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    Öffne meine Augen
    Durchschnitts-Wertung
    3,1
    3 Wertungen - 1 Kritik
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    1 User-Kritik

    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 18. März 2010
    sagt er immer wieder ... zu ihr, die mit Blutergüssen und angeschwollenen Augen in der Ecke kauert, die Arme schützend vor das Gesicht geschlagen, sich vor Schmerzen krümmend, vor angst bepinkelnd ... Es tut mir leid. ... Ich hab mich geändert. Der Film zeigt ein Familienleben, dass nur den Schein wahrt. Er zeigt, was der Gesellschaft immernoch fehlt: Gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und Einfühlsame Kommunikation. Es ist ein spanischer Film, der Mann ein Macho, der in den Augen seiner Herkuftsfamilie (Bruder, Vater) `keine Ahnung´ hat. Man könnte ihn damit entschuldigen, ja kommt sogar in die Versuchung zu sagen: Sein gesundes Selbstbewusstsein konnte sich nie entwickeln. Sie hat ihren Job für die Familie aufgegeben. Warum bleibt sie noch bei ihm ? Ihre Mutter blieb bei einem solchen Mann, bis dieser starb. Ihre Schwester sagt energisch: "Verlass ihn endgültig!!!" Der Film setzt an eienr Stelle ein, an der sie mit ihrem Soohn - einziges Kind - in einer Nacht und Nebel Aktion die gemeinsame Wohnung verlässt und zu ihrer Schwester zieht. Ihr Mann tritt in eine Selbsthilfegruppe für gewalttätige Männer ein. Im Schnellverfahren wird hier viel zu schnell auf die "Entschuldigungstour des Gewalttäters" bei all seinen Opfern hingearbeitet, ohne die Problematik völlig aufgearbeitet zu haben. Den Opfern wird von den ach so gut gemeinten Ratschlägen: "Was willst Du noch von dem !" "Verlass ihn endlich!" "Du kannst für eine weile bei mir wohnen!" Oder sogar andere von der Mutter: "Du bist verheiratet.!" Punkt. nicht weitergeholfen. Auch hier sieht man, wie schwierig es ist, zu helfen - zu helfen, dass sich die Opfer aussprechen, ihre Gefühle aufarbeiten und ihre Bedürfnisse wiederentdecken. Auch wird einem vor Augen geführt, dass Kinder, auch wenn sie selbst nicht geschlagen werden, darunter leiden. Sie wollen, dass alles wieder gut wird, die Familie zusammenbleibt, sie würden alles tun - und dabei werden sie von dem Gewalttäter auch noch instrumentalisiert. Natürlich krigt das Kind die Gewalt mit, auch wenn es vielleicht nie sieht, wie der eine Erwachsene den anderen schlägt. Ich hab diesen Film an einem Filmdiskussionsabend unseres Kinos gesehen. Die Diskussion mitbestritten haben unter anderen eine Mitarbeiterin von >Der weiße Ring - OpferhilfeWie zum Beispiel bewertest Du denn eine "Ohrfeige" ? - Gewaltakt? - Erziehungsmittel? - Schlag ins Gesicht? - Hand ausgerutscht? - ... An alle gilt der Apell "Offne Deine Augen!"
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