Kinostart:
15. April 1993
Regie: John Woo
Mit Tony Leung Chiu Wai, Chow Yun-Fat, Teresa Mo,
mehr
Produktionsland:
China
,
Hong-Kong
.
Genre:
Krimi
,
Action
Laufzeit: 126 Minuten.
Produktionsjahr:
1992
Inhalt: Ein Einsatz in einem Teehaus endet für Inspektor Yuen (Chow Yun Fat) in einem blutigen Fiasko. Beim Versuch die Waffenschieberbande des brutalen Johnny Wong (Anthony Wong) dingfest zu machen, müssen eine Menge Zivilisten und Polizisten ihr Leben lassen. Darunter auch Yuens bester Freund, dessen Killer er darauf eigenhändig hinrichtet. Der war leider ein Undercovercop, was den Schlamassel für Yuen noch größer macht. Sein Boss (Philip Chan) macht ihn nicht nur zur Schnecke, sondern befiehlt ihm nach weiteren Alleingängen, sich aus dem Fall herauszuhalten. Doch Yuen ermittelt weiter. In der Gangsterwelt bewegt sich derweil sehr viel. Wong übernimmt mit Gewalt das Geschäft des Konkurrenten Hoi (Hoi-Shan Kwan) und bedient sich dabei der Hilfe dessen rechter Hand Tony (Tony Leung Chiu Wai). Was weder Wong noch Yuen wissen: Tony ist ein weiterer Undercovercop, der eigentlich dasselbe Ziel wie Yuen verfolgt: Wong ausschalten. Doch erst einmal stehen sie auf verschiedenen Seiten.
FILMSTARTS.de
(3,5)
Pressespiegel
(4)
User-Wertung(991 Bewertungen)
(3,8)
| |
Andere Filme bewerten
Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Björn Becher
(3,5)
Ein Jahr bevor John Woo 1993 sehr zum Leidwesen vieler Fans nach Hollywood wechselte, drehte er mit „Hard Boiled“ seinen letzten Hongkong-Film. Dieser ist Abschiedsfilm wie Bewerbungsvideo zugleich, versammelt wie kaum ein anderes Woo-Werk seine typischen Stilmittel und inhaltlichen Bezugspunkte. In der Hauptrolle natürlich sein Lieblingsschauspieler Chow Yun-Fat, oft mit Sonnenbrille und Zahnstocher bzw. Zigarette im Mundwinkel. Wie es sich für Abschied bzw. Bewerbung gehört, will man sich natürlich von seiner besten Seite zeigen und das heißt bei Woo möglichst viel erstklassig inszenierte Action. So strotzt „Hard Boiled“ auch nur davon, vernachlässigt daneben aber die Story sowie die Figuren, weswegen der Film nicht in der Liga von The Killer, A Better Tomorrow oder Woos bestem Hollywood-Film Im Körper des Feindes spielt.
Weiterlesen
Bilder und Poster
Userkritiken und Wertungen
Durchschnittliche Wertung:
(3,8)
bei
991 Wertungen
insgesamt 5 Kritiken
bilderrahmen
Mitglied seit 654 Tagen
|
11 Userkritiken
Bewertung:
(4)
Kritik:
woo's abschiedswerk aus seiner damaligen hk'schen schaffenszeit hat auch 18 jahre nach seiner inszenierung nichts von seiner faszination verloren...
bloodshed in reinkultur ohne wenn und aber
Verfasst am 27.04. um 12:50 Uhr -
Verstoß melden
Begbie
Mitglied seit 1.029 Tagen
|
19 Userkritiken
Bewertung:
(4)
Kritik:
Asiatische Filme haben es auf dem europäischen und amerikanischen Markt schwer. John Woo ist jedoch das Synonym für krachendes Actionkino aus Asien, daher haben es seine Filme auch geschafft, sich zu etablieren und er wechselte nach Hollywood: Sein letzter Film, den er in Hongkong drehte war Hard Boiled. Und er bleibt seinem Motto treu, ein Meister des ultimativen Zeitlupen-Bleihagels und der bombastischen Explosionen.
Inhalt:
Eine geplante Festnahme endet in einem Kugelhagel. Der chinesische Polizist Tequila muss daraufhin ziemlich viel Kritik einstecken, da viele Zivilisten, sein Kollege und auch ein verdeckter Ermittler ums Leben kommen. Zur gleichen Zeit schleust sich der für die Polizei arbeitenden Tony in einen Waffenschieberring um den gefürchteten Johnny. Bald begegnen sich Tequila und Tony das erste mal und stellen fest, dass sie die gleichen Ziele verfolgen.
Filmkritik:
Der Film besteht aus 3 großen Showdowns, jeweils am Anfang im Teehaus, im Mittelteil in einem Lagerhaus und am Ende im Krankenhaus(!), die Zeit dazwischen wird nur sporadisch mit Handlung ausgefüllt. Hard Boiled ist schon fast eine Überdosierung an Action, Blei und Explosionen. Trotzdem kann man nicht genug kriegen von der Action, man stumpft nie ab, da sich Woo immer neue Überraschungen einfallen lässt und sich niemals so etwas wie Belanglosigkeit in die Szenen einschleicht. Außerdem bleibt einem gar keine Zeit das gerade gesehene zu verarbeiten, da sofort das nächste Kugelgewitter aufwartet.
Der Soundtrack ist typisch asiatisch und Geschmackssache, da bieten viele amerikanische Actionkracher doch bessere Lösungen. Auch bei der Darstellung von Emotionen und Gefühlen hinkt das asiatische Kino hinterher, beziehungsweise sind die kulturellen Unterschiede bei der Wahrnehmung doch zu groß. Leider ist die deutsche Synchronisation (wie bei so vielen asiatischen Produktionen) eher gewöhnungsbedürftig, so passen die Stimmen nicht zu den Schauspielern und auch die Lippenbewegungen sind alles andere als synchron.
Ein Body Count wie man ihn in keinem anderen Film findet ( 230 direkte getötete in 2 Stunden, da werden auch mal 10 Krankenhauspatienten auf einmal von Kugeln durchsiebt und Babys müssen zum Spannungsaufbau herhalten) und eine gewohnt gestylte Ästhetik sind die tragenden Säulen dieses Filmes. Neben der Brutalität versucht der Film jedoch auch, mit Gefühlen zu punkten, jedoch nicht zwischen Mann und Frau, sondern durch eine Freundschaft, die über allem steht. Das dies jedoch nicht wirklich überzeugen kann und auch die Handlung eher nebensächlich ist, stört wenig, denn der Film steht und fällt durch die ultrabrutalen Actionszenen, die in dieser Art nur Woo abliefern kann.
Fazit:
Perfekt inszeniertes Asia-Actionkino der Superlative. Leider bleibt für eine gute Handlung und gute Charakterzeichnung wenig Platz, doch bei der Intensität und der unglaublichen Konsequenz der Szenen fällt das nicht schwer ins Gewicht und Fans des Genres verzeihen das angesichts dieser Gewaltorgie sowieso ohne ein Wimpernzucken.
8/10
Verfasst am 28.09. um 20:32 Uhr -
Verstoß melden
Du hast "Hard Boiled" gesehen und willst deine Meinung mit Mitgliedern unserer Community teilen? Dann verfasse deine eigene Kritik zum Film / zur Serie!
Besetzung und Stab
Tony Leung Chiu Wai
Rolle: Tony (Alan)
Chow Yun-Fat
Rolle: Yuen (Tequila)
Teresa Mo
Rolle: Teresa Chang
Aktuelles
Kommentare
Gast - Freitag, 10. Februar um 03:25