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Kinostart
4. Januar 2007 (1h 53min)
- Regie
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Mit
Candela Peña, Micaela Nevarez, Mariana Cordero mehr
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Genre
Drama
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Nationalität
Spanien
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Caye (Candela Peña) fristet im Madrid der Gegenwart ein trostloses Dasein als schlecht bezahlte Prostituierte. Einst hatte sie sich als Kosmetikerin versucht, diese Ausbildung brach sie wie etliche andere nach kurzer Zeit ab. Mittlerweile hat sie sich zwar mit ihrem Schicksal abgefunden, dennoch traut sie sich nicht, ihrer mittelständischen Familie, der sie traditionell an jedem Sonntag einen Besuch abstattet, zu verraten, auf welche Art sie ihr Geld verdient.
| Verleiher | Piffl Medien GmbH | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2005 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Jonas Reinartz
Der Jugendliche weiß nicht, wie ihm geschieht. Bewegungsunfähig liegt er im Krankenhausbett und ist glücklich, dass sich seine Freunde anlässlich seines Geburtstages um ihn versammelt haben, dann erscheint urplötzlich unter lautstarkem Klatschen eine offenherzig gekleidete, abgeklärt wirkende Frau und beginnt nach kurzer Einweisung der jungen Männer mit ihrer Arbeit. Alles ist Routine, jegliche Scham hat sie schon vor Jahren hinter sich gelassen, es macht ihr inzwischen nicht das Geringste aus, ihren Körper für ein geringes Entgeld zur Verfügung zu stellen. Kurz darauf liegt sie halbnackt und leicht gelangweilt in ihrer Wohnung, in der die ganz gewöhnlichen Utensilien des „ältesten Gewerbes der Welt“ verstreut sind, wie Reizwäsche und Gleitcreme, auf den Anruf des nächsten Freiers wartend. Mit dieser Einleitung versteht es Fernando León de Aranoa („Montags in der Sonne“) geschickt, seine Intentionen darzulegen. Es geht ihm in dem Drama „Princesas“, dieses Jahr drei Mal mit dem Goya, gewissermaßen das spanische Pendant zum Academy Award, ausgezeichnet, nicht um die Erkundung der Ursachen, die Frauen in die Prostitution rutschen lassen oder etwaige Wege, die wieder aus jener heraus ans Licht führen können. Vielmehr stehen der banale Alltag dieser Menschen am unteren Rand der Gesellschaft und all ihre berufsbedingte Einsamkeit im Vordergrund. Dabei identifiziert sich der Filmemacher rückhaltlos mit seinen Protagonistinnen, verehrt sie, ohne in die Gefahr zu geraten, ihre Lebenssitatution zu beschönigen, zeigt die ganze Ausweglosigkeit ihres Lebens und versteht es dennoch, sich nicht voyeuristisch im dreckigen Sumpf der Armenviertel Spaniens zu suhlen. Hervorragende schauspielerische Leistungen, eine rauhe und direkte, der Thematik perfekt entsprechende Ästhetik sowie ein gelungener Soundtrack sorgen für ein bewegendes Kinoerlebnis, auch wenn einige Kürzungen dem Gesamtergebnis zweifellos gut getan hätten.
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Rolle: Caye
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Rolle: Zulema
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Rolle: Pilar
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Rolle: Gloria
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