Shine a Light
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    Fargo
    Fargo

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      3.5 - Gut

    Auf die alte - ja, eigentlich total bekloppte - Frage: Beatles oder Rolling Stones ? Beide würd ich gern nennen. Aber mit "She loves you . yeaaahh yeahhh" haben die Pilzköpfe ne Leiche zuviel im Keller. Ich mag die Boygroup-Pop-Songs der frühren Beatles nicht. Die extremen Experimente gegen Ende auch nicht. Ich verehre dafür lieber die Rock-Songs von Richards/Jagger. Die sich treu geblieben sind. Die seit sie sich getraut haben eigene Lieder zu schreiben, die Rock-Geschichte mehr als unterhaltsam geprägt haben. "Shine A Light" wurde von Martin Surkäse inszeniert. Der am Anfang mit seiner hibbeligen Art nervt, das Konzert aber toll eingefangen hat und am Ende in den New Yorker Nachthimmel zeigt. Die Vorbereitungen zum Gig sind eigentlich total uninteressant. Gibt es auf jeder guten Musik-DVD zu sehen. Überall das selbe. Und der Besuch von Bill Clinton samt priviligerter junger und schon fast verwester Verwandschaft is ebenso unaufregend. Gut, dass der Haupteil von "Shine A Light" das Konzert war. Passend mit kleinen Auschnitten aus frühen Tagen der Stones unterbrochen. Der junge Mick in schwarz/weiß meint, dass er mit 60 Jahren auch noch auf der Bühne stehn wird. Recht hatte er. Toller Kontrast - Alte Interviews und wieder der Schnitt aufs aktuelle Konzert. Sie klingen logischerweise nicht mehr so, wie ich sie aus den alten Alben kenne, dennoch rocken die alten Opas! Weltmusik. Großes musikalisches Erbe der Menscheit. Ja! Is so. Einziger Kritik-Punkt. Ich als Softie hätte mir mehr Country-Nummern und Balladen a la "Far Away Eyes" oder "As Tears goes by" gewünscht :)

    Hinzugefügt am 11.12.2009 um 18:25 Uhr
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      0.5 - Null

    Mag sein, dass dieser Streifen aus filmischer Sicht ein Kunstwerk ist, musikalisch ist er jedoch ein Schlag ins Gesicht eines jeden Stones-Fans! Was insbesondere Keith Richards hier musikalisch abliefert überschreitet jegliche Schmerzgrenze! Ich bin erschüttert und enttäuscht über soviel Unvermögen. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Stones nie eine besonders filigran arbeitende Band war ("It's only Rock and Roll"... eben.) und diesen Anspuch auch nie hatte, was hier jedoch musikalisch geboten wird ist unterste Schublade! Ich kann nicht begreifen, dass man so etwas tatsächlich als Film herausgebracht hat. Die Band läuft Gefahr damit noch zu Lebzeiten ihre eigene Legende zu zerstören... Ich bin maßlos enttäuscht.

    Hinzugefügt am 13.08.2008 um 19:09 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Music is my passion, das war schon immer so! Für meinen Vater (in der Stones-Altersklasse und Musik-Junkie) und mich war also klar, dass wir diesen Film sehen müssen. Ich war total begeistert! Der Sound, das Lebensgefühl und die Energie die da rüber kommen sind einfach unglaublich! Die Stones machen schon über 40 Jahre zusammen Musik und trotzdem geben sie auf der Bühne noch alles. Während andere sogenannte Superstars nur darauf bedacht sind möglichst gut auszusehen und cool zu wirken, gehts hier nur um den Moment! Da wirkt nichts einstudiert! Die Interview-Einspielungen sind noch das Tüpfelchen auf dem i und sorgten für einige Lacher! Wer Rock n' Roll liebt, der ist hier im richtigen Film. Ausserdem tut es echt gut zu sehen, dass Mick Jagger zum Weltstar geworden ist, obwohl (oder vielleicht gerade deshalb) er so tanzt wie wir es uns wohl nur getrauen wenn wir uns unbeobachtet fühlen!

    Hinzugefügt am 21.05.2008 um 21:14 Uhr
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      2.5 - Na ja

    So, nach U23D also der nächste Konzertfilm. Und das sogar von Martin Scorcese und einer Band die wirklich Musikgeschichte geschrieben hat und immer noch schreibt. Was soll da schon schiefgehen. Da sind ja wirklich Meister ihres Faches am Werk. Also, mit Vorfreude rein ins Kino... An diesem Punkt muß ich meine Kritik zweiteilen, nämlich einmal für die Machart und einmal für die Musik/Band. Zuerst die Machart: Ja, da ist ja alles schön und gut. Sehr erfahrene Kameramänner, die es wirklich schaffen einzigartige Bilder zu zeigen. Speziell in Sachen Mick Jagger ist das teilweise sensationell. ABER: Das kann doch nicht sein, dass die gesamte Bühne/Band in 122 Minuten nur ungefähr gefühlte 30 Sekunden zu sehen ist. Scorcese sagte doch noch extra, er will in einem kleinen Theater drehen, weil er im Stadion auf einer großen Bühne die Band nicht so gut zusammen einfangen kann (was ja auch Sinn macht), nur, warum zeigt er das dann nicht. Bei einem Konzertfilm will ich ab und an die ganze Band sehen und dann selbst entscheiden wen ich beobachte. Das wird dem Zuschauer hier komplett genommen. Mann hat keine Wahl. Die Schnitte sind teilweise so schnell, daß einzelne Einstellungen nur eine Sekunde zu sehen sind. Das ist ja ab und an ok, auf die Dauer des Konzertes aber eher stimmungstötend. So kommt irgendwie gar keine richtige Athmosphäre auf, man fühlt sich gar nicht richtig wie im Konzert. Bei U23D war das doch ganz anders, da kam richtige Stimmung auf. Verstehe einfach nicht, daß ein Meister wie Scorcese das nicht am Ende gesehen hat und gemerkt hat, daß die hektischen Schnitte einfach zu viel sind. Außerdem finde ich es sehr schade, daß wenn schon nicht die ganze Band gezeigt wird, die Aufteilung der Präsenz einfach nicht stimmt. Dass Jagger da auf Nummer 1 ist, steht ja gar nicht zur Debatte. Auch ist klar, daß Richards einen besonderen Part spielt. Bei Wood ist das auch ok, aber daß Charlie Watts so gut wie nie zu sehen ist, das kann doch wirklich nicht sein. Er ist als Mensch und Drummer das Rückrad der Band, er gibt den Rhythmus an und ist einfach nie länger als eine Sekunde zu sehen, in 122 Minuten vielleicht 30 Sekunden alleine im Bild beim Schlagzeugspielen. Das finde ich sehr schade, ungerecht und schon fast unprofessionell. Ach ja, gerade in der ersten Hälfte des Konzertes, sind die hüpfenden Brüste der Backgroundsängerin ungefähr 10 mal länger im Bild als der geniale Schlagzeuger Charlie Watts (das ist zwar auch ganz nett anzusehen, aber ich bin ja in einem Konzertfilm). Nun zur Musik/Band: In der Filmvorsequenz sieht man Jagger immer mit verschiedenen Playlists hantieren und öfter fallen die Titel "Paint it black" und "I'm Free". Auf die hätte ich mich gefreut, kamen aber leider nicht. Aber ok, die STones haben so viele Titel, da kan man es eben nicht jedem rechtmachen. Zu Jagger: Er hat es immer noch drauf. Einfach unglaublich wie er über die Bühne rennt, hüpft usw. Daß dabei öfter mal mehr gesprochen als gesungen wird, ist nicht weiter schlimm. Er hat immer noch die gleiche Aura und Präsenz und außer seinem Gesicht haben die Jahre ihm nichts anhaben können. Manchmal denkt man, auch durch das grelle Licht bedingt, man sieht den jungen Jagger vor sich. Zu Richards: irgendwie finde ich, der Zahn der Zeit hat ihm am meisten angetan. Sein Gitarrenspiel ist nicht mehr cool, sondern langsam. Und immer diese selbstverliebte Mimik wenn er wieder ein bekanntes Riff spielt und dann ganz begeistert ins Publikum schaut. Er sollte lieber mal schauen, daß sein Gitarrenspiel nicht so abgehackt klingt. Gerade bei "seinen" Hits wie z.B. Start me up, klingt das ganze einfach nicht mehr wie früher. Nicht falsch verstehen, Richards ist eigentlich einer meiner Helden, aber ich finde das war nix. Im großen und ganzen finde ich die musikalische Leistung mit Ausnahme von Charlie Watts eher schwach. Irgendwie war es mir nicht mal nach Fußwippen, es kam sogar Langeweile auf. Und das finde ich für einen Konzertfilm einer Rhythm and Blues Rock 'n' Roll Band dann doch eher traurig. Achja, die Gastauftritte hätte ich auch nicht gebraucht, aber das ist jedem seine Sache. So verstehe in nun also nicht, warum dieser Film durchweg gute bis sehr gute Kritiken hat und niemand auch nur ansatzweise meine Kritikpunkte erwähnt hat. Wer aber Jagger in fantastischen Einstellungen sehen will, dem sei dieser Film empfohlen, ich empfehle ihn als Konzertfilm nur bedingt.

    Hinzugefügt am 25.04.2008 um 16:29 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Bekanntlich kann man ja über (fast) alles streiten,man sollte es allerdings unter der Vorgabe tun,dass man erstens ein wenig von der Materie versteht und man zweitens nicht als besserwissender "Guru" daherkommt,der da weiß,was jeder andere braucht."SHINE A LIGHT" ist eine Hommage an die dienstälteste Rockband,die in Form einer besonderen Konzertsichtweise durch 14 Kameras und Bildschnitte erfolgt.Und das ist erst einmal sehenswert.Es ist weder eine Dokumentation über die Band noch ein normaler Konzertmitschnitt,denn diese "normalen" Dokus und Konzerte gibt es ja schon zur Genüge.Es ist in meinen Augen der Versuch,mittels einer besonderen Band hinter die Faszination von Musik(hier eben Rockmusik)und ihrer Macher(hier eben die Rolling Stones) zu steigen.Wer hinter diesem Film Kommerz als Hauptgrund vermutet,weiß nicht,wie Musiker ticken.Egal, wie alt sie sind und wieviel Geld sie haben-sie leben ihre Musik ( und schon deshalb sind auch Äußerlichkeiten kein Kriterium).So sollte man sich selbst eine Meinung bilden und das Werk anschauen,wenn man eine Beziehung zu Rockmusik hat. Und außerdem - niemand wird doch gezwungen, sich diesen oder irgendeinen anderen Film anzusehen!!!

    Hinzugefügt am 20.03.2008 um 14:14 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ich würde mir den Film nicht im Kino ansehen, allerdings würde ich ihn gern auf DVD haben oder ihn direkt im Fernsehen angucken. Ich mag die Rolling Stones und kann nicht verstehen das mein Vorredner solch eine Einstellung hat, wenn die Rolling Stones nur wegen des Geldes Musik machen würden hätten sie schon vor 20 Jahren aufhören können. Wenn man Musik aus Überzeugung macht dann kann man das auch gut und gerne bis zum Lebensende machen, und aus natürlichen Gründen wird man dabei halt auch mal Älter...keine Ahnung was es daran verwerfliches gibt, aber manche stört eben die Mücke an der Wand.

    Hinzugefügt am 16.03.2008 um 10:21 Uhr
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      0.5 - Null

    Es stellt sich in einer Zeit, in der das Medium Film längst seinem Untergang entgegenschielt, die Kunst zum Kommerz geworden ist und immer mehr biedere Durchschnittsware ins Kino kommt, die Frage: Wer braucht eine Dokumentation über eine vergreiste Rockband, die nicht aufzuhören in der Lage ist und bis zum bitteren Ende den Rahm abschöpfen muss? Noch dazu im Kino? Die Antwort: Keiner braucht sowas.

    Hinzugefügt am 15.03.2008 um 14:41 Uhr
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