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Was wäre wenn in den 1950er Jahren eine Wolke aus dem All die Toten in Zombies verwandelt und zu einem Zombie-Krieg geführt hätte? Die Antwort darauf liefert Andrew Currie mit seiner skurrilen Zombie-Komödie "Fido". Die Menschen haben es geschafft die Zombie-Invasion aufzuhalten und der Konzern ZomCon kümmert sich nun um die Sicherheit der Menschen. Sie haben ein Halsband erfunden, dass es ermöglicht, die Lust der Zombies nach Menschenfleisch zu unterdrücken, um sie wiederum auf vielfältige Weise in der Gesellschaft einzusetzen. Als Postboten, Milchmänner, Haushaltshilfen etc. erledigen die Zombies allerhand Aufgaben, die früher die Menschen gemacht haben. Zombies sind zu einem regelrechten Status-Symbol geworden. So will auch Helen Robinson endlich einen Zombie haben, da die gerade gegenüber eingezogenen Bottoms sechs Zombies haben. Mr. Bottoms ist neuer Sicherheitschef von ZomCon und hat bereits bei einem Vortrag in der Schule Bekanntschaft mit Timmy Robinson, dem Sohn von Helen, gemacht. Im Gegensatz zu seinen Schulkameraden hinterfragt er die Praktiken von ZomCon und die Behandlung der Zombies. In der Schule muss er dafür einiges einstecken und in der Familie gibt es auch nur Streit. Da kommt der neue Haushalts-Zombie gerade richtig. Mit der Zeit freundet sich Timmy mit dem Zombie, dem er den Namen "Fido" gibt, an und auch seine Mutter entdeckt langsam ihre Gefühle gegenüber dem Untoten. Aufgrund einer Unachtsamkeit Timmys kommt es jedoch zu einem tragischen Zwischenfall. "Fidos" Halsband setzt bei einem Ausflug aus, woraufhin er eine Nachbarin der Robinsons angreift und so eine Kette von Ereignissen auslöst. "Fido" ist ein herrlich skurriler Film, in dem in einem USA der 1950er Jahre angesiedelten Vorstadt-Idyll normale Menschen den Alltag bestreiten, nur eben mit einer Horde Zombies, die am Eingangsschild des Städtchens Besuchern zuwinken oder die Parkanlagen in Ordnung halten. Doch leider haben es die Macher des Films versäumt darüber hinaus eine kluge Story zu entwickeln. "Fido" bleibt trotz der wunderbaren Ausgangsidee und Anflügen von Ironie im kitschigen, moralinsauren Schwarz/Weiß verhaftet, was den Film ein wenig unausgegoren macht. Man verspricht sich von diesem Film so viel und erhält doch nur familientaugliche Unterhaltung und unglaubwürdige Charaktere. So bleibt es dem Zuschauer verborgen warum ausgerechnet Timmys Mutter, die zu Beginn des Films reichlich kommandierend und herzlos rüberkommt eine 180-Grad-Wandlung vollzieht und plötzlich so etwas wie die beste Freundin von Timmy ist. Die Mesage des Films, die man in auch in den Spruch "Zombies sind nur auch Menschen" übersetzen könnte, wirkt dann gerade aufgrund der Skurrilität des Films reichlich abgedroschen und plump. Zudem sind die Horror-Elemente des Films sehr in den Hintergrund gedrängt worden. Zurück bleibt der Eindruck, dass man es hier mit einer ausgesprochen gelungenen Idee für eine Zombie-Komödie zu tun hat, die allerdings aufgrund ihrer Inszenierung und der einfallslosen Story eklatante Mängel offenbart und bei den meisten Zuschauern nach einiger Zeit nur Langeweile hervorrufen wird.
Hinzugefügt am 06.11.2010 um 13:51 Uhr Verstoß melden
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