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Home > Kino > Film-Archiv > Thriller > Der Mann, der niemals lebte > Userkritiken
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1 - 10 von 30 Treffern
Kritik: Naja, etwas mehr habe ich mir schon von dem Film versprochen. Er bearbeitet ein wichtiges Thema, ist aber stellenweise ziemlich langweilig und überzogen. Grade an dieser Stelle hätte ich mir viel mehr Spannung gewünscht. So ist er ein solider Polit-Thriller geworden, mehr aber auch nicht. War gerade noch so okay... 5/10
Mitglied seit 658 Tagen | 128 Userkritiken
Kritik: Der Film der niemals aufhört. Mir fehlte es deutlich an Spannung.
Mitglied seit 823 Tagen | 39 Userkritiken
Kritik: Ridley Scott der Meister für Thriller schlechthin macht hier einen routinierten Thriller der brillant gespielt und gut inszeniert ist. Den Tiefgang der Story schöpft Ridley Scott nicht völlig aus. Sehenswert ist er alle mal
Mitglied seit 868 Tagen | 332 Userkritiken
Kritik: Der Mann der niemals lebte ist ein starker Agenten Thriller, der ein paar längen hat aber sonst durchgehend überzeugen kann.
Mitglied seit 1.126 Tagen | 105 Userkritiken
Kritik: Nach dem gleichnamigen Roman von David Ignatius entstanden, ist Der Mann, der niemals lebte‘ ein sehr guter, handwerklich astreiner Film, bei dem der Kampf gegen den Terror in der zweiten Hälfte allerdings eher zum Kampf mit einer erzählerischen Unzulänglichkeit wird. Diese ist aber Drehbuchautor William Monaghan zuzuschreiben, der einen Handlungsstrang einarbeitete, der in sich zwar nicht uninteressant ist, im Film als Teil des Ganzen allerdings nicht homogen wirkt. Dadurch geht Ridley Scotts Action/Polit-Thriller locker eine Armlänge der Authentizität verloren, die er zuvor überzeugend aufbaut. Aber der Reihe nach. ----------------------------------------------------------------- Regisseur Scott springt unmittelbar ins Geschehen, nach einem Anschlag im englischen Manchester geht es in den Irak und es wird der Arbeitsalltag des CIA-Agenten Roger Ferris gezeigt, der die Hintermänner des Terrors aufzudecken versucht. Über Satellit wird dabei jede Bewegung Ferris‘ von seinem Vorgesetzten Ed Hoffman verfolgt, welcher sich in einer Mischung aus Aktionismus und Arroganz ständig über die Vorhaben seines Mannes vor Ort hinwegsetzt und diesem so manche Operation versaut. Scott leitet weder Charaktere genauer ein, noch wird die allgemeine Situation präzisiert. Dabei nimmt der Zuschauer sowohl Ferris‘, als auch Hoffmans Perspektive ein. Man beobachtet Ferris, wie sein Boss es tut, ist jedoch nie auf dessen Wissensstand und wird von den Handlungen Hoffmans ebenso überrascht. Diese geschickten perpektivischen Verschiebungen inszeniert Scott gewohnt versiert und mengt dem Film Komplexität in der Zeichnung des Protagonisten und Antagonisten bei: „Held“ Ferris spricht arabisch, versucht sich in die Kultur des „Feindes“ einzudenken und auf Vertrauen zu setzen, sein Vorgesetzter steht zwar auf der Seite des „Guten“ neben ihm, geht aber viele tausend Kilometer weit entfernt weit skrupelloser, menschenverachtender und nicht zuletzt ungeschickter vor. Seinem vermeintlich Verbündeten kann Ferris so am wenigsten vertrauen. ----------------------------------------------------------------- Der Mann, der niemals lebte‘ erlaubt es sich, ideologische Fragwürdigkeiten auch als solche zu zeigen, der unterschwellig ständig brodelnde und auch immer wieder aus Ferris herausbrechende Konflikt zwischen ihm und Hoffman ist spannend und fern ab von platter Gut/Böse-Trennung. Hierbei zögert zwar auch Ferris nicht, im entscheidenen Moment zum Selbstschutz zu töten, doch er versucht eine moralische Integrität und respektvolle Distanz zu wahren, die mancher Oberer im Kampf gegen den Terror über Bord geworfen hat, bzw. von Anfanf an nicht auf dem Plan hatte. Sämtliche technische Überlegenheit nützt dem CIA nichts, sobald sich der Gegner der Nutzung elektronischer Kommunikation verweigert und das kalte Kalkül, mit dem in den Zentralen die Satellitenbilder ausgewertet werden und so auch über Leben und Tod entschieden wird, mündet zumeist in lähmender Ahnungslosigkeit. Das Motiv des technisch unterlegenen Ostens gegen den hochgezüchteten Westen ist kein unbedingt neues, wird von Scott aber nicht hinterweltlerisch und somit „von oben herab“ gezeigt, sondern als ein unberechenbares, sehr bewusstes und erschreckendes strategisches Mittel der Terroristen und ihrer Organe. Verglichen mit dem thematisch nicht unähnlichen Operation: Kingdom‘ (2007), in dem die amerikanischen Ermittler in Saudi-Arabien klar und reichlich plakativ mit ihren technischen Möglichkeiten auftrumpfen, gibt Der Mann, der niemals lebte‘ ein sehr viel differenzierteres Bild ab und spart sich patriotische Allüren. ----------------------------------------------------------------- Der Film fühlt sich extrem realistisch an, folgt besonders in der ersten Hälfte keiner festgelegten Handlungsstruktur. Mehrere Schauplätze werden aufgesucht, Ferris‘ Arbeit wird situativ und an einen sehr oft wechselnden Zweck gebunden gezeigt. Die 20minütige Eingangssequenz ist derart rasant und in ihrem Ausgang actionreich inszeniert, dass sie in manch anderem Film wohl als Showdown gelandet wäre. Leonardo DiCaprio, der sich spätestens mit The Departed‘ und Blood Diamond‘ (beide 2006) endgültig von seinem Bubi-Image gelöst haben dürfte, portraitiert Ferris mit viel Körpereinsatz und auch wenn seine Rolle Ähnlichkeiten zu jenen aus den genannten Produktionen aufweist, ist sein Spiel dennoch frisch und dynamisch. Mit einigen angefutterten Kilos ist Russell Crowe als Hoffman ein guter Gegenpart, der die harten Operationen auch schonmal per Headset begleitet, während er seine Kinder ins Bett bring. Die Sicherheit der Nation endet vor der eigenen Haustür. Das angespannte Verhältnis zwischen DiCaprio und Crowe wird hauptsächlich über scharfe Dialoge verdeutlicht, viele Szenen miteinander haben sie nicht, dennoch begegnen sich hier zwei Stars auf höchstem Niveau, wobei der Australier Crowe eher gebremst agiert, seine schauspielerische Klasse dem Film trotzdem zugute kommt. Ebenso wie jene des Briten Mark Strong, der als jordanischer Geheimdienstchef Hani undurchsichtig und mit faszinierender Ausstrahlung spielt. ----------------------------------------------------------------- Einen Knick in der Dramaturgie erhält der Film durch die Einführung eines „love interests“ für DiCaprios Ferris. Ramponiert von einem Einsatz landet dieser vor der Krankenschwester Aisha, gespielt von Golshifteh Farahani. Der sonst so auf seine Aufgabe fixierte Ferris, den jeder Fehler zur Weißglut bringt und der in seiner Akrebie und gleichzeitigen moralischen Ambivalenzen als Charakter stark gezeichnet wird, verliebt sich und balzt plötzlich wie ein Schuljunge um die Gunst der schönen Iranerin. Dies wirkt zu sehr in die Story hinein konstruiert und driftet später in ein früh zu antizipierendes 08/15-Schema ab, das Ferris und der Geschichte Glaubwürdigkeit und Logik raubt. Von der Haupthandlung isoliert ist die Love Story zwischen Ferris und Aisha allerdings erfreulich zurückhaltend inszeniert und vertieft (weshalb sie wohl auch im Film gelandet ist) noch einmal den Respekt des Agenten vor der Kultur der Muslime, indem sie ohne Berührung, ohne Küsse und schnulzige Liebesbekenntnisse stattfindet. In ihrer Konsequenz schwächt sie aber den Film leider etwas ab. ----------------------------------------------------------------- Der Mann, der niemals lebte‘ ist ein bildstarker, von Ridley Scott gewohnt einwandtfrei audiovisuell gestalteter Film, der teils mit schonungsloser Brutalität und Intensität die Arbeit eines CIA-Agenten inmitten eines Wirrwarrs aus Lügen, Verrat, Misstrauen und Gewalt zeigt. Ein durchaus packender Einblick, der seine Bedeutung mit einem einfallslos gestalteten Handlungsstrang etwas untergräbt, diesen aber wenigstens durch eine vertrakte Auflösung nicht zu weit ins pure Standartklischee abgleiten lässt. Nicht zuletzt dank überzeugender Darsteller ist Der Mann, der niemals lebte‘ alles in allem sehr sehenswert, wenn er auch leicht hinter seinen Ambitionen zurückbleibt. ----------------------------------------------------------------- komplette Review siehe: http://christiansfoyer.wordpress.com/2010/03/01/review-der-mann-der-niemals-lebte/
Kritik: Nachdem ich im Urlaub das Buch "Der Mann der niemals lebte" von David Ignatius quasi verschlungen hatte, war ich gespannt auf den Film. Ich muss sagen: Enttäuschend. Es hat sich mal wieder bewahrheitet, dass die wenigsten Buchverfilmungen das halten, was die literarische Vorlage verspricht. Das Buch sprüht nur so vor Spannung, komplexen Handlungssträngen und überraschenden Wendungen.Im Film werden Handlungen und Zusammenhänge verdreht oder ganz weggelassen bzw. gar nicht erwähnt. Sogar der "Darsteller", der dem Film seinen Namen gibt, nämlich der Mann, der niemals lebte, taucht im Film nicht ansatzweise auf. Das Privatleben von CIA-Agent Ferris und dessen Verbindungen zu seinem Handeln und Tun spielen im Buch eine zentrale Rolle, im Film sind sie nicht mehr als eine kümmerliche Nebenhandlung. Auch das Ende kommt im Film doch sehr aprupt, da passiert bei der Buchvorlage noch einiges mehr. Wenn man das Buch jedoch nicht gelesen hat, könnte einem der Film dennoch gefallen. Starke Darsteller (DiCaprio, Strong) und großartige Bilder. Es ist auch nicht einfach, eine solch gute Romanvorlage in ein für's Kino passende Format zu quetschen. Ansonsten muss ich sagen: Leute, lest mehr Bücher! Da spielt sich der Film im Kopf ab ;-)
Kritik: ...nehm ich mir aus dem Film meine Informationen, um authentisch zu erfahren wie in der - wohlbemerkten - Realität ein "undercover"-CIA-Agent arbeitet. Ja, überhaupt sollten wir alle in Schulen nur noch Filme schaun um so wahrheitsgegtreu nah am Leben zu lernen... ...oh man!
Kritik: ich hab mir diesen filme mit mittleren erwartung in meiner videothek gehliehen und war begeistert den der film zog mich direkt von der minute an in seiner spannenden atmospähre zwar war die story manchmal etwas wirr aber trotzdem weiß der film zu überzeugen muss man zumindest einmal gesehen haben den er unterhält
Kritik: Die immer wieder aktuellen Themen "Terrorismus" und "Nahost" werden hier zum einem anspruchsvollem Thriller mit Tiefgang verpackt. Wie meine Vorredner, muss ich leider auch die völlig konstruierte Love-Story kritisieren, die viel an Tempo wegnimmt. Alles in allem aber ein wirklich brisanter und sehenswerter Film mit einem DiCaprio in Topform. Wer es noch eine Spur politischer haben möchte, sollte zu "Syriana" mit George Clooney greifen. Hier werden die Mechanismen von Politk und Öl-Lobby noch realistischer dargestellt. Fazit: Scott kann es besser, viel besser!
Mitglied seit 1.037 Tagen | 24 Userkritiken
Kritik: Als ich den Trailer zu "Der Mann, der niemals lebte" sah, dachte ich mir, dass es wahrscheinlich ein netter, spannender Thriller sei, nichts Besonderes, aber gute Unterhaltung. Und siehe da, nach der Sichtung des Filmes stellte ich fest, dass ich mit dieser Vorabahnung komplett richtig lag. Der Streifen beginnt relativ stark, verheddert sich jedoch im Mittelteil ein wenig in vielen miteinander zusammenhängenden Intrigen und Nebenhandlungen, bis ihm im letzten Drittel die Puste leider so richtig ausgeht, da die Auflösung all der Storys langsam und kompliziert daherkommt. Als kritsche Plotkrücke ist dabei die angedeutete Liebesbeziehung zwischen Ferris und Aisha zu nennen, die gegen Ende immer mehr in den Vordergrund tritt, im Grunde jedoch gar nicht in die restliche Geschichte passt und der Haupthandlung böse im Wege steht. Wo der Film storytechnisch also etwas hinkt, kann "Der Mann, der niemals lebte" jedoch mit optischen Gimmicks punkten. Der Soundtrack hält sich brav im Hintergrund, dafür sind die Sets grandios ausgewählt und auch eine gewisse, fesselnde Atmosphäre ist nicht abzusprechen. Natürlich darf auch die unvermeidbare Wackelcam und der rasche Schnitt in den Actionsequenzen nicht fehlen, "Ein Quantum Trost" lässt grüßen. Auch muss zusätzlich noch angemerkt werden, dass Ridley Scotts neuester Film nichts für schwache Nerven ist. Die Folterszenen geizen nicht mit gewaltbedeutenden Bildern und es reichte Scott nicht, einfach einen Schnitt zu setzen und den Zuschauer sich alles ausmalen zu lassen. Leonardo Dicaprio hat ja schon lange bewiesen, dass er zu den Großen in Hollywood gehört. Allerdings wird es langsam mehr als offensichtlich, dass er sich inzwischen auf die Rolle des in Schwierigkeiten steckenden, knallharten Helden, der nicht selten irgendeiner Geheimorganisation im Kampf gegen den Terror angehört, spezifiziert hat. "Departed", "Blood Diamond" und jetzt "Der Mann, der niemals lebte": Er kann die vorgegebenen Rollen zwar alle mehr als zufriedenstellend füllen, doch ich bin der Meinung, dass es nun Zeit wird, DiCaprio auch mal in ein neues Genre zu packen, damit er sich auch in anderen Fächern beweisen kann. Oscar-Preisträger Russell Crowe fällt ein wenig ab, was aber nicht an seinem Talent, sondern viel mehr an den vom Drehbuch vorgegebenen Möglichkeiten liegt. Crowe kann sich nie wirklich freispielen, die meiste Zeit sitzt sein Charakter am Telefon, überwacht die Situationen und plant, was das Zeug hält. Dafür kann Mark Strong als undurchsichtiger Chef des jordanischen Geheimdienstes. Seine Leistung ist kühl, schauspielerisch perfekt und er liefert die beste Performance der kompletten Riege an Darstellern des Films ab. Trotz der berühmten Darstelleransammlung floppte der Film an den US-Kassen. Das liegt wohl an der Tatsache, dass Polit-Thriller, die kritische Kriegslagen so zeigen und handlungstechnisch verarbeiten, nur schwer ihr Publikum finden. "Der Mann, der niemals lebte" ist nämlich mehr als Popcorn-Kino und erzählt eine tiefgründige, verstrickte Geschichte, wer krachende Action sehen will, dürfte enttäuscht werden. Fazit: Den Erwartungen entsprechender Polit-Thriller mit den üblichen langsamen Momenten für das Genre. Gut gespielt, in der Handlung ab und an zu arg verzettelt, geht dem "Mann, der niemals lebte" aber zu früh die Puste aus, um letzten Endes über einen soliden Durchschnitt hinaus zu kommen.
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