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Seine 1 Kritik ansehen
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1.5 - Schlecht
Schon lange habe ich mich nicht mehr so über einen Film geärgert.
1. Eigentlich ist es ja schön, wenn Dialoge mal länger dauern als in amerikanischen Filmen. Aber hier wurde es eindeutig übertrieben. Die Schauspieler plärren einander gegenseitig mit immer wiederkehrenden Floskeln an, ich dachte schon, es seien Laienschauspieler. Manche Dialoge waren kaum auszuhalten in ihrer Dauer und Inhaltslosigkeit. Muss man denselben Inhalt in einem Vortrag eigentlich 5x sagen?
Teilweise hatten die Dialoge (manchmal waren es auch nur Monologe) noch nicht mal was mit der Handlung zu tun, und ich war schon völlig genervt, weil die jeweilige Person überhaupt kein Ende fand.
2. Da es ein französischer Film ist, hat er typischerweise natürlich kein Happy-End. Das scheint in Frankreich wirklich total uncool zu sein. Man sitzt da und leidet mit Slimane, weil sein blöder Sohn den Couscous-Topf spazieren fährt (ohne es zu wissen), nachdem er meinte, fliehen zu müssen, weil eine seiner Seitensprünge ebenfalls zu dem "Sponsorentreffen" des Restaurants gekommen ist, zusammen mit ihrem Mann. Slimane fährt mit dem Moped zu seiner Ex-Frau, um sie zu bitten, neues Couscous zu kochen, aber sie ist nicht da. Als er aus dem Haus wieder runterkommt, haben drei Jugendliche sein Moped geklaut und fahren ihm immer vor der Nase davon. Und er als 60jähriger rennt ständig hinterher. Wie bescheuert! Seinem Couscous kommt er dadurch überhaupt nicht näher, seinem Moped auch nicht, aber seine Kräfte verschenkt er sinnlos. Am Ende bricht er sogar zusammen - und dann endet der Film. Na toll. Da leidet man erst total mit ihm, hofft, es findet noch alles ein gutes Ende, und dann sowas.
Ich frage mich, warum ich mir das angetan habe. Sinnlose 2,5 Stunden.
Und der Film ist völlig falsch beschrieben: man erfährt in keiner Sekunde, dass es "schon immer Slimanes Traum ist, ein Restaurant zu haben". Das ist nur politisch korrektes Gesülze. Und dass seine Familie beschließt, ihm zu helfen, wird - trotz extrem viel Geschwafel - auch nie erwähnt. Sie tun es einfach. Slimane spricht überhaupt sehr wenig. Am meisten redet Riym, und die ist wirklich eine tolle Schauspielerin.
Eigentlich hätte ich schon rausgehen können, als Slimanes Tochter ihre 2jährige Tochter angebrüllt hat, weil diese nicht ins Töpfchen gemacht hat.
Ich vermute, die Kritiker loben diesen Film, weil er Migrantenhintergrund hat. Das gehört sich einfach so.
Aber vielleicht bin ich aber auch ein Kretin und habe ihn einfach nicht kapiert.
Also, so schnell gehe ich jedenfalls in keinen französischen Film mehr, das steht fest.
Hinzugefügt am 13.10.2008 um 00:30 Uhr
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