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Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Anfangs muss ich erst einmal erwähnen, dass ich, bevor ich den Film gestern im Kino besucht habe, das Buch bereits gelesen habe. Ich bin daher in gewisser Weise vorgeprägt. Nichts desto trotz hat mich der Film, bis auf ein par Ausnahmen, vollstens überzeugt.
Die Nachbauten des Vatikans sind durchaus gelungen und die Aufnahmen größtenteils überwältigend. Der Film verliert aufgrund des vatikanischen Drehverbots daher nicht im geringsten an Potenzial. Auch die Schauspieler (besonders Ewan McGregor und Tom Hanks) präsentieren sich in Bestform.
Die Story überzeugt im Film ebenso wie in der Romanvorlage und die Kürzungen sind meist an den Richtigen Stellen vorgenommen worden. Hier muss man allerdings beifügen, dass der Zuschauer ziemlich direkt in die Story und den Film hinein geworfen wird. Es ist schade, dass der gesamte Romaneinstieg, inklusive Langdons Cernbesuch, durch eine 10 minütige Filmeinleitung ersetzt wurde. Dies ist zwar
aufgrund der Filmlänge verständlich, aber der Zuschauer wird doch sehr direkt mit der vollen Handlung konfrontiert.
Die Spannung wird zu Beginn eher flach gehalten und baut sich erst im Verlaufe des Films auf. Das Finale am Petersplatz stellt hier den Höhepunkt einer
atemberaubenden, geschichtlichen Sektenjagd quer durch Rom dar und ist durch die bombastische Darstellung sehr gelungen.
Doch neben dem Einstieg hat Illuminati leider ein weiteres, kleines Manko. Wer das Buch gelesen hat, wird mir zustimmen, dass die Jagd nach den Illuminati über den "Pfad der Erleuchtung" so packend erzählt wurde, dass man am liebsten selbst direkt nach Rom gefähren wäre um den Roman und die historischen Wegweiser selbst mitverfolgen zu können. Dieser Punkt hat mir während des Films ein bisschen gefehlt. Zwar wird die Verfolgung durch die Kirchen spannend inszeniert, aber das gewisse erzählerische Element der Romanvorlage hat hier leider gefehlt. Die Hinweise auf den Verlauf des "Pfades der Erleuchtung" stachen teils zu unerklärt aus dem Kontext hervor und wirkten ein bisschen willkürlich gesetzt.
Doch trotzdem muss man sagen, dass Illuminati ein sehr gelungener Film ist, der in Belangen wie Spannung, Story, Effekte und Besetzung durchaus zu überzeugen weiß und seinen Vorgänger "Sakrileg" um Weiten übertrifft.
Er hat durchaus das Potenzial zu einem großen Blockbuster
Ich fand den Film gar nicht so schlecht. Er hat zwar einige schwächen wie die vielen längen oder die Stimme von Tom Hanks, die Echt nervt. Allerdings ist die Story größtenteils spannend und das Ende gut.