The Wind that Shakes the Barley
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      0.5 - Null

    Der eigentliche Kern der Thematik, nämlich der Ursprung der unterschiedlichen IRA-Zweige bzw. die Zerstrittenheit des Volkes zum Friedensvertrag,wird leider nur sehr sachte angerissen. Stattdessen gibt es unnötige Gewaltdarstellungen und emotionalen Schleier. Blut, Agression und Qualen im Grossformat werden mehrmals ausgewalzt, zusammen gefügt und erneut ausgebreitet. Schade, das Thema hat wesentlich mehr verdient, als auf diese Art reduziert zu werden. Mit Geschichte hat es zu tun, jedoch nur druch ein sehr enges Loch gesehen. Nicht sehenswert !

    Hinzugefügt am 28.01.2007 um 22:02 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Der Film behandelt ein sehr interessantes Thema, die Anfänge der IRA. Inhaltlich ein guter Film, im Ergebnis allerdings viel zu viel Brutalität, die über weite Stellen des Films gar nicht mehr aufzuhören scheint. Auf die Details möchte nicht eingehen, nur so viel: Manche Dinge müssen nicht ausführlichst und in Nahaufnahme gezeigt werden, da rutscht der Film leider ab in sadistische Grausamkeit. Ein oder zwei kurze Szenen hätten die Gewalt dieser Zeit schon ausreichend verdeutlicht. Ich kann daher nur eine knappe Empfehlung für diesen Film aussprechen, obwohl das Thema interessant und der Film an sich recht gut gelungen ist - wenn man eher zart besaitet ist, sollte man sich den Besuch allerdings überlegen.

    Hinzugefügt am 17.01.2007 um 14:58 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Irland 1920. Der junge Arzt Damien O`Donovan ist im Begriff Irland zu verlassen, um in einem englischen Krankenhaus eine Arbeitsstelle anzutreten. Vor seiner Abreise wird Damien Zeuge der Greueltaten der Black and Tans, wirft seine Pläne über Bord und schliesst sich der Irish Republican Army an, um für die Freiheit und Unabhängigkeit seines Landes zu kämpfen. Sehr zur Freude seines idealistischen Bruders. Doch die Umbrüche nach dem 6. Dezember 1921 und dem umstrittenen anglo-irischen Vertrag bringen eine tragische Wende mit sich. Während Damien weiterhin für ein gänzlich unabhängiges Irland kämpft, schließt sich sein Bruder der Armee des neuen Freistaates an. Aus Brüdern werden Rivalen. Regisseur Ken Loach erzählt die Geschichte eines großen politischen Konfliktes, welcher bis in unsere Tage nachwirkt. Eines Konfliktes, welcher Parallelen zu politischen Unruhen aus längst vergangenen Zeiten, zu aktuellen Situationen und Situationen, die auch in ferner Zukunft nicht unwahrscheinlich erscheinen, aufweist. Eine der deutlichsten Parallelen erscheint im Zusammenhang mit dem Irakkonflikt und der britischen Beteiligung. Ken Loach sieht seinen Film allerdings erstrangig als Ermutigung, Loyalitätskonflikte horizontal über nationale Grenzen hinweg zu sehen. Eine Ermutigung, Verantwortung zu tragen, aus Fehlern zu lernen und soziale Pflichten bewußt anzunehmen. "The Wind That Shakes The Barley" ist somit hochgradig relevantes, aktuelles, aber auch zurecht kontroverses und umstrittenes Kino. Denn Ken Loach verzichtet zu einem großen Teil auf eine differenzierte Darstellung des irisch britischen Konfliktes. Vor allem die Antriebe der englischen Soldaten erhalten keine plausiblen und vielschichtigen Hintergründe. Der einzige Aspekt, den Loach herausarbeitet, ist die Gewalt, mit der englische Soldaten den Irländern begegnen. Schmerzhaft direkt führt er dies seinen Zuschauern vor Augen und findet darin eine der Rechtfertigungen für das Aufbegehren der IRA. Aber darin liegt auch ein Funken Wahrheit und eine Besonderheit des Filmes. Denn Loach macht dem Publikum begreiflich, auf welcher Seite sein Herz schlägt. Sein engagierter Ansatz ist ein sozialer, linker Ansatz. Und so fragwürdig das auch sein mag, ist es doch eine mutige, sehr persönliche Stellungnahme. Und genau das bereichert "The Wind That Shakes The Barley" um einen leidenschaftlichen, subjektiven Blickwinkel fernab der üblichen politisch korrekten Herangehensweise. Das Werk ist in diesem Fall stark mit den Ambitionen und Ansichten seines Schöpfers verbunden, der seine künstlerischen Freiheiten nutzt. Es bietet eine interessante, weil gewagte und diskussionswürdige Einsicht. Und wie auch immer der Zuschauer mit diesem Werk und seinen Tendenzen umgehen wird, wird er doch nicht drum herum kommen, über Loachs Anliegen und Themen kritisch nachzudenken. In welcher Weise auch immer. Trotz allem ist Loach aber weit davon entfernt, die irischen Freiheitskämpfer als Helden und Sympathieträger zu inszinieren. Vielmehr durchleuchtet er sehr komplex die internen Konflikte und zeigt am Ende, daß es in einem solchen Drama nur Verlierer und keine Gewinner geben kann. Der Bürgerkrieg endet in unvermeidlichen, menschlichen Tragödien und erntet allen voran vergiftete Früchte. So düster dieses Resultat, so düster ist auch Ken Loachs Film geraten. Wahrscheinlich sogar das düsterste seiner Werke. Die gescheiterten Seelen, welche Loach seinen Charakteren einverleibt, haben keine Zukunft und keine Liebe, wohin sie sich flüchten könnten. Und auch dem Zuschauer scheinen sich kaum wärmende Zufluchtsmöglichkeiten zu bieten. Diese inszenatorische und inhaltliche Konsequenz machen den Film insgesamt nicht einfach. Ganz im Gegenteil lastet eine bedrückende Schwere auf ihm. Aber anders und besser hätte man ein solches Thema nicht aufgreifen können. Und eben das macht die eindringliche Dramatik des Filmes aus. Ken Loach schafft eine zutiefst bewegende, pessimistische und dichte Atmosphäre. Dazu bedient er sich nur sehr selten klassischer filmischer und dramaturgischer Mittel. Vielmehr reduziert er diese, um einen prägnanten, sozialen Realismus zu erreichen. Lediglich in den beeindruckenden Bildern irischer Landschaften sind leichte Stilisierungen erkennbar. Aber diese sind sehr dezent und erfüllen auch einen Zweck. Denn sie versinnbildlichen die Schönheit des Landes, für das seine Männer überzeugt und kompromisslos kämpfen. In den Landschaften scheint sich auch Ken Loachs poetische Metapher der vom Wind gespalteten Gerste wiederzuspiegeln. Sie steht für die jungen Männer, die sich in den Kriegswirren verlieren, gespalten und getrieben werden. Insgesamt ist ihm damit ein teilweise unbequemer, aber auch meisterhaft vorgetragener, nachhaltig wirkender und beeindruckend ambitionierter Film gelungen. Politisches Kino, das nicht unterhalten, sondern vielmehr sein Publikum herausfordern möchte. Somit scheint es nur logisch, daß "The Wind That Shakes The Barley" in Cannes mit der goldenen Palme ausgezeichnet wurde. - Das aber auch wohl verdient!

    Hinzugefügt am 15.01.2007 um 19:04 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Harter Film. Sehr ehrlich werden die Gewalt und aufgestaute Wut beider Seiten gezeigt, man leidet mit an der Verzweiflung der Protagonisten und daran, was auf dem Weg zur Freiheit für vermeintlich nötige Opfer gebracht werden, vor allem, wie immer, von den Müttern und Frauen. Was mir nicht gefiel: in Irland war 1920 bestimmt keine Frau Richterin, und das ein katholischer Pfarrer sich in dieser Zeit auf die andere Kirche beruft halte ich für absurd. Nicht aber das Dilemma, das die Brüder durchmachen. Spannend fand ich, dass die Hauptfigur nicht nur Held ohne Fehler ist. Empfehlenswerter Film, mit unheimlich schönen irischen Bildern, der traurig macht, weil alle Seiten soviel leiden, und froh, weil endlich, endlich dort noch Frieden entstand!

    Hinzugefügt am 11.01.2007 um 19:06 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Viel Aufwand für wenig Ergebnis! Das ist mein Fazit, nachdem ich diesen Film gesehen habe.Um es auf den Punkt zu bringen, wenn man nicht Irland Fanatiker und gleichzeitig Freund des Kommunistischen Grundgedankens ist, werden einem die durchaus gut angelegten Handlungsstränge dieses Films wenig geben.

    Hinzugefügt am 10.01.2007 um 03:05 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Fand den Film sehr gut ;) Spannend und erfasst einen richtig! Nur das Ende war zu abrupt!

    Hinzugefügt am 08.01.2007 um 22:30 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Es war einmal in Irland und die Iren waren arm und auch nicht frei, und die bösen Engländer waren sehr sehr grausam, und grausam gingen auch die irischen Rebellen der IRA gegem englische Willkür. Und wenn sie alle nicht gestorben sind, so streiten sie noch heute über Autonomie und Wohlstand für eine arme Region. Und die irische Landschaft ist immer noch sehr sehr schön, und mehr kann ich nicht sagen, weil ich es im Film nicht lange ausgehalten habe. Unterdrückung und Fremdbestimmung ist unerträglich - vielleicht ist das die Botschaft des Films.

    Hinzugefügt am 06.01.2007 um 17:23 Uhr
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