Jason Bourne
10 Follower |
Seine 338 Kritiken ansehen
|
2.5 - Na ja
Tarantino mixt wieder einmal Trash, Exzentrik, Talent und Gewaltfetisch zusammen. Das war zwar oft nicht nur derbe, sondern auch überuas lustig. Hier aber für meine Begriffe nicht mehr. Wo man sich in ''Pulp Fiction'' aber noch entspannt hinsetzte und Vincent Vega mit Mia im Restaurant zugesehen hat, wie sich eine kleine Romanze entwickelt, ist in Tarantinos ''Death Proof'' einfach nur Stimmungslosigkeit angesagt. Die Protagonistinnen reden wieder mal viel und man hört ihnen gern zu, denn langweilig sind die Charaktere und Dialoge keineswegs. Aber man vermisst dennoch die Exzentrik, die Stilsicherheit aus ''Kill Bill'' und ''Pulp Fiction'' enorm. Die Dialoge sind nicht mehr als die Handlung, sie sind zwar ironisch und markant cool, aber noch lange nicht derart wie die erwähnten Vorgängerfilme. Zwar spielen die Protagonistinnen gut und Kurt Russel hat eine unglaubliche Präsenz. Doch so wirklich etwas damit anzufangen weiß man nicht, was wohl auch an der komplett sinnlosen Episodenteilung liegt.
Was einige wohl als kultig und schräg empfinden - schräge Typen, skurille Situationen, abgefuckte Dialoge - das ist hier einfach nur platt vorgeführt.
FAZIT: Frauenfüße, Frauenbeine, Frauenhinten, Frauenkörper, Gewaltfetischisten und Trash sind nicht die Zutaten für einen guten Film. Dass ''Death Proof'' nicht vollkommen verhauen ist, ist nur den Schauspielern und Tarantinos halbwegs stilsicherer Inszenierung zu verdanken.
Hinzugefügt am 03.08.2011 um 17:17 Uhr
Verstoß melden