Elizabeth: Das goldene Königreich
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      1 - Sehr schlecht

    Heute habe ich endlich "Elizabeth: Das goldene Königreich" nachgeholt - und war doch sehr enttäuscht! Das Sequel hatte eigentlich so gar nichts von der Qualität des Originals. Weder die bekannten Akteure noch die exzellente Ausstattung konnten über das mittelmäßige Drehbuch hinwegtäuschen. Dabei spreche ich noch nicht einmal von historischer Faktentreue, die einer guten Story ja meist im Wege steht. Aber dass Blanchett&Co sich auf das Niveau einer Soap Opera begeben mussten, berührte schon die Schmerzgrenze - reine Stereotypen standen an der Stelle von Charakteren, plakative Schwarz-Weiß-Symbolik konnte selbst den tumbsten Zuschauer davon überzeugen, wer hier der Gute und wer der Böse (Spanier) war. Auch Samantha Morton hatte keine Chance, ihrer Maria Stuart Tiefe zu verleihen - Thema verschenkt! Und so litt denn auch die arme, alternde Elizabeth um ihre unglückliche Liebe zu Sir Walter Raleigh, um am Schluss geläutert, als Mutter der englischen Nation, alterslos und strahlend schön in die - hoffentlich nicht fortzusetzende - Geschichte einzuschweben. Geoffrey Rush hätte jedenfalls nicht zu befürchten, erneut bemüht zu werden - ach, was ist auch aus seiner brillanten Rolle, dieser vielschichtigen Figur, die sich nie greifen lies, geworden. Wenn ich da nur an die Klassiker denke - Bette Davis bleibt einfach unerreicht! Und Clive Owen - was für einen merkwürdigen Möchtegern-Freibeuter haben sie ihm aufgedrückt - ein müder Abklatsch aller möglicher Vorbilder. Und auch die "Moral von der Geschicht'" schmeckt mir nicht sonderlich - als Frau hat man sich also in einem gewissen Alter mit dem Alleinsein abzufinden...

    Hinzugefügt am 17.04.2008 um 23:07 Uhr
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      3.5 - Gut

    Wem nach Sichtung des phantastischen Trailers nicht klar war, daß man hier eine Mogelpackung erwarten konnte, hat eindeutig zuwenig Trailer gesehen. Vorneweg: zwei mögliche - und verdiente - Oscarnominierungen sollten hierfür drin sein. Als da wäre die Kostümabteilung (der historische Ottoversand - wenn es ihn denn gegeben hätte - wäre ob diesem Festival an Kleidern die Elisabeth hier vorführen kann von einer Extase in die nächste getaumelt) und die Kameraarbeit. Mrs. Blanchett schlägt sich in den Momenten in denen sie mal nicht Kleiderständer spielen muß durchaus achtbar. Clive Owen spielt.... Clive Owen. Ist für mich persönlich die britische Antwort auf den hiesigen Til Schweiger - da sehe ich auch in etwa dieselben drei Gesichtsausdrücke (das bedeutet in einer Gesellschaft, die Gestalten wie Van Damme, Steven Seagal und Paris Hilton allen ernstes als Schauspieler/innen durchgehen läßt schon einiges). Rhys Ifans scheint, seit ihn jemand mit einem Rasierer und dessen Handhabung vertraut machte, tatsächlich ansehnlich geworden zu sein (man vergleiche ihn nur mit seinem Erstling "Twin Town" und als Spike in "Notting Hill"). Alles in allem krankt dieser Film an dem "Oscarsyndrom" - alles ist sehr geschmackvoll hergerichtet, sodaß die Academy und die anderen Nominatoren anderer Preisgelder gar nicht anders können, als zu sagen: ist ja ein Schinken - aber ein schöner Schinken. Und gegen einen Schinken zur Winterzeit ist - mit einem kleinen Fettanteil - ab und an mal nix einzuwenden. Meine beiden Vorschreiber hier haben alle Punkte, die gegen diesen Film sprechen, vortrefflich bemängelt. Mir bleibt hier nur zu schreiben, daß "Elisabeth - Das goldene Königreich" mir auf EXAKT DEMSELBEN UNTERHALTUNGS"NIVEAU" gefallen hat, wie "Keinohrhasen". I rest my case!

    Hinzugefügt am 09.01.2008 um 14:42 Uhr
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      0.5 - Null

    Im ersten Semester Dramaturgie lernt man bereits genug, um dem Drehbuch mit Fug und Recht das Prädikat ungenügend erteilen zu können. Story: Nicht erkennbar, Figuren: Bis auf die Hauptfigur uninteressant; Spannungsbogen: Nicht vorhanden (die historischen Fakten kannt man schließlich, also wäre nur in der Interaktion der Protagonisten Sinnfälliges, Emotionales oder Spannendes erzählbar), insgesamt: Kostüm- und Ausstattungsblendwerk, zugesülzt mit unerträglichem Sprach- und Musikpathos. Clive Owen ist ein würdiger Gewinner der Goldenen Himbeere für die schlechteste schauspielerische Leistung des Jahres; ihn mit Frau Blanchett zusammen zu besetzen ist einfach nur eine Zumutung. Fazit: Dummdreiste Seifenoper mit völlig deplazierter Weltklasse-Darstellerin in der Titelrolle. Grauenvoll!

    Hinzugefügt am 30.12.2007 um 03:00 Uhr
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      1.5 - Schlecht

    Gleich vorweg: Elizabeth - "The Golden Age" ist kein wirklich schlechter Film. Die Kostüme sind meist schlichtweg beeindruckend, die Schauspieler verkörpern ihre Rollen gut, ja sogar die für einen Historienfilm eher nebensächlichen (meist kurz zu sehenden) Effekte sind außerordentlich gut, und Reihen sich ganz oben ein. Die musikalische Untermalung wurde mit hörbar viel Feingefühl integriert, der Hintergrund einer der wohl gewaltigsten Epochen Englands. Die als "golden Age" bezeichnete Epoche wird heute oft verehrt, jedoch auch zumeist falsch verstanden: Natürlich gab es Glanz und Glorie, doch für England stand es bei weiten nicht so gut. Das ist auch im Film äußerst gut umgesetzt und gut spürbar. Woran scheitert dann der Film? Man merkt es am besten, wenn man sich dieses Machwerk ansieht: Es ist wohl die Dramaturgie: Sie will einfach nicht passen. Auf der einen Seite präsentiert man einen (ruhigen) Kostümfilm, auf der anderen bereitet man den Zuschauer auf große Action vor. Und nichts davon geht wirklich auf. Die Handlung wird absolut uninteressant präsentiert, die Psychokrise der Königin bewegt sich ebenso auf der Basis einer absoluten Oberflächlichkeit. Mit Worten wie "Liebe - Geliebt werden" usw. konstruiert man Sätze, die mit der Zeit einfach nur mehr weh tun. Beim Finale vermag man nicht wirklich mit zu fiebern, man spürt nur deutlich, dass einfach zu viel Potential unbedacht verpulvert wurde. Verdammt schade: Es passte sonst alles, die Vorraussetzungen für einen sehr großen Film waren gegeben. Nächstes mal achtet man etwas mehr darauf eine dramaturgisch gute Geschichte zu erzählen, als einfach solche Banalitäten zu zeigen...

    Hinzugefügt am 28.12.2007 um 18:23 Uhr
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      1.5 - Schlecht

    Der 1. Teil war ein herausragendes, in sich geschlossenes Werk, düster, spannend und beschreibt und zeigt sehr gut den Werdegang der jungen Elizabeth von der unsicheren, lebensfrohen Frau zur harten Monarchin, die sich zum Schluß nun selbst zur Ikone macht und nicht umsonst die 'jungfräuliche Königin' genannt wird. Nicht umsonst wurde Cate Blanchett durch diesen Film zu einer der großen Schauspielerinnen der Gegenwart. Was wir hier sehen ist eine große Enttäuschung. Cate Blanchett ist ohne Zauber, mitunter lustlos, betreibt Overacting. Clive Owen hat den einen Gesichtsausdruck den wir seit 'Hautnah' immer wieder zu sehen bekommen und wirkt wie ein deplazierter Douglas Fairbanks. Mary Stewart wirkt wie Lady Macbeth, der Spanische König senil. Keine wirklichen Widersacher. Geoffrey Rush schafft es nicht diesen schwachen Film zu retten und lässt seine Figur zum Schluss dann doch sterben um nicht in dem 3. Teil mitwirken zu müssen. Was wir hier sehen ist eine glatte Produktion die von vielen kleinen unwichtigen Szenen getragen wird und die leider unfreiwillig komisch daher kommt. Mal denkt man an Herr Der Ringe, mal an Pirates of the Caribean, mal an Joan of Arc. Schade. Vergeudeter Stoff. Und so will ich mal die Verfilmung mit Helen Mirren anschauen.

    Hinzugefügt am 21.12.2007 um 10:52 Uhr
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