Control
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    feli1x
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      4.5 - Großartig

    Das mit den Biopics is schon so ne Sache. Vorallem bei einer Person wie Ian Curtis, der Selbstmordbegangen hat , und auch sonst eine sehr tragischer Charakter war( das kann man aus den Texten klar erkennen. Also wie geht man das an? Versucht man es zu erklären? Zeichnet man sein leben einfach Detail getreu nach und überlässt den Rest dem zuschauer? Anton Gorbjin hat hier genau die richtige Lösung gefunden und beide möglichkeiten gekonnt gemixt. Einen Grund für Ians Suizid bietet der Film nicht aber wenigstens versucht er es gar nicht erst da das eine unmögliche Aufgabe gewesen wäre. Ians leben wird auf das wichtigste reduziert. Was Corbjin anstatt eines normalen Biopic macht ist etwas wie ein 90 minütiges Musikvideo. Er untermahlt die wunderschöne, düstere Musik Joy Divisions mit ebenso düsteren gleichzeitig aber poetischen und schönen Bildern. Das Ergebnis ist ein Film der Ian Curtis potraetiert ohne viel von ihm Preis zu geben sondern es schafft nur durch Bilder einen aufmerksamen Zuschauer in die Seele des Sängers blicken zu lassen wo ein Fantasie voller und noch aufmerksamerer Zuschauer den Grund für Ians Freitot erfährt. Fazit: Der Film verlangt viel von zuschauer ab. Wer also weniger auf die Offensichtliche und Klassische seite des Films schaut wird sich schnell langweilen. Alles anderen erwartet ein düsterer Trip in die Seele eines gespaltenen Individuums. So oder so kommt man garantiert, dank Gorbjin, als Joy Division Fan aus dem Kino.

    Hinzugefügt am 25.09.2011 um 14:10 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ian Curtis ist ohne Frage eine schwierige Persönlichkeit, deren Handeln man nicht versuchen sollte nachzuvollziehen. Denn das ist es nicht. Ian gibt sich zu großen Teilen völlig irrational, was ja genau die Faszination und Einzigartigkeit an dieser Person ausmacht. Sicher kann man es sich einfach machen und ihn als Schwächling, Weichei oder Versager hinstellen, da er Selbstmord begeht. Das wird einem tiefergehenden Blick auf einen Menschen aber nicht gerecht. So sind es doch seltsamer Weise oft die großen Künstler, die Probleme mit ihrem Leben haben, früh sterben oder den Freitod wählen. Das liegt sicherlich daran, dass viel Kreativität aus viel Genialität entsteht. Und Genialität liegt bekanntlich nah am Wahnsinn. Ein solcher Mensch empfindet alles viel intensiver, als ein größtenteils rational denkender Mensch. Sein Innenleben ist deutlich sensibler gestrickt. Nur so kann es zu den oftmals großen Kunstwerken kommen, in denen sich intensive Gefühle spiegeln. Diese Übersensibilität führt oftmals eben zu manischen Depressionen an denen so viele besondere Menschen, besondere Künstler schon zugrunde gegangen sind. Faszinierend sind diese Menschen dennoch. Gerade da sie nicht gelernt haben, abgeklärter mit ihren Gefühlen umgehen zu können, sondern sich ganz dem Sturm und Drang hingeben oder vielleicht hingeben müssen. So ist das zusammenwirken von Genie und Wahnsinn in einem Menschen immer zutiefst berührend. Und genau das zeigt der Film in einigen Szenen eindrucksvoll. Es sind im Film oft die subtilen Mimiken und Gesten, die eine schwankende, leidende Seele deutlich machen, eben unter der Oberfläche der eigentlichen Handlung. Atmosphärisch beeindruckt der Film, bildet oftmals eine grandiose Symbiose zwischen der Optik, der Musik und der Gefühlswelt. Ob es dabei genau die Zeit der 70er widerspiegelt oder nicht, der Film berührt letztlich tief und das ist das größte was ein Film leisten kann.

    Hinzugefügt am 25.02.2009 um 11:51 Uhr
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    Fundamentalontologe
    Fundamentalontologe

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      3.5 - Gut

    Der Film zeigt nichts wirklich neues. Die Beweggründe, weshalb sich der Sänger umbringt sind diejenigen, weshalb sich hunderte anderer Menschen selbst suizidieren. Verzweiflung, Übertreibung, keine Frustrationstoleranz, kein Durchhaltevermögen etc. pp. Man könnte fast meinen, das dieser "sensible Künstler" nicht den Arsch in der Hose gehabt hat, um sich endlich für ein Leben und eine Frau zu entscheiden. Unweigerlich fragt sich der Zuschauer: Liebt Ian nun tatsächlich zwei Frauen? Das könnte ja auch sein und es ist sicherlich schwer damit umzugehen, aber es gibt gewiss Lösungen für dieses Problem. Und zur Not muss man sich eben entscheiden, seinen Mann stehen und aufrecht und aufrichtig mit dieser Entscheidung leben. Das sind ganz schlicht und ergreifend psychologische Entwicklungsaufgaben, an denen Ian scheitert. Karriere und Familie sind nun einmal nicht gut miteinander vereinbar und unter einen Hut zu bringen, was jedermann schon mit 20 Jahren weiss heutzutage. Erstaunlich ist, das Ian wirklich gar keine Beziehung zu seinem Kind hat. Nicht nur, das er sich nicht um es kümmert, nein, er gibt auch noch die Verantwortung ab, indem er die Löffel abgibt - und dabei stand er nicht mal unter Drogen! Wie kann man da nur so irrational entscheiden? Für jemanden, der schon Lebenserfahrung hat wirkt der Film etwas übertrieben gekünstelt und aufgesetzt. Es mag sein, das es angeblich "introvertierte" Typen (Er war nicht introvertiert, sonst hätte er sich wohl kaum so mutig auf die Bühne und in die Öffentlichkeit gewagt!) gibt, die man aber auch schlicht und ergreifend als Weicheier abstempeln kann. Einige Hinweise findet der Zuschauer auch noch im Film, weshalb es der geplagten Seele Ian so schlecht geht und er an Depressionen leidet, obwohl er ein Star ist und gute Freunde in der Band haben könnte oder hatte, was im Film nicht so heraus gestellt wird: Zum einen ist da die gestörte und kaputte Beziehung zu seinen Eltern, sein Vater redet kein Wort mit ihm, als er sie nach jahrelanger Abstinenz mal wieder besuchen kommt. An einem Mangel an Anerkennung ist Ian jedenfalls nicht gestorben, die hat er ja gehabt, das was wonach sich tausende und millionen Menschen dort draußen in der Welt sehnen, das wonach wir alle streben und wofür wir diese ganze menschliche Komödie als Spektakel auf der sozialen Bühne der Welt inszenieren. Woran litt er also noch? Der dritte Faktor, neben dem ersten, das er zwei Frauen liebt und dem zweiten, das er ein vollkommen gestörtes Verhältnis zu seiner Kernfamilie hat ist der, das er unter Epilepsie leidet. Dieses Krankheitsbild ist mysteriös und es ist sicherlich sehr schwer nachvollziehbar für jemanden, der nicht darunter leidet, wie sich der Leidende fühlt und was er durchlebt. Ein vierter Grund könnte der chronische Geldmangel gewesen sein, ständig scheint er blank zu sein. Ein fünfter Grund wäre, das er niemanden richtig zum reden hatte und ein sechster, das er eben das Gefühl der Kontrollosigkeit über sein Leben hatte. Dennoch beweist sein früher Selbstmord mit 23 Jahren, das er weder Durchhaltevermögen, noch Frustrationstoleranz gelernt hat. Dieses schmerzhafte Erwachsenwerden, das müssen wir nunmal alle durchmachen und die Probleme die Ian im Film hat, haben tausende und millionen andere ebenso. Aber die kämpfen und bringen sich nicht um die Ecke, die halten durch und es zahlt sich auch meistens für sie aus. Also kann man es so sehen, das Ian eigentlich ein Versager ist, der dieses Musikerleben selbst gewählt hat und an sich selbst zu Grunde gegangen ist. Da gibt es kaum Schuld, die anderen in die Schuhe zu schieben wäre. Auch die Handlungen seiner Frau Debbie sind vollkommen nachvollziehbar und legitim. Sie macht sich bestimmt Vorwürfe, an seinem Tod Schuld zu sein, was aber laut des Filmes wirklich nicht der Fall sein kann. Ian hat den Kampf gegen und mit sich selbst verloren, den Kampf, den wir alle zu kämpfen haben...

    Hinzugefügt am 21.08.2008 um 15:17 Uhr
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      3.5 - Gut

    Der Film zeigt nichts wirklich neues. Die Beweggründe, weshalb sich der Sänger umbringt sind diejenigen, weshalb sich hunderte anderer Menschen selbst suizidieren. Verzweiflung, Übertreibung, keine Frustrationstoleranz, kein Durchhaltevermögen etc. pp. Man könnte fast meinen, das dieser "sensible Künstler" nicht den Arsch in der Hose gehabt hat, um sich endlich für ein Leben und eine Frau zu entscheiden. Unweigerlich fragt sich der Zuschauer: Liebt Ian nun tatsächlich zwei Frauen? Das könnte ja auch sein und es ist sicherlich schwer damit umzugehen, aber es gibt gewiss Lösungen für dieses Problem. Und zur Not muss man sich eben entscheiden, seinen Mann stehen und aufrecht und aufrichtig mit dieser Entscheidung leben. Das sind ganz schlicht und ergreifend psychologische Entwicklungsaufgaben, an denen Ian scheitert. Karriere und Familie sind nun einmal nicht gut miteinander vereinbar und unter einen Hut zu bringen, was jedermann schon mit 20 Jahren weiss heutzutage. Erstaunlich ist, das Ian wirklich gar keine Beziehung zu seinem Kind hat. Nicht nur, das er sich nicht um es kümmert, nein, er gibt auch noch die Verantwortung ab, indem er die Löffel abgibt - und dabei stand er nicht mal unter Drogen! Wie kann man da nur so irrational entscheiden? Für jemanden, der schon Lebenserfahrung hat wirkt der Film etwas übertrieben gekünstelt und aufgesetzt. Es mag sein, das es angeblich "introvertierte" Typen (Er war nicht introvertiert, sonst hätte er sich wohl kaum so mutig auf die Bühne und in die Öffentlichkeit gewagt!) gibt, die man aber auch schlicht und ergreifend als Weicheier abstempeln kann. Einige Hinweise findet der Zuschauer auch noch im Film, weshalb es der geplagten Seele Ian so schlecht geht und er an Depressionen leidet, obwohl er ein Star ist und gute Freunde in der Band haben könnte oder hatte, was im Film nicht so heraus gestellt wird: Zum einen ist da die gestörte und kaputte Beziehung zu seinen Eltern, sein Vater redet kein Wort mit ihm, als er sie nach jahrelanger Abstinenz mal wieder besuchen kommt. An einem Mangel an Anerkennung ist Ian jedenfalls nicht gestorben, die hat er ja gehabt, das was wonach sich tausende und millionen Menschen dort draußen in der Welt sehnen, das wonach wir alle streben und wofür wir diese ganze menschliche Komödie als Spektakel auf der sozialen Bühne der Welt inszenieren. Woran litt er also noch? Der dritte Faktor, neben dem ersten, das er zwei Frauen liebt und dem zweiten, das er ein vollkommen gestörtes Verhältnis zu seiner Kernfamilie hat ist der, das er unter Epilepsie leidet. Dieses Krankheitsbild ist mysteriös und es ist sicherlich sehr schwer nachvollziehbar für jemanden, der nicht darunter leidet, wie sich der Leidende fühlt und was er durchlebt. Ein vierter Grund könnte der chronische Geldmangel gewesen sein, ständig scheint er blank zu sein. Ein fünfter Grund wäre, das er niemanden richtig zum reden hatte und ein sechster, das er eben das Gefühl der Kontrollosigkeit über sein Leben hatte. Dennoch beweist sein früher Selbstmord mit 23 Jahren, das er weder Durchhaltevermögen, noch Frustrationstoleranz gelernt hat. Dieses schmerzhafte Erwachsenwerden, das müssen wir nunmal alle durchmachen und die Probleme die Ian im Film hat, haben tausende und millionen andere ebenso. Aber die kämpfen und bringen sich nicht um die Ecke, die halten durch und es zahlt sich auch meistens für sie aus. Also kann man es so sehen, das Ian eigentlich ein Versager ist, der dieses Musikerleben selbst gewählt hat und an sich selbst zu Grunde gegangen ist. Da gibt es kaum Schuld, die anderen in die Schuhe zu schieben wäre. Auch die Handlungen seiner Frau Debbie sind vollkommen nachvollziehbar und legitim. Sie macht sich bestimmt Vorwürfe, an seinem Tod Schuld zu sein, was aber laut des Filmes wirklich nicht der Fall sein kann. Ian hat den Kampf gegen und mit sich selbst verloren, den Kampf, den wir alle zu kämpfen haben...

    Hinzugefügt am 20.07.2008 um 17:23 Uhr
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      4 - Sehr gut

    Starker Film, interessant, regt zum nach denken an! lg

    Hinzugefügt am 30.06.2008 um 16:29 Uhr
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      3.5 - Gut

    Bei Filmen denen eine "reale" Geschichte vorausgeht, ist es immer schwierig ein exaktes Bild der Personen zu zeichnen geschweige denn Ihn getreu nachzuempfinden. Das ist eines der größten Schwierigkeiten die es bei solchen Vorhaben gibt und ist schlichtweg unmöglich. Man kann versuchen so weit es geht, diesem Ziel näher zu kommen. In der Person von Ian Curtis hat man ein aussagekräftiges Gesicht gefunden, ihm jedoch eine zu sentimentale Seite verpasst. Auch die anderen Schauspieler sind allesamt irgendwie lahm in ihrem Dasein, wovon ich nicht glaube das es in den 70igern so war. Allerdings ist die, ob gewollt oder ungewollt, trostlose und orientierungslose Stimmung sehr gut eingefangen. Wenn man sich den Film anschaut, bekommt so wunderbare Aufnahmen und gute Musik um die Ohren gehauen aber der Rest schleift vor sich hin und über allem liegt irgendwie das Ende der Welt, was einem stellenweise die Lust nimmt. Ich schätze das Drehbuch hat nicht die Aufmerksamkeit bekommen die es verdient hätte. Es fehlt einfach der Funke um den Betrachter in diese Welt hineinzuziehen. Sofern man sich nicht daran orientiert das hier Joy Division wiederspiegelt werden sollen, finde ich die Leistung der Darsteller gut mit wenigen Aussetzern. Das Hauptaugenmerk liegt hier allerdings nicht auf der Formation Joy Division, sonder auf Ian Curtis und seinem privaten Leben. Die Qualität dieses Werks sinkt und steigt mit der Betrachtungsweise, als ein Porträt von der Rockband ist es lahm und desolat, als unabhängige Charakterstudie und Drama dagegen hat er mir gut gefallen.

    Hinzugefügt am 10.05.2008 um 14:41 Uhr
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      0.5 - Null

    Etwa zeitgleich zu Joy Division gab es die US-Punk Gruppe Minutemen, denen eine vergleichsweise ähnliche Tragödie widerfahren ist. Der Sänger und Gitarero dBoon, Halbbruder des legendären Bassisten Mike Watt, starb bei einem Autounfall.... Jahre später sang Ed from Ohio auf Watt's compilation Thug boat auf dem 2 Track die Zeilen: "The youth of today should defend themselves from the seventies"...Das trifft genau auf die Joy Division Aufarbeitung von Anton Corbjin zu. Nichts, was im Film über die seventies gezeigt wurde, bringt auch nur annähernd etwas von der Zeit damals 'rüber. Das Einzige, was man machen könnte, um wenigstens etwas an dem Film gut finden zu können, wäre, wenn man jede Einstellung eine Stunde als Standbild anschauen würde, das ginge Tage, aber da wäre das einzig Mögliche, wollte man dem Film irgendeine Qualität abgewinnen. Als motion picture erreicht der Film höchstens das Niveau von Kiddy Zeitschriften wie Bravo oder daily soaps wie GZSZ etc. Alles ist banal Auch die Schauspieler sind fader als mau. Allein die Darstellung von Debbie Curtis und dem Mananger ragen aus dem Mittelmaß heraus. Auch die Hauptfigur hat rein gar nichts von Ian Curtis' Verzweiflung und Finsternis ... und Alex Maria Lara spielt das Ober-Reh in einer unerträglichen Osterhasi Weise. .... der Film ist flacher als'n Brett....

    Hinzugefügt am 06.03.2008 um 14:38 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ein wunderbarer Film, in dem - nüchtern betrachtet - nicht viel passiert, aber viel erzählt wird und der dennoch oder gerade deshalb beeindrucken kann. Die bis ins Detail fotografierten Bilder von Anton Corbijn (... Ian, durch die englische Kleinstadt laufend, in einer schwarzen Jacke mit dem Wort "HATE" in weißen Buchstaben auf dem Rücken ...) und die zu jeder Szene perfekt passende Musik (... Ian im Tonstudio, hinter der Glasscheibe stehend, davor seine Band, seine Geliebte und alle irgendwie mit sich beschäftigt, während er - so isoliert - von "Isolation" singt...) machen den Streifen zum Hochgenuss. Sam Riley, der mir bislang unbekannt war, zog mich schon ganz vom Anfang in den Bann. Welch Talent! Und das Ende beschäftigt noch lange nachdem man das Kino verlassen hat!

    Hinzugefügt am 25.01.2008 um 21:58 Uhr
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      3.5 - Gut

    IAN CURTIS FOREVER Genius, Hero, The one and only. Der film ist ok, bisschen modisch, aber auch nicht zu maniriert. Der Hauptdarsetller ist überzeugend. Was das ganze mit dem dem realen Leben von Curtis oder gar pauschalisierend dem Musikbusiness blabla...zu tun hat, mag jeder selbst herausfinden. Schön auf jeden Fall, dass dem Antihelden und großen Popmusikinnovator der tristen Endsiebziger endlich ein filmisches Denkmal gesetzt wurde. Love will tear us apart.

    Hinzugefügt am 11.01.2008 um 20:38 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Was mir an dem Film sehr gut gefällt, ist, dass er die Geschichte des Sängers Ian Curtis, Sänger der Gruppe "Joy Division", so einfach und nachvollziehbar erzählt, dass man weder diesen Sänger, noch diese Gruppe, gekannt haben muss oder die Musik mögen muss, um die Geschichte verstehen zu können. Besonders gut gefiel mir, dass der Film die Realität vor und hinter den Kulissen des Musikgeschäfts glaubhaft wiedergibt. Ein Film von dem berühmten Fotografen Alex Corbijn, der die Szene vor und hinter den Kulissen kennt und es daher nicht nötig hat, aus Ian Curtis einen Helden zu stilisieren, der er tatsächlich auch nicht ist, sondern den ganz normalen Sänger, seine Höhen und Tiefen als Künstler zeigt. Einerseits die ganz persönliche Geschichte Ian Curtis´, der an epileptischen Anfällen leidet, früh heiratet und Verantwortung für eine Familie übernimmt, dann aber als Mensch total scheitert, mit sich selbst, der Einsamkeit hinter den Kulissen und dem schnellen Ruhm völlig überfordert ist und schließlich an Depressionen erkrankt und zerbricht. Es ist ein gelungenes schlicht gehaltenes Porträt in Schwarzweiss, das ohne Schwarzweissmalerei die Facetten von Glanz und Schatten, Glück und Verzweiflung nachvollzieht. Diese Realität muss der Zuschauer aber auch ertragen und bereit sein, denn es erwartet ihn kein romantisches Rührstück und kein Happy End.

    Hinzugefügt am 03.12.2007 um 17:49 Uhr
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