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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Im Winter ein Jahr > Userkritiken
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1 - 9 von 9 Treffern
Mitglied seit 957 Tagen | 1 Kritik
Kritik: Es gibt kaum einen Film, der mich in letzter Zeit so berührt hat wie dieser. Beim Stück von Peter Gabriel "Sinal to noise" bekam ich sogar eine Gänsehaut. Musik und Film waren eine Einheit. Dennoch gibt es hier und da ein paar Hänger.
Mitglied seit 1.430 Tagen | 2 Userkritiken
Kritik: Ich habe den Film vor knapp 2 Monaten im Kino zu sehr später Uhrzeit gesehen. Dementsprechend war ich schon etwas müde zu Beginn der Vorstellung. Hinzu kam noch, dass ich vorher so gut wie nichts über den Film wusste und es eigentlich nur eine Notlösung war, weil man sich auf nichts anderes einigen konnte. Doch was dann kam, übertraf alle meine Erwartungen! Ich war so gefesselt, dass ich alles um mich herum vergaß und mich total in dem Film verlor. Auch meine Müdigkeit verflog schon nach den ersten Minuten. Die Rollen sind großartig besetzt und die Geschichte geht unter die Haut. Hab selten einen Film gesehen, der mich so bewegt hat...
Kritik: Am Anfang wusste ich nicht wohin der Film geht, doch als dann alle Rollen vorgestellt worden sind, die Intensität der Trauer grandios dargestellt worden ist und richtig unter die Haut gegangen. Die weiblichen Darsteller waren glänzend besetzt.
Kritik: War gestern in "Im Winter ein Jahr"...Normalerweise schreibe ich keine Kritiken, aber dieser Film war so überwältigend. Keiner in Hollywood wäre zu so etwas fähig...Danke
Kritik: Ein wunderschöner Film, der nicht für jederman geeignet ist. Er spielt mit Bildern und lädt zum zuschauen ein, sinnliche Momente bezaubern den Zuschauer. Der sollte allerdings seelisch stabil sein, denn "Im Winter ein Jahr" geht unter die Haut. Ein einfach wunderschönes Filmdrama für gesunde Menschen mit Faible für Gefühle.
Kritik: Nachdem ich bereits das Buch "Aftermath" gelesen habe, saß ich gestern im Kino und habe mir diesen Film angeschaut. Ich wohne in einer sehr kleinen Stadt und so kam es, dass ich mich ganz alleine in der Nachmittagsvorstellung befand. Wie sich später herausstellte, war das auch gut so. Ich hätte wohl kaum die volle Breitseite meiner Emotionen die auf mich eingeprasselt sind zugelassen, wenn andere Menschen um mich herum gesessen hätten. Ich möchte hier gar nicht viel zur Handlung des Filmes erzählen, dass haben schon viele vor mir getan, ich denke der Inhalt ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Was mich an diesem Film fasziniert hat wie an keinem anderen bisher, kann ich leider schwerlich in Worte fassen. Ich habe mich geradezu gefühlt, als würde ich mein Schicksal mit Lillie teilen, als hätte ich schon einmal das Gleiche erlebt. Mich hat dieser Film mitgenommen, fasziniert, entfesselt, befreit, zu Tränen gerührt, mir meine Trauer erklärt. Lillies Aussage: "Ich will meinen Bruder wieder haben" hat mir fast das Herz gebrochen. Karoline Herfurth, Sie haben mit Ihrer Spielkraft und Ihrem Ausdruck dieser Rolle mein Leben bereichert, mich durch Ihre Verarbeitung durch Tanz ins tiefe Tal der Tränen geschickt und mich mit Ihrem Blick gen Himmel, zu Alex, am Genick gepackt und wieder heraus gezogen. Ich war Teil des Films, solche Reisen haben mir bisher nur Bücher ermöglicht, jetzt weiß ich, dass auch dieser Film es vermag. Danke!
Kritik: Karoline Herfurth ueberzeugt
Kritik: Caroline Link hat mich mit ihrem neuen Film erneut fasziniert. Trotz aller ( auch berechtigten ) einschränkenden Kritik, die man überall lesen kann, hat der Film im Kern eine Anziehungkskraft, die sehr selten ist. Worin die genau liegt, bleibt ein Rätsel, das nur in Annäherungen gelöst werden kann - so wie das Geheimnis um den Grund des Selbstmordes des 19-jährigen Alexander, das die gesamte Restfamilie bedroht. Der vor einem Jahr verstorbene schöne und viel versprechende Sohn und Bruder einer nicht minder schönen älteren Schwester entzieht den Zurückgebliebenen ihre Lebenskraft, sie leben nur noch wie Geister in ihrer reichen SchönerWohnenWelt. Miteinander können sie nicht (mehr), sie einsamen vor sich hin und tun so als wäre Alles easy. Der (verrückte)Auftrag an einen angesagten Maler, Schwester und (toten)Bruder gemeinsam zu porträtieren, bringt die Spannung und Hoffnung auf Rettung. Bierbichler als Maler Hollander wird der Gegenspieler dieser Geisterfamilie und insbesondere der ihrerseits stark suizidgefährdeten Schwester Lilly des schönen toten Bruders, die von Karoline Herfurth ganz wunderbar in allen verschiedenen Facetten gespielt wird. Der Einsiedler Hollander, der gelernt hat, mit der Einsamkeit zu leben und der ganz uneitel, bodenständig und angemessen sich das Verständnis für die Person Lilly erwirbt, wird ihr Lebensretter und... Vieles bleibt ungesagt und wirkt fort, lange über den Film hinaus. Und der Bierbichler ist ungewöhnlich ruhig und zurückhaltend ...und umwerfend. Sollte ich jemals in eine schwere Lebenskrise geraten, möge mir das Schicksal bitte auch einen solchen Bierbichler schicken...
Mitglied seit 1.248 Tagen | 1 Kritik
Kritik: Der Film überzeugt durch die schauspielerische Leitung aller Akteure und ist insgesamt sehr gelungen. Und das ein oder andere Tränchen wird auch mal vergossen. Thematisiert ist der von den Anghörigen nicht verarbeitete Tod (der sich schnell als Suizid entpuppt) eines 19 jährigen Sohnes bzw. Bruders. Er zeigt sehr gut wie die von den Betroffenen angewandten verschiedenen Strategien der Bewältigung letzlich scheitern, weil doch zu viele Fragen offen bleiben, die Trauer zu stark und die Entbehrungen zu gross sind. Hier liegt zweifelsohne die Stärke des Films, denn diese Ohnmacht bleibt im Film zu greifen nahe, im gesamten Film zieht sich eine starke Spannung durch; nicht eine Sekunde wird man sich gelangweilt fühlen (Ausnahme vielleicht die Trennungszene zwischen Lilli und Aldo, die nicht besonders überzeigend wirkt). Weitere Schwächen sind vielleicht, dass manches etwas klischeehaft wirkt (z.B. die Familie: Reich, angesehen, leistungsorientiert, aber in der Kommunikation von Gefühlen verarmt) und dass den Betroffenen kein Zugang zu echter (professioneller) psychologischer Unterstützung gelingen will, das wirkt nicht so richtig nachvollziehbar - gerade wenn die Mutter den Suizid ihres Sohnes nach einem Jahr immer nicht verstehen kann, sich auch eine Trennung zum Ehemann anbahnt usw. Die Folgen eines seelischen Polytraumas dieser Art beinahe sich völlig selbst zu lassen, wirkt beinahe etwas pathetisch oder masochistisch. Trotzdem: Seit "Das Zimmer meines Sohnes" (Italien 2001) der gelungeneste Film zum Thema Umgang mit den Tod eines engen Familienangehörigens. Respekt vor Caroline Link aber auch vor Karoline Herfurth; letztere ofenbart als natur-hübsches Wesen ein ausgesprochenes Talent, dass uns hoffentlich häufiger begegnet!
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