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Der Kaufmann von Venedig
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3,3
29 Wertungen - 11 Kritiken
45% (5 Kritiken)
18% (2 Kritiken)
18% (2 Kritiken)
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Deine Meinung zu Der Kaufmann von Venedig ?

11 User-Kritiken

BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,0solide
Veröffentlicht am 02.09.17

Na ok, seien wir ehrlich: Shakespeare ist eigentlich nichts was man mal so eben nebenbei laufen läßt oder guckt während man spült oder die Wäsche bügelt - was wohl einer der Hauptgründe ist warum ich keinen Einstieg in diesen Film gefunden habe weil ich ihm nicht die volle Aufmerksamkeit gewidmet habe. Ok, bleibt mir der tiefere Sinn verborgen, aber auch in der Schule war jedes Shakespeare Werk eigentlich ohne Reclambegleitheft nicht sonderlich zugänglich. Na gut, ungeachtet der Dinge die man nicht versteht gibt's aber auch ne Menge zu sehen: eine ganze Handvoll Stars wie Al Pacino, Joseph Fiennes oder Jeremy Irons die das Werk wohl ziemlich getreu der Vorlage wiedergeben und das alles in einer gigantischen, prunkvollen Ausstattung. Aber auch wenn mir die eigentlichen Kernpunkte verborgen geblieben sind, die halbe Stunde die die Gerichtsverhandlung dauert ist außerordentlich spannend. Fazit: Starbesetztes Kostümdrama voller prunkvoller Ausstattung - inhaltlich nur etwas schwer zugänglich!

AkatsukiFanTaraBlood
AkatsukiFanTaraBlood

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 18.06.08

...zeichnet sich durch viele Aspekte aus. Zum einem wären da die hervorragenden Schauspieler, die wunderbare Filmmusik u.a.
Ein sehr schön inszinierter Film, den man sich gerne mehrmals ansieht.
Eigentlich würde die Wertung 9,5 sein.

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 13.12.06

erst einmal muss ich sagen ein top film mit einer top umsetzung eines so schweren stoffs, der film ist selbst für nicht "kenner" verständlich und bringt enorme ausdruckskraft durch beihanhe wörtliche dialoge mit sich

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 30.08.06

Eine Sechs. Absolute Spitzenleistung von Al Pacino.
Megasuperfilm. Empfehle allen. Venedig sah damals bestimmt so aus. mfg

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 08.12.05

Großartige Schauspieler in der schönsten Stadt der Welt, eine sensible Inszenierung — und doch bleibt ein schaler Nachgeschmack. Das Problem ist nicht der Film, Regisseur und Ensemble haben Shakespeare alle Ehre gemacht, sondern das zugrunde liegende Stück. Der Film ist ganz großes Kino, soweit es das Stück zuläßt. Ich habe nie begriffen, warum es in die Rubrik »Komödie« fällt, bis zur Urteilsverkündung in dem unsäglichen Prozeß, in dem Shylock nicht nur betrogen, sondern durch die Zwangstaufe auch noch um seine Existenz gebracht (als Christ darf er kein Geld verleihen, als Jude kein Land besitzen, er kann also weder Händler noch Bauer sein) wird, ist das Stück ein Drama, eine Tragödie.

»Der Kaufmann von Venedig« ist ein Beziehungsdrama. Zunächst wäre da die Beziehung zwischen Antonio und Shylock, die einander in innigem Haß verbunden, beide wirtschaftlich erfolgreich und doch gebrochene Männer sind. Antonio verachtet und demütigt Shylock, tritt und bespuckt ihn, wo immer er kann. Und er verzehrt sich nach Bassanio, dem charmanten Tunichtgut und Mitgiftjäger, der über seine Verhältnisse lebt, und dem er hoffnungslos verfallen ist. Seine Liebe und Selbstentäußerung geht sogar so weit, daß er ein Pfund seines Fleisches an Shylock verpfändet, um dem geliebten Hallodri das Werben um die reiche Erbin Portia zu finanzieren. Er stellt Bassanios Glück (sofern man es Glück nennen kann, nur des Geldes wegen zu heiraten) über sein eigenes. Shylock wiederum wurde Zeit seines Lebens von Antonio (und seinesgleichen) verachtet, beschimpft, bespuckt, gedemütigt. Er ist Witwer, die einzige Freude in seinem Leben, seine Tochter Jessica, erweist sich später als leichtlebiges Miststück, das mit Vaters Vermögen und dem erstbesten Mann durchbrennt. Als Antonio Shylock um Kredit bittet, scheint sich das Blatt zu wenden: nun ist der Mann, der ihn stets mit Geringschätzung behandelt hat, auf ihn angewiesen. Shylock bewilligt ihm den Kredit zinslos, um damit den Widersacher zu beschämen, und fordert dafür ein (zunächst noch) symbolisches Pfand: ein Pfund Fleisch aus Antonios Leib im Falle der Zahlungsunfähigkeit. Wer könnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, daß alle Schiffe Antonios, die bereits auf der Rückfahrt nach Venedig sind und von denen jedes einzelne mehr als genug Waren zur Tilgung des Kredits an Bord hat, sinken?

Das Wesen der Tragödie ist es, aufs Verderben zuzusteuern, und so nimmt sie ihren Lauf, unausweichlich. Antonios Schiffe sinken, Jessica brennt mit einem vom Bassanios Freunden (und indirekt mit Antonios Hilfe) durch, Shylock hält seinen berühmten Monolog (»Er hat mich beschimpft, mir ’ne halbe Million gehindert; meinen Verlust belacht, meinen Gewinn bespottet, mein Volk geschmäht, meinen Handel gekreuzt, meine Freunde verleitet, meine Feinde gehetzt. Und was hat er für Grund! Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?«), und es kommt zum Showdown im Duell der verbitterten Männer.

Keiner kann gewinnen. Schiffe gesunken, Bassanio weg, Geld weg, Jessica weg. Was bleibt, ist Shylocks Chance, Antonio um sein Leben winseln zu sehen, ihn vor aller Welt zu demütigen, so wie der Shylock ein Leben lang gedemütigt hat. Es geht Shylock nicht darum, tatsächlich das Pfund Fleisch aus Antonio herauszuschneiden. Was hätte er davon? Er will Genugtuung, und die kann nur darin bestehen, daß Antonio mit der Schmach lebt, nicht darin, daß er stirbt. Der Fall kommt vor Gericht, und ausgerechnet Portia zieht den Kopf ihres Nebenbuhlers mit einem überaus fadenscheinigen Advokatentrick aus der Schlinge. Das Resultat: zwei Männer, die um der Leidenschaft willen alles verloren haben und eine Frau, die im Begriff ist, um der Leidenschaft (und Eitelkeit) willen alles zu verlieren (sprich: einen Mitgiftjäger zu heiraten, der zuvor das elterliche, sein eigenes und Antonios Vermögen durchgebracht hat.) So weit, so tragisch.

Das anschließende neckische Pfänderspiel um Portias Ring mit allerlei shakespeareschen Versatzstücken nebst Verwechslungen und dem obligatorischen Cross-Dressing wirkt aufgesetzt, ganz als ob Shakespeare das Drama schon fertig geschrieben hatte und dann Queen Lizbeth gesagt hat: »Will, ich möchte nächste Woche eine Komödie von Dir im Globe Theatre sehen!«

Kino:
Anonymer User
4,0stark
Veröffentlicht am 12.10.05

Endlich habe ich den Film gesehen. Ich kann nur sagen, dass diese Shakespear-Verfilmung zu einer der besten seiner Art gehört. Romeo&julia hatte mich sehr enttäuscht, aber diese Drama-Verfilmung gewinnt eindeutig meine Sympathie. Die Darstellerische Leistung der meisten Hauptdarsteller hat mich sehr überzeugt (Pacino& Irons - TOP.)
Ein Meisterwerk!!!
Wirklich empfehlenswert!!!

Kino:
Anonymer User
2,0lau
Veröffentlicht am 20.07.05

Also ich denke, dass der Film zwar sehr nett zum anschauen ist und eine nette Aufmachung hat, doch wenn man von dem original Drama ausgeht, so hat der Film das Grundproblem komplett verfehlt.
Das Buch wird hier ganz normal wiedergegeben (wie zu Schulzeiten), doch es wird nicht auf die Grundprobleme des Barocks oder die Symbole (die im Buch sehr gut gezeigt werden) richtig eingeangen.
Es ist mal wieder eine sehr nette "Ammi-verfilmung", die den eigentlichen philosophischen Hintergrund leider verfehlt hat. Dennoch trotzdem nett anzuschaun wie man zu barokschen Zeiten gelebt hat.

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 24.05.05

Ich bin wirklich beeindruckt, wie diese inszenierung es geschafft hat, eben nicht dem antisemitismus zu verfallen. pacino hat diesem kaufmann ein unverwechselbares grandioses tragisches gesicht gegeben.
shakespeare, der im normalen antisemitismus seiner zeit verfangen war, konnte gar nicht anders, aber die filmemacher sehr wohl.

es ist ei meisterwerk. überhaupt muss ich feststellen, die besten theateraufführungen der letzten jahre hab ich im kino gesehn. ich komme aus berlin, aber was da inszeniert wird, können nicht mal hervorragende schauspieler wieder gut machen.

Kino:
Anonymer User
0,5katastrophal
Veröffentlicht am 19.05.05

Das Stück "Der Kaufmann von Venedig" bedarf einer Inszenierung, die die gesellschaftliche Bedingtheit der Handlungen Shylocks herausarbeitet. Sonst erscheint dieser nur noch als rachsüchtig und antisemitische Stereotypen werden bedient. Dass hier über den Film diskutiert werden kann, ohne Antisemitisimus auch nur zu erwähnen, spiegelt das ganze Dilemma dieses Films wieder. Gut gegen Böse, auf etwas höherem Niveau als der neue Star Wars. Für Zuschauer, die sich für kulturell gebildet halten, sich aber in den aussichtslosen Widersprüchen des Originalstückes nicht verfangen wollen, weil das dann doch zu anstrengend wäre. Prädikat: lieber Star Wars III anschauen, der erhebt nicht den aufgeblasenen Anspruch, ein anspruchsvoller Film zu sein.

Kino:
Anonymer User
5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 06.05.05

Es ist ein wahre Schande, dass solch ein Meisterwerk es nicht einmal vermag die Produktionskosten einzuspielen.
Ich mag hier jetzt nicht darüber meckern, dass der "Durchschnittskinobesucher" sich lieber mit geistiger Leichtkost à la XXX² oder Königreich der Himmel abspeisen lässt, sonder stattdessen von den Vorzügen dieses Filmes sprechen.
Dass Pacino im Shylock eine Taumrolle erfüllt sah, ist den ganzen Film über zu spüren. Er verleiht dem jüdischen Kaufmann die nötige Tiefe die er verdient und bewahrt meines Erachtens den Film vor einem Schwarz/Weiß Schema. Joseph Fiennes spielt gewohnt gut, doch hätte sein Charakter ebenso wie schon der Luther etwas mehr Leidenschaft verdient. Lynn Colling beeindruckt tatsächlich mit ihrem Spiel und zieht den Kinobesucher in ihren charmanten Bann. Irons schafft es den Melancholicher überzeugend darzustellen, sticht aber keineswegs schauspielerisch hervor. Letzten Endes ist es die Mischung aus hochkarätigen Schauspielern, einer wundervoll stimmungsvollen Atmosphäre (nicht zuletzt dank des OST), und der zeitlosen Vorlage, die diesen Film zu einem wahren Kinoerlebnis werden lässt. Prädikat: Unbedingt anschaun!!

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