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Tja, wie soll man diesen Film bewerten? Mit dem Untergang, dem Pianisten oder Schindlers Liste ist er nicht zu vergleichen, eher mit Duell - Enemy at the gates. Als Umsetzung der anonymen Tagebuchaufzeichnungen ist er gescheitert. Dort wird alles wesentlich authentischer, schonungsloser, eindringlicher dargestellt. Aber trotzdem fand ich den Film nicht so schlecht - als Unterhaltungsfilm. Letztendlich wird die historische Kulisse nämlich benutzt, um eine dramatische, tragische Liebesgeschichte zu präsentieren. Diese ist zwar manchmal etwas platt, aber doch berührend und erhält durch die historische Situation eine besondere Atmosphäre. Das wäre geschmacklos, wenn der Film sich nicht auch bemühen würde, die historischen Geschehnisse nicht zu sehr zu verzerren oder zu instrumentalisieren. Die Leiden der deutschen Zivilisten, aber auch des russischen Volkes werden dargestellt und auch ein traumatisierter Kriegsheimkehrer, zwei fanatische, verführte Jugendliche, die Hitler über das Ende des Dritten Reichs hinaus die Treue halten wollen, opportunistische Wendehälse, russische Soldatinnen, die von Deutschen im Osten verübten Greuel an der Zivilbevölkerung, Feigheit und Mut auf deutscher, Hass und Großherzigkeit auf russischer Seite - alles wird thematisiert. Das wirkt etwas gewollt, um political correctness bemüht, überfrachtet und bleibt oberflächlich. Als Geschichtsunterricht sollte man also lieber die Vorlage lesen.
Hinzugefügt am 19.12.2009 um 17:45 Uhr Verstoß melden
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