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Home > Kino > Film-Archiv > Thriller > Die Fremde in dir > Userkritiken
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1 - 10 von 22 Treffern
Mitglied seit 1.090 Tagen | 335 Userkritiken
Kritik: Die Fremde in dir ist ein im Konzept soziologisch wie auch psychologisch interessanter Film. Die konkrete Ausarbeitung kann aber nicht halten, was mit der Idee versprochen wurde, da die Wandlung der Hauptfigur in unzusammenhängenden Szenen in nur wenigen Facetten porträtiert wird. Zwar ist der Film zeitweise unterhaltsam, aber in Bezug auf die Rache undifferenziert und klischeehaft. Wie zum Beispiel am Ende, als der Polizist die gute Jodie die Gangster kalt machen lässt.
Kritik: Der Film hat mir soweit ganz gut gefallen. Hat auf jeden Fall seinen eigenen Stil und ist hier und da auch mal langweilig. Schauspielerisch war das dagegen erste Sahne und auch das Thema des Films ist sehr mutig. Deswegen ist er mir gute 6 Punkte wert. Aber ohne die spitzen Leistung von Jodie Foster wäre er nur Mittelmaß...6/10
Mitglied seit 1.059 Tagen | 146 Userkritiken
Kritik: "Die Fremde in dir" ist ein Film, der sich hauptsächlich um die Themen "Opfer von Kriminalität", "Selbstjustiz" und "Rache" beschäftigt. Insgesamt ist ein auch psychologisch komplexer Film entstanden, der zum Nachdenken anregt und einige Fragen aufwirft. Dabei ist er über weite Strecken spannend inszeniert und vor allem glaubwürdig geschauspielert. Das Drehbuch liefert eine gut durchdachte Story und vor allem weiß es, anfangs zwei scheinbar unabhängige Handlungsstränge gekonnt miteinander mehr und mehr zu verflechten, ohne dass dabei Widersprüche entstehen. Die Auflösung des Films ist aus meiner Sicht absolut gelungen und rundet den Film ab. Ein eher offenes Ende, wie es in vielen Film der letzten Jahre üblich ist, wäre sicher enttäuschend gewesen. Letztlich ist es Geschmackssache, wie sehr einen das Thema interessiert und ob man den Entscheidungsprozess Erikas (und schließlich auch die Intention des Regisseurs)nachvollziehen kann. Die Meinungen gehen da sicher ähnlich weit auseinander, wie bei der Radiosendung Erikas... 9/10
Mitglied seit 1.228 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Es ist kein echtes Remake des Films mit Charles Bronson, denn dieser Film hat noch einige Dimensionen mehr. Abgesehen von der Gewaltschiene, die auch hier mit der Zustimmung der Zuschauer rechnen kann, ist er viel emotionaler gestaltet, was vor allem Jodie Foster transportiert. Sie schafft den Spagat zwischen reaktivem Racheengel und dem gefühlsbetontem Bewusstsein der Kriminalität des eigenen Handelns. Mit guten, schnellen Rückblenden als Wiederholung und Verstärkung der Handlung, unterlegt mit einem sehr melodiösen Titelsong, der bewusst eingesetzt wird und die Grausamkeit etwas abfedert, verfolgt man ihr Zusammengehen mit dem ermittelten Detektiv Terrence Howard, eigentlich ihr Gegenspieler. Aber Parallelen treffen sich eben in der Unendlichkeit. Eine überraschende Wende am Ende bringt eine Lösung, die jeden zufrieden stellen könnte. Gemäß dem Originaltitel ist Jodie übrigens ’Die Mutige’.
Kritik: Es bietet sich an, hier etwas zum Thema Selbstjustiz zu schreiben, weshalb ich darauf verzichte. Der Film ist sehr gut gemacht, die Geschichte vorstellbar und die Handlungsweisen - meiner bescheidenen Ansicht nach - psychologisch durchaus nachvollziehbar.
Mitglied seit 1.166 Tagen | 723 Userkritiken
Ihre Kritik: Ein sehr gut durchdachter Film. Ab und zu etwas langweilig, aber war okay. Tolle Besetzung und gute Story. Hier und da kommen Fragen auf. Eher ein Film für zwischendurch. Kann man sich aber ruhig mal anschauen, war okay! 6/10
Kritik: Ein unterhaltsamer Film der durchaus Härte zeigt und einen in manchen wirklich intensiven Szenen packt. Allerdings ist vieles einfach zu stark aufgetragen und too much. Beispielsweise kommt die Wandlung vom Gewaltopfer zur "Revolverheldin" recht überhastet und plump rüber. Auch kratzt der Film an vielen Klischees, auch wenn er nie wirklich in selbige abdriftet. Alles in allem ein wirklich sehenswerter Film der geschickt Thrillerelemente mit Drama verbindet, leider oftmals auf Kosten von zuviel Pathos und Überdramaturgie.
Mitglied seit 1.126 Tagen | 105 Userkritiken
Kritik: Die Fremde in dir’ beginnt mit einer kurzen Einführung der Charaktere Erica und David und deren gemeinsamen Liebesglücks. Tatsächlich gelingt es Regisseur Neil Jordan mit wenigen, Gesten, Worte und gemeinsame Momente beinhaltenden Szenen, die beiden in ihrer Beziehung zueinander glaubwürdig genug zu verwurzeln, um die folgenden Ereignisse plausibel erklären zu können. Der Überfall auf das Paar wird in einer drastisch-schockierenden Direktheit gezeigt, deren Eindruck des Unmittelbaren durch die teilweise Darstellung in Form der Aufnahmen einer Handykamera verstärkt wird, die den Zuschauer zu einer extrem unangenehmen Form der Partizipation an der Täterperspektive zwingt’. Für eine Mainstream-Produktion ist die Brutalität dieser Sequenz (und einige der folgenden) sicher ungewöhnlich, verkommt vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Ereignisse jedoch nicht zum Selbstzweck. Vielmehr wird sie zur Grundlage der moralischen Fragen, die der Film unweigerlich aufwirft. Nach dem harten Auftakt macht der Film nicht den Fehler, Jodie Fosters Wandlung zum Racheengel im direkten Anschluss stattfinden zu lassen. Von Foster überzeugend dargestellt geht es zunächst um Ericas Ängste, ihr normales Leben unter nicht normalen Umständen im Schatten des Geschehenen weiterzuführen. In Sachen Charakterzeichnung und Plausibilität ist dies mit die stärkste Phase des Films, Foster wird dabei von passender musikalischer Untermalung und gelungener Kameraarbeit unterstützt. Zwischendurch wird Terrence Howard als Detective Mercer vorgestellt, dessen Subplot jedoch vergleichsweise lieblos umgesetzt und auch nicht sonderlich spannend wirkt, für das weitere Voranschreiten der Handlung allerdings notwendig ist und in dieser Form auch nicht von der eigentlichen Haupthandlung ablenkt. In der Folge erwirbt Erica illegal eine Waffe, die ihr Sicherheit und Schutz zurückgeben soll. Ab hier wird die zuvor etablierte Kausalität des Films lückenhaft. Waren Handlung und die Psychologie der Protagonistin bis hierhin striktes Ergebnis von Ursache und Wirkung, beginnt nun eine gewisse Willkür. So gerät Erica beinahe jeden Tag in Situationen, in denen ihr Leben oder das anderer bedroht wird, worauf sie mit gnadenlosem Gebrauch ihrer Schusswaffe reagiert. Zwar bleiben der Zwiespalt, in den sich die Hauptdarstellerin manövriert und ihre moralische Antiselbstwerdung stets präsente Themen (wobei auch deren Effekt auf die Öffentlichkeit sehr geschickt eingebracht wird), doch fast zu sehr gleitet der Film ins Konstruierte ab, womit er sich den zuvor bewusst umgangenen Klischees seiner Genrekollegen des revenge movies beinahe unterordnet. Dank einer weiterhin straffen Inszenierung, der sehr guten Darstellerleistungen und der nie ins plakative ausartenden Bebilderung kann man diese Schwächen jedoch verzeihen. Besonders ist es dann das Ende, das den Gesamteindruck einer für ihre Gattung außergewöhnlich gut gelungenen Produktion unterstreicht. Unkonventionell und alles andere als dem Mainstream unterwürfig löst sich die Situation auf, ohne ihre Charaktere wirklich zu entlassen. Der unweigerlich zum Absturz führende Drahtseilakt zwischen Gerechtigkeit und blinder Rache findet nicht zu einem guten’ Schluss, sondern zu einem höchst fragwürdigen, der das moralische, unlösbar scheinende Dilemma noch einmal in all seiner Unerbittlichkeit darlegt.
Mitglied seit 1.345 Tagen | 20 Userkritiken
Kritik: Gut gefällt mir die Story des Films, sie hat Inhalt und nachvollziehbare Hintergründe. Schauspielerisch fand ich alles ebenso authentisch. Der Film ist teilweise wirklich spannend. Jedoch fiel es mir unmöglich mich mit einem der Charaktere zu identifizieren bzw. mitreißen zu lassen, da vor allem Jodie Foster meiner Meinung nach, zwar realistisch, jedoch auch nervig und gewöhnlich schauspielert und das in jedem ihrer Filme. Sie ist einfach keine Person, die man gerne in einer Hauptrolle sieht, ich zumindest nicht. Sehenswert ist der Film dennoch auf jeden Fall.
Kritik: absolut genieales machwerk. stellenweise langatmig, aber gerade das mach einen film mit frau foster aus. besonders gelungen fand ich die unkonventionelle herangehensweise, die so garnicht hollywood-like war. trotz der mann-frau paarung hat sich lediglich eine freundschaft entwickelt, keine liebesgeschichte, die schon so manchen starken film in die belanglosigkeit gerissen hat. dessweiteren das ende. einfach brilliant. ich hatte auf das 08/15 ende gewartet, sie gibt ihm die waffe, wird eingeknastet, wame worte und umarmungen für beide und ab in den knast. und dann sowas, er gibt ihr tatsächlich seine dienstwafe, und guckt zu, wie sie den winselnden wurm, der um sein leben bettelt, in den kopf schießt. mir ist kein vergleichbarer film eingefallen, wo man sowas hätte bestaunen können. inhaltlich hat mich der film etwas an unbreakable erinnert. normaler mensch wird gegen seinen willen zum helden stilisiert. und irgenwo trifft es zu, kennt man das doch aus marvel-comix wie batman. nur das frau foster nicht mir cape und gimmic-gürtel auf die jagt geht, sondern sich lediglich mit der halbautomatik kompromislos verteidigt. genial.
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