Preview was besseres parat hält.
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