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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Der Krieg des Charlie Wilson > Userkritiken
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1 - 10 von 16 Treffern
Mitglied seit 547 Tagen | 7 Userkritiken
Kritik: Unglaublich wie einfach Politik doch sein kann und unglaublich, dass die Story wahr ist. Es wirkt alles wie ein schlechtes Spiel auf mich. Aber Tom Hanks und Philip Seymour Hoffman spielen grandios. Julia Roberts Rolle ging mir ein wenig auf den Keks, aber so sind solche Tussi's wahrscheinlich in echt.
Mitglied seit 1.126 Tagen | 105 Userkritiken
Kritik: Vom Einspielergebnis her (118 Mil. weltweit) liegt der Film weit unter Tom Hanks üblichem Niveau. Künstlerisch reiht er sich jedoch nahtlos in die Vita des zweifachen Oscar-Preisträgers ein. Insgesamt weniger witzig, dafür aber um einiges drastischer in Bezug auf die Darstellung des Afghanistan-Sowjetunion-Konflikes, als ich es erwartet hatte, ist der Film alles andere als seichte Unterhaltung. Wenn Tom Hanks in der Rolle des saufenden, koksenden und Frauen abschleppenden Kongressabgeordneten im afghanischen Flüchtlingslager Kindern begegnet, denen von Minen die Gliedmaßen abgesprengt wurden, ist nicht nur er, dann ist auch der Zuschauer bestürzt. Dennoch besitzt der Film auch einiges an satirischen Elementen. Hanks' Eskapaden und vor allem Phiip Seymour Hoffmans großartige Darstellung des zynischen, frustrierten CIA-Mannes sorgen dafür, dass das Geschehen nicht zum trocken-moralischen Geschichtsunterricht wird. Ihre Darstellungen sind politisch erfrischend unkorrekt, dieses schwächt das Gewicht des Themas nicht etwa ab, vielmehr verleiht es ihm eine menschliche Komponente. Charlie Wilsons Handlungen, die den Etat zur Unterstützung der afghanischen Truppen von anfangs 5 Millionen auf 1 Milliarde in die Höhe treiben, sind menschlich nachvollziehbar. Und dabei umso gewichtiger, wenn man sich vor Augen führt, dass es seine auf ganz subjektiven Impressionen beruhende Initiative war, die quasi den Terrorismus zu dem gemacht hat, was er heute ist. Einen Großteil seiner Qualität verdankt der Film der Verlässlichkeit und Güte seiner Darsteller. Auch in leicht absurd gezeichneten Momenten bleiben die Charaktere authentisch. http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=418824324&blogID=445063740
Mitglied seit 1.263 Tagen | 17 Userkritiken
Kritik: Ich konnte mir eigentlich nicht vorstellen, wie man ein so ernstes Thema wie Amerikas Engagement in Afghanistan in Zeiten wie diesen satirisch aufbereiten kann. Doch dieser Film weis das absolut gekonnt umzusetzen. Dabei liefern nicht nur Tom Hanks und Julia Roberts (in ihrer ersten größeren Rolle nach der Babypause), sondern vor allem Philip Seymour Hoffman als extravaganter CIA-Agent eine fabelhafte Leistung ab. Besonders gefallen hat mir der Schluss des Films, in dem gezeigt wird, wie das Fehlverhalten der Amerikaner den Aufstieg der Taliban in Afghanistan erst ermöglicht hat.
Kritik: Aus diesem Thema hätte man wesentlich mehr rausholen können. Meiner Meinung nach ist der Film eine einzigie plakative schwarz-Weiß Malerei. Die Russen sind alle abgrundtief böse, die Afganen(?) und späteren Taliban heldenhafte Kämpfer voller Edelmut und die Amerikaner natürlich die allerbesten, aber das wussten wir ja schon immer... Wenn man dann den Protagonisten bei pathetischer Musik und pathetischer Ausleuchtung in einer mehr als pathetischen Szene Sätze wie "und darum liebe ich dieses Land" sagen hört fühlt man sich fast in das abgrundtief schlechte Action Kino der 80er versetzt. Da helfen auch die eine oder andere selbstironische Szene nicht weiter, die natürlich niemals zu stark an der amerikanischen Seele rütteln. Leider doch entäuschend.
Mitglied seit 1.773 Tagen | 403 Userkritiken
Kritik: Mit "Der Krieg des Charlie Wilson" ist Regisseur Mike Nichols eine echt gute Polit-Satire gelungen. Trotz der leicht ironisch erzählten Geschichte verliert der Film jedoch nie an Seriosität oder Ernsthaftigkeit, ganz im Gegenteil, ein gewisses Anspruchsniveau wird hier problemlos erreicht und auch vorausgesetzt. Besonders stark sind die wirklich knackigen und intensiven Dialoge ausgefallen, die es teilweise wirklich in sich haben. Dabei kommt der ironische Unterton am besten zum Tragen. Das Flair der 80er-Jahre ist von Nichols ebenfalls gut eingefangen worden und verleiht dem Film eine sehr stimmige Atmosphäre. Eine kleinere Schwäche des Films dürfte allerdings die auf der Satire begründete lockere Ernsthaftigkeit des Themas sein, die bei dieser doch recht schweren Materie vielleicht noch hätte intensiver ausfallen können (so vor allem bei der Motivation aller Beteiligten). Dennoch ist die Geschichte sehr interessant erzählt und bindet das Zuschauerinteresse schon aufgrund seiner wahren Begebenheit an den Film. Die größte Stärke des Films ist dagegen zweifelsohne die überragende Darstellerriege. Tom Hanks verkörpert dabei die Hauptperson Charlie Wilson überaus stark und verleiht seinem Charakter problemlos die nötigen Charakterzüge wie die des Frauenhelden, Gelassenheit, Gerissenheit, aber auch Glaubwürdigkeit und Tiefe. Noch eine Schippe drauf legt aber Philip Seymour Hoffman als cholerischer und etwas eigenartiger CIA-Agent, der wirklich alles aus seiner Rolle herausholt und eine sensationelle Leistung abliefert. Aber auch die Nebendarsteller können überzeugen, wenn auch z.B. Julia Roberts eher als schmückendes Beiwerk fungieren muss und hinter ihrem Können zurückbleibt. Fazit: "Der Krieg des Charlie Wilson" ist ein tolles satirisches Polit-Drama, das vor allem durch seinen großartigen Cast und klasse Dialogen überzeugen kann. Für einen unterhaltsamen und durchaus spannenden Filmabend ist der Film ohne weiteres zu empfehlen!! 7.5 Punkte!
Kritik: wird doch am besten verdeutlicht als er im Flugzeug seiner Assistentin die Anekdote aus seiner Kindheit erzählt, und nachdem er die Flüchtlinge im Afghanischen lager sah, kam natürlich wieder sein Gerechtigkeitssinn auf. Hoffe somit diese kleinere Unklarheit beseitigt zu haben, ansonsten ist der Film wie in der kritik beschrieben wirklich sehr gut gemacht.
Kritik: Irgendwie ein ambivalenter Film. Einerseits wird da "ein Spiegel vorgehalten" (eine Milliarde wurde scheinbar spielend locker gemacht für jede Menge Rüstung - und also Tötung der [ach so bösen!] Russen; aber eine Million für den Wiederaufbau einer Schule? kein Interesse! Keine Lobby), Andererseits schimmert da auch so etwas wie patriotisch-Stolzes durch (seht an, was ein paar coole Leute in Amerika auf die Beine stellen können, um das Böse zu bekämpfen und Gutes für die Beladenen und Geflohenen zu tun!) [das war allerdings krass: dieser Anblick eines Camps mit vielleicht hunderttausenden von Flüchtlingen und kriegs-verkrüppelten Kindern]. Ebenso ambivalent die Schauspielerriege. Die Roberts eine einzige peinliche Fehlbesetzung. Hanks und Seymour Hoffman brillierend. Die beiden sowieso der Hauptgewinn des Film; ohne diese Genies hätte der Film zweifellos nicht funktioniert. So richtig warm bin ich mit dem Film nicht geworden. Aber unterhaltend und teilweise informativ war er allemal (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass wir da halbwegs korrekt informiert werden...)
Kritik: ....entweder stellen sie einen Hanswurst als Präsidenten - wie derzeit; oder sie wollen "Gutes" tun - wie während der Achtziger. Zumindest Wilsons Ansatz ist mehr als löblich: wenn man - wie sein von Tom Hanks angenehm zurückhaltend gespielteer Abgeordneter - mit dem Leid der Zivilbevölkerung konfrontiert wird, kann es einem schon speiübel werden. Und das selbst Breitmaulschnute Julia Roberts als Durchunddurchrepublikanerin mit Sendungsbewußtsein angenehm zu punkten weiß, ist auch nicht wenig. Den Vogel schießt allerdings der hierfür vollkommen zu recht gelobte Phillip Seymour Hoffmann ab: ein leicht verbitterter Kotzbrocken - aber genau aus diesem Grund sympathisch. Dieses Trio furioso hält auch den Film gut beieinander, da dieser immer mal Gefahr läuft ein wenig.... beliebig zu wirken. Da eilt man besonders in der zweiten Hälfte in filmischen Siebenmeilenstiefeln durchs Geschehen und man kann das Geschehen pflichtschuldigst abnicken... nur leider entgleitet dem Film dann irgendwann auch die Hauptfigur - und damit die Bezugsperson. Roberts und Hoffmann verkommen dann auch nur noch zu Stichwortgebern... ein wenig Schade ist das schon. Ausstatungstechnisch ein Lob - selten sahen die Achziger scheußlicher aus als hier in der amerikanischen Hochpolitik. Und schlußendlich gilt: man könnte den Film auch als Werbefilm für das Büro für Tabak, Alkohol und Schusswaffen präsentieren - zumindest seit "Black Dahlia" wurde in einem Hollywoodfilm nicht mehr soviel gequalmt! ;-)
Mitglied seit 1.455 Tagen | 8 Userkritiken
Kritik: Die meistens Satire bringen einem zum Lächeln, lassen aber durch unheimliche Übertreibungen keinen Blick auf die wirkliche Story zu. Der Krieg des Charlie Wilson ist da anders. Hier wird Wortwitz in Perfektion betrieben, man sollte nur keine Feministin ohne Humor sein. Schwarzen Humor sollte man auf jeden Fall ins Kino mitbringen, dann bekommt man auch tolles Darstellerkino geboten. Philip Seymour Hofman, völlig zu Recht für den Oscar nominiert, stillt hier sogar Tom Hanks die Show. Und das obwohl dieser schon klasse spielt. Natürlich sollte man keine allzu tiefsinnige Kritik aller "Syriana" erwarten. Trotzdem wird das Thema des Afghanistankrieges nicht harmlos darstellt, sondern in Form einer tollen Wortgewalt bloßgestellt. Kein Must-See, aber der Sicherheit zum Lachen zu empfehlen!
Kritik: Irgendwie unbefriedigend, ich weiss nicht wirklich was der Film soll, eigentlich ist er nur politisches bla bla, wer erwartet hat ähnliches wie "Von Löwen und Lämmern" zu sehen, wird entäuscht sein. Schauspielerisch, gar keine Frage bei dieser Besetzung, absolut Sehenswert, lediglich Julia Roberts fällt da etwas ab, aber das kann man Verzeihen. Irgendwie passt diese Rolle auch nicht zu ihr. Der Film unterhält, aber wie gesagt sonst ist nich viel. Schade, für einen politischen Film ist das eindeutig viel zu harmlos. Oder sehen wir das nur in Europa so? Ich weiß es nicht.
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