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Home > Kino > Film-Archiv > Tragikomödie > Couscous mit Fisch > Userkritiken
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1 - 7 von 7 Treffern
Kritik: gerade, gesehen, das "Meisterwerk". Offenkundig reicht meine Bildung nicht aus, um den Film zu erfassen. Ich habe eine Aneinderreihung von Szenen erlebt, deren Gelaber ich kaum ertragen konnte. Vieleicht kann man diese Plapprigkeit einfach nur nicht ins Deutsche übersetzen, bzw. synchronisieren.. Slimane als muffliger Wirt ist allerdings ein Genuss; dass da die Gäste nicht ganz von allein gegangen sind, verwundert ein klein wenig.
Mitglied seit 1.193 Tagen | 1 Kritik
Kritik: Die tragische Geschichte des Slimane Beiji mit offenem Ende für die am Schluss Zurückbleibenden. Wichtige Szenen bekommen den zeitlichen Raum, den sie brauchen. Das geht für den Zuschauer bis an die Grenze des Erträglichen - genau so könnte die Wirklichkeit gewesen sein! Und genau so ist das Leben manchmal. Dass da manch eine/r vorzeitig das Kino verlässt, liegt nicht an der Qualität des Films, sondern an der Anstrengung, diese "langen" Szenen aushalten zu müssen (so was gibt´s selbstverständlich im Fernsehen und Unterhaltungskino nicht!), die am Ende immer wieder Hilflosigkeit oder Bedrückung hinerlassen. Natürlich gibt es auch wunderbare lange Szenen, die Vergnügen bereiten. Aber was bleibt, ist das unglücklich-schicksalhafte Scheitern und der Tod von Slimane - und eine ungewisse, aber nicht hoffnungslose Zukunft seiner Familie und der Menschen seiner unmittelbaren Umgebung. Das alles ist eindringlich in Szene gesetzt. Kechiche verlässt sich auf seine (Lebens)Erfahrung. Er hat nichts im Sinn mit billigen Gags und Effekthaschereien. Der Zuschauer ist ganz nah dran - am wirklichen Leben, fast mittendrin in der Gruppe der Menschen, in der sich Slimanes Leben abspielt. Dass dieser am Ende alleine und unbemerkt stirbt, ist überzeugend und wahrhaftig - genau so überzeugend wie parallell dazu das Leben seiner Familie und Freunde weitergeht … wie auch immer. Ich finde, kein Film für einen schönen Kinoabend, ein anstrengender Film, ein Film, der einem das Herz schwer machen kann, ein Film aber, der einem am Ende gut getan hat, wenn man sich gerade auch auf die Schwere und Schicksalhaftigkeit einlassen konnte - ein wunderbarer Film. Schade, dass der (wieder mal schlecht ins Deutsche übertragene) französische Filmtitel und das Plakat falsche Vorstellungen von Leichtigkeit und Vergnügen hervorrufen, die der Film so gar nicht bedient. Da mag manche/r sich "im falschen Film" wiedergefunden haben …
Kritik: Hochgelobt in der Zeitung, in Frankreich mehrfach ausgezeichnet. Für mich nicht nachvollziehbar. Zähe Monologen, wenig Handlung, das eigentliche Thema blieb für mich ziemlich unklar. Solch einen schlechten französischen Film habe ich bisher noch nicht gesehen. Zwei Stunden habe ich durchgehalten, bevor dann doch das Gefühl der Zeitverschwendung siegte. Einfach nur anstrengend, laut, nichtssagend.
Kritik: Schon lange habe ich mich nicht mehr so über einen Film geärgert. 1. Eigentlich ist es ja schön, wenn Dialoge mal länger dauern als in amerikanischen Filmen. Aber hier wurde es eindeutig übertrieben. Die Schauspieler plärren einander gegenseitig mit immer wiederkehrenden Floskeln an, ich dachte schon, es seien Laienschauspieler. Manche Dialoge waren kaum auszuhalten in ihrer Dauer und Inhaltslosigkeit. Muss man denselben Inhalt in einem Vortrag eigentlich 5x sagen? Teilweise hatten die Dialoge (manchmal waren es auch nur Monologe) noch nicht mal was mit der Handlung zu tun, und ich war schon völlig genervt, weil die jeweilige Person überhaupt kein Ende fand. 2. Da es ein französischer Film ist, hat er typischerweise natürlich kein Happy-End. Das scheint in Frankreich wirklich total uncool zu sein. Man sitzt da und leidet mit Slimane, weil sein blöder Sohn den Couscous-Topf spazieren fährt (ohne es zu wissen), nachdem er meinte, fliehen zu müssen, weil eine seiner Seitensprünge ebenfalls zu dem "Sponsorentreffen" des Restaurants gekommen ist, zusammen mit ihrem Mann. Slimane fährt mit dem Moped zu seiner Ex-Frau, um sie zu bitten, neues Couscous zu kochen, aber sie ist nicht da. Als er aus dem Haus wieder runterkommt, haben drei Jugendliche sein Moped geklaut und fahren ihm immer vor der Nase davon. Und er als 60jähriger rennt ständig hinterher. Wie bescheuert! Seinem Couscous kommt er dadurch überhaupt nicht näher, seinem Moped auch nicht, aber seine Kräfte verschenkt er sinnlos. Am Ende bricht er sogar zusammen - und dann endet der Film. Na toll. Da leidet man erst total mit ihm, hofft, es findet noch alles ein gutes Ende, und dann sowas. Ich frage mich, warum ich mir das angetan habe. Sinnlose 2,5 Stunden. Und der Film ist völlig falsch beschrieben: man erfährt in keiner Sekunde, dass es "schon immer Slimanes Traum ist, ein Restaurant zu haben". Das ist nur politisch korrektes Gesülze. Und dass seine Familie beschließt, ihm zu helfen, wird - trotz extrem viel Geschwafel - auch nie erwähnt. Sie tun es einfach. Slimane spricht überhaupt sehr wenig. Am meisten redet Riym, und die ist wirklich eine tolle Schauspielerin. Eigentlich hätte ich schon rausgehen können, als Slimanes Tochter ihre 2jährige Tochter angebrüllt hat, weil diese nicht ins Töpfchen gemacht hat. Ich vermute, die Kritiker loben diesen Film, weil er Migrantenhintergrund hat. Das gehört sich einfach so. Aber vielleicht bin ich aber auch ein Kretin und habe ihn einfach nicht kapiert. Also, so schnell gehe ich jedenfalls in keinen französischen Film mehr, das steht fest.
Kritik: Und was habe ich gelernt? Was im algerischen Kulturkreis so "abgeht", was für diese Menschen wichtig ist, wie sie denken und fühlen. Eine gute Erfahrung, gezogen aus dem Realismus der Darstellung des Filmes. Bevor ich aber "an den Regisseur geglaubt" habe, war ich auch versucht, hinauszugehen. Die häufigen großen (sehr nahen) Einstellungen der meist nicht sehr schönen Gesichter, wackelig und in Video-Optik schreckten mich zuerst, später dann der ewige anscheinend nicht weiter führende Redeschwall einer oder mehrerer Leute gleichzeitig. Grade die Familienszene beim Essen war für mich schwer aushaltbar, aber ebendso die Gewaltszene aus Andreas Dresens "Wolke 9". Solche Szenen trotzdem zu verwenden macht die Filme so realistisch glaubwürdig statt seicht-unterhaltsam.
Kritik: wer "couscous mit fisch sieht" muss ein liebhaber französicher filme sein. denn dieser film ist eine rückkehr zum realismus. ansonsten zieht er einen vollkommen in seinen bann. die lebenslust und ernergie, die er verbraucht, ermüden an keiner stelle, sondern regen zum lachen, weinen und purer freude an. hervorragend ist auch die kamerführungt. die bauchtanzsequenz wird in die geschichte des europäischen kinos eingehen. der ganze film ist einfach phantastisch fotografiert. nüchternes, lebensmutiges kino. eine wahre freude!
Kritik: Ich habe es noch nie erlebt, dass so viele Zuschauer frühzeitig den Kinosaal verlassen haben wie bei diesem Film und ich muss sagen, zurecht. Zunächst das Positive: Die Grundidee des Films ist nett und die schauspielerische Leistung an der ein oder anderen Stelle sehenswert. Das war es allerdings auch schon. Ansonsten stellt "Couscous mit Fisch" eine Qual für Körper und Geist dar. Für den Körper durch den penetranten, unangebrachten Einsatz von verwackelten Handkamerabildern, die den Zuschauer, zumindest wenn er in der Nähe der Leinwand sitzt, seekrank werden lassen. Für den Geist durch immer wiederkehrende, grauenhaft lange und nichtssagende Dialoge der Großfamilie, die zudem erbärmlich auf Deutsch synchronisiert wurden. Es mag realitätsnah sein, alle Darsteller durcheinander sprechen zu lassen, aber für das Wohlbefinden und die Übersicht des Zuschauers im Kino ist diese Technik, über die Länge eines Spielfilms eingesetzt, unerträglich. Die Story, unnötig auf 155 Minuten ausgedehnt, weist zudem an der ein oder anderen Stelle logische Mängel auf und kann weder begeistern noch überzeugen. Die gut gemeinten gesellschaftskritischen Ansätze treten durch die gravierenden Mängel des Films völlig in den Hintergrund. Alles in allem eine nette Idee, aber ein enttäuschender Film.
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