Little Children
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    crimson
    crimson

    1 follower | Seine 81 Kritiken ansehen |

      4 - Sehr gut

    Little Children ist einer dieser Filme (bzw. Geschichten) die einfach an einen Teil der Gesellschaft für eine gewisse Zeit teilzunehmen scheinen, und die Geschichten der Individuen in ihrer sozialen Umgebung erzählen. Das Erzähltempo ist langsam und gemächlich (was nicht negativ gemeint ist), die Charaktere erwecken alle mehr oder weniger das Interesse des Zuschauers, und auch das Zentrale Thema "Einsamkeit und das Bedürfnis nach Nähe", wird auf einfühlsame aber auch teils beklemmende Art und Weise gut rübergebracht. Kinder verlangen nach Nähe, teils so sehr das es für einige Eltern anstrengend wird. Aber auch Erwachsene haben dieses Bedürfnis, und jeder hat seine eigene Art das zum Ausdruck zu bringen, dieses Bedürfnis zu stillen. Der Film beleuchtet im Prinzip diese Facetten der Bedürfnisbefriedigung nach Nähe, Liebe und dem Gefühl glücklich zu sein, zu leben. Die Schauspielleistungen sind durch weg gut, einige überragend. Trotzdem bekommt Little Children keine 5/5 von mir...und das liegt an dem für mich konstruiert wirkendem Schluss, der dem Ganzen einen seltsamen Nachgeschmack verleiht, auch wenn er sicherlich seinen Zweck erfüllt. Grundsätzlich ist dieses gut gelungene Drama aber Jedem zu empfehlen, der ruhiges Schauspielerkino zu schätzen weiß.

    Hinzugefügt am 19.11.2010 um 02:27 Uhr
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    omaha83
    omaha83

    1 follower | Seine 204 Kritiken ansehen |

      4.5 - Großartig

    Das nennt sich wohl auf jeden Fall Schauspielerkino. Getragen wird der Film auf jeden Fall durch Kate Winslet und Patrik Wilson, aber auch Jennifer Connelly ist der Wahnsinn. Wie die Geschichte sich aufbaut und von Minute zu Minute spannender wird ist einfach genial. Vielleicht ist der Film ein rein amerikanischer Film, weil solche vorgetäuschte Moralprediger ist hier bei uns nur schwer vorstellbar, aber trotzdem denkbar. Auch Jackie Earle Haley als resozialisierter Pädophieler spielt seine Rolle sehr gefühlvoll, auf der einen Seite verabscheut man ihn, weil er diese schlimmen Sachen gemacht hat, und vielleicht immer noch vor hat, auf der anderen Seite hat man Mitleid mit ihm, weil er wahrscheinlich nichts dafür kann und nur ein Produkt seiner sozialen Umwelt ist. Auch Noah Emmerich spielt wunderbar, er der seine eigene Vergangenheit nicht verarbeitet hat und nun seine Konzentration auf die Zerstörung des Lebens von dem Pädophielen legt. Mit einem genialen und auch glaubwürdigem Ende schließt der Film, der auch leichte Ähnlichkeiten mit âžAmerican Beauty✠hat, allerdings nicht so sarkastisch, sonder eher nüchtern kalt daher kommt(nicht negativ gesehen)

    Hinzugefügt am 19.03.2010 um 16:30 Uhr
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    0 follower | Seine 1 Kritik ansehen |

      5 - Spitzenklasse

    Nun, ich will vorab sagen, dass es meine aller erster Beitrag hier in Filmstarts.de ist. Normalerweise schaue ich mir die Kritiken an, aber verfasse niemals eine.. Doch bei diesem Film, muss ich einfach eine Kritik schreiben.. DER FILM IST EIN MEISTERWERK. Es ist ein Muss für alle Leute die Dramen lieben. Die Erzählsgeschichte von dem Erzähler bringt sozusagen ein frischen Wind mit hinein... Leute guckt euch den Film an.

    Hinzugefügt am 29.12.2009 um 02:36 Uhr
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    0 follower | Seine 1 Kritik ansehen |

      4.5 - Großartig

    Eigentlich...sollte man zumindest annehmen, dass hier in diesen so adretten Strassen das Leben noch lebenswerter erscheint als anderswo. Pustekuchen! Gefangen in den Gefängnissen der eigenen Beschränkungen - die dazu führen, dass die Protagonisten hier GERNE dazu übergehen, die Schuld für ihr Unwohlsein, immer bei anderen zu suchen (und sei es das eigene Kleinkind!). Alle erwachsenen Protagonisten benehmen sich wie Kinder, während die Kinder hier wie die letzte Bastion an ehrlicher Vernunft erscheinen. Und als Zuschauer konfrontiert einen dieser kluge - aber erschreckend mitleidlose Film - mit ein paar unangenehmen Wahrheiten, die man vielleicht selbst schon erlebt hat, beziehungsweise mitten drin steckt und diese lieber - um des lieben Frieden willens nicht anschneidet, aussitzt, in der Gedächtnisschublade ganz hinten verstaut. Das kann auch Erwachsensein bedeuten. In diesem Suburbia, in dem - wie unter einem Mikroskop menschliche Hoffnungen, Wünsche und Verfehlungen seziert werden, strahlt Kate Winslet, die als literarisch bewanderte Mutter hier im Verlauf der Handlung zur eigenen Kopie des im Film angesprochenen Buches MADAME BOVARY mutiert. Erst ihr versuchter Ausbruch zum Finale, wird ihr die Wichtigkeit eigener Beschränkung zum Schutz des neuen Lebens aufzeigen (Für mich wunderbar auf den Punkt gebracht, wenn Winslets Filmtochter unter einer Strassenlaterne die von dem Licht angezogenen Motten und andere Insekten beobachtet - jeder Protagonist ist hier nämlich das Licht für jemand anderen, der sich von ihm angezogen fühlt und deshalb von ihm umtanzt wird). Noch beeindruckender wird dies in der Geschichte des Päderasten verdeutlicht, der nach Verbüssung seiner Strafe wieder in die Gemeinschaft zurück entlassen wird. Ein Ex-Polizist führt einen verbissenen Ein-Mann-Feldzug gegen diesen - nur um seine eigenen Dämonen in Schach halten zu können. Und eine Nebenfigur - eine ältere Frau aus der Nachbarschaft- die in Winslets Charakter eine Freundin im Geiste und intellektuell zu bewundernde Person sieht, sieht sich gezwungen, ihre von ihr angehimmelte "Freundin" wieder vom Podest herunterzuholen - die Brillanz eben jener Szene speist sich daraus, dass Winslet dies vielleicht gerade ansatzweise merkt, sich damit dann allerdings nicht weiter damit beschäftigt. Der - bei seiner Mutter in einem Mausoleum aus Hummelfiguren und Uhren dahinvegitierende - Päderast - von Jackie Earle Haley in einer Mischung aus verschüchtertem Wesen und Zeitbombe eindrucksvoll ausgelotet - ist die mit Sicherheit ambivalenteste Figur in diesem Szenario. Keine Person kann im Verlauf des Geschehens ein solches Kaleidoskop an Empfindungen beim Zuschauer hervorrufen wie er: sei es bei einem Date, das seine Mutter für ihn eingefädelt hat bei dem er in der psychisch gestörten Frau ein solches Vertrauen und eine Hoffnung erweckt nur um es beim Auseinandergehen wieder zu zerstören (für ihn würde es bedeuten all das aufzugeben, was ihm wichtig ist - seinen auch jetzt natürlich nicht geheilten Trieb!), sei es zum Ende hin, wenn er einen Brief seiner Mutter liest - dessen EINZIGER Satz ihn zusammenbrechen lässt oder sei es sein ERSTER bewusster Auftritt im Film - als er sich(anfangs unerkannt) im örtlichen Schwimmbad mit Tauchermaske und Schnorchel unter die Kinder mischt. Als er entdeckt wird (ohne er selbst zu bemeken) entsteht eine hysterische Panik, die der berühmten "4.Juli"-Sequenz aus "Der weisse Hai" in NICHTS nachsteht. Und das kollektive Schweigen der Verachtung, welches ihm entgegengebracht wird ist so laut, beinah ohrenbetäubend. Letztenendes sei hier noch der allgegenwärtige Erzähler erwähnt, der für das eigentliche Unbehagen des Zuschauers sorgt. Da seine Stimme nie ein Gesicht bekommt, bleibt er diffus und nicht fassbar. Für den Zuschauer bekommen seine Sätze - die zunehmend mit absoluter Klarheit für ein leichtes Frösteln sorgen - etwas unmenschliches, da er sich jeglicher Wertung enthält, seine Stimme aber etwas schneidend klinisches beinhaltet. Und somit all das Szenario wie eine Ameisenfarm gefüllt mit Menschen wirken lässt. Und diese Un-anteilnahme des ALLWISSENDEN verstört den Zuschauer - unbewusst - vermutlich mehr als er sich eingestehen wird bzw. kann (und auch ich hatte wiederholt meine Probleme damit). Deshal: dies hier IST ein Meisterwerk - ich möchte es nur nicht dermassen an mich ranlassen wie ich es schon getan habe - denn in seiner ganzen Form schürt es die Angst - die Angst vor sich selbst...

    Hinzugefügt am 23.06.2009 um 10:03 Uhr
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    ChristiansFoyer
    ChristiansFoyer

    5 Follower | Seine 114 Kritiken ansehen |

      5 - Spitzenklasse

    Besonders zwei Arten von Filmen besitzen gute Chancen, bei subjektiver Wahrnehmung zu den Besten überhaupt gezählt zu werden. Jene, von denen man nichts erwartet und die einen dann positiv überraschen. Und jene, von denen man viel erwartet und die selbst dieser gesteigerten Antizipation noch etwas entgegenzusetzen haben, das weit über das Erwartete hinausreicht. 'Little Children' ist ein Werk letzterer Kategorie. Der Inhalt klingt ein bißchen nach 'Desperate Housewives' und tatsächlich haben Serie und Film Gemeinsamkeiten: das Episodenhafte. Den satirischen Touch. Und eine allwissende Erzählerstimme. Darüber hinaus jedoch stehen beide einander wie Gemälde und Kritzelei gegenüber. Sie sind mit ähnlichen Farben entstanden, doch nur 'Little Children' lässt daraus wahre Kunst werden. Todd Field's Story ist unendlich facettenreich, was sich schon am Grundton des Films festmachen lässt. Dieser ist nämlich keinesfalls der eines typischen Dramas, vieles spielt sich (vordergründig) auf einer entlarvend-überspitzten Ebene ab. Doch schon die erste Szene, in der ein Nachrichtensender über die Haftentlassung eines Pädophilen berichtet und Interviews mit besorgten Eltern einblendet werden, kontakariert diese in der Folge veranschaulichte Stimmung. Aber insgesamt gliedert sich die Geschichte des 'Perversen' Ronnie als nur eine Nuance in das Gesamtbild des Pseudo-Vorstadtidylls ein, sie ist nicht etwa ihr propagandistischer Aufhänger, zu dem sie leicht hätte verkommen können. Das wahre Drama und die tiefe Tragik der Charaktere findet somit nicht im (allzu) offensichtlichen statt. Aus der Grundkonstellation des Aufeinandertreffens verschiedener Menschen, die in ihren Leben vor festgefahrenen Situationen stehen und diese mit teils fatalen, teils erschütternden, teils tieftraurigen, manchmal auch humorigen Konsequenzen zu meistern versuchen, entwickelt der Film eine ungeheure Dynamik. Field unterstreicht dies durch einige optische Spielereien und besonders den Erzählerkommentar. Relativ selten meldet sich dieser und berichtet meistens nüchtern über die aktuelle Gefühlslage und inneren Konflikte der jeweiligen Person. Dies widerspricht dem 'Show, don't tell'-Mantra, dadurch gewinnt der Film jedoch die Möglichkeit auf szenische Exposition größtenteils verzichten zu können, er lässt den Erzähler kurz erklären, um sich dann wieder voll der Kausalität im Handeln der Protagonisten widmen zu können. Was zu einem wuchtigen, absolut mitreißenden Ergebnis führt. Wahrlich herausragende darstellerische Leistungen tragen das Konstrukt über die volle Länge und die größtenteils moralisch mindestens fragwürdigen Taten erhalten gerade dadurch eine oft schmerzliche und melancholische Nachvollziehbarkeit, wie sie kaum ein zweiter Film mit ähnlichen Thematiken zu transportieren vermag. 'Little Children' bleibt bei all den tiefgreifenden Entwicklungen, Beziehungen und Komplexität stets auch eines: uneingeschränkt unterhalsam. Keine Längen, einige optimal getimte Schmunzler bis Lacher und eine visuelle Vielfarbigkeit, das alles macht den Film sehr zugänglich und bietet seine immense emotionale Reichhaltigkeit quasi als einen Bonus, dem sich willige Zuschauer annehmen und Unwillige verschließen können und dennoch beiden einen großen Genuss beschert. http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=456591215

    Hinzugefügt am 11.01.2009 um 01:10 Uhr
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      2.5 - Na ja

    Ein paar Sätze zur Bewertung: Ich kann absolut verstehen, wenn dieser Film als Meisterwerk empfunden wird. Daher hätte dieser Film auch gut und gerne eine 10 von mir bekommen können! Dennoch musste ich von der Gesamtstimmung ausgehen die mir dieser Film vermittelt hat und die war irgendwie nicht so rosig...zur Erklärung sollen die nachfolgenden Zeilen dienen. Es gibt Situationen bzw. Orte im Leben wo man sich einfach nicht wohl fühlt. Genau dieses Gefühl hat dieser Film bei mir hervorgerufen! Wenn ich in diesem Ort von "Little Children" leben würde, dann müsste ich wohl schleunigst von dort weg. Zum einen gibt es da diese Erzählerstimme, die in mir dieses Gefühl des Unwohlseins hervorgerufen hat. Ich kann es nicht ganz erklären, aber wenn ich mich so im Nachhinein an diesen Film erinnere, dann kommt es mir so vor als hätte ich ein abscheuliches Märchen gesehen. Auch das "The End" am Schluss des Films passt irgendwie in meine Theorie! Zum anderen sind alle Figuren in diesem Film...wie soll ich sagen...ich habe sie irgendwie surreal empfunden?! Ähnlich surreal, als es im Film Magnolia Frösche geregnet hat! Ich hoffe die Leser dieses Kommentars können es mir nachsehen, dass ich mit diesen paar Zeilen nur versucht habe meine Stimmung/ mein Gefühl zu beschreiben, die mich befällt, wenn ich an diesen Film zurückdenke. Auch wenn das Ende auf seine Art und Weise etwas versöhnliches hatte, bleib in mir eine Art "leere" zurück, was vielleicht aus damit zusammen hängt, dass es trotz diesen märchenhaften Erzählerstils, wohl kein Märchen ist. Diese Szenen die in diesem Film dargestellt werden, wird es überall auf der weld zu Hauf geben. Vielleicht lässt sich mein Gefühl in dieser Hinsicht am besten beschreiben: ein Märchen das zur Wahrheit wird hat etwas erschreckendes!

    Hinzugefügt am 07.09.2008 um 22:51 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Ich habe mir diesen Film soeben auf DVD angeschaut und konnte aufgrund dessen Bitterkeit und düsterer Stimmung kaum mitgerissen werden. Da ich den Film Magnolia bisher nicht gesehen habe, kann ich nicht beurteilen, inwiefern ein Vergleich abgebracht wäre. Der Vergleich mit American Beauty scheint mir dagegen weit hergeholt zu sein. Viel zu biiter und zu düster ist Little Children (und das von Anfang an), um einen anarchischen Charme zu versprühen, wie es in American Beauty der Fall ist. Und obwohl im American Beauty der Hauptprotagonist am Ende ums Leben kommt und die Burnham-Familie auseinander bricht, "entlassen" wir Lester Burnham mit einem herzerwärmenden Glücksgefühl und einer gelassenen Dankbarkeit gen Himmel, da er seine letzten Lebensmonate in einem Gefühl totaler Freihet und Selbstbestimmung durchlebt hat. Little Children dagegen geht in seiner Satire der US-amerikanischen Vorstadtidylle nicht weit genung - um nicht zu sagen, dass der Film satirisch gar nicht erst sei -, um diesem Film mit American Beauty zu vergleichen. Viel zu ernst ist das Thema einer gesitige Störung sexueller Natur bei einem der Charaktere, um hier irgendeine Satire ausmachen zu können. Die Selbstkastration dieses Charakters am Ende des Film manövriert diesem gleichsam in eine Richtung, wo ein Vergleich mit American Beauty scheitern muss. Die intimen Szenen zwischen Sarah und Brad sind sehr gut und sehr schön und vor allem dort ehrlich, wo Brad Sarah beichtet, dass es wegen ihrer gemeinsamen Affäre ein schlechtes Gewissen hat - sie dagegen nicht. Doch auch während dieser Szenen wird das Fehlen eines vollkomemen Glücksgefühls deutlich, da beide Protagonisten wissen, dass die heimlichen Treffen nicht ewig so weiter gehen können. Und irgenwie lässt sich auch schon recht früh erahnen, dass Sarah und Brad keine gemeinsame Zukunft haben werden können. Unglaubwürdig wird der Film am Ende dann, wenn Brad auf dem Weg zu Sarah, der Frau, mit der er sein künftiges Leben verbringen will, sich von jugendlichen Skateboardern aufhalten lässt. Hier erhält der Titel "Little Children" eine höchst ungalubwürdige Note. Zu loben ist der lange Atem des Drehbuchs, das den Film trotz der Bitterkeit nie langweilig werden lässt. Dennoch verläuft der Film viel langsamer als American Beauty, so dass am Ende die 130min Spielzeit wie drei Stunden wirken. Ebenfalls zu loben ist die starke Fotographie des Films, an der nichts auszusetzen ist, und die den Film zu einem optischen Vergnügen werden lässt. Kate Winslet verzückt den (männlichen) Zuschauer mit einer natürlichen Schönheit, von der in amerikanischen Filmen leider viel zu wenig geboten wird; schauspielerisch ist sie natürlich ebenfalls großartig. "Little Children" ist schwer zu schlucken und nicht jedermanns Sache. Eine bestimmte Reife und Lebenserfahrung und Interesse an amerikanischer (Lebens-)kultur werden benötigt, um sich in diesem Film und die Charaktere hineinzufühlen. Ob der Film nun ein Meisterwerk ist, will ich hier verneinen. Zu wenig subtil werden die Sehnsüchte der Hauptcharaktere dargestellt und eine allwissende Voice-Over-Stimme, die das erzählt, was man ohnehin schon sieht, schwächen den Film nachhaltig. Am Ende greife ich den Titel noch einmal auf und sage, dass dieser Film wegen seiner Bitterkeit, Ernsthaftigkeit und allzeit düsteren Stimmung nichts für "Little Children" ist. Leider nur 6 von 10 Punkten. Sorry:)

    Hinzugefügt am 19.06.2008 um 17:51 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ich mag Filme wie diesen. Eine Geschichte, die von wahren Menschen erzählt. Erzählt wird, wenn man so will, durch die Stimme aus dem Off. Von Brad und Sarah, die noch Sehnsüchte haben, nach Liebe, nach dem nicht Alltäglichen. Die versuchen, das bisschen, was das Leben ihnen bietet, zu greifen, auch wenn sie wissen, dass sie es wohl nie werden festhalten können. Vernunft kann ein kaltes Gefängnis sein oder ein sicherer Halt, ganz wie man will. Aber die Momente, die nicht von Dauer sind, sind sie nicht die besonders wertvollen und intensiven? Die, an die wir uns immer erinnern werden? Aber dafür muss man meistens bezahlen und andere auch. So ist das nun mal und die meisten, die schon ein bisschen gelebt haben, werden mir zustimmen. Es gibt eine Figur in dem Film, von der Art, wie ich schon einige in meinem Leben getroffen habe. Der Name fällt mir nicht mehr ein. Eine der drei Freundinnen Sarahs. Die, die ihr Leben auf einem Notizblock organisiert. Am schlimmsten finde ich, dass solche Leute nach persönlichen Fehlschlägen anderer immer sagen können: "Hab ich´s dir doch gesagt, dass das schiefgeht" Da könnte ich am liebsten immer reinhauen. Aber solche Menschen haben Glück im Leben. Sie sind zufrieden, wenn alles seine Ordnung hat. Beneidens- oder bemitleidenswert? Dann ist da noch Ronnie. Seine Geschichte gibt dem Ganzen noch die richtige Würze. Seine Geschichte ist das eigentliche Drama. Dagegen sehen die Probleme der anderen doch geradezu lächerlich aus. Ich finde es schön, wie dieses alles in dem Film miteinander verwoben ist und es wird nie langweilig, gerade auch durch die vielen kleinen Nebenschauplätze. Alles gibt ein stimmiges Ganzes. Und wie Kate Winslet und Patrick Wilson agieren, wie sich ihre Beziehung entwickelt, das ist wirklich mal erotisch.

    Hinzugefügt am 18.02.2008 um 01:00 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Ich finde, dieser Film wird in den offiziellen Kritiken grandios überbewertet. Vielleicht erschließt sich mir auch nicht jede einzelne amerikanisch-prüde Situation, aber ich kann die Begeisterung nicht ganz nachvollziehen. Die schauspielerische Leistung aller Personen kann man nur bewundernd loben. Allerdings scheint der Regisseur seinen eigenen Akteuren nicht genug zugetraut zu haben - oder was sollte die Erzählstimme aus dem Off? Es ist doch gerade die Kunst eines guten Schauspielers die in ihm herrschen Gefühle (nonverbal) ausdrücken zu können. Kate Winslet kann das wunderbar! Ich finde, kein Film braucht eine Stimme aus dem Off, aber bei diesem Film fand ich es besonders nervend. Für wie dumm wird das (amerikanische) Publikum gehalten, daß alles noch mal extra erwähnt und erläutert werden muß? Inhaltlich fand ich den Film okay, wenn er auch längst nicht an "American Beauty" (mit dem er ja gerne verglichen wird) heranreicht. Letztendlich fand ich ihn aber inkonsequent, und die alberne Schlußszene auf dem Spielplatz gehört dann wohl eher in den Bereich des Märchens.

    Hinzugefügt am 12.08.2007 um 10:58 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Todd Fields 2. Film ist wunderbar erzählt, bestens inszeniert und zum Schluss sogar ziemlich aufregend. Kate Winslet steht an der Spitze des erstklassigen Ensembles. Die Stimme des Erzählers finde ich allerdings auch penetrant. So gehts aber auch mit Kritiken, die einem den Film erklären wollen. "Little Children" Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft zu nennen, finde ich platt. Unsere westeuropäische Gesellschaft funktioniert nicht viel anders.

    Hinzugefügt am 03.08.2007 um 22:49 Uhr
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