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Heute habe ich endlich "Elizabeth: Das goldene Königreich" nachgeholt - und war doch sehr enttäuscht! Das Sequel hatte eigentlich so gar nichts von der Qualität des Originals. Weder die bekannten Akteure noch die exzellente Ausstattung konnten über das mittelmäßige Drehbuch hinwegtäuschen. Dabei spreche ich noch nicht einmal von historischer Faktentreue, die einer guten Story ja meist im Wege steht. Aber dass Blanchett&Co sich auf das Niveau einer Soap Opera begeben mussten, berührte schon die Schmerzgrenze - reine Stereotypen standen an der Stelle von Charakteren, plakative Schwarz-Weiß-Symbolik konnte selbst den tumbsten Zuschauer davon überzeugen, wer hier der Gute und wer der Böse (Spanier) war. Auch Samantha Morton hatte keine Chance, ihrer Maria Stuart Tiefe zu verleihen - Thema verschenkt! Und so litt denn auch die arme, alternde Elizabeth um ihre unglückliche Liebe zu Sir Walter Raleigh, um am Schluss geläutert, als Mutter der englischen Nation, alterslos und strahlend schön in die - hoffentlich nicht fortzusetzende - Geschichte einzuschweben. Geoffrey Rush hätte jedenfalls nicht zu befürchten, erneut bemüht zu werden - ach, was ist auch aus seiner brillanten Rolle, dieser vielschichtigen Figur, die sich nie greifen lies, geworden. Wenn ich da nur an die Klassiker denke - Bette Davis bleibt einfach unerreicht! Und Clive Owen - was für einen merkwürdigen Möchtegern-Freibeuter haben sie ihm aufgedrückt - ein müder Abklatsch aller möglicher Vorbilder. Und auch die "Moral von der Geschicht'" schmeckt mir nicht sonderlich - als Frau hat man sich also in einem gewissen Alter mit dem Alleinsein abzufinden...
Hinzugefügt am 17.04.2008 um 23:07 Uhr Verstoß melden
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