Gefahr und Begierde
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      0.5 - Null

    Spannung und Erotik wird versprochen. Breit ausgewalzte Langeweile und gewalttätige Kopulationen werden geboten. Ärgerlich ist die Unfähigkeit der Widerstandsgruppe, deren Mitglieder außer großen Worten und stechenden Blicken nichts zuwege bringen. Der Sinneswandel der von dem Zielobjekt der Gruppe erniedrigten Hauptdarstellerin ist nicht verständlich. Der wohltuenden Äußerung, das Blut des Ungeheuers auf ihrem Körper spüren zu wollen, folgt in einer 180 Grad Wendung der Verrat an der Widerstandsgruppe durch Warnung des zu Tötenden im Juwelierladen mit fatalen Folgen. Die Frau hat jegliche Selbstachtung verloren und schließlich auch ihr Leben. Schade. Das interessante, wenn auch keineswegs originelle, Thema hätte durchaus mit Spannung und knisternder Erotik auf die Leinwand gebracht werden können. ,

    Hinzugefügt am 10.04.2008 um 12:39 Uhr
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      1 - Sehr schlecht

    Über zweieinhalb Stunden breitet Lee hier eine belanglose Story aus die nicht einmal einen Kurzfilm wert gewesen wäre. Die fehlplazieten Sexszenen machen das ganze noch unerträglicher. Wie man in diesem Film eine "Athmosphärisch dichte Darstellung von Gegensätzen bla, bla, bla ..." - oder was auch immer die wohlmeinenden Kritiker sich hierzu aus den Fingern saugen - sehen kann ist mir ein Rätsel und zeigt einmal mehr wie sehr die etablierte Marke "Lee" für Voreingenommenheit sorgt. Gut gemachte Bilder können bei diesem Film leider nicht über die Schwächen der Story hinwegtäuschen. Bewegründe der Charaktere werden in keiner Weise nachvollziehbar - insofern ein Film wie das wahre Leben, aber dafür geht man ja bekanntlich nicht in Kino. Die Begierde auf den neuen Ang Lee bedeutet in diesem Fall die Gefahr einer großen Enttäuschung.

    Hinzugefügt am 11.11.2007 um 14:42 Uhr
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      2.5 - Na ja

    Die Aufnahmen der post-kolonialen Interieurs im Shanghai der 40er Jahre und die Straßenszenen kaschieren nicht die Schwächen von Ang Lees Adaption von Eileen Changs Geschichte über Liebe und Espionage während der japanischen Okkupation im 2. Weltkrieg. Tang Wei, Mitglied einer politischen Theatergruppe und des chinesischen Widerstands, betritt den engeren Kreis von Mr. Lee, ein chinesischer Kollaborateur der Oberliga, und ist gleichzeitig von ihm hingezogen und abgestoßen. Die Sexszenen sind mit Gewalt auf die Bühne gebracht, aber die Zusammenkünfte und Aktionen des Widerstands, offensichtlich unter der Kontrolle der kommunistischen Partei, sind nicht überzeugend. Der Film trödelt endlos herum und wiederholt sich ständig, es fehlt ihm an Schwung und Elan und, abgesehen von den Sexszenen, vermisst man einen Anflug von Wildheit. Im amerikanischen Original in Mandarin mit Untertiteln, aber das wollte man dem deutschen Zuschauer wohl auch nicht noch zumuten.

    Hinzugefügt am 04.11.2007 um 11:10 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Ums gleich vorweg zu nehmen. Für mich gibt es weiterhin keinen schlechten Film von Ang Lee. Präzise und detailversessen, aber nie detailverliebt zeichnet Lee seine Figuren. Darin ist er Meister. In seinen vorläufigen Höhepunkten "Der Eissturm" und "Brokeback Mountain" hat er dies bislang am grandiosesten dargestellt. An diese beiden Glanzlichter kommt "Gefahr und Begierde" nicht ganz heran. Musik, Kostüm und die exzellenten Schauspieler verleihen dem Drama aber eine Dichte und Spannung, die den Film auf jeden Fall sehenswert machen. Und um die verquere Sicht des Vorredners bezüglich der Sexszene aufzunehmen: Ang Lee nimmt sie nie als reinen Selbstzweck, von daher kann von "Pornographie" keine Rede sein. Ganz im Gegenteil - jede der Szenen macht Sinn - zumindest für den Zuschauer, der den Film im Gesamtkontext sieht.

    Hinzugefügt am 23.10.2007 um 21:30 Uhr
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      0.5 - Null

    China 1942, zur Zeit der japanischen Besatzung. Die schöne Wang Jiazhi soll für eine Untergrundgruppe einen einflussreichen Kollaborateur ausspionieren. Für die patriotischen Studenten ist der hohe Beamte ein Verräter, der liquidiert werden muss. Wang Jiazhi lässt sich auf das gefährliche Doppelspiel ein. Mit Frau Yi, der Gattin der Zielperson, versteht sie sich bald blendend, flaniert gemeinsam mit ihr über Hongkongs Konsummeile. Unversehens taumelt die junge Frau dann aber hinein in eine sado-masochistische Sex-Affäre. Einzelheiten ersparen wir dem geneigten Filmstarts.de-Leser an dieser Stelle. Die verhängnisvolle Affäre mit Herrn Yi stellt Wangs Loyalität bald auf eine harte Probe. "Begierde, Vorsicht!" lautet passenderweise der Originaltitel. Doch der deutsche Verleih ließ wenig Vorsicht walten. Beschämend, dass ein Land wie China, in dem die Menschenrechte missachtet werden, der Kulturnation Deutschland zum Vorbild wird: Dort durfte in den Kinos nämlich nur eine vom Regisseur abgesegnete entschärfte Fassung des Films laufen, die, da sie ca. 30 Minuten kürzer ist, vermutlich auch das zeitweise zähe Erzähltempo eher verzeihen lässt. Dafür wären die vorgeschlagenen 8 von 10 Punkten zweifellos gerechtfertigt gewesen. So geht es dagegen gar nicht: Mit seinen minutenlangen pornografischen Exzessen überschreitet "Gefahr und Begierde" eindeutig die Grenzen des guten Geschmacks, die ich zuletzt dermaßen mit Füßen getreten am ehesten noch in dem kranken Actionfilm "Crank" erlebt habe. Ein Jammer! Denn im Grunde ist Regisseur Lee ein gediegener Spionagekrimi in eleganten, atmosphärisch dichten Bildern gelungen. (Gastkritik von film-o-meter.de)

    Hinzugefügt am 15.10.2007 um 19:35 Uhr
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