Rezept zum Verlieben
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    Björn Hall
    Björn Hall

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      3.5 - Gut

    Schauspielerisch netter Film, der auch sehr romantisch wird. Der FUN-Faktor ist auch gegeben, aber leider ist er von der Handlung her nicht sooo prickelnd.

    Hinzugefügt am 16.01.2009 um 23:06 Uhr
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      3.5 - Gut

    Eine Freundin von mir mag Liebesfilme (ich nicht) - deshalb habe ich ihrzuliebe diesen Film aufgenommen und aus Langeweile angeschaut. Und siehe da - der ist ja richtig gut! Nett, unaufdringlich, schön erzählt und gut gespielt. Ich glaube, ich gebe Liebesfilmen jetzt häufiger eine Chance; zumindest dann, wenn keine Thriller und Dramen im Angebot sind. :-) Ein Verdienst der starken Hauptdarsteller, aber auch der einfühlsamen Regie. 7 Punkte.

    Hinzugefügt am 12.12.2008 um 17:37 Uhr
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      3 - Nicht schlecht

    Es passiert nicht oft, dass ein deutsches Kleinodd von einem Hollywood-Studio entdeckt wird und anschließend auch noch mit hockarätigen Schauspielern bestückt wird. "Rezept zum Verlieben" stellt diesen Versuch mit "Bella Martha" an, verändert allerdings einige Punkte. Martina Gedeck gehört sicherlich zum dem Besten, was die deutsche Schauspielerriege für eine derartige Rolle auffahren kann, nur wenige Darstellerinnen haben dieses Reportoire, sowohl Unsicherheit und gnandenlose Verachtung zu zeigen. Dem gegenüber steht Cathrine Zeta-Jones, an Attraktivität ist sie Gedeck mindestens gleichwertig, soviel ist sicher, schauspielerisch steht sie eigentlich außer Frage. Dennoch ist Kate keine Martha, das liegt vorallem daran, dass Kate wesentlich offener mit der Welt umgeht, als sie das ihrem Psychiator glauben lässt. Relativ schnell wird klar, dass das Eis zu ihrem Rivalen brechen muss. Etwas, was sich bei "Bella Martha" zwar andeutet, aber unauffälliger und damit eleganter sowie realer gelöst wird. Zu gleich spürt man bei Zeta-Jones nicht diese Hektik und das chaotische Element, wie es bei "Bella Martha" der Fall ist, Gedeck spielt eine mit dem Leben überforderte Frau, während ihre "Konkurrentin" nur mit eben jenem "nicht klar" kommt. Eckharts Schauspielkunst steht mindestens genauso außer Frage, wie die seiner Filmpartnerin und obgleich dieser seine Sache gut macht, ist seine Rolle stellenweise mit Ungereimtheiten versehen. Er sagt z.B. dass er alles möge, was italienisch sei, trägt aber eine furchtbare Wintermütze und fährt einen Dodge Pickup, zwei Dinge, die Italiener vermutlich nie tun würden. An dieser Stelle wirkt der Darsteller im Original aufgrund seiner Herkunft viel, viel glaubwürdiger. Eckhart nimmt man das Schmettern italienischer Opern nicht sofort und ganz ab. Enttäuschend war die Rolle der Nichte, obgleich mit Breslin sehr gut besetzt, die ihre Sache auch solide bis sehr gut meistert. Man fragt sich nach einiger Zeit, wenn die Beziehung zwischen Nick und Kate beginnt sich anzubahnen, ob dieses junge Mädchen wirklich gerade ihre Mutter verloren hat. Während in "Bella Martha" die Nichte durch die Vatersuche und das Trauma, dass sie durchlebt einen psychologischen Gegenpol zu Martina Gedeck "Verschließung vor der Welt" darstellt, ist ihre Rolel in "Rezept zum Verlieben" auf ihre "Funktion" als Kupplerin beschränkt. An dieser Stelle wurde massiv Potenzial verschenkt. Obgleich das Remake durch die Streichung der Vatersuche an Tiefgang verliert, scheint es durchaus logisch, dass keine Suche begonnen wird. Eigentlich sollte allen Beteiligten klar sein, dass es schwer ist einen "Unbekannten" zu finden, an dieser Stelle ist die Neuauflage dem Original voraus...auf Kosten des Tiefgangs eben. Ein wesentlicher Unterschied ist die Stimmung des Films, während Martina Gedeck durch ein rauhes Hamburg läuft, ist Zeta-Jones im französischen Stil gekleidet und mit einem leicht verschneitem New York City bedient. NYC wirkt vorallem durch die Gelbtöne im Restaurant, unter anderem auch durch die Heizstrahler in der Küche und den längeren Filmsekunden im Gästebereich, deutlich wärmer, ein gewollter Unterschied zur Einstimmung auf das Happy-End. Größter Verlust bei der Portierung ist meines Erachtens aber der bissige, bisweilen sarkastische Unterton in den Sitzungen von Martha mit ihrem Psychiator, diese netten "Episoden" lockern das Original ungemein auf und zeichnen den Charakter der Martha deutlich besser, als den der Kate. Insgesamt bleibt ein Feel-Good-Movie mit Happy-End, bei dem der Tod der Schwester/Mutter Mittel zum Zweck wird. Wer das Original toll fand, könnte mit dem Remake unzufrieden sein, aber nicht enttäuscht. Dafür macht der Film zuviel richtig und zuwenig falsch. Der Tiefgang bleibt aber ganz klar ein bisschen auf der Strecke und das ist bedauerlich. Vorallem unterstreicht das sehr gute Timing im Remake als auch die Makellosigkeit des Sets diesen Verlust. Den besten Vergleich verschaft man sich aber immer noch am besten selbst.

    Hinzugefügt am 29.06.2008 um 02:11 Uhr
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      0.5 - Null

    Einer der langweiligsten Filme die ich seit langem gesehen habe, und ich kann wirklich fast jedem Film etwas abgewinnen! Zeta-Jones läuft wie ein Zombie durch den ganzen Film und wenn sie in nahaufnahmen ihres Gesichtes versucht versteckte Emotionen auszudrücken, dann sieht man direkt wie sie krampfhaft versucht etwas auszudrücken. Die traurigen Szenen sind nicht traurig (und ich heule sonst ständig im Kino), die lustigen nicht lustig und die romantischen nicht romantisch. Hinzu kommt, dass dem Drehbuchautor vermutlich die Ideen für Dialoge ausgegangen sind, da man mind. 5 Mal nur zusieht wie sie sich unterhalten und währenddessen dem Soundtrack lauschen darf. Fazit: Der Film ist zum Einschlafen.

    Hinzugefügt am 24.09.2007 um 10:30 Uhr
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    gaussmath
    gaussmath

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      2 - Nicht gut

    Ein vollkommenes Happy End liegt sicherlich in der Natur dieser Art von Filme. Da wird alles so gedreht und konstruiert, dass es am Ende jeder sein perfektes Glück gefunden hat. "Rezept zum Verlieben" ist nun mal eine romantische Komödie. Wenn man die Schattenseiten des Lebens sehen will, dann schaut man halt ein Drama oder den Musikantenstadl. Wenn dieser Film hier und da die Genregrenzen überschritten hätte, hätte das dem Gesamtkonzept gut getan. So wird Kate wie von Geisterhand von einem emotionalen Eisblock zu einer naiven und gefühlsdusligen Person. Ihre ganzen Neurosen werden wie eine harmlose Erkältung nur durch den Charme und die liebestollen Bemühungen von Nick in kürzester Zeit überwunden. Natürlich darf man dabei nicht Kate's Therapeuten vergessen, welcher in nur wenigen Sitzungen wesentlich zu Kate's Metamorphose beigetragen haben dürfte. Was mich ein wenig stutzig macht, ist Nick's Verhalten, welches sich Kate als gestandene Frau und seine Chefin scheinbar wie ein junges Schulmädchen über sich ergehen lässt. Nick:"Ich tue, was Du mir sagst, aber hinter Deinem Rücken tue ich, was ich will!" Das mag ja noch ganz witzig sein, aber "Du musst was trinken" und "Nimm eine Aspirin" sagt eher der Papa zu seinem Kind. Die wohl grösste psychologische Inkonsistenz ist wohl als sich Kate in der einen Szene in betrunkenem Zustand zum Schweigen bringen lässt, indem Nick ihr den Finger auf den Mund drückt und in einer anderen Szene einem Gast ein rohes Steak auf den Tisch knallt. Was denn jetzt? Impulsiv, cholerisch oder kleines Mäuschen? Ich stelle mir auch gerade so vor, wie es wäre ,wenn ich frisch einen neuen Job angefangen so locker im Kreise der neuen Kollegen mein mitgebrachtes Radio aufdrehe und völlig losgelöst von jeder anfänglichen Scheu meine Lieblingsarie lauthals "mitsinge"? Darüberhinaus gebe ich meiner neuen Kollegin Sextipps, nämlich genau eben zu dieser Musik, den Freuden der Lust nachzugehen. Was würden diese Kollegen wohl von mir halten? Da fällt mir zu ganz spontan Freak ein, oder der gescheiterte Versuch des Filmemachers, eine zu Kate gegensätzliche Persönlichkeit zu konstruieren. 4 Punkte gebe ich deswegen, weil Catherine Zeta-Jones so unverschämt gut aussieht, die deutsche Synchronstimme so angenehm klingt und so gut zu ihr passt.

    Hinzugefügt am 18.09.2007 um 17:33 Uhr
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      2 - Nicht gut

    Wann lässt sich Hollywood schon mal zu einem Remake eines deutschen Films herab? Noch dazu wurde mit "Bella Martha" (aus dem Jahr 2001 mit Martina Gedeck in der Hauptrolle) eine wahre Perle ausgewählt. Doch einmal mehr kann das Cover mit dem Original nicht mithalten. Trotz Starbesetzung und aufwendiger Gestaltung. "Rezept zum Verlieben" hält sich in vielen Einzelheiten erstaunlich eng ans Original: die äußerliche Ähnlichkeit von Martha und Kates Sou-Chefinnen und den Restaurantbesitzerinnen ist frappierend, ebenso die Lügengeschichte, mit der Nick/Mario Kate/Martha zum Probieren des Pasta-Gerichts überredet oder Kates Wutausbruch, als sie einem Gast, dessen Steak ihm nicht blutig genug geraten ist, das rohe Rindfleisch auf den Tisch knallt. Doch es gibt Unterschiede. So spielt der Therapeut im Remake eine wesentlich glaubwürdigere und letztlich tragendere Rolle. Im Original kommt August Zirner nicht über den Status der Witzfigur hinaus, die völlig unprofessionell alles mit sich machen lässt. Die ganze Therapie-Episode erscheint im Original angeflanscht; die Szenen nehmen sich aus wie Werbespots, die den eigentlichen Film unterbrechen. Im Remake ist die Therapie-Geschichte wesentlich glaubwürdiger in die Story integriert. Vor allem, weil der Therapeut (Bob Balaban) sich nicht die Butter vom Brot nehmen, bzw. vorsetzen lässt. Er gibt Martha gegen Ende sogar einen entscheidenden Hinweis. Das ist aber auch schon alles, was das Remake besser machte als das Original. Während "Bella Martha" mich zutiefst berührte und mit intensivem Gefühlswirrwarr zurückließ, plätscherte "Rezept zum Verlieben" weitgehend an mir vorbei. Woran lag's? Zum einen brachte Martina Gedeck die inneren Spannungen, unter denen Martha stand, glaubwürdig und nacherlebbar auf die Leinwand. Catherine Zeta-Jones hingegen blieb auch bei ihren Rückzügen in die Kühlkammer immer noch beherrscht und souverän. Der Zuschauer nimmt ihr die Probleme nur schwer ab. Der Hauptgrund liegt aber in der unterschiedlichen Zeichnung der Nichten. Im Original wird Lina (großartig gespielt von Maxime Förste) verzehrt von ihrer Sehnsucht nach dem unbekannten Vater, von dem sie nur eins weiß: er ist Italiener. Sie setzt Martha so lange unter Druck, nach ihrem Vater zu fahnden, bis sie Erfolg hat. Und von ihrem leiblichen Vater nach Italien mitgenommen wird. Diese Sehnsucht nach dem noch lebenden Elternteil erscheint als Motivation für ein Kind, das sich nach dem Tod ihrer Mutter im ungeliebten Umfeld einer ungeliebten Tante wiederfindet, authentisch und glaubwürdig. Ganz anders im Remake: Zoés Vater ist ebenfalls unbekannt, aber der Fakt dient eher nebensächlich als Rechtfertigung dafür, dass Kate die Kleine bei sich aufnimmt. Total abgeschmackt ist die Instrumentalisierung Zoés als Kupplerin zwischen Nick und Martha. Der Akzent wird heftigst in Richtung Kitsch verschoben. Weil die komplexe, widersprüchliche und schwierige Kinderpersönlichkeit Linas, die dem Original erst Leben einhauchte, im Remake weitgehend glattgebügelt wird. Aus der problematischen, vielschichten Lina wird die fast engelsgleiche Zoé. Darf in einem US-Film kein ernsthafter Familienkonflikt dargestellt werden? Dürfen Kinder nicht in ihrer ganzen Vielschichtigkeit gezeigt werden? Als Folge dieser Akzentverschiebung geraten Linas/Zoés Ausreißen und Marthas/Kates Wandlung im Remake deutlich oberflächlicher. Im Original will Lina tatsächlich weg - sie steht schon am Bahnhofsschalter und will von ihrem letzten Geld eine Fahrkarte "nach Italien" kaufen. Nachdem Martha sie bei der Polizei abholt, traut sie sich zum ersten mal, ihre Gefühle zu zeigen. Und gewinnt damit Lisas Liebe. Im Remake verkommt das Ausreißen zu einem eigenmächtig Ausflug ans Grab der Mutter. Kates Wandlung ist kaum sichtbar, weil sie von vornherein nicht so verstört ist wie Martha. Unterschiede auch im Happy-End: Im Original liegt dessen Charme gerade darin, dass hier einmal die (Ersatz-)Eltern dem Kind hinterherziehen. Und nicht das Kind reumütig nach Hause zurückkehrt. Im Remake verlassen Kate und Nick noch nicht einmal ihre Heimatstadt New York. Es bleibt der Friede-Freude-Eierkuchen-Kitsch im neueröffneten gemeinsamen Restaurant. Fazit: Hollywood verpasst eine Chance: Alles, was den Film zu einem berührenden Meisterwerk hätte machen können, wurde glatt- und weichgespült. Bewertung: 4 von 10 Safransaucen um Mitternacht

    Hinzugefügt am 17.09.2007 um 14:07 Uhr
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