ChristiansFoyer
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4 - Sehr gut
Vom Einspielergebnis her (118 Mil. weltweit) liegt der Film weit unter Tom Hanks üblichem Niveau. Künstlerisch reiht er sich jedoch nahtlos in die Vita des zweifachen Oscar-Preisträgers ein.
Insgesamt weniger witzig, dafür aber um einiges drastischer in Bezug auf die Darstellung des Afghanistan-Sowjetunion-Konflikes, als ich es erwartet hatte, ist der Film alles andere als seichte Unterhaltung. Wenn Tom Hanks in der Rolle des saufenden, koksenden und Frauen abschleppenden Kongressabgeordneten im afghanischen Flüchtlingslager Kindern begegnet, denen von Minen die Gliedmaßen abgesprengt wurden, ist nicht nur er, dann ist auch der Zuschauer bestürzt. Dennoch besitzt der Film auch einiges an satirischen Elementen. Hanks' Eskapaden und vor allem Phiip Seymour Hoffmans großartige Darstellung des zynischen, frustrierten CIA-Mannes sorgen dafür, dass das Geschehen nicht zum trocken-moralischen Geschichtsunterricht wird. Ihre Darstellungen sind politisch erfrischend unkorrekt, dieses schwächt das Gewicht des Themas nicht etwa ab, vielmehr verleiht es ihm eine menschliche Komponente. Charlie Wilsons Handlungen, die den Etat zur Unterstützung der afghanischen Truppen von anfangs 5 Millionen auf 1 Milliarde in die Höhe treiben, sind menschlich nachvollziehbar. Und dabei umso gewichtiger, wenn man sich vor Augen führt, dass es seine auf ganz subjektiven Impressionen beruhende Initiative war, die quasi den Terrorismus zu dem gemacht hat, was er heute ist.
Einen Großteil seiner Qualität verdankt der Film der Verlässlichkeit und Güte seiner Darsteller. Auch in leicht absurd gezeichneten Momenten bleiben die Charaktere authentisch.
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Hinzugefügt am 11.01.2009 um 01:20 Uhr
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