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5 - Spitzenklasse
Oft haben mich Filme begeistert, gerührt, gelangweilt, Spannung erzeugt, gegruselt, amüsiert, fasziniert. Doch nur selten haben sie mich berührt. Was zuletzt "Das Leben ist schön" schaffte, gelang diesem Film. Er hat mich mitgenommen, gefesselt, mich in sich aufgesogen. Ich saß vor dem Bildschirm und war völlig "im" Film. Er hat mich gerührt, amüsiert, ich war gespannt, es gruselte mich in der Mitte des Films als Kaufman abzudriften begann, es hat mich fasziniert, zu welche vielschichtiger schauspielerischer Leistung Grimassenmeister Carrey in der Lage ist. Nach seiner überzeugenden Darstellung in "The Truman Show" ist das wirklich die Krönung seiner Karriere. Überzeugender kann man einen Charakter nicht spielen. Nein das war kein Spiel mehr, Jim Carrey lebte diese Rolle, er war Kaufman. Noch nie passierte es mir, dass ich in ein und demselben Film die Hauptfigur bemitleidete, beneidete, bewunderte, verabscheute, ja sogar hasste, und dann wieder bemitleidete was letztendlich in einem wunderbaren Gefühl der inneren Zufriedenheit mündete. Kaufman schien am Ende mit seinem Leben abgeschlossen zu haben, er war glücklich, er hatte Menschen doch noch glücklich gemacht, er war bekannt und beliebt. Dennoch war es kein "Happy End" oder "Ende gut alles gut"-Kitsch, sondern schloß den Film auf eigenartige Weise berührend, was auch mit dem finalen Auftritt des Tony Clifton zu tun hat.
Eine Regiemeisterleistung ist auch der Beginn, gibt er doch den Ton und die Marschrichtung für den gesamten Film vor, auch wenn das dem Zuschauer erst hinterher klar wird. Meine Empfehlung: gleich nochmal schaun. Und dann nochmal. Und nochmal. Man entdeckt jedes mal neue Facetten und wird aufs neue berührt. Ich verneige mich vor diesem Film und ziehe meinen Hut vor diesem Meisterwerk. Eine absolute Empfehlung für jeden der auch ernsthaften und tiefgründigen Filmen etwas abgewinnen kann.
Hinzugefügt am 09.06.2009 um 10:18 Uhr
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